Prison Break [Season 1]

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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kaiserfranz
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Prison Break [Season 1]

Beitrag von kaiserfranz » 04.11.2006, 02:17

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Produktionsjahr: 2005/06

Produktionsland: USA

Regie: u.a Dwight H. Little

Darsteller: Dominic Purcell, Wentworth Miller, Sarah Wayne Callies, Amaury Nolasco, Paul Adelstein, Robert Knepper, Wade Williams, Robin Tunney, Stacy Keach, Marshall Allman, Rockmond Dunbar, Peter Stormare, Muse Watson, Frank Grillo

Prison Break ist der neue Hit auf dem nordamerikanischen Serienmarkt. Die Idee der Serie klingt beinahe wahnsinnig, beinhaltet aber unglaubliches Potential. Ein Mann lässt sich einsperren, um im Gefängnis seine vorher geplante Flucht in die Tat umzusetzen. Der Mann, um den es hier geht, heißt Michael Scofield (Wentworth Miller). Sein Bruder Lincoln Burrows (Dominic Purcell) sitzt in der Todeszelle des Fox-River-Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Burrows wird vorgeworfen, den Mord am Bruder der Vizepräsidentin begangen zu haben. Scofield ist fest von der Unschuld seines Bruders überzeugt und sieht keinen anderen Ausweg als seinen Bruder zu befreien. Dafür lässt er ein Tattoo auf seinem Körper erstellen, das einen detaillierten Plan der Fox-River Anstalt enthält. Scofield hat aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Ingenieur Zugang zu den Plänen der Anstalt, da seine Firma das Gefängnis geplant hat. Nach der minutiösen Planung der Flucht überfällt Michael eine Bank, um ins Fox River eingesperrt zu werden. Während Scofield nun mit der Realisierung seines Plans beginnen kann, arbeitet die ehemalige Freundin und Anwältin Burrows, Veronica Donovan (Robin Tunney), daran die Verschwörung um den Mord aufzudecken.

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Die Entstehung der Serie ist auf eine Idee einer Arbeitskollegin des Produzenten Paul Scheuring zurückzuführen. Obwohl Scheuring die Idee gut fand, hielt er das Projekt nicht für realisierbar. Die ursprüngliche Idee sah nur vor, dass ein Mann sich freiwillig einsperren lässt, um danach aus dem Gefängnis zu fliehen. Den inhaftierten Bruder entwicktelte Scheuring erst später und stellte das Projekt dem US-Sender Fox vor, der aus Angst, die Zuschauer würden die Sendung aufgrund der Länge ablehnen, die Sendung nicht produzieren wollte. Nach den großen Erfolgen von Lost und 24 änderte Fox jedoch seine Meinung, begann die Produktion im Jahre 2004 und schickte die Serie im August 2005 in die 1. Staffel.
Anfangs war auch ich skeptisch, wie die Macher es schaffen würden, die Spannung im Gefängnis aufrecht zu erhalten. Wie bringt man den Zuschauer dazu nicht gelangweilt nach ein paar Episoden auszusteigen? Schließlich weiß der Zuschauer ja worauf, die Story hinausläuft, weil der Titel es eben auch schon verrät. Das eben genau dies nicht passiert, hat man dem exzellenten Drehbuch, welches in der gesamten Staffel nicht eine Sekunde Langweile aufkommen lässt, zu verdanken. Der Zuschauer zittert bei jedem einzelnen Schritt von Scofields Plan mit, weil ein Fehler diesen sofort beenden würde. Scofield hat es nicht nur alle Hände damit zu tun, seinen Plan umzusetzen. Sein größtes Problem ist der mangelnde Raum. Wie will man einen Ausbruchplan im Gefängnis umsetzen, ohne dass die anderen Insassen davon etwas mitkriegen? Im Verlauf der Zeit muss er zwangsläufig einige (unter anderem seinen Zellennachbarn Fernando Sucre) in sein Vorhaben einweihen. Scofield hatte von vornherein nicht die Absicht, die Sache alleine durchzuziehen, was sich durch abzeichnet, dass er bei seiner Vorplanung die Geschichte von für ihn nützlichen Insassen wie die von John Abruzzi ausgiebig studiert hat. Dem Zuschauer treibt es immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht, wenn er sieht wie gerissen Scofield seinen Plan umsetzt.

