Sidekicks

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Sir Jay
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Sidekicks

Beitrag von Sir Jay » 01.08.2007, 19:57

Sidekicks
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Originaltitel: Sidekicks
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1992
Regie: Aaron Norris
Darsteller: Chuck Norris, Beau Bridges, Jonathan Brandis, Mako, Julia Nickson-Soul, Joe Piscopo, Danica McKellar, John Buchanan, Richard Moll, Gerrit Graham, Dennis Burkley, Dennis Letts


Welchem Umstand verdanken wir nur dieses zweifelhafte Vergnügen, dieser eher weniger gelungenen Selbstdarstellung des einst großen Chuck Norris Zeuge zu werden?
Eben dem, das die Cannon-Filmstudios gen Pleite zusteuerten, und der Norris Mann mit nun familienkompatibler Ware, der noch Top Dog und der Wald Krieger folgen sollten, wieder mehr Leute in die Kinos locken soll.

Ganz so schien dem Publikum die Idee des Films dennoch nicht geschmeckt zu haben.
Da haben wir den unbeliebten Außenseiter Barry (Jonathan Brandis), der ein rießen Chuck Norris Fan ist, nie das Haus ohne offizieller Norris Zeitschrift verlässt, und selbstverständlich Karate können möchte.
Doch bei seiner körperlichen Verfassung trifft der Asthmatiker nur auf spöttisches Gelächter; selbst der strenge Schul Coach ist nicht gerade ein zu guten Leistungen ermutigender Zeitgenosse, zudem ist er arme Junge auch noch unglücklich verliebt.

Enttäuscht und gelangweilt von dieser Welt flieht er bei jeder Gelegenheit, bei der er mal nicht gerade schikaniert und rumgeschubst wird, ins Land der Träume und trifft dort stets auf den Lebensermutigenden und motivierenden Sympathiebolzen Chuck Norris.
Hier durchstreift Barry zusammen mit seinem großen Vorbild die Kulissen früherer Norris-Klassiker wie Hitman oder Missing in Action; selbst an die passenden Outfits wurde gedacht.
Für Norris war das sicherlich ein nostalgischer Spass.

Nun denn, ewig kann Barry sich ja nicht die perfekte Heldenwelt zusammen träumen, und beschließt endlich eine Karateschule aufzusuchen.
Leider die Falsche, denn der dortige Karatelehrer ist (mal wieder) abgrundtief böse, der seine Schüler zu blutrünstigen Kampfmaschinen ausbilden will, und zu allem Übel auch noch Chuck Norris für ein Weichei hält.
Nicht der ideale Aufenthaltsort für unseren Helden Barry, doch die Hoffnung stirbt zuletzt, denn (und jetzt wird’s originell) ein gewisser, asiatischer Restaurantbesitzer ist zufälligerweise auch Karatekundig und (wer hätte das gedacht) weiht unseren Barry in die Künste des japanischen Nahkampfes ein, und unterzieht ihn einem Allroundtraining (wo gibt’s denn so was?).

Im Laufe der Zeit kann sich unser Held immer mehr Respekt aneignen, seine umschwärmte Lauren wird auch nun auf ihn aufmerksam, und (wie hätte es auch anders kommen sollen) im finalen Karateturnier kann er des bösen Karate Lehrers bösen Schüler bei der Königsdisziplin „Brennende Ziegelsteine zerschlagen“ so Einiges vormachen.

Norris Fans, welche nach wie vor die Hauptzielgruppe dieses Filmes sein dürften, wären bis zu dieser Stelle jedoch zu kurz gekommen, also taucht Norris überraschend als Gaststar im Karateturnier auf (diesmal nicht im Traum, sondern in echt), zaubert Barry funkelnde Augen ins Gesicht, tritt kurzerhand dessen Team bei, und nutzt diese Gelegenheit den Erzschurken, nämlich den bösen Karatelehrer nach allen Regeln der chuckschen Kunst zu zerfalten.

