In The Line Of Duty (Teil 1-7)

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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In The Line Of Duty (Teil 1-7)

Beitrag von Cyborg Cop » 04.04.2007, 18:10

freeman kickt los!

Hongkong Cop

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Originaltitel: Wong Ga Jin Si
Herstellungsland: Hongkong
Erscheinungsjahr: 1986
Regie: David Chung
Darsteller: Michelle Yeoh, Michael Wong, Hiroyuki Sanada, Pai Ying, Michael Chan Wai-Man, Lam Wai, Kam Hing-Yin, Reiko Niwa, Siu Tak-Foo, Kenneth Tsang u.a.

Die Cops Michelle, Peter und Michael können bei einem Linienflug verhindern, dass ein zu überführender Schwerverbrecher von einem Komplizen befreit wird. Mit tödlichen Folgen für die beiden Lumpen-Kompagnons. Das will ein Freund der Verbrecher nicht hinnehmen und startet einen Rachefeldzug gegen die Cops. Damit tritt er einen fatalen Kreislauf der Gewalt los… Die Folge: Actionradau vom Allerfeinsten!
:liquid8:

Zur "Hongkong Cop" Kritik

In diesem Sinne:
freeman

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Beitrag von Cyborg Cop » 04.04.2007, 18:11

Ultra Force 2

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Originaltitel: In the line of Duty 2/Yes, Madam/Huang gu shi jie
Herstellungsland: Hong Kong
Erscheinungsjahr: 1985
Regie: Corey Yuen-Kwai
Darsteller: Michelle Yeoh, Cynthia Rothrock, John Sham, Meng Hoi, Tsui Hark

Ein paar allgemeine Worte vorweg:

Dieser Film ist zwar offiziell der zweite Teil der Reihe, wurde allerdings als erstes gedreht. Ich weiß nicht, was genau die Gründe waren, ob man sich nicht sicher war, dass der Film an der Kinokasse ein Erfolg wird. Vielleicht weiß da jemand mehr zu. Man kann den Film als eines der ersten Beispiele eines Girls-with-Guns-Films anführen, da hier zwei Frauen die Hauptrolle spielen und bei den Fights oft männliche Gegner haben. Die Kampfkonstellation Mann gegen Frau ist hier die Regel und wurde durch diesen Film richtig salonfähig gemacht.

Ein paar Worte zum Inhalt:

Nach zwei einleitenden Szenen (darauf gehe ich später noch kurz ein) beginnt der Hauptfilm. Michelle Yeoh, Polizistin bei der Polizei von Hong Kong, bekommt eine Einladung ihres damaligen Mentors Richard Nornan (wird von irgendeinem Gweilo gespielt), den sie im Rahmen ihrer Ausbildung in England kennen gelernt hat. Nornan checkt in einem Hongkonger Hotel ein. Was mir nicht so ganz klar geworden ist, wie er an diesen Mikrofilm eines hochdotierten Kaufvertrages gekommen ist (vielleicht hat er sich aus dem Polizeidienst verabschiedet und ist jetzt in der Wirtschaft aktiv). Wie auch immer, dieser Mikrofilm ist hier das Objekt der Begierde eines Gangsterbosses, Mr. Tin. Unter einem Vorwand schickt dieser seine rechte Hand, Mr. Dick (Dick Wei), zu Nornan, um ihm den Mikrofilm abzukaufen. Dieser zeigt sich recht unkooperativ und wird kurzerhand von Dick erschossen. Gleichzeitig sind die beiden Kleinganoven Aspirin und Strepsil (Meng Hoi und John Sham) in dem Hotel aktiv. Als Hotelbedienstete getarnt verschaffen sie sich Zutritt zu Nornans Hotelzimmer und klauen seinen Paß und ein bisschen Geld. Michelle Yeoh erscheint nun auch noch auf der Bildfläche, trifft allerdings nur noch einen der beiden Kleinganoven an. Natürlich schöpft sie zunächst keinen Verdacht, weil der Ganove ja in der Uniform eines Hotelbediensteten grade aus Nornans Hotelzimmer kommt und sie den toten Nornan noch nicht entdeckt hat. Kurz darauf entdeckt sie ihn jedoch und hat natürlich gleich den Kleinganoven im Verdacht, Nornan getötet zu haben. Der und sein Partner sind allerdings längst über alle Berge.