Was macht "Prison Break" also so interessant? Wir haben zum einen den ungewöhnlichen und äußert interessanten Erzählstil, der den Zuschauer zu Beginn direkt vor vollendete Tatsachen stellt und die Dinge erst nach und nach aufarbeitet. Die Hintergründe der gesamten Planung Scofields vor seiner Festnahme und die Gründe seines aufopferungsvollen Handelns erfährt der Zuschauer erst im Verlauf der Staffel. Zum anderen haben wir einen Spannungsaufbau, den man mit dem von 24 vergleichen kann. Wo 24 aber ab und an mal eine Pause einlegt, lässt Prison Break nicht locker, drückt weiter aufs Gaspedal und zieht den Zuschauer scheinbar mühelos weiter in seinen Bann. Dazu tragen auch die Schauspielleistungen insbesondere von Wentworth Miller (Michael Scofield) bei. Der 34 jährige bis dato weitgehend unbekannte Engländer spielt den Anführer der Ausbruch-Clique derart charismatisch und glaubhaft, dass man ihm die Rolle zu jeder Zeit abkauft. Ein weiterer Lichtblick der Serie ist Robert Knepper. Er spielt Theodore "T-Bag" Bagwell. Bagwell ist ein absolut widerwärtiger Schwerkrimineller, den Scofield und seine Bande aus verschiedenen Gründen mit ins Boot nehmen müssen. Knepper spielt die Figur so, dass der Zuschauer in manchen Momenten seinen wahren Charakter aus dem Gehirn löschen möchte, um dann im nächsten Moment durch eine seiner durchtriebenen Aktionen aus diesem Traum gerissen wird. Überhaupt vergisst man als Zuschauer bei dem überzeugenden Spiel des gesamten Casts manchmal, dass wir es mit Knastis zu tun haben. Die Autoren weisen den Zuschauer mit gekonnten Kniffen aber immer wieder darauf hin, dass es eben Kriminelle sind. Ihr Handeln bleibt die ganze Zeit unvorhersehbar und genau das macht den Reiz der Serie aus. Jeder hat seinen Grund, warum er einsitzt und jeder hat seinen speziellen Grund, warum er unbedingt auf der Stelle raus möchte. Sie müssen sich zusammenraufen, um gemeinsam den Plan umzusetzen. Das große Potential der Serie liegt für mich darin, dass auch wenn der Ausbruch gelingt, niemand vorhersagen kann, wie sich die Inhaftierten außerhalb des Gefängnis auf der Flucht verhalten werden. Insassen wie Bagwell und Abruzzi (Peter Stormare) haben so gut wie kein Gefühl für Gerechtigkeit, was sie zu tickenden Zeitbomben macht. Übrigens wird erst in Folge 16 wird genau geklärt, wieso jeder der Fluchtkandidaten im Fox River sitzt und warum Michael sich derart aufopferungsvoll für Lincoln einsetzt.

Um diese Hauptlandung zieht sich ein weiterer Handlungsstrang, in dem Veronica Donovan die tragende Rolle spielt. Sie tritt als Anwältin ihres Ex-Freundes Burrows auf und versucht aufzudecken, wer Lincoln Burrows tot sehen möchte und besonders warum. Auch hier haben die Autoren ganze Arbeit geleistet. Die Story – man darf sie nicht zu ernst nehmen – vermag über die gesamte Staffel hinweg zu fesseln. Böse Zungen könnten behaupten, dass dieser Handlungsstrang sich stark an 24 orientiert. Überhaupt erinnert die Serie durch ihren Spannungsaufbau und fast schon atemraubenden Cliffhangern stark an die Tage im Leben von Jack Bauer.