Doch trotz unseres Ex-Karate-Weltmeisters kann sich die Action nicht vor einer eher durchschnittlichen und lahmen Choreographie retten.
Einen Höhepunkt gibt es dann trotzdem, nämlich Chucks an sich relativ harmlosen Kick, welcher jedoch seinen Kontrahenten furchtbar trashig mehrmals um die eigene Achse Vertikal rotieren lässt.
Wie scheiße ist das denn?

Hong Kong kriegt solche Szenen ohne Schnitte und aus der Totalen gezeigt hin…auch wenn da die Anzahl der Drehungen nicht ganz so hoch ist ;)

Die müde Action jedoch ist nur das eine Problem, schlimmer ist doch einfach die Tatsache, dass man es hier letztlich (ich wiederhole mich, MAL WIEDER) mit einem Karate Kid Klon zu tun hat, wie es ihn schon soooooo unzählige Male gab, dass dieser hier lediglich durch die Präsenz unseres Norrisschsten aller Chucks seine Existenzberechtigung hat.
Doch wem schon die Klischees aus Karate Tiger zu Berge gestiegen sind, der sollte sich das hier gleich ganz schenken.
Den blonden Schmalzbuben bei seinen täglichen Übungen zuzusehen ist auch nicht unbedingt viel interessanter als aus dem Fenster zu gucken.

Nunja, was mich betrifft, irgendwie kann jeder Karate Kid Klon ein gewisses Maß an Unterhaltung mit sich bringen, da die Klischees, gerade weil sie so doof und oft gesehen sind, immer wieder aufs Neue witzig wirken.
Unbeliebter Schüler mit Arschkarte, Böser Karatelehrer, guter asiatischer, Kampfkunstopa, und ganz neu, Norris als er Selbst….irgendwie machts Spass…
:liquid4:
DVD?
Fragt mich was einfacheres, hab weder den Film zu hause, noch ihn in letzter zeit gesehen; Das Review basiert auf meine Erinnerungen, die ich vor ca 7 Jahren zuletzt gemacht habe :lol:
Der is mir nur heute auf der arbeit irgendwie eingefallen, und schon habe ich im Gedanken einen kleinen Text geschrieben, der nun auch auf virtuellem Papier gebracht wurde xD

Doch alle die, die was über deutsche DVD-Veröffentlichungen wissen wollen, hier:
http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... vid=119039

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John_Clark kickt mit:

Als in den frühen 80ern "Karate Kid" die Kinoleinwand eroberte, folgte eine Welle von Filmen, die im selben Fahrwasser fuhren. "Karate Tiger" gehört definitiv zu den besseren dieser Gattung - Schüler wird von Karate-Heinis verprügelt, Bruce Lee erscheint und zeigt im Karate (was Bruce Lee mit Karate am Hut hat, weiss ich heute noch nicht..). "Sidekicks" aus dem Jahre 1992 versucht die Story des Daniel Laruso und seines Meisters Mister Myagi wiederzubeleben.

Inhalt:
Der verunsicherte und asthmakranke Schüler Barry ist ein grosser Chuck Norris-Fan. Ständig gehänselt und verprügelt von seinen Schulkameraden, flüchtet er sich in Tagträume, in welchen er an der Seite seines grossen Idols gefährliche Abenteuer besteht. Mr. Lee, ein asischer Restaurantbesitzer, entschliesst sich, Barry Karate-Unterricht zu geben. Und als dann ein grosses Turnier bevorsteht, ergibt sich für Barry die Gelegenheit, Chuck Norris persönlich kennen zu lernen.