Was die Kleinganoven nicht wissen: Nornan hat vor seinem Tod den Mikrofilm hinter seinem Passbild versteckt, das die Kleinganoven (samt Paß) jetzt in ihrem Besitz haben. Es dauert auch eine ganze Weile, bis sie das bemerken. Da scheint es aber fast schon zu spät zu sein, denn die Bluthunde von Mr. Tin sind ihnen bereits auf den Fersen.

Ein bisschen Kritik zum Inhalt:

ITLOD 2 (oder Ultra Force 2) ist wohl der Film der Reihe, der mit dem meisten Humor und der meisten Komik aufwartet. Das kann nun nervig sein, muß es aber nicht. Eigentlich ist der Film eine reinrassige Actionkomödie, da doch beide Parts gleichermaßen vertreten sind, vielleicht überwiegt sogar die Komik etwas. Bei mir ist es oft unterschiedlich, wie ich die Komik empfinde. Mal hab ich sie als störend und nervig empfunden, bei der jetzigen Sichtung wirkte der Film jedoch sehr kurzweilig. Man sollte also keinen allzu ernsten Actionfilm erwarten. Der häufige Humor ist oftmals sehr spezifisch kantonesisch, dennoch gibt es noch genug Humor, der sich auch dem westlichen Zuschauer erschließen dürfte und für nicht geringe Erheiterung sorgen dürfte. Mit dem Humor einher geht eine insgesamt recht dichte Handlung, die mit vielen Haken, Wendungen und Überraschungen auftrumpft. Das jetzt hier alles wiederzugeben, würde den Rahmen sprengen und sicher auch zuviel vom Film spoilern.

Noch zwei Aspekte der Handlung: Die Kleinganoven haben noch eine Art Boß, nämlich Panadol (Tsui Hark), für den sie die Pässe ranschaffen und der sie dann für seine „Kunden“ präpariert. Da gibt’s auch schon mal Ärger. Ziemlich am Anfang kommen nämlich drei seiner Kunden zu ihm, weil auf den präparierten Pässen die neuen Bilder ausgebleicht sind. Das sorgt für eine zünftige und witzige Keilerei.

Cynthia Rothrock (als englische Polizistin Carrie Morris) tritt erst nach einer halben Stunde auf den Plan. Sie wurde von Mr. Wong, dem Vorgesetzten Michelle Yeohs, zur Verstärkung aus England angefordert, da sie eine Vertraute Richard Nornans war. Zuerst gibt es zwischen ihr und Michelle Yeoh einige Differenzen bezüglich der Art und Weise, wie man die Polizeiarbeit zu verrichten habe, aber spätestens zum Showdown sind sich die beiden Powerfrauen dann einig.

Die Action im Film:

Das ist jetzt der eigentliche Grund, sich diesen Film anzusehen. Ich sagte es bereits: Der Film ist eher eine Actionkomödie, dennoch kommt die Action hier nicht zu kurz. Neben einer ganzen Reihe weniger spektakulären Szenen sind besonders die Szene am/im Flughafen und der Showdown wirklich sehr gut gelungen, super choreographiert (von Corey Yuen-Kwai, einer der Top-Kampf- und Actionchoreographen in Hong Kong) und sehr schön rasant und dynamisch. Nur bitte keine zu hohen Erwartungen haben. Der Film ist keine US-Big-Budget-Produktion, die wirklich das gesamte Spektrum an Möglichkeiten abfeiert. Die Stärke der Hong-Kong-Chinesen bei Actionfilmen sind eindeutig Martial Arts und Shootouts. Schusswaffen kommen hier nur vereinzelt zum Einsatz, der Schwerpunkt liegt hier auf qualitativ wirklich guten Zweikämpfen.

Der Film beginnt mit einer recht witzigen Szene, als Michelle Yeoh in einer Buchhandlung einen Exhibitionisten dingfest macht. Dann geht’s krachmäßig auch schon gleich in die Vollen, als Yeoh mal eben im Alleingang ein paar Gangster hochnimmt, die es auf einen Geldtransporter abgesehen habe. Sehr geile Szenen und absolut hong-kong-typisch gemacht.

