Dragon Squad

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Dragon Squad

Beitrag von freeman » 01.11.2006, 00:46

Dragon Squad

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Originaltitel: Maang lung
Herstellungsland: Hongkong, USA
Erscheinungsjahr: 2005
Regie: Daniel Lee
Produktion: unter anderem Steven Seagal
Darsteller: Michael Biehn, Li Bingbing, Maggie Q, Vanness Wu, Simon Yam, Chin Kar Lok, Sammo Hung, Xia Yu, Huang Shengyi, Lawrence Chou, Vincent Sze, Yuen Wah, Bey Logan, Abraham Boyd, Andy On u.a.

Der Polizei von Hongkong ist es gelungen, einen Schwerverbrecher namens Panther Duen gefangen zu nehmen. Von seiner Aussage vor Gericht erhofft man sich die Sprengung und Aufdeckung der Infrastruktur eines großen Verbrechersyndikates. Für den Tag der Überführung ist höchste Vorsicht geboten, gibt es doch genug Kräfte, die nicht wollen, dass Panther Duen aussagt. Also stellt man ein Team von sehr jungen Spezialisten zusammen, die die reibungslose Überführung gewährleisten sollen. Kaum aufgebrochen, muss die Spezialistengruppe merken, dass sie nicht in alle Pläne der Hongkonger Polizei eingeweiht wurden, was zur Folge hat, dass Panther Duen nach einem mittleren Massaker von einem Team internationaler Terroristen befreit wird.

Das wild zusammengewürfelte Team, das Panther bewachen sollte, wird nun dem erfahrenen Kong Long unterstellt, der dem allmählich zusammenwachsenden Haufen nahe bringt, wie das Verbrechen in seiner Heimatstadt funktioniert. Währenddessen muss Panther Duen schmerzhaft am eigenen Leib erfahren, dass man ihn nicht nur befreit hat, um seine Aussage zu verhindern, sondern dass noch jemand eine offene Rechnung mit seinem Bruder Tiger Duen zu begleichen hat und darum Panther als Geisel benutzt. Den Spezialisten um Kong Long wird so schnell klar: Finden sie Tiger Duen, finden sie auch die gegnerischen Agenten um ihre Anführer Ko und Petros und damit auch Panther Duen ...

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"Produziert von Steven Seagal" darf man zu Beginn des Filmes lesen und man mag es nach Seagals Gurken der letzten Zeit kaum glauben, aber sein Name kann nach wie vor für Qualität stehen. Vielleicht ist dies auch der bessere Weg für den Dicken? Sprich: im Hintergrund agieren und solche Geschosse auf den Weg bringen. Dabei nimmt er vielleicht sogar ab, braucht er doch das Geld für die Produktion und hat es nicht über, um es zu verfressen!

Bei Dragon Squad legte Seagal als Produzent dann fast schon gewohnheitsmäßig keinen großen Wert auf eine innovative Story, denn auch wenn Dragon Squad keine Sekunde langweilt und durchgehend ganz ordentlich funktioniert, bekommt man hier nichts serviert, was man nicht schon zigfach gesehen hätte. Und ganz ohne Probleme geht die Story auch nicht vonstatten, denn der Film versucht einigen Charakteren, die wichtig sind, Charaktermomente zu verpassen und die Figuren so greifbarer zu machen. Dabei vernachlässigt er seltsamerweise seine Hauptfiguren, nämlich das junge Spezialistenteam, von dem man nur Charakterscherenschnitte geboten bekommt! Stattdessen verschafft man Sammo Hungs Figur Long einen klischeehaften und zu breit ausgewalzten "Ich habe einen Einsatz versaut und war vorher und nachher nur noch mit meinem Job verheiratet" Background, der schnell anödet, weil hier wirklich gar nichts Neues zu sehen ist und Hungs Long bei WEITEM nicht die interessanteste Figur ist! Auch die im Mittelteil stattfindende Verlagerung auf Petros und damit Michael Biehns Bad Ass Charakter bringt den Film ein wenig aus dem Gleichgewicht, weil Petros auf einmal zu sympathisch und nahbar erscheint. Auf der Gegenseite ist dann ein junges Spezialistenteam, das aus lauter gutaussehenden Menschen besteht, von denen wir aber ansonsten nichts wissen! Dementsprechend schwer fällt es, als dramatisch intendierte Abtritte dieser Figuren ernst zu nehmen oder sich allgemein in die Köpfe der Guten hineinzudenken. Nun mag man argumentieren, dass es genügend Filme gibt, die sich auf die Seite der Bösewichter schlagen, nur im weiteren Verlauf des Filmes merkt man doch überdeutlich, dass die jungen Spezialisten die eigentlichen Identifikationsfiguren liefern sollten. So kann man Storyprobleme wahrlich nicht verleugnen, muss aber schnell konstatieren, dass es darauf bei diesem Film eh nicht ankommt. Die Geschichte ist nicht mehr und nicht weniger als das Vehikel für die Lancierung von drei größeren Actionszenen.

