
Band:
Gesang: Bon Scott
Lead-Gitarre: Angus Young
Rhythmus-Gitarre: Malcolm Young
Bassgitarre: Mark Evans
Schlagzeug: Phil Rudd
Technische Daten:
Veröffentlicht: 1976
Production: Harry Vanda und George Young
Titel: 9
Laufzeit: gut 45 min
Trackliste:
1. It's A Long Way To The Top (If You Wanna Rock'n'Roll)
2. Rock'n'Roll Singer
3. The Jack
4. Live Wire
5. T.N.T.
6. Can I Sit Next To You Girl
7. Little Lover
8. She's Got Balls
9. High Voltage
Kritik:
AC/DC ist AC/DC ist AC/DC. Und wo AC/DC drauf steht ist auch AC/DC drinnen. Punkt, Ende des Reviews.
Aber so einfach will ich es mir dann doch nicht machen.
AC/DC wurden 1973 von den aus Schottland stammenden Brüdern Angus und Malcolm Young in Australien gegründet. Später gesellte sich dann noch der Schotte Bon Scott als Sänger hinzu nach dem man dessen Vorgänger Dave Evans rausgeworfen hatte. Dieser soll angeblich den Manager zusammengeschlagen haben. Der Rest ist Musik-Geschichte mit über 150 Millionen verkauften Platten, darunter das erfolgreichste Hardrock/Heavy Rock - Album aller Zeiten: "Back in Black" mit über 40 Millionen verkauften Exemplaren. Aber nun meine Freunde gehen wir zurück an den Anfang. Zu der Platte mit der alles 1976 begann: "High Voltage".
"High Voltage" ist eigentlich eine Zusammenstellung der 2 nur in Australien erschienenen Platten "High Voltage" und "T.N.T" wobei der größte Teil von "T.N.T" stammt.
Begonnen wird mit "It's A Long Way To The Top". Hier merkt man definitiv die Markenzeichen von AC/DC: simple, tighte Riffs ohne technischen Schnickschnack, gerade auf den Punkt gebracht und straight gespielt. Es groovt von vorne bis hinten dazu noch das Dudelsack-Solo von Bon und perfekt ist der Gassenhauer. Ein Klassiker ohne Frage. Treffender kann man den Rock' n' Roll-Alltag nicht beschreiben. Der Song wird leider nach dem Tod von Bon Scott heute nicht mehr live gespielt aus Respekt vor ihm. Auch der nächste Song "Rock' n' Roll Singer" ist ohne Frage gut, wobei er allerdings ein bisschen hinter der Power und der Wirkung von "It's A Long Way" zurückbleibt, trotzdem Klasse.
Danach kommt schon der nächste Klassiker "The Jack". Ein relativ langsamer, powervoller Blues bei dem es um ein Groupie geht das den Sänger mit Gonorrhö angesteckt hat und mit der gesamten Band geschlafen hatte. Der Song wird auch heute noch auf den Konzerten gespielt. Mit einem Bass-Intro und einigen leicht angezerrten Powerchords, die dennoch druckvoll daherkommen, beginnt "Live Wire". Langsam steigert er sich bis straight gerockt wird. Geil. Danach kommt der nächste große Klassiker: "T.NT.". Einen Song den jeder kennt. Der Nachts in jeder Disko hier zulande gespielt wird und bei dem auch alle Hip Hopper ihren Spaß haben. "I'm T.N.T., I'm Dynamite": männlicher geht's doch nimmer oder??!! :)
"Can I Sit Next To You girl" lautet es nun. Der Song war die erste Singel von ACDC und wurde mit Dave Evans vor Bon Scott aufgenommen. Dies ist nun die überarbeitete und bessere, da mehr rockende, Version mit Bon. Orientiert sich mehr am alten Rock' n' Roll der 50er. Genauso wie der nächste Song "Little Lover". Dies sind auch die beiden "schwächeren Songs" auf dem Album. Aber danach geht's nun wieder richtig dick weiter: "She Got Balls". Es heißt Bon hätte diesen Song über seine Frau geschrieben da sich diese beschwerte, er singe nie über sie. Danach war die Ehe Geschichte (heißt es zumindest). Ob es stimmt? Wer weiß. Simples Riff, rockt wie Schweinebacke, mehr braucht man eigentlich nicht dazu zu sagen..
Kommen wir nun zum Titelsong "High Voltage". Und schon wieder ein Klassiker der noch heute live gespielt wird. Eingeleitet mit einem klassischen Rock' n' Roll - Riff mit ordentlich Power da geboten und unterstützt von der straightesten Ryhtmus-Abteilung die die Musikwelt je gesehen hat. Der ideale Live- Song da er sich perfekt zur Interaktion mit dem Publikum eignet. "I Said High... I Said High... High Voltage Rock' n' Roll". Genau, mehr gibt's dazu nicht zu sagen. Knaller.
Kommen wir nun zum Sound. Bei der remastered Version die ich habe, ist der Sound perfekt für die Musik. Staubtrocken, der Gitarrensound ist unverkennbar und und einzigartig. Und man hört vor allem bei "Live Wire" sogar den Bass raus, top. Besser geht's eigentlich schon fast gar nicht.
Drei Akkorde für ein Halleluja. AC/DC beweisen hier definitiv das man nicht mehr braucht und keine Wahnsinnig schnellen Solos und der gleichen braucht um seinen Spaß zu haben.
Daher gibt's von mir

Wer gerne wissen möchte was für Songs sich auf den australischen Pressungen von "High Voltage" befanden sollte sich die "'74 Jailbreak" zulegen. Sie enthält nur bisher in Australien veröffentlichte Songs. "Jailbreak" stammt von der australischen "Dirty Deeds" - Version, der Rest von High Voltage. Von der "T.N.T" Scheibe sind alle Songs, bis auf "Rocker" (welcher auf "Dirty Deeds" drauf ist) und "Schooldays" (einem Chuck Berry Cover), auf "High Voltage" vorhanden."