Nächste spektakuläre Szene ist für mich die Szene am Flughafen, als Eddie Maher dort für Chaos sorgt und schließlich von Cynthia Rothrock (quasi als Einstand) mit unglaublichem Elan (und ohne Unterwäsche) ordentlich verkloppt wird.

Richtig geil ist aber dann der Showdown. Das ist wirklich allererste Sahne, was dort geboten wird. Wird wohl noch lange eine meiner absoluten Lieblingsactionszenen aus Hong Kong bleiben. Die Situation hat sich mittlerweile so zugespitzt, dass eine direkte Konfrontation mit Mr. Tin unausweichlich geworden ist. Bevor es richtig losgeht, wird noch lange palavert, aber dann werden die Türen in Mr. Tins Haus verriegelt und Michelle Yeoh und Cynthia Rothrock treten gegen mindestens 15 Bad Guys an. Also ich kann nur raten: Wenn man den Rest des Filmes vielleicht nicht mag…den Showdown sollte man sich als Actionfan auf keinen Fall entgehen lassen. Da gibt es Kung Fu modern vom allerfeinsten, inklusive einiger krasser Stunts. Fällt z. B. ein Typ von einer Brüstung und schlägt mindestens noch zweimal irgendwo an, bevor er auf dem Boden aufkommt. Auch klasse die Szene, als sich Michelle Yeoh, auf der Brüstung sitzend, nach hinten fallen lässt, durch die Glasscheibe der Brüstung kracht und anschließend zwei von den bösen Jungs von selbiger runterschmeißt.

Nachdem das ganze Fußvolk erledigt ist, gibt’s noch mal einen mindestens genauso langen Kampf 2 gegen 2 (Cynthia Rothrock vs. Dick Wei, Michelle Yeoh gegen Mad Dog, ein Saddam-Hussein-Verschnitt).

Der Showdown ist wirklich Unterhaltungskino aus Hong Kong in seiner reinsten Form, fast schon ein Idealfall.

Nicht zu vergessen auch die Glasstunts, von denen es im Showdown mindestens zwei gibt.

Fazit: Klassisches Actionkino aus dem Hong Kong der 80er Jahre. Zwar ist der komödiantische Anteil recht hoch, noch die eine oder andere spektakuläre Actionszene wäre toll gewesen, aber dennoch macht der Film riesigen Spaß. Gehört für mich zu den besseren Teilen der In-the-line-of-Duty-Reihe.

:liquid7:

Hab den Film für das Review nur auf Video-CD gesehen, für einen schönen Filmabend ist das natürlich nicht so prickelnd. Klar vorne liegen dürfte die UK-DVD von Hong Kong Legends. Sie bietet jedenfalls das beste mir bekannte Bild, natürlich uncut, im richtigen Bildformat plus O-Ton mit optionalen englischen Untertiteln. Erschienen ist die HKL-DVD unter dem Titel Police Assassins. Auch noch recht gut ist die Hong-Kong-DVD von Universe. In Deutschland gibt es den Film bislang nicht auf DVD.
Zuletzt geändert von Cyborg Cop am 04.04.2007, 18:19, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von Cyborg Cop » 04.04.2007, 18:11

Platzhalter Teil 3

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Beitrag von Cyborg Cop » 04.04.2007, 18:11

Red Force

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Originaltitel: In The Line Of Duty 4/Huang jia shi jie zhi IV: Zhi ji zheng ren
Herstellungsland: Hong Kong
Erscheinungsjahr: 1989
Regie: Yuen Woo Ping
Darsteller: Cynthia Khan, Donnie Yen, Michael Wong, Yuen Yat Choh, John Salvitti, Michael Woods

