Omega Doom

Schlimmer als Kickboxer Filme? Der wahre Abschaum des Films -> bitte keine Comicverfilmungen.
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freeman
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Omega Doom

Beitrag von freeman » 01.06.2006, 00:07

Omega Doom

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Originaltitel: Omega Doom
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1996
Regie: Albert Pyun
Darsteller: Rutger Hauer, Shannon Whirry, Norbert Weisser, Tina Cote, Anna Katerina, Jill Pierce, Simon Poland, Cynthia Ireland, Jahi J.J. Zuri u.a.

Vor langer Zeit gab es Menschen und Roboter ... und den Weltkrieg. Mit Ende des Krieges war die düstere Epoche angebrochen und die überlebenden Roboter lebten in Rotten auf den kläglichen Resten der zerstörten Welt vor sich hin. Doch bald drohte Gefahr für die Roboter. Ein paar Menschen hatten wider Erwarten den Krieg überlebt und waren begierig, wieder ihren Platz in der Welt einzunehmen. Dies konnten und wollten die Roboter nicht zulassen ...

Boah, was ein Sci Fi Epos denkt ihr jetzt? Ich hoffe, ihr bleibt auch so interessiert und gespannt, wenn ich euch sage, dass diese gesamte Geschichte per Off Kommentaren erzählt wird, denn der Film hat sich letztendlich für einen etwas weniger epischen Ansatz entschieden ...

In dieser Phase der oben dargestellten Weltgeschichte stapft Roboter Omega Doom, dessen Gedächtnis- und Steuerfunktionen in dem Krieg zerstört wurden, durch einen komplett zerstörten Landstrich, in dem zwei verfeindete Roboterclans halbwegs friedlich koexistieren. Beide hoffen insgeheim darauf, eines der angeblich in diesem Gebiet befindlichen Waffenlager zu finden, mit dessen Waffen man sich gegen die nahenden Menschen zur Wehr setzen könnte. Beide Rotten scheinen dahingehend jeweils einander ergänzende Informationen zu besitzen, sind aber nicht bereit, mit der jeweils anderen Rotte zusammenzuarbeiten. Omega Doom beschließt eine Weile in der Gegend zu verweilen, sich das lustige Treiben anzuschauen und die beiden Parteien gegeneinander auszuspielen ... Warum auch immer ...

Es dürfte klar geworden sein, wer die Vorbilder für diesen Film geliefert hat. Leider ist nun ein Albert Pyun kein Walter Hill und erst recht kein Sergio Leone und so ist Omega Doom freilich auch kein Last Man Standing und keine Handvoll Dollar. Nicht einmal annähernd. Viel zu dumpf, megaöde und laaaangweilig kommt diese seltsame Neuinterpretation des "Fremder spielt verfeindete Parteien gegeneinander aus" Themas daher. Die Figuren beschränken sich darauf herumzustehen und permanent Mundstuhl abzusondern. Dabei wird das eine Lager monochrom blaustichig gehalten, während die andere Rotte mit Braunfiltern zugepfropft wird. Rutger Hauer stapft nun zwischen den beiden Schauplätzen hin und her und lässt eine Menge Dünnes ab. Ab und zu kehrt er in einem zwischen den Lagern situierten Salon ein und haut sich Alk hinter die Scharniere. Mehr hat dieser (so objektiv wie möglich gesehen) Müll wirklich nicht zu bieten. Die "Darsteller" spielen dabei entweder gar nicht oder geben uns den Roboter - inklusive Breakdancebewegungsablauf und hemmungslosem Overacting. Die Musik versucht immer wieder Westernflair zu generieren, klingt aber irgendwie immer wie ein bereits vorprogrammiertes Jingle einen 0815 Keyboards. Die Action versucht ebenfalls westernlike daherzukommen und bietet vor allem Mano a Mano Duelle, bei denen man aus Schwertern Laserstrahlen abfeuert. Wie auch immer. Warum auch immer. Vorher gibt es Augenduelle und all das Drumherum, was dicke Duelle eigentlich ausmacht. Da hat Herr Pyun schön aufgepasst und versucht von den Großen zu lernen. Leider verkommen seine Duelle zu einem spannungsfreien Ringelpietz mit Anfassen. Zumindest optisch kann Pyun halbwegs punkten, allerdings muss man auch konstatieren, dass der beständige Wechsel zwischen kalten Blaufilterbildern und warmen Braunfilterbildern irgendwann übelst müde macht ... wobei, das kann auch am Film liegen ...

Warum also sollte man den Film einmal gesehen haben?
Natürlich wegen Rutger Hauer. Und sofort stellen sich einem viele Fragen: Wie viel Geld war nötig, damit er diesen Müll veredelt? Warum ist er so fett geworden? Wieso hat er permanent eine Bärenfotze auf dem Kopf und sieht allgemein aus wie ein Sowjetoffizier? Warum lächelt er so oft so süffisant? Hat er etwa bemerkt, in was für einem Rotz er mitspielt und lächelt darum so wissend? Kam er sich nicht doof vor bei Sätzen wie: "Spieglein, Spieglein an der Wand"? Ganz ehrlich: Der Versuch, eine dieser Fragen beantworten zu wollen, hieße, dem filmischen Sondermüll Omega Doom mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, als er verdient hat. Schade um den Rutger ...

Übler Quatsch mit Soße. Selten waren 80 Minuten so laaaaaaaang. Selbst für Pyun- oder Hauerkomplettisten nur schwer erträglich. Vielleicht würden allerdings Daniel, der Zauberer Fans hier einen neuen Lieblingsfilm auftun? Man weiß es nicht ...
:liquid0:

In Deutschland gibt es nur eine FSK 16 (warum auch immer) Highlight Videokassette, in den USA immerhin auch eine DVD von Columbia im Doppelpack mit Blinde Wut.

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von StS » 01.06.2006, 09:42

Okay, 0/10 ist natürlich übertrieben, doch shlecht ist der Streifen allemal. Die Leone und Kurosawa Einflüsse waren deutlich auszumachen und gar nicht mal so übel in Al´s Welt eingebettet. Ist halt langweiliger B-Film-Trash, bei dem man etwas mehr versucht hat - 2/10. :wink:

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Beitrag von Alrik » 08.01.2008, 00:21

Aus Schwertern Laser Strahlen abfeuern? Ich hab das eher so verstanden das die Schwerter eben so schnell fliegen das sie wirken wie Laser. Aber warum sie leuchten kann ich auch nicht erklären *g* Nur das denen wohl das Budget gefehlt hat zu zeigen das da eine Klinge fliegt ^^
Ich weiß auch nicht warum ich mir den Streifen schon ein paar mal angetan hab. Wahrscheinlich deswegen weil ich Hauer-Fan bin, Shannon Whirry sehr heiß finde und der Soundtrack cool ist. :D
Ich frag mich nur wie gering die Gage gewesen sein muss, wenn die für den Film selbst kaum Geld hatten! Vielleicht hatten die aber auch kein Budget mehr weil das alles an die Darsteller ausgegeben wurde ^^

Finde es schon am Anfang witzig. Wie kann ein Cyborg, der als Kampfmodell konzepiert wurde, nur so lange und uneffizient brauchen um einen Menschen zu töten? Statt Genickbruch oder noch derbere Methoden (zu Arnie schiel und an die Eröffnungsszene mit den Punks in T1 denke) versucht er ihn zu erdrosseln! WOW :shock: Was für ein Terminator *lol* Das dieser so lange überlebt hat.
"Rourke vor Gericht bringen? Ja sicher...und wenn ich dieses Wunder vollbracht hab schlage ich Gott K.O."

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