Also, man muss schon eine Bindung zu diesem Film haben, um den Geschehen etwas abgewinnen zu können. Konnte "Karade Kid" (wir sprechen hier von Teil 1) damals mit toller Musik, abwechselnden Sets und symphatischen Charakteren auftrumpfen, liegt hier diese Verantwortung auf den Schultern des damals 16jährigen Jonathan Brandis. Chuck Norris, man sieht in zwar des öfteren, ist hier nur ein Nebendarsteller. Jedoch einer, mit einer sehr zentralen Rolle. Um ihn dreht sich alles. Eigentlich ein richtiger Fanfilm. Mit Beau Bridges wurde auch die Rolle von Barry's Vater ganz ordentlich besetzt. Der nicht unbekannte Schauspieler Mako mimte Mr. Lee und machte ebenfalls einen ordentlichen Job, der jedoch hinter Pat Morita's Rolle von 1983 nicht konkurrieren kann. Julia Nickson-Soul (Ex-Frau von Starsky und Hutch-Darsteller David Soul) und US Comedy-Ikone Joe Piscopo sind ebenfalls keine Fehlbesetzungen. Aber von den Socken haut mich leider keiner von denen wirklich.

Der Film überrascht den Filmkenner in keiner Weise. Barry ist ein netter, schüchterner und kranker Junge. Der Griff zum Asthma-Spray tätigt er wohl beinahe jede gefühlte Filmminute. Jederzeit ist er Opfer von Übergriffen seiner Klassenkameraden. Sogar sein Sportlehrer hänselt ihn. Jup, das etwas sehr schlechte Drehbuch lässt Barry sehr leiden. Und den Zuschauer mit ihm. Denn, nachdem Barry zum wiederholten Mal Dreck gefressen hat, haben wir's doch langsam kapiert. Barry wird gegen Ende zurückschlagen.

Was interessant und auch gut gemacht wurde - Barry's Tagträume. Seine fantastischen Gewalt-Ausflüge an der Seite von Chuck Norris machen Freude und auch Lust auf mehr. Und das Barry gegen Ende seinem Idol gegenüberstehen darf, erfreut den Zuschauer so, als ob er selbst vor seinem Idol aus Kindertagen stehen dürfte ("Hallo Mr. Seagal, ich bin vom Catering und bring neues Futter....").

Die Kampfszenen können bei weitem nicht überzeugen und fand ich sogar bei "Karate Kid" besser in Szene gsetzt. Chuck Norris hat jedoch gute Kampfchoreos gar nicht nötig. Seine Gegner fallen ja schon bei seinem Anblick in eine tiefe Ohnmacht.

Fazit: Retrospektiv ist "Sidekicks" ein schwaches Werk, jedoch verbunden mit vielen Kindheitserinnerungen, was dem Film wohl die Note "Genügend" rettet. Wer jedoch mit Norris-Filmen nicht viel anfangen kann (so wie ich normalerweise) oder eher aufs Arthouse-Kino fixiert ist, kann getrost einen ganz grossen Bogen um diesen Prügelstreifen machen. Anzumerken ist, dass die Schauspieler Jonathan Brandis (2003 - Selbstmord im Alter von 27 Jahren) und Mako (Krebstod) verstorben sind. Brandis wurde vorallem bekannt durch seine Rolle des Lucas in SeaQuest DSV. Rest in Peace.
:liquid5:

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Beitrag von kami » 02.08.2007, 17:17

Hab SIDEKICKS damals im Kino gesehen, fand ich klasse, auch wenn Jonathan Brandis´Traumabenteuer und besonders das Aufwachen danach häufig sehr peinlich waren. Heute schau ich mir aber trotzdem lieber TOP DOG an, da gibt´s mehr und bessere Action. :wink:

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Beitrag von SFI » 02.08.2007, 17:21

typischer Sonntag Nachmittag Film
Der Pfalzbote

"Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise."