In Seattle floriert der Drogenhandel. Die Cops Madame Yeung (Cynthia Khan) und Donnie (Donnie Yen) sind den Drogenhändlern auch schon auf der Spur, natürlich unerkannt, und ermitteln. Bei einer mutmaßlichen Drogenverladung im Hafen wird Yeung fast enttarnt und kann sich dem nur durch die Hilfe des Hafenarbeiters Richie entziehen. Die eigentliche Haupthandlung des Films beginnt erst nach ca. 15 Minuten, als der Partner von Yeung (irgendein Gweilo) einen Drogendeal in einer Lagerhalle beobachtet. Er kann einige Fotos machen. Da gibt es aber noch den großen Unbekannten, der sich dann als örtlicher CIA-Mitarbeiter entpuppt. Yeungs Kollegen gelingt es, ein Foto von dem CIA-Mann zu machen, was dem natürlich gar nicht gefällt. Der CIA-Mann zieht eine Schrotflinte und verletzt damit Yeungs Partner. Dann ballert er seine Geschäftspartner über den Haufen. Der verletzte Polizist versucht zu flüchten, wird noch mal angeschossen, hat aber mittlerweile den Film mit den belastenden Bildern aus seiner Kamera genommen. Vor der Lagerhalle kommt ausgerechnet Richie daher, trifft auf Yeungs sterbenden Partner, der Richie die Filmrolle in die Hand drückt, die dieser jedoch kurz darauf verliert. Die heranbrausende Polizei entdeckt Richie bei Yeungs totem Partner und nimmt ihn wegen Mordverdacht fest. Mit einem Trick kann Richie sich jedoch aus dem Verhörraum aus dem Staub machen.

Doch die Killer der Drogenmafia trachten ihm weiter nach dem Leben und sein bester Freund muß mit dem Tod bezahlen. Richie verkauft seine Aufenthaltsgenehmigung, um nach Hong Kong zurückzukehren. Dort erwarten ihn allerdings schon Madame Yeung und Donnie.

Im weiteren Verlauf des Films versucht Richie die Polizisten von seiner Unschuld zu überzeugen. Die müssen außerdem noch Richie vor den Häschern der Drogenmafia beschützen. Zusätzlich erschwert wird die Arbeit der Polizei allerdings noch durch einen Verräter in den eigenen Reihen. Dennoch werden am Ende die Fronten geklärt.

Inhaltlich ist dieser Film natürlich in keinster Weise innovativ. Solche Geschichten werden zuhauf und auch heute noch immer wieder entwickelt und verfilmt. Die Story dient denn auch hier nur dazu, einen Zusammenhalt zwischen den Actionszenen zu schaffen, wird dabei aber eigentlich nie wirklich langweilig. Action gibt es hier wahrlich genug. Hab mal aus Spaß mitgezählt: Der Film hat insgesamt 16 Actionszenen. Soviel habe ich bisher noch bei keinem anderen Film gezählt. Innerhalb der Reihe ist das quantitativ wirklich das Non-Plus-Ultra. Man kommt gar nicht zum Nachdenken oder Luftholen, da kloppen sich schon wieder irgendwelche Leute. Aber auch hier will ich gleich zu hohen Erwartungen den Wind aus den Segeln nehmen. Explosionen gibt es keine. Die Action besteht insgesamt tatsächlich nur aus Kung-Fu-Kämpfen, ausgenommen drei, vier Szenen, in denen Schusswaffen zum Einsatz kommen. Man hat sich hier wirklich auf harte Zweikämpfe Mann gegen Mann oder Mann gegen Frau konzentriert. Die sind dann aber auch wirklich rasant und erstklassig von Yuen Woo-Ping inszeniert und choreographiert. Bin nun wirklich kein Kampfsportexperte, aber Pings Choreographien lassen schon eine andere Handschrift erkennen, als etwa die Corey Yuens. Aber versteht mich nicht falsch, beide haben es drauf und sind erstklassige Actionchoreographen.

Was hier schade ist, dass die Action zwar gleich bleibend auf hohem Niveau daherkommt, aber irgendwie doch keine richtigen Höhepunkte bietet. Bei Yes, Madam stechen einzelne Szenen wirklich hervor (im Gegensatz zu anderen), hier reiht sich zwar ein Kampf-Highlight ans nächste, aber Akzente wurden nicht wirklich gesetzt. Das verhindert letztlich auch eine noch höhere Wertung. Dennoch gibt es eine gewisse Abwechslung in den Actionszenen, mal werden diverse Werkzeuge zweckentfremdet (beim allerersten Kampf oder beim Kampf auf den Motorrädern in der zweiten Hälfte) oder Cynthia Khan prügelt sich auf einem fahrenden Krankenwagen mit einem maskierten Typen.

