Heart of Stone

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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freeman
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Heart of Stone

Beitrag von freeman » 10.04.2006, 13:30

Heart of Stone

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Originaltitel: Back In Business
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Philippe Mora
Darsteller: Brian Bosworth, Joe Torry, Dara Tomanovich, Alan Scarfe, Aubrey Beavers, Brion James, Aleks Shaklin u.a.

Einige FBI Agenten deponieren eine riesige Ladung Drogen in einer Cobra und weisen daraufhin diverse Bäddies darauf hin, dass dieser Sportwagen mit genau diesem Inhalt bald versteigert werden soll. Unterdessen versucht Mechaniker Joe sein Aggressionspotential in den Griff zu bekommen und in geeignetere Bahnen zu lenken. Dazu gehört auch die Aussöhnung mit der Ex und einem ehemals guten Freund. Sonderbarerweise geht es seinem ehemaligen Kumpel Tony trotz Polizeigehalt mehr als knorke. Dickes Auto, riesen Haus, exquisite Girls und ein Boot .. all das stellt sich allerdings bald als Tarnung heraus. Tony soll einen Heroinhändler namens Ashby auffliegen lassen. Er bittet Joe ihm bei der Sichtung einer Cobra zu begleiten. Das ist freilich genau der Wagen, in den die FBI Agenten vor kurzem das Heroin gepackt haben. Kaum ist man bei der Besichtigung angelangt, eröffnet jemand das Feuer auf sie, woraufhin Joe und Tony erst einmal ordentlich aufräumen. Dafür kassieren sie einen ordentlichen Anschiss des FBI Chefs Ryker, den Joe einst absägen wollte, was ihm dann aber den ertragreichen Mechanikerjob einbrachte. Der Zuschauer selber weiß nun, dass genau dieser Chef auch der Kopf hinter der "Wir packen mal ein paar Drogen in ein Auto" Aktion ist. Kurz darauf endet eine Undercovereinlage von Tony im Chaos. Tony wird getötet und Joe gefangen genommen. Die Gelegenheit nutzt Ryker, um Joe mal wieder ordentlich eine zu zimmern und kaum auf freiem Fuß, will ihn der Heroindealer, den Tony hochgehen lassen wollte, töten. Höchste Eisenbahn also, dass Joe mal Licht ins Dunkel bringt und ein paar andere Lebenslichter ausbläst ...

Der Einstieg in den Film ist wie so oft nicht Brian Bosworths Stärke. Seine Anger Management Einlagen oder sein Auftritt bei einem Basketballspiel in geblümter Unterhose tun schon verdammt weh und dank seiner mimischen Unbeweglichkeit geraten die ersten paar Minuten, die vor allem komödiantisches Timing erfordern, zur Farce. Wenn es dann rummst und zischt und er den harten Mann geben darf, funktioniert der Film schon besser, leider erlaubt er sich immer wieder einen Schlenker in Richtung Komödie, deren Humor sich einem nicht wirklich erschließen will. Auch die Buddy Movie Einlagen kommen mangels funktionierender Chemie zwischen Joe und Tony nicht in die Gänge. Das gleiche Problem hat auch die Story, die immer auf Standgas zu laufen scheint und irgendwie nicht zum Punkt kommen will. Obendrein zieht Joe häufiger Schlüsse, auf die er als normaler Mensch, der das Drehbuch nicht gelesen hat, niemals kommen dürfte, haben doch manche seiner geistigen Ergüsse mit Sachlagen zu tun, mit denen er niemals in Berührung gekommen war. Sehr seltsam ... Was dafür über alle Maßen funktioniert, ist die Optik. Im breitesten Widescreen kommt Heart of Stone daher und bietet gelackte Bilder von hochglänzender Qualität. Das färbt auch auf die solide inszenierte Action ab, die allerdings arg selten anrollt, dann aber mit Ein- und Durchschüssen genauso punktet wie mit dicken Explosionen. Diese Qualität nimmt kaum Wunder, hatte man doch versucht, die damals bereits vor sich hin darbende Karriere der neuen Actionhoffnung Bosworth nochmals anzukurbeln. So schaffte es dieser Film in unseren Breiten als Stone Cold II und damit als inoffizielle Fortsetzung des einzigen Bosworth Hits in Deutschland, sogar in die Kinos. Doch die Mängel im Drehbuch und die Unentschlossenheit beim Filmtempo nahm man dem Film allgemein sehr übel und Bosworths Filme wurden ab sofort - abgesehen von Nebenrollen in Three Kings und anderen Blockbustern - am Kino vorbeigeschleust und landeten zumeist direkt in den Videotheken ... wenn überhaupt. Interessant ist im Grunde nur das Mitwirken von Brion James, der allerdings null zeigen darf, und des Giganten Michael Clarke Duncan in einer ersten, undankbaren Mininebenrolle.

Außen hui, innen pfui. Ordentliche Optik und nette (aber zu wenig) Action vs. Schauspielnotstände, lahme Story und nicht funktionierende Buddy Movie Einlagen. Trotzdem schadlos goutierbar.
:liquid5:

Die DVD von Kinowelt Home Entertainment kommt mit einer FSK 16 komplett uncut ...

In diesem Sinne:
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Joker6686
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Beitrag von Joker6686 » 11.04.2006, 19:35

Cooles Review konnte mit dem leider garnix anfangen :?
Will endlich die DVD von Stone Cold Uncut haben,aber ja leider OOP.Hab nur die übelst gekürzte 16er und so will ich mir den nicht antun :(

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Beitrag von freeman » 12.04.2006, 00:21

Das stimmt, da kann man nur hoffen, dass sich mal jemand ordentliches des Filmes annimmt ... ich denke ja, dass wäre ein MGM Kandidat, denn Stone Cold wurde ja wie Double Impact vom Michael Douglas mitproduziert und da stand imo MGM oder eben jetzt Sony dahinter ...

In diesem Sinne:
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