Inszenatorisch wurde bei der Serie so gut wie alles richtig gemacht. Ruhige Momente wechseln sich mit rasanten Sequenzen ab, so dass die Serie einfach nie langweilig wird. Die musikalische Untermalung der Szenen passt auch zu jeder Sekunde. Ohne weitere Lobeshymnen auf die Serie singen zu wollen, kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass Prison Break alle meine Erwartungen mühelos übertroffen hat. Der komplette Aufbau der Umsetzung des Fluchtplans im Gefängnis fesselt einfach von der 1. Sekunde an und gipfelt in einem Finale, das den Zuschauer nach der 2. Staffeln betteln lässt. FOX hat sich mit dieser Serie ein weiteres beeindruckendes Standbein im Serienmarkt geschaffen. Wer mit 24 schon was anfangen konnte, wird an Prison Break sicherlich auch seine Freude haben.
Für diese Serie, die garantiert auch in Deutschland einschlagen wird (die RTL Group hat sich schon die Rechte gesichert), bleibt nur eine Wertung übrig.

:liquid10:

Gruss
kaiserfranz
Oma, bist du noch rüstig?

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Beitrag von Sir Jay » 04.11.2006, 14:51

ich habe von der serie noch nie was gehört, und die namen der darsteller lese ich alle auch zum ersten mal....sind das alle action helden, wenn die schon verlinkt sind xD"

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Beitrag von Vince » 04.11.2006, 14:53

Sir Jay hat geschrieben:ich habe von der serie noch nie was gehört, und die namen der darsteller lese ich alle auch zum ersten mal....sind das alle action helden, wenn die schon verlinkt sind xD"
kaiserfranz hat die Kritik aus dem Narrenforum kopiert, wo es üblich ist, die Darsteller zur imdb zu verlinken... deswegen die Links. Wenn da jetzt einer bei ist, der in unserem Index ist, müssen wir den Link noch austauschen... ist da einer bei?

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Beitrag von StS » 04.11.2006, 14:54

Bei den Narren ist das üblich? :shock:
War es bei mir noch nie... :lol:

Nee, die Darsteller-Links müssen raus, damit es hier einheitlich ist, dafür müssen die Regisseure aufgeführt werden, da bei ihnen einer dabei ist (Dwight H.Little)... :wink:

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Beitrag von Vince » 04.11.2006, 14:55

StS hat geschrieben:Bei den Narren ist das üblich? :shock:
War es bei mir noch nie... :lol:
Eigentlich ja, du fauler Sack! :wink:

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Beitrag von Samir » 04.11.2006, 14:56

Sir Jay hat geschrieben:ich habe von der serie noch nie was gehört, und die namen der darsteller lese ich alle auch zum ersten mal....sind das alle action helden, wenn die schon verlinkt sind xD"
dat sind imdb verlinkungen hergott Jay und mindestens drei von den kann/sollte man kennen Robin Tunney war die olle in Arnies End of Days oder auch die aus Vertical Limit, Steacy Keach war der Naziführer in American History X und Peter Stromare seh ich sehr gerne als nebedarsteller war in 8mm Bad Boys 2, Windtalkers oder Armageddon zu sehen

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Beitrag von StS » 04.11.2006, 14:57

Und Dominic Purcell kennt man auch aus TV´s"John Doe", "Vistors" oder (hust, hust) "Blade 3"... :wink:

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Beitrag von StS » 04.11.2006, 14:58

@ Vince: Egh! Soviel Arbeit und Fleiß ich immer in die Narren-Dinger stecke, bin ich bestimmt nicht faul! :twisted:

:wink:

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Beitrag von Vince » 04.11.2006, 15:13

Fauler als ich auf jeden Fall! :lol:

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Beitrag von Sir Jay » 05.11.2006, 19:04

Samir hat geschrieben:
Sir Jay hat geschrieben:ich habe von der serie noch nie was gehört, und die namen der darsteller lese ich alle auch zum ersten mal....sind das alle action helden, wenn die schon verlinkt sind xD"
dat sind imdb verlinkungen hergott Jay und mindestens drei von den kann/sollte man kennen Robin Tunney war die olle in Arnies End of Days oder auch die aus Vertical Limit, Steacy Keach war der Naziführer in American History X und Peter Stromare seh ich sehr gerne als nebedarsteller war in 8mm Bad Boys 2, Windtalkers oder Armageddon zu sehen
die namen habe ich trotzdem noch nie gelesen ^^

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Beitrag von SFI » 01.02.2008, 14:37

Season 2 soll Anfang Mai auf DVD erscheinen!
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