Sonstige Schauwerte des Films sind eher bescheiden. Unser kami hat das mal als „muffig“ bezeichnet. Das trifft es imho sehr gut. Man achte mal auf die Inneneinrichtung der Wohnung von Richies Freund. Äußerst spartanisch, abgewrackt und heruntergekommen. Oder auch die blonde Tussi, mit der sich Cynthia Khan den Kampf im Fahrstuhlschacht liefert: Zum Gruseln. Aber so sind sie nun mal, die Hong-Kong-Filme der 80er und teilweise der 90er. Entweder man mag sowas oder man mag es nicht.

Als Fazit ein Zitat (iirc) aus dem Buch „Film ohne Grenzen“ von Ralph Umard: „Wer sich hier langweilt, muß entweder tot, oder totaler Cineast sein“

Und noch ein Fazit: Wer wirklich mal „Kung-Fu in der Gegenwart“ satt sehen will, sollte sich diesen Film ansehen.

:liquid8:

Ich glaube, mittlerweile kenne ich jede nennenswerte DVD des Films. In Deutschland ist der Film immer noch nicht zu haben, dafür gibt es hervorragende DVDs aus England (von Hong Kong Legends unter dem Titel „In the line of Duty“) oder aus den USA (von Fox). Die Hong-Kong-DVD von Universe ist momentan OOP, würde aber auch eher zu einer der anderen beiden DVDs raten.
Zuletzt geändert von Cyborg Cop am 06.04.2007, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Red Force 2 aka In the Line of Duty 5

Beitrag von Cyborg Cop » 04.04.2007, 18:12

Cinefreak dutyt eine Runde mit:

Red Force 2

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Alternativtitel: In The Line of Duty V
Regie: Cha Chuen-Yee
Cast: Cynthia Khan, David Wu, Kong Yan Yin, Billy Chow, Lo Lieh
Herstellung: Hongkong, 1990

Die Freunde David und Allen machen in Hong Kong Ferien. Allen will sich Rauschgift beschaffen und wird dabei getötet. Allen hatte etwas mit dem K.G.B. zu tun, wovon David nichts wusste. Er wird festgenommen, kann jedoch im letzten Moment entkommen, doch die Killer und die HKer Polizei sind hinter ihm her. Auch seine Cousine Yeung (Cynthia Khan), ebenfalls Polizistin, ist ihm auf den Fersen, um ihn zu retten…

Kritik:
Mangels dt. DVD musste ich mir den Film auf Video anschauen. Somit sah ich eine alte Videoaufnahme von Pro 7 mit ca. 86 min. Laufzeit. Darauf bezieht sich natürlich auch meine Kritik zum Film:

Ich hatte den Film spektakulärer in Erinnerung. Man sieht doch streckenweise sehr deutlich, dass es sich eher um eine preiswertere Produktion aus Hongkong handelt. - Was nicht heißt, dass sie schlecht ist.

Was Cynthia Khan da an wilden Stunts vollführt, ist schon absolut sehenswert und tröstet über die anfangs sehr verwirrend inszenierte Story hinweg. Ich bin kein großer Kampfsportfan, kann aber sagen, wer auf Kampfsport steht, kommt hier mehr auf die Kosten als bei Seagal und Co. Gleich in den ersten Minuten kickt die süße Hongkong-Braut sich erstmal durch eine Autoscheibe, auch sonst gibt es zahlreiche wilde Stunteinlagen, Autoverfolgungsjagden und auch einige Explosionen. Allerdings sieht man gerade bei den Shootouts, das alles nicht soo teuer sein durfte, was nicht heißt, dass es schlecht ist. Vor allem zum Ende hin werden die Effekte besser, und es knallt sehr oft im Film.