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Beitrag von freeman » 02.08.2007, 17:22

Viel trauriger ist ja, dass der gute Jonathan Brandis - auch dank Gurken wie der hier - kein Bein in die Hollywoodglitzerwelt bekommen hat ... das Ganze resultierte ja leider vor kurzem in seinem Selbstmord ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 02.08.2007, 19:01

Urks, denn Film habe ich gehasst wie die Pest :puke
Wollt Ihr 'nen Ritt auf meinem Discostick?
Putzt euch die Zähne mit 'ner bottle of shit
Nein Mann ich will noch nicht gehen
Ich will weiter auf dich schiffen
Solang bis du erkennst
Dass meine Pisse keine Fanta ist :D
Callejon <3

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Beitrag von Vince » 02.08.2007, 19:18

Lol joar der gute alte Sidekicks. Einer der wenigen Chuckfilme die ich kenne und ich hab den sogar bestimmt dreimal gesehen. Aber nicht etwa, weil ich den gut finde, halt wirklich, wie Timo schon vorwegnimmt, typisch so Sonntagnachmittags, als ich nix Besseres zu tun hatte. Und außerdem war ich noch ziemlich jung, als ich den zum letzten Mal gesehen habe. Der wird heute wahrscheinlich noch dämlicher sein als ich ihn damals schon fand.

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Beitrag von Sir Jay » 02.08.2007, 19:44

freeman hat geschrieben:... das Ganze resultierte ja leider vor kurzem in seinem Selbstmord ...
wo haste denn die info her?_?
Und lag das wirklich daran, dass er im Bizz keinen Erfolg finden konnte?

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Beitrag von freeman » 03.08.2007, 00:24

Sir Jay hat geschrieben:wo haste denn die info her?_?
Aus der Bravo :lol:

Geh zu Google, gib seinen Namen mit Selbstmord ein und schau zu, wie du mit Seiten erschlagen wirst. Ist glaube 2 Jahre her und ja, es hatte mit dem mangelnden Erfolg zu tun, wurde zumindest so behauptet ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 03.08.2007, 00:33

Ist schon 4 Jahre her, war 2003...

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Beitrag von freeman » 03.08.2007, 00:36

Wie die Zeit verfliegt ... BTW. Dein Cover is down Jay ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Sir Jay » 03.08.2007, 16:56

hab mal das von der ofdb genommen, da ist man immer auf der sicheren Seite ;)

Ansonsten hoffe ich, dass ich den film mit meiner beschreibung einigermaßen getroffen habe, wie gesagt hab ich ihn nur vage in erinnerung :lol:

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Beitrag von Montana » 03.08.2007, 19:00

Ach komm schon nur 4/10 :o Meine Mutter ist Chuck Noris fan pass auf was du machst xD :lol: :lol: :lol:

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Beitrag von Ed Hunter » 19.04.2008, 00:08

Ich fand ihn ganz lustig.Seit meiner 9/10 für "Karate Tiger I" dürfte ja eh bekannt sein, dass ich der Art Film irgendwie was abgewinnen kann. :lol:

Knappe :liquid7:, weil mir das ganze größtenteils viel zu kindisch und die Action zu comichaft, alles in allem aber doch recht unterhaltsam war.
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Beitrag von Mr_Pink » 17.02.2009, 14:11

Hab den vor kurzem mal wieder gesehen. Himmel ist das ein Käse...

Maximal
:liquid3:

Ich kann nicht mal genau sagen was ich nicht mag, Karate Tiger find ich auch Klasse und der ist ja ähnlich angelegt. Aber an dem Film gibt es einfach nichts, was ich auch nur annähernd positiv fand.
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Jason Stathams bruudale Mördertitten figgen gelini71´ Papagei, der sich ne Lederkluft umgeschwungen hat weil er auf anale Liebe steht. Die Backstreet Boys sind auch dabei und machen bruutalen Analsex mit ihren erregierten Analwürmern.

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Beitrag von John_Clark » 11.04.2009, 21:57

SIDEKICKS

umgetopft!

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Beitrag von mullen » 12.04.2009, 08:30

hoffentlich kommt der nochmal im tv... würde den dreck so gerne nochmal begutachten :D

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Beitrag von John_Clark » 12.04.2009, 17:11

mullen hat geschrieben:hoffentlich kommt der nochmal im tv... würde den dreck