Delta Force

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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nerös
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Delta Force

Beitrag von nerös » 17.07.2006, 18:12

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Originaltitel: The Delta Force
Regisseur: Menahem Golan
Darsteller: Chuck Norris, Robert Forster, Lee Marvin, Steve James, u.A.

Cannon war in den 80ern DIE Schmiede für billige, aber auch teilweise sehr erfolgreiche B-Action Movies. Actionstars wie Michael Dudikoff (America Fighter), Jean Claude van Damme (Bloodsport), Charles Bronson (Kinjite), Sylvester Stallone (Over the Top) oder eben Chuck Norris haben für Cannon, teilweise in Serie, gearbeitet. Firmenmitbegründer Menahem Golan (zusammen mit Yoram Globus) führte Regie in „The Delta Force“ und konnte eine beeindruckende Anzahl an Stars vor der Kamera vereinen. Chuck Norris (Missing in Action), Lee Marvin (Das dreckige Dutzend), Robert Forster (Jackie Brown), Martin Balsam (Psycho), George Kennedy (Die nackte Kanone) und Shelley Winters (Lolita) geben sich ind diesem unterhaltsamen Action-Drama die Klinke in die Hand.

Im Prolog sehen wir eine gescheiterte Mission der Delta Force in der iranischen Wüste. Cpt. McCoy (Norris) quittiert darauf hin den Dienst.

Auf dem Weg von Athen nach New York wird eine amerikanische Linienmaschine von 2 islamischen Terroristen (Robert Forster, David Menahem) gekapert. Sie wollen mit der Maschine nach Beirut. Darauf hin beschließt die US-Regierung die Delta Force in dieses Gebiet zu entsenden. Auch Cpt. McCoy juckts durch diverse Fernsehübertragungen über die Entführung wieder in den Fingern und er stößt, trotz Quittierung des Dienstes wieder zur Truppe und wird als Dank gleich mal zum Major befördert.

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Chuck Norris mit einem seiner zwei Gesichtsausdrücke

Inzwischen fangen die Terroristen im Flugzeug an, die Passagiere nach Juden und Andersgläubigen zu trennen. Auch 3 Navy-Soldaten an Bord erhalten eine „Sonderbehandlung“.

In Beirut kommen weitere Terroristen hinzu. Die jüdischen Geiseln, sowie 2 der 3 Navy-Soldaten werden verschleppt und in Beirut eingekerkert. Der restliche Tross fliegt weiter nach Algier, wo auch die erste Befreiungsaktion der Delta Force stattfinden soll. Ein Teil der Geiseln wir freigelassen. Durch eine Fehleinschätzung des Kommandostabs (es wurde mit 2-3 Terroristen gerechnet und nicht mit fast 20) kommt es zu einem Fiasko, das in einem Feuergefecht endet und die Exekution des dritten Navy-Soldaten zur Folge hat.

Also geht’s wieder zurück nach Beirut . Diesmal soll alles perfekt laufen und die Befreiung der Geiseln im Flugzeug sowie in der Stadt wird bis ins kleinste Detail geplant. Der Showdown im Libanon kann beginnen.

„Delta Force“ lässt sich für die Geschichte sehr viel Zeit. Bis es actionmäßig so richtig los geht, vergeht fast eine Stunde. Bis dahin wird sich für die Flugzeugentführung überraschend viel Zeit gelassen. Die Charakterisierung der einzelnen Personen ist für einen Film dieser Sorte sehr ausführlich. Ganz gut weg kommt dabei Robert Forster, der seine Rolle beängstigend gut spielt.

Auch David Menahem kommt als nah am Nervenzusammenbruch stehender Terrorist sehr gut rüber. Seine Ankündigung, er würde mit einem Laster voll Dynamit vor das weiße Haus fahren, erzeugt in Anbetracht des 11. September 2001 ein leicht flaues Gefühl in der Magengrube. Als der Film gedreht wurde, hatte wahrscheinlich niemand ein ähnliches Szenario je für möglich gehalten.

Chuck Norris spult seine Rolle standardmäßig runter und zumindest ich freue mich immer, ihn spielen zu sehen. Lee Marvin wirkt hier leider schon sehr alt und scheint auch ein wenig unterfordert. Seine Rolle ist für den Film nicht weiter wichtig. Wahrscheinlich wurde er nur gecasted, damit sein Name mit auf dem Filmposter steht.

Wie oben schon mall geschrieben, läuft die erste Stunde sehr ruhig ab. Auf dem Flughafen in Algier kommt es dann zum ersten längeren Feuergefecht. Richtig los geht es allerdings erst in Beirut. Da sind wir aber dann schon im letzten Drittel des Films angelangt. Der Showdown entschädigt dann aber doch für einige langatmige Passagen. Verfolgungsjagden, Schießereien und Explosionen en masse lassen das Herz eines jeden Actionfilmfans höher schlagen.

Darüber hinaus ist das alles sehr gut in Szene gesetzt von Regisseur Golan. Sicher ist das heute alles nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem macht der Film auch heute noch Spaß.

Zum Ende hin wird dann auch noch ein wenig übertrieben, wenn Chuck Norris’ Charakter die Hälfte der Terroristenbande im Alleingang erledigt.

Auch der „Endkampf“ gegen Robert Forster verläuft sehr einseitig, da dieser nicht den Hauch einer Chance gegen Chuckybaby hat und nach ner gehörigen Tracht Prügel bis nach Jerusalem gebombt wird.

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Robert Forster bekommt aufs Maul

Was man den Film vorhalten muss, ist sein unverhohlener Patriotismus. Auch die Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere in der zweiten Hälfte des Films ist schon sehr fragwürdig. Selbstverständlich sind durch die Augen der Amis geblickt, alle Libanesen auch gleichzeitig Terroristen. Dieses Problem hatten aber viele Actionfilme in der Zeit (u.A. Missing in Action, Rambo II und III) und ist wohl auf die reaktionäre Reagan-Ära zurück zu führen.

Losgelöst von allen politischen Vorbehalten macht der Film dann trotzdem Spaß. Und seien wir doch mal ehrlich, wenn man alles politisch korrekt haben will, dann sollte man sich beim Konsumieren von Filmen und Serien doch lieber an die Lindenstraße halten.

Wenn man Filme von Cannon mag und auch Chuck Norris gegenüber nicht abgeneigt ist, kann man sich auch diesen Streifen angucken. Von mir gibt’s ne klare Empfehlung, auch wenn ich den zweiten Teil noch einen Tick besser finde.

TRotzdem gibts von mir :liquid7: Punkte

MGM hat den Film ungeschnitten veröffentlicht. Das Bild ist für das Alter des Films gut. Auch der Ton liegt in Dolby Surround vor. Extras gibt’s keine und auch ein ansprechendes Menu hat man sich gespart. Es gibt nicht einmal ne Kaptitelanwahl. Das große Plus der DVD ist ihr Preis. Auch wenn der Film indiziert ist, sollte man ihn für um die 10 € irgendwo finden.
Zuletzt geändert von nerös am 03.09.2010, 21:44, insgesamt 2-mal geändert.
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Delta Force 2: The Colombian Connection

Beitrag von Vince » 18.07.2006, 00:39

McClane kickt durch Kolumbien

Delta Force 2: The Colombian Connection

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Originaltitel: Delta Force II: Operation Stranglehold
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1990
Regie: Aaron Norris
Darsteller: Chuck Norris, Billy Drago, John P. Ryan, Richard Jaeckel, Begonia Plaza, Paul Perri, Héctor Mercado, Mark Margolis u.a.

Ähnlich wie der Vorgänger bietet „Delta Force 2“ knallige Action, konzentriert sich im Gegensatz zu teamorientierten Erstling allerdings vor allem auf Ein-Mann-Armee Chuck Norris. Dieser legt sich in der Fortsetzung mit einem mächtigen Drogenkartell unter der Führung des Oberschurken Billy Drago an.
:liquid8:

Hier geht's zur Kritik

*

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Beitrag von Vince » 18.07.2006, 00:40

Delta Force 3

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Beitrag von Vince » 18.07.2006, 00:41

Wenn möglich bei Filmreihen immer dran denken, Plätze zu reservieren für die anderen Teile. :D

Zum Review: Feines Ding! Chucky war und ist leider nie der meine gewesen.

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Beitrag von freeman » 18.07.2006, 00:58

Für mich noch immer einer der besten vom Chuck. Und zwar meilenweit vor dem zweiten Teil, der in weiten Kreisen dieses Forums einen sehr - mir vollkommen unverständlichen - guten Ruf hat. Der langweilt imo ohne Ende ...

Feines Review und schön zu sehen, dass mer hier nach dem Sir Jay wieder eine sehr fleißige Bereicherung gefunden haben!!! Weiter so ihr beiden.

In diesem Sinne:
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Beitrag von nerös » 18.07.2006, 11:55

@ vince.

Das Review zum Zweiten würde ich auch noch schreiben. Den dritten hab ich das letzte Mal vor 10 Jahren gesehen, das müsste ein anderer übernehmen.

@ freeman

Danke für die Blumen. heut abend gehts weiter mit "Glimmer Man" und "The President's Man" :)
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Beitrag von Samir » 18.07.2006, 12:24

klasse Review, aber ich bin da wie Vince, mag den Chuck nicht so besonders (komisch früher mocht ich seine Filme eigentlich immer sehr gerne, aber heute), wobei delta force noch einer der wenigen halbwegs vernünftigen waren, wenn ich da an manch anderen quark von dem denke
nerös hat geschrieben:
Danke für die Blumen. heut abend gehts weiter mit "Glimmer Man" und "The President's Man" :)
zum The President's Man sei gesagt das es da schon einen Thread gibt wo der Freeman den 2. teil reviewt hat und da ist auch platz für den ersten, also einfach in der fred rein und einer der mods wird ihn dann hoffentlich oben reineditieren. http://www.liquid-love.de/forum/viewtopic.php?t=2931

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Beitrag von Vince » 18.07.2006, 15:13

nerös hat geschrieben:@ vince.

Das Review zum Zweiten würde ich auch noch schreiben. Den dritten hab ich das letzte Mal vor 10 Jahren gesehen, das müsste ein anderer übernehmen.
Immer her damit! Allerdings müsstest du das Review dann, da ich jetzt die Reservierungspostings gesetzt habe und du meine Postings nicht editieren kannst, entweder mir oder einem anderen Mod das Review dann per PN schicken, damit wir das dann noch reineditieren.

Ist ne schöne Sache, wenn wir auch den Chuck mal etwas stärker ins Rasmpenlicht kriegen - trotz meiner Aversion gegen seine Filme. Wohlgemerkt nicht gegen ihn selbst, wirkt auf mich recht sympathisch. :wink:

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Beitrag von StS » 18.07.2006, 15:48

freeman hat geschrieben:Für mich noch immer einer der besten vom Chuck. Und zwar meilenweit vor dem zweiten Teil, der in weiten Kreisen dieses Forums einen sehr - mir vollkommen unverständlichen - guten Ruf hat. Der langweilt imo ohne Ende ...
Unverständlicherweise haben hier im Forum einige Filme vom Chuck einen mittelmäßigen oder gar guten Ruf... :roll:

Und zum ersten Teil: was hat sich Hanna Schygulla bloß dabei gedacht, dafür zu unterschreiben...?!?

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Beitrag von kami » 18.07.2006, 17:40

DELTA FORCE ist schon einer der schlechteren CANNON-Filme mit Chuck, vor allem ist er ´ne halbe Stunde zu lang, und die Mischung aus Holocaust-Gedächtnis-Weinerlichkeit (Hanna Schygula sollte sich für die Rolle wirklich schämen) und peinlichem US-Patriotismus wirkt hier, wahrscheinlich der langen Laufzeit wegen, widerlicher als in ähnlichen Produktionen. Wenigstens ist die Action solide.
knappe :liquid5:

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Beitrag von Joker6686 » 18.12.2006, 00:22

Also Delta Force 1 rockt wie Bolle :liquid8: Alleine die Tatsache,dass der Film auch als Thriller (1te Stunde) funktioniert ist ja nich häufig und die Action rockt sowieso.


Delta Force 2 find ich auch noch recht gelungen,nur leider wurde da der Team Gedanke ja vollends verworfen,was ich persönlich nicht so toll finde,da ich auf so stylische Einsatzteams stehe,die gekonnt cool sich gegenseitig decken (jaja ich weiss was darauf jetzt geantwortet wird :wink: :lol: )
:liquid7:



Delta Force 3 ist für mich der absolute Oberknaller wenns um Spaßfaktor geht alleine dieser Paintballfight gegen die Russen zu Anfang ist der Oberloler.Auch die Action rockt,wenn sie denn mal kommt. :liquid7:


Dabei fällt mir ein haben wir hier eigentlich nen Review zu dem Oberknaller "Death before Dishonor",den muss ich mal wieder gucken!

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Beitrag von freeman » 18.12.2006, 00:29

Joker6686 hat geschrieben:Dabei fällt mir ein haben wir hier eigentlich nen Review zu dem Oberknaller "Death before Dishonor",den muss ich mal wieder gucken!
Sieht net so aus ;-). Sagt mir jetzert auch gar nix ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Joker6686 » 18.12.2006, 00:31

Vielleicht unter dem Titel "Helden U.S.A." ?

Ist echt ein richtig fetziger spätachtziger,der sogar in den USA im Kino lief.Straighte Action,richtig schön Old School.

Hier mal das Cover

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Beitrag von freeman » 18.12.2006, 00:33

Hast du uns den nicht sogar schon eingestellt?

In diesem Sinne:
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Beitrag von freeman » 18.12.2006, 00:35

Nein, stop, hab mich geirrt. Hatte vor kurzem den Schnittbericht dazu gelesen. Daher die Verwirrung jetzt...

Also nein, hammer noch net ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von Joker6686 » 18.12.2006, 00:36

Der würd hier passen wie Arsch auf Eimer.Wenn ich den mal wieder rauskramen sollte werd ich nen paar Zeilen dazuschreiben,aber im Moment super im Stress mit Wohnungssuche usw.

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Beitrag von freeman » 18.12.2006, 00:41

Jo, nur keine Hektik ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von Joker6686 » 18.12.2006, 00:43

Btw. Schnittbericht!

Der ist ja echt moderat gekürzt worden,gibt zwischenzeitlich nen Einsatz von Shotguns inna Botschaft,da gehts richtig saftig zu.Und das Finale ist standesgemäßg unglaublich riesig,4 Marines gegen 100 Araber und naja den Schluss kannst dir ja denken ;)

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Beitrag von freeman » 18.12.2006, 00:45

LOL ... ok, gehalte ich mal im Auge ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Junker » 29.12.2006, 01:17

Es fehlt ja leider `ne Bohrmaschinen-Folterszene, die irgendwie
an Wake of Death erinnert. :(

Btw, der korrekte Termina für gekürzt ist neuerdings "abgemildert"!
:roll:

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Beitrag von kami » 29.12.2006, 08:51

Junker hat geschrieben:Es fehlt ja leider `ne Bohrmaschinen-Folterszene, die irgendwie
an Wake of Death erinnert. :(

Btw, der korrekte Termina für gekürzt ist neuerdings "abgemildert"!
:roll:
Und Termina heißt korrekterweise Terminus, soweit ich informiert bin. :wink:

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Beitrag von Junker » 29.12.2006, 11:55

kami hat geschrieben:
Junker hat geschrieben:Es fehlt ja leider `ne Bohrmaschinen-Folterszene, die irgendwie
an Wake of Death erinnert. :(

Btw, der korrekte Termina für gekürzt ist neuerdings "abgemildert"!
:roll:
Und Termina heißt korrekterweise Terminus, soweit ich informiert bin. :wink:
Stimmt, erinnere mich an ein Zitat in Big Lebowski, wusste, dass
Termini der Plural ist. :oops:
Egal, war schon spät. :)

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Beitrag von jack warrior » 29.04.2007, 23:44

Tja da ich mir Delta Force neulich erst zugelegt habe nun mein Senf dazu.

Also fängt ja gut an der Streifen. Chuck will einen Kameraden retten der unter einem Geländewagen eingeklemmt ist. "Warte ich hebe den gerade mal an dann kannste raus". Danach wird bischen am Wagen rumgezerrt und voila der ander kann befreit werden. Tja den niemand ist stärker als Chuck außer Chuck selbst.
Wie dem auch sein dann kommt die Entführung und die erste hälfte des Films. Viel zu lange und langweilig. Stand mehrmals kurz vor dem Einschlafen. Dazu werden die üblichen der Zeit entsprechenden Vorurteile aufgerollt (Deutsche und die Nazis, Judenhass der Islamisten und so weiter) und es zieht sich so ziemlich dahin. Man sieht kurz die Vorbereitungen der Guten bevor sich ins Einsatzgebiet fliegen etc.

Eigentlich nichts bewegendes und eigentlich viel zu lang die ganze Inzinierung. Zieht sich wie Kaugummi. Stellenweise auch leicht unlogisch wenn aufeinmal der Chef des Lypischen Heers erst gegen die Terroristen ist in der nächsten Szene zusammenarbeitet braucht man erst mal nen Moment um zu wissen was los ist aber gut egal.

Doch dafür entschädigt alleine die 2te Hälfte. Hier rockt die Scheiße das ist nicht mehr normal. Sobald es an die Geiselbefreiung geht ist Stimmung in der Bude. Die Delta Force cruiset mit ihren Strandbugies und aufgemotzten Enduros durch die Botanik und macht unter Chucks und Lee Marvins Führung (na hauptsächlich Chucks) die Bösen platt.

Es wirkt wie teilweise wie ein großen Werbevideo für das US Militär , das ganze unterlegt mit dem klasse 80er Syntie Soundtrack, bei dem man stellenweise meint man hätte den Drummer von ZZ Top dort an den Drums sitzen.
Und Szenen die einfach so over the top sind das man sie nur noch geil finden kanna: Chuck springt von einem Fenster auf einen Balkon runter so gut 10-15m nach unten. Ohen Probleme. Unter dem Balkon steht Lee Marvin und meint er soll runter kommen worauf Chuck meint wie den Fliegen oder Springen? (Wohlgemerkt: der Balkon ist nur 5 m über dem Boden .) Aber zufällig hängt ein Seil an dem er hängend Runterrutscht und in Heroic Bloodshet Manier die Bädies abballert. Herrlich.

Später macht Chuck dann in einem schwerbewaffentem Motorrad den Rest platt (so ein Teil hätt ich gerne *g). Dialoge der Marke: "Wieso stopst du?""Da steht einer mit dem Motorrad". (Terrorist zum Anführer) ...

Na was gibt es noch zu sagen... Die Schauspieler : unwichtig juckt nicht.
Chuck liefert ne gute Leistung ab da er mehr als 2 Ausdrücke verwendet und seine Mähne im Wind weht. Lee Marvin überzeugt wie eh und je , der Rest ist uninteressant.

Die Explosionen und die Action ist fett inzeniert und rockt die Scheiße weg. Da stört auch der Hurrapatriotismus nicht weiter, nein eher noch zuträglich diese gute Laune wenn am Ende mit Dosenbier im Flugzeug gefeiert wird.

Wenn die erste hälfte wesentlich kürzer wäre (so um min 30 ) dann wäre eine wesentlich besser Bewertung drinen.
Daher von mir :liquid8: da die erste hälfte doch nen bissle nach unten zieht.
und wenn man nur die letzte hälfte betrachten würde gibt es von mir sogar :liquid10: weil der Teil einfach nur Spass macht und man aus dem Johlen nicht mehr rauskommt! Der richtige Film für nen guten Abend mit Kumpels!
Zuletzt geändert von jack warrior am 29.04.2007, 23:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Joker6686 » 29.04.2007, 23:49

Die ganze Pathosgeschichte rund um die Juden usw. ist ja nix neues bei Menahem Golan, in der Hinsicht geht das hier ja noch moderat zur Sache, wenn man sich mal die Frühwerke anschaut in der es um die israelische Spezialeinheit geht.

Die Kritik an der ersten Stunde passt imo nicht, da der Film eben nicht nur Actionböller sein will, sondern auch als Geiselthriller usw. Ich finde das funktioniert auch, alleine weil ja zwischendurch immer mal nen bisschen was los ist. Klar jedoch ist, dass die zweite Hälfte über alles erhaben ist und dann nur noch rockt :)

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