Fazit:
Wer auf Action steht, sollte einen Blick riskieren. Es gibt sehr viele Fights, zum Schluss bekriegt die Heldin sich sogar mit einer Gegnerin mit messerscharfen Schwertern.
:liquid6:

Die deutsche VHS zum Film ist uncut. Eine DVD findet man in Hongkong von dem Label Universe ...

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Red Force 4

Beitrag von Cyborg Cop » 04.04.2007, 18:12

Cinefreak steht auf Miniröcke:

Red Force 4

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Originaltitel: In the Line of duty 6 - Forbidden Arsenal / Di xia bing gong chang
Herstellungsland: Hongkong
Produktionsjahr: 1991
Regie: Siu-keung Cheng, Chun Man Yuen
Darsteller: Yang Lai Chin, Cynthia Khan, Waise Lee u. a.

Inhalt:

Die attraktive junge Polizistin Yeung hat alle Hände voll zu tun. Sie muss nämlich zwei ziemlich unreife, sehr unterschiedliche Cops im Auge behalten, der eine ist ein Scharfschütze aus Taiwan und der andere ein knallharter Kämpfer aus China. Mit Hilfe dieses ungleichen Duos, die wirklich alles dafür tun, der jungen schlagkräftigen Frau den letzten Nerv zu rauben, soll sie zudem einige skrupellose Waffenhändler ausschalten...

Review:

Zugegeben, ein runder Film sieht anders aus. Der anfängliche explosive und temporeiche Showdown weckt Erwartungen, die im Laufe des weiteren Films nicht mehr erfüllt werden. So bleibt was die reine Action angeht, diese erste Viertelstunde das Highlight des vierten "Red Force"-Teils.

Betrachten wir die weiteren Elemente des Films. Zunächst einmal den Humor. Der ist auch durchaus vorhanden, z. B. wenn Madame Cheung von zwei eigentlich ziemlichen Trotteln umgeben ist, von denen einer es mal eben schafft, durch den fehlerhaften Gebrauch selbiger ihre Mikrowelle hochzujagen, während der andere irgendwie nichts als Sexzeitschriften im Kopf zu haben scheint und sie nebenbei auch noch nicht gerade zurückhaltend anzugraben versucht. Leider funktioniert der Humor oft nicht so richtig, zudem ist insbesondere die Handlung mit den verbundenen Nebenhandlungen irgendwie ich sag einfach mal unglücklich geschrieben und umgesetzt.

Es gibt Highlights, freilich, und wenn die bildhübsche Cynthia Khan Gangster vermöbelt, einmal sogar im Minirock, dann vergessen Gourmets gerne sämtliche Nackttussen Hollywoods sofort, denn Cynthia ist ein perfekter Beweis dafür, dass wahrer Sex-Appeal anders ist als einfach nur nackte Brüste und Hintern zu zeigen. In den Kampfszenen macht sie stets eine gute Figur, und auch sonst weiß die Frau zu gefallen.

Leider schafft auch sie es oft nicht, die angesprochenen Schwachpunkte des Films zu "überspielen", und auch der ca. 7-minütige Showdown will irgendwie nicht recht "die Hütte zum brennen bringen", wenngleich die Bemühungen und guten Ansätze deutlich zu erkennen sind. Und insbesondere der actionmäßige Schlussakkord sieht dann - ja, ich muss es leider sagen - irgendwie billig aus.

Fazit: hätte man mehr draus machen können, dennoch sehenswert, allerdings ist die Story ziemlich verquast und zieht sich insbesondere zum Ende hin ziemlich mit uninteressanten Gangster-Nebenhandlungen und etwas zu viel "blabla". Es ist zu sagen, dass bis auf den anfänglichen Showdown samt explosiv-rasanten Autostunts mehr die Freunde von Kampfsport auf ihre Kosten kommen, alle anderen könnten enttäuscht zurückbleiben, was aber nciht davon abhalten sollte, diesem Film eine Chance zu geben :wink:

fast die gleiche Bewertung wie Red Force 2, die Minirock-Szene ist mir allerdings die 0,5 mehr wert :-)
:liquid6:,5

In Deutschland erschien der Film, wie alle 6 Teile der Reihe, von HDMV in der Red Force Box ... uncut!