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Jede dieser Szenen überschreitet mühelos eine Dauer von zehn Minuten und präsentiert eine mittlere und eine gigantische Materialschlacht und schließt mit einer Folge aus Mano a Mano Duellen vom Derbsten. Derb ist dann auch der Begriff, der einem im Allgemeinen in den Sinn kommt, wenn man sieht, was hier für ein Feuerwerk an Gewalttätigkeiten abgebrannt wird: Da gehen Körperteile verlustig, gibt es saftige Kehlenschnitte, schmeißt man mit Köpfen um sich, dürfen Macheten freilich nicht fehlen, versteckt man Granaten in den Mündern von Menschen und spritzt das Blut entweder straight gegen Fensterscheiben oder wabert um die getroffenen Probanten herum. Also zimperlich ist der Film auf keinen Fall! Abgesehen von dieser mehr als gesunden Härte atmet der Film in den Actionszenen pures Adrenalin. Der Black Mask Regisseur Daniel Lee packte in die actionreicheren Abschnitte alles hinein, was das moderne Actionkino ausmacht und treibt es ab und zu sogar auf die Spitze. Fast Forward Sequenzen, Jump Cuts, Zeitlupen, körniges Filmmaterial im steten Wechsel mit Hochglanzoptik, Freeze Frames, schwarz weiß Abschnitte, wilde Zooms, hektische Kamera und und und zeugen von dem unbedingten Stilwillen des Regisseurs, haben aber ab und zu auch akute Orientierungsprobleme zur Folge bzw. sorgen für einen absoluten Overkill der Bilder. Genannt sei hier nur einmal eine 6!!! Sekunden kurze Sequenz im Endfight von Michael Biehn: Es handelt sich dabei um den finalen Schusswechsel und dieser besteht aus unglaublichen 18 Schnitten zwischen denen noch wild gezoomt und mit der Kamera gewackelt wird! Das Ergebnis ist in diesem Fall einfach nur grandios überwältigend, zumal dieses Schlussduell in seiner Gesamtheit einfach nur ein orgiastischer Actiontraum geworden ist, in manch anderen Szenen ist dieser Overkill an Bildern und Stilmitteln dann aber einfach des Guten zuviel! Auch die Anlage der Actionszenen hat ab und zu ihre Probleme: So gibt es eine Sequenz, in der man sich in einem Straßenzug minutenlang mit großkalibrigen Waffen beharkt, den halben Straßenzug in Schutt und Asche legt und dabei trotz Snipermitwirkung wirklich keinen einzigen Kombattanten trifft, was die ach so tollen Sniper ziemlich arm erscheinen lässt. Allgemein kommen gerade die Sniper in dem Film nicht sehr gut weg. Einmal treffen sie das Auge einer Fliege, ein anderes mal nicht einmal das Ziel, das direkt vor ihnen steht. Derartige Inkonsistenten schaden zwar dem Gesamteindruck der gigantischen Action wenig, stoßen aber sauer auf, zumal der Rest des Waffenhandlings und des Aufzeigens der Konsequenzen des Schusswaffeneinsatzes nett realistisch geraten ist und keinen Grund zur Beanstandung liefert. Witzig ist auch die Tatsache, dass, wann immer es knallt, die Luft angefüllt ist mit umherschwirrenden Papierteilchen. Wo die immer herkommen usw. ist dann eines der Mysterien des Filmes, ABER es schaut einfach geil aus.