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Red Force 4

Beitrag von Cyborg Cop » 04.04.2007, 18:12

Platzhalter Teil 7

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Beitrag von Cyborg Cop » 04.04.2007, 18:21

Review zum 2. Teil ist online. Wollte eigentlich mit dem dritten anfangen, hat sich aber dann anders ergeben.

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Beitrag von wolfman » 04.04.2007, 18:33

Sänks for se Review!
Hab mir zufällig die Tage die HKL Michelle Yeoh Collection bestellt (@Play 13,99€ inkl. Versand), die neben "Wing Chun" und "Magnificent Warriors" eben auch besagten "UF2 / Police Assasins" enthält. Jetzt freu ich mich noch mehr drauf! Hoffentlich kommt sie morgen noch pünktlich vor Ostern an. :D

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Beitrag von freeman » 04.04.2007, 20:20

Jau, das nenne ich mal nen Projekt ... Das zur zwei liest sich schonmal richtig gut ... die deutschen Labels haben halt echt noch ne Menge an Filmen nachzuholen ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 05.04.2007, 07:19

Sehr schöne Rezi zu einem echten HK-Klassiker, dessen Showdown tatsächlich zu den ganz großen gehört, die Stunts sind dabei teilweise echt unglaublich. Geil find ich auch Romeo Diaz´pulsierenden Synthie-Score, der auch in ROYAL WARRIORS zum Einsatz kommt.
:liquid8:,5
Ach ja, tatsächlich hat die Produktionsfirma D & B Films erst mit dem dritten Teil angefangen, diese Filme international als Serie zu verkaufen, dementsprechend kam in HK auch YES, MADAM vor dem bei uns als Teil 1 erschienenen ROYAL WARRIORS in die Kinos.

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Beitrag von Cyborg Cop » 05.04.2007, 13:11

Ja, das hatte ich noch vergessen, wollte nur das Review nicht noch mehr vollpacken. Diese Synthie-Musik ist wirklich geil (Titelmusik vom 2. und 4. Teil). Da kommt Freude und vor allem 80er-Feeling auf. :D

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Beitrag von Cyborg Cop » 06.04.2007, 16:31

Review zu Teil 4 ist jetzt online.

Muß zu meiner Verteidigung sagen, daß ich den Film diesmal nur halb und ohne Untertitel gesehen habe. Die zweite Video-CD habe ich nur durchgezappt. Aber wenn man den Film ohnehin schon bestimmt 4x gesehen hat, kennt man ihn fast auswendig. Ich hoffe, das Review vermittelt trotzdem einen guten Eindruck vom Film.

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Beitrag von kami » 06.04.2007, 19:24

Zu ITLOD 4:
Ich würde sagen, dass dieser Film trotz seines insgesamt sehr hohen Actionniveaus noch Höhepunkte hat, wie z.B. der Kampf von Cynthia Khan auf dem Krankenwagen oder gar der Finalkampf zwischen Donnie Yen und Michael Woods, den man in der Form sicher noch nicht gesehen hat.
Für meinen Geschmack setzt Yuen Woo Ping in diesem Film (bei TIGER CAGE 2 auch nochmal) etwas zu stark auf Highkicks, Handtechniken werden dabei fast ganz vernachlässigt. Dadurch erhalten die Fights natürlich eine gigantische Wucht, aber mir gefällt Corey Yuens Stil besser. Ach ja, die gute Cynthia kann die Anforderungen von Meister Yuen offenbar nicht ganz erfüllen, jedenfalls wird sie im Film massivst gedoubelt, Michael Wong natürlich ebenfalls. Ach ja, etwas nervig ist das durchgängige Upspeeding der Action.
Insgesamt ist ITLOD 4 natürlich ein echtes Highlight, trotz der bescheidenen Ausstattung, der mäßigen schauspielerischen Leistungen und der formelhaften Story, Quantität und Qualität der Action reißen es wieder raus. Auch cool ist Richard Yuens (zuweilen stark von Beverley Hills Cop 2 inspirierter) Score, der die Stimmung ordentlich anheizt.
:liquid8:
Zuletzt geändert von kami am 23.04.2007, 09:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von freeman » 07.04.2007, 00:52

Feines Review zur 4 ... Das Rematch zwischen Donnie Yen und Michael Woods in Tiger Cage II verarbeite ich demnächst in nem Review ... ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von wolfman » 13.04.2007, 13:06

Gestern Police Assassins / In the line of Duty 2 gesehen. Der rockt wirklich ordentlich. Insbesondere wenn man bedenkt, dass es sich hier um Michelle Yeoh's ersten Actionfilm handelt! Und die Outfits von Michelle Yeoh und Cynthia Rothrock vermitteln echtes 80er Jahre Feeling! :lol:
:liquid7:
Die HKL-DVD bietet ein gutes Bild - insbesondere für einen 80er Jahre Hong Kong Film - und DD5.1-O-Ton. Des weiteren ist ein sehr interessantes - leider nur 15-minütiges - aktuelleres Interview mit Michelle Yeoh mit an Bord.


Wie ist den Royal Warriors so? Welche DVD ist empfehlenswert?

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Beitrag von kami » 14.04.2007, 09:06

wolfman hat geschrieben: Wie ist den Royal Warriors so? Welche DVD ist empfehlenswert?
Zu 1.: Besser, da spannender, actionreicher und stimmungsmäßig konsistenter.
Zu 2.: Die US-DVD von FOX.

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Beitrag von wolfman » 14.04.2007, 10:09

kami hat geschrieben:Zu 2.: Die US-DVD von FOX.
Danke. Die DVD gibt es bei DVDpacific gerade für ca. 4,50€ + S&H! Die Coverabbildung ist falsch!

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Beitrag von Cyborg Cop » 21.04.2007, 18:03

Letzte Woche übrigens die US-DVD vom 4. Teil bekommen....Qualität ist wirklich 1a. Dürfte mit der HKL etwa gleichauf liegen. Was mir die US-DVD noch etwas sympathischer macht, ist die Tatsache, daß das Menü mit dem genialen Main-Theme unterlegt ist. :D

Dies nur kurz zur Info. :wink:

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Beitrag von kami » 22.04.2007, 09:04

Cyborg Cop hat geschrieben:Letzte Woche übrigens die US-DVD vom 4. Teil bekommen....Qualität ist wirklich 1a. Dürfte mit der HKL etwa gleichauf liegen.
Ne, die Qualität der US-DVD ist noch einen ganzen Zacken besser als die UK-DVD von HKL, die aber auch sehr anständig ist. Dafür hat letztere aber einige Extras, darunter ein völlig wertloser Audiokommentar mit Michael Wong, der sich an nix mehr erinnern kann und letztendlich nur furchtbar lahmarschig nacherzählt, was man gerade sieht.

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Beitrag von mullen » 22.04.2007, 20:42

geil, der red force könnte mir richtig gut gefallen :) falls den einer abtreten möchte, ich nehme ihn :lol:

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Beitrag von wolfman » 30.04.2007, 11:08

In the Line Of Duty 4 / Red Force
Der Film liefert Non-stop Dauer-Action! Die Handlung um Drogendeals zwischen Hong Kong und Seattle und einen Dockarbeiter, der zufällig beobachtet wie auch ein hoher CIA-Agent darin verwickelt ist, dient lediglich dazu, die zahllosen Fights miteinander zu verknüpfen. Donnie Yen und Cynthia Khan dürfen als Polizisten zeigen wie sie den Drogenschergen einheizen. Neben dynamischen Hand-to-Hand-Combat dienen u.a. auch umherliegende Schraubenschlüssel und Bambusrohre als Waffen. Sämtliche örtlichen Begebenheiten werden in den Kampf mit einbezogen und etliche Glasscheiben gehen dabei zu Bruch. Extrem kurzweilige Actionunterhaltung.
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Beitrag von Cyborg Cop » 30.04.2007, 14:55

Würde ja hier gerne noch die Teile 1 und 3 reviewen, aber ich bin momentan auf ganz anderem filmischen Terrain unterwegs. Reviews der Teile 5-7 scheitern noch dazu an der schlechten Verfügbarkeit von DVDs/VCDs.

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Beitrag von freeman » 03.08.2010, 08:40

Cinefreak steuerte das Review zur 5 bei ...
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