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In den normalen Spielszenen schraubt Lee seinen Stilwillen deutlich herunter. Die Schnittfrequenz mutet fast normal an und auch die Kamera verharrt mehrere Sekunden an ein und demselben Platz. Hier hat man dann auch Zeit nach den Actioninfernos das Darstellerinterieur zu begutachten. Bei dem jungen Dragon Squad Team findet man dabei keine Totalausfälle, dafür einiges an mir unbekannten, grundsympathischen Schauspielern, die einen guten Job machen, nur eben von dem Drehbuch recht alleine gelassen werden. In einer Nebenrolle als Chef der Polizei von Hongkong agiert der große Simon Yam sehr zurückhaltend und grundsolide und der fast schon gewohnte Schlenker in Richtung Bad Ass Charakter bleibt ihm diesmal erspart. Sammo Hung als Long ist ein kleines Ärgernis. Das liegt zum einen an der klischeehaften Anlage seiner Figur, zum anderen an den megaloligen Behavourismen, die seine Figur an den Tag legt. Highlights bilden dahingehend seine "Joggen mit Zigarre im Maul" Einlagen, die den Film sogar ein wenig ins Lächerliche abgleiten lassen. Am Ende darf er dann einiges seiner Kampfsportfähigkeiten zeigen, wobei bei manchen etwas zu behänden Einlagen die Frage aufkommt, ob denn der Sammo - wie sein Produzent - auch gerne mal dick gepolsterte Stuntman ranlässt ...! Michael Biehn bringt als Petros etwas internationales Flair in den Film und spielt grundsolide. Leider verliert seine Figur im Mittelteil - wie bereits angedeutet - etwas an Schärfe und er wird zu einer Art großer Teddybär, der für eine Frau schon mal sein Leben umkrempeln würde ...! Den Sniper auf Seiten der Bösewichter spielt die megasüße Maggie Q, die inklusive genialem Waffenposings die optischen Highlights des Filmes setzt, ansonsten aber unter den bereits beschriebenen Problemen bei der Zeichnung der Sniper zu leiden hat. Schade. Insgesamt kann man sich bei Dragon Squad aber wahrlich nicht beschweren, zumal alles an Overacting Anflügen im Keim erstickt wurde.

All das unterlegte man mit einem immer passenden, in den Actionszenen fast schon innovativen Soundtrack (Die Endsequenz mit Biehn ist der Hammer!) und rundete so den Actionspaß vortrefflich ab!

Was bleibt ist ein in den Actionszenen grandioser Actioner, der vor Stilwillen geradezu zu bersten droht. Gerade in den Actionszenen mutet er aber wegen dem Stilmittelbombardement durchaus etwas unübersichtlich an, überzeugt technisch aber dennoch auf ganzer Linie. Etwas schlechter ist es dann um die Story und die Charaktere bestellt, bei denen man sich schon etwas verloren vorkommt ...
:liquid7:

Die DVD von Mei Ah aus Hong Kong kommt uncut, bietet eine ordentliche Bildqualität und eine druckvolle Soundspur und freilich englische Untertitel.

In diesem Sinne:
freeman

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John_Clark erzählt:

Ich sah vor einigen Monaten DRAGON SQUAD beim DVD-Händler meines Vertrauens entdeckt - ein "Steven Seagal-Film" mit Michael Biehn?? Interessant.....

Inhalt:
Eine Gruppe junger Interpol-Agenten aus China, Taiwan, Amerika und Korea rauft sich in Hongkong zusammen, um bei der Überführung des allseits gefürchteten Crime Lords Panther Duen zu helfen. Der jedoch wird in einer spektakulären Aktion und unter hohen Verlusten auf Polizeiseite von einem ebenso internationalen Konglomerat von Terroristen befreit. Die haben noch eine Rechnung offen sowohl mit dem Panther als auch mit Hongkongs Oberbullen, unterschätzen jedoch sträflich die junge Gesetzeshüterbrigade.

Als erstes muss gleich mal gesagt werden, dass hier eine ganz andere Klasse Film geboten wird, als die Seagal-Rumänien-Edition. Der Film ist beinahe in jeder Minute absolut sehenswert. Es wird hochklassige Action geboten (wirklich hochklassig!) und es wurde eine Schauspieler-Riege aufgeboten, welche recht beeindruckend daher kommt. Gut, ich kenne nur einige der Akteure, einige spielten jedoch schon in einigen namlichen Asien-Actioneers mit. Seitens der US-Darsteller ist wohl Michael Biehn der Bekannteste, spielte er doch in "Terminator", "Aliens" und auch "The Rock" in hochgradigen Actionfilmen Hollywoods mit. Namentlich eine Erwähnung verdient hat ganz klar Asiens beliebt-beleibte Action-Ikone Sammo Hung. Maggie G. aus Mission: Impossible - III und Die Hard 4.0 darf ebenso mittun.

Was ganz klar erwähnt werden muss zu Beginn, Michael Biehn ist NICHT der Hauptdarsteller des Films, obwohl das Code 2 Cover gross und fett mit ihm wirbt. Auch Sammo Hungs Rolle ist nicht DIE Hauptrolle. Aber... der Film wurde unter seinen Darstellern wirklich so aufgeteilt, dass man so in etwa sagen kann, dass jeder etwa dieselbe Screentime hat. Die Akteure machen Ihre Arbeit meines Erachtens gut bis sehr gut. Und, ich gebe zu, ich hätte gerne Steven Seagal in Michael Biehns Rolle gesehen. Wär mal was anderes gewesen.

Die Story geht zügig voran. Keine Szene wirkt wirklich wahnsinnig zu lang. Die Geschichte kommt jedoch manchmal ein bisschen ins Stocken, aber was da actionmässig geboten wird, toppt so manches, was in letzter Zeit den Weg auf die Disc oder ins Kino fand. No Bullet Time, no CGI - hier wird geboten: Knallharte bodenständige Action, perfekt inszeniert, gemischt mit teils schnellen Kamerafahrten, aber keineswegs overhyped!

Die Musik im Hintergrund ist ebenfalls besser, als in anderen Seagalfilmen (Into The Sun ausgenommen) der Neuzeit. Von asiatischem Pop bis zu englischen Softsongs, hier hört man so einiges. Die Musik im Trailer und im Menu der Disc ist aber absolut unpassend und nervend - gehört ja aber nicht zum Film, muss jedoch trotzdem erwähnt werden.

Die Frage ist, warum Steven Seagal es fertig bringt, so einen guten Film zu produzieren, für sich selbst aber nur minderwärtige Kost aussortiert. Hätte er hier mitgespielt, wäre es ganz klar der beste Seagal-Film seit Exit Wounds gewesen. Dieser Film bringt den bis hierher sinkenden Seagalfilm auf richtigen Kurs. Und auch wenn wir noch teiltraumatisiert von "Attack Force" und "Flight of Fury" (2mal Michael Keusch) sind, siehts doch nicht mehr ganz so düster aus in Seagals Zukunft, haben wir doch soeben den Release von "Urban Justice" geniessen können und sind mit "Pistol Whipped", "A Higher Form of Learning" und "Prince of Pistols" drei weitereWerke angekündigt, welche wieder etwas mehr Action-Attraktivität an den Tag legen könnten... We will see...

:liquid7:
Zuletzt geändert von freeman am 01.11.2006, 02:36, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitrag von StS » 01.11.2006, 00:52

Den Film an sich würde ich etwas schwächer einstufen, vielleicht so knappe 6/10. :wink:

Darüber hinaus:
Ja, der Showdown ist ein Knaller, ja, der Sammo ist ein Ärgernis, ja, der Regisseur versucht verzeifelt Tony Scott nachzueifern, ja, in HK kann anscheinend keiner schießen bzw treffen... :lol:

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Beitrag von Vince » 01.11.2006, 00:54

Review, da bin ich schon gespannt drauf, les ich morgen, nur mal kurz...ähm...biste müde? Wer ist Stephen Seagal? Heißt der net Steven? Und der Link geht auch net. :wink:

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Beitrag von StS » 01.11.2006, 00:55

Vince hat geschrieben:Review, da bin ich schon gespannt drauf, les ich morgen, nur mal kurz...ähm...biste müde? Wer ist Stephen Seagal? Heißt der net Steven? Und der Link geht auch net. :wink:
Hab ich ihm auch schon per PN mitgeteilt... :wink:

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Beitrag von Vince » 01.11.2006, 00:57

StS hat geschrieben:
Vince hat geschrieben:Review, da bin ich schon gespannt drauf, les ich morgen, nur mal kurz...ähm...biste müde? Wer ist Stephen Seagal? Heißt der net Steven? Und der Link geht auch net. :wink:
Hab ich ihm auch schon per PN mitgeteilt... :wink:
Wieso so diskret? Soll ruhig jeder wissen. :lol:

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Beitrag von freeman » 01.11.2006, 01:05

Vince hat geschrieben:Wer ist Stephen Seagal? Heißt der net Steven?
Ach, ich dachte, Steven mit ph wäre einfach Phat :lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 01.11.2006, 01:09

freeman hat geschrieben:
Vince hat geschrieben:Wer ist Stephen Seagal? Heißt der net Steven?
Ach, ich dachte, Steven mit ph wäre einfach Phat :lol:
Yeah! Mr. Dorff & Mr. King can tell you 'bout that. :wink:

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Beitrag von Sir Jay » 01.11.2006, 14:13

und der regessieur, daniel Lee, ist das derselbe Danny Lee, wie der der mit chow yun fat in der kirche ballern durfte?

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Beitrag von freeman » 01.11.2006, 14:42

Nope, seine Verdienste liegen deutlich mehr im Regiebereich: Black Mask, Star Runner (Review im Board) usw. Er schauspielert zwar auch, ist aber net der Yun Fat Buddy

In diesem Sinne:
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Beitrag von Cyborg Cop » 01.11.2006, 17:43

Seh grad, daß da Maggie Q mitspielt. *sabber*

Also muß ich mir den doch zulegen.

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Beitrag von Vince » 01.11.2006, 18:11

Review gerade endlich mal gelesen und trotz aller von dir festgestellten Schwächen freue ich mich umso mehr drauf, weil sich der Rest wirklich gut anhört.

Die Sache mit den 18 Schnitten im Endfight... hast du das selbst nachgezählt oder wie kommst du auf die Zahl?

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Beitrag von Joker6686 » 01.11.2006, 18:14

Mhh hab auch die Scheibe aber sollte nicht irgendwie ne deutsche DVD kommen,will den mal ohne Untertitel schaun.

Ansonsten gelungenes Review zu einem teilweise lustigen Filmchen :)

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Beitrag von kami » 01.11.2006, 18:43

freeman hat geschrieben:Nope, seine Verdienste liegen deutlich mehr im Regiebereich: Black Mask, Star Runner (Review im Board) usw. Er schauspielert zwar auch
Ach, wo denn?

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Beitrag von freeman » 02.11.2006, 01:12

@ kami und damit auch Jay: Hatte mich auf die Angaben von OFDB verlassen, die aufzeigten, er habe in Filmen mitgespielt. Siehe hier. Gehe ich aber nach der IMDB entpuppt sich das als Ente und ich vermute, die OFDB Datenbank hat da verschiedene Ergebnisse durcheinander gewirbelt. Also sorry for that. Daniel Lee schreibt nur, produziert und filmt ...

@ Vince: Die Szene fand ich beim ersten mal gucken so genial, dass ich pausieren, rückspulen und in der Zeitlupe nachzählen musste ...

@ joker: die Deutsche DVD ist angekündigt, siehe den Action auf DVD Bereich ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von wolfman » 02.11.2006, 09:17

Also, ich hab den Film gestern auch noch mal ausgepackt. Gefiel mir leicht besser als beim ersten mal, und kann micht damit der Wertung von :liquid7: voll und ganz anschließen. Die unnötigen Versuche den Charakteren Tiefe zu geben, habe ich auch damals bei den Narren schon bemängelt. Gekürzt auf 90 Minuten wäre ein derbes Actionbrett daraus geworden, mit 110 Minuten wirkt er teilweise etwas schleppend.
freeman hat geschrieben:@ kami und damit auch Jay: Hatte mich auf die Angaben von OFDB verlassen, die aufzeigten, er habe in Filmen mitgespielt. Siehe hier. Gehe ich aber nach der IMDB entpuppt sich das als Ente und ich vermute, die OFDB Datenbank hat da verschiedene Ergebnisse durcheinander gewirbelt. Also sorry for that. Daniel Lee schreibt nur, produziert und filmt ...
Hier rächt sich einmal mehr, dass im Westen asiatische (Nach-)Namen oft nur mit ihren englischen Vornamen angegeben werden. Wobei zwischen Danny & Daniel ja eigentlich schon ein Unterschied wäre. Aber das ist ja jetzt Korinthenkackerei. :wink:
Also, unser Daniel Lee hier, der u.a. als Regisseur für Dragon Squad, Star Runner (übrigens ein paar schöne Fights!) oder Black Mask verantwortlich ist, heißt korrekt Daniel LEE Yan-Kong (李仁港).
Danny Lee, der nun wiederum hauptsächlich als Schauspieler in fast 100 Filmen tätig war, und u.a. mit CHOW Yun-Fat (haha, kein englischer Vorname, und schon weiß jeder wer gemeint ist! :wink:) in der Kirche ballern durfte heißt Danny LEE Sau-Yin (李修賢). Der hat übrigens in den 80ern und 90ern auch mehrmals Regie geführt und produziert.

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Beitrag von LivingDead » 05.12.2006, 20:31

Hab den Film nun auch gesehen, und wurde im Grunde auch nicht wirklich enttäuscht, obwohl es einige Dinge gibt, die mich teilweise richtig genervt haben:

Z.B. war da wieder diese Stakkato-Schnittstil, den ich in Actionszenen wirklich nur sehr ungerne sehe. Dadurch wirkt alles ziemlich unübersichtlich und hektisch...

Und auch die Charakterzeichnungen gingen mal gar nicht. Da machte sich teilweise pure Langeweile breit. Vorallem zu Beginn war ich drauf und dran vorzuspulen, um die nächste Actionszene zu sehen... doch nun das große Plus:

Man brauchte nie lange warten... Etwa alle 10 Minuten gibt es irgendwo ein Handgemenge, eine Schießerei oder Verfolgungsjagd. Diese sind zwar unübersichtlich inszeniert, und entsprechen somit überhaupt nicht meinem Geschmack, sind aber trotzdem sehr furios. Da sehe ich den Showdown schon sehr viel stärker, da man dort auch erkennt, wer wen schlägt, oder erschießt. Die Kämpfe sind auch alle schön brutal inszeniert und trotz allem auf optisch hohem Niveau.

Wenn die Story nur etwas gekürzt und die Actionszenen mit etwas weniger Wackelkamera Optik inszeniert worden wären, dann wäre das ein echtes Brett geworden. So kann ich jedoch nur...

:liquid5:

...Punkte geben.
Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von freeman » 06.12.2006, 00:49

Jau, Übersichtlichkeit ist wahrlich nicht die Stärke von Dragon Squad. Diese Entwicklung hat sich ja schon bei Daniel Lees Black Mask angekündigt, aber Dragon Squad hat ja da noch einige Schippen zugelegt. Man darf bestimmt gespannt sein auf des Meisters nächsten Streifen. Vielleicht werden ja Schnittrekorde ala Spun usw. aufgestellt ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 06.12.2006, 08:56

freeman hat geschrieben:Jau, Übersichtlichkeit ist wahrlich nicht die Stärke von Dragon Squad. Diese Entwicklung hat sich ja schon bei Daniel Lees Black Mask angekündigt, aber Dragon Squad hat ja da noch einige Schippen zugelegt. Man darf bestimmt gespannt sein auf des Meisters nächsten Streifen.
Als nächstes gibt´s vom Meister ein mit Andy Lau besetztes Historienepos, nämliche eine weitere Verfilmung eines Teils von ROMANCE OF THE THREE KINGDOMS. Ich möchte wetten, dass der etwas ruhiger wird.

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Beitrag von freeman » 06.12.2006, 14:15

Aha, na da sind wir mal gespannt ;-)

ROMANCE OF THE THREE KINGDOMS

Muss mir das was sagen? Es klingelt gerade nichts ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von wolfman » 06.12.2006, 14:19

@kami
Kann es sein, dass du Battle Of Witss meinst? Der ist aber ja nicht von Daniel Lee!

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Beitrag von kami » 07.12.2006, 13:48

freeman hat geschrieben:Aha, na da sind wir mal gespannt ;-)

ROMANCE OF THE THREE KINGDOMS

Muss mir das was sagen? Es klingelt gerade nichts ...
Ist einer der bekanntesten Vertreter klassischer chinesischer Literatur, schon zig-fach verfilmt (zumeist TV-Serien), schon zig-mal versoftet (von KOEI), außerdem auch Grundlage für John Woos nächsten Film, BATTLE OF THE RED CLIFF.
Jacob Cheungs BATTLE OF WITS basiert auf einem jp. Manga.

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Beitrag von Vince » 07.12.2006, 18:17

Gerade auch mal den Drachenfilm gesehen. Holla! Fängt imo ziemlich durchschnittlich an, der Schnittewahn nervte mich anfangs ähnlich wie in den jüngsten Tony Scott-Filmen, aber mit der Zeit bekam Daniel Lee das in den Griff und spätestens bei den endgeilen Sniperduellen mit Maggie Q rockt der Style einfach nur das Dach aus den Angeln. Selten so was Dynamisches gesehen in letzter Zeit. Und der Streifen lässt actiontechnisch einfach nicht locker, zieht bis zum Ende vom Leder und schließt ab mit einem kurzen, harten Schussduell der Extraklasse. Mittendrin ein ganz verwandelter und dennoch immer noch flinker Sammo Hung (und ich hab echt nicht den Hauch einer Ahnung,w as an dem bitte so lächerlich sein soll...). Problematisch ist halt der ganze Rest, weswegen Hungs vertiefte Charakterzeichnung auch ein wenig fehl am Platz ist. Kurz: Außen: Ja!!! Innen: Bah! HK-Stylebombe Deluxe.
:liquid7:

EDIT: Und grad noch mal dein Review durchgelesen und dabei gemerkt, dass ich ganz vergessen habe, den fantastischen Soundtrack zu erwähnen. SO muss sich das anhören...

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Beitrag von freeman » 08.12.2006, 02:01

Vince hat geschrieben:Sammo Hung (und ich hab echt nicht den Hauch einer Ahnung,w as an dem bitte so lächerlich sein soll...).
Hauptsächlich bewegte oben Erwähntes Bild mehrfach zum Lachen: Dicker Mann rennt mit Zigarre auf die Kamera zu ... in nem Jogginganzug ... das is einfach nur lächerlich, vor allem auch wenn man Sammos Alter bedenkt usw. Ne Ne Ne alborn ... ;-)

Hast du an anderer Stelle was zur Synchro gesagt? Wenn nein, wie isse nune? (lese chronologisch, weiß also noch net, ob du im DVD Bereich was erwähnt hast ...)

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 08.12.2006, 09:03

freeman hat geschrieben:
Vince hat geschrieben:Sammo Hung (und ich hab echt nicht den Hauch einer Ahnung,w as an dem bitte so lächerlich sein soll...).
Hauptsächlich bewegte oben Erwähntes Bild mehrfach zum Lachen: Dicker Mann rennt mit Zigarre auf die Kamera zu ... in nem Jogginganzug ... das is einfach nur lächerlich, vor allem auch wenn man Sammos Alter bedenkt usw. Ne Ne Ne alborn ... ;-)
Jo! Da bekommt man nicht nur als Zuschauer Angst, sondern man beginnt sich zudem gleichzeitig Sorgen darum zu machen, ob nicht dadurch wieder irgendwo in Asien ne Tsunami ausgelöst wurde... :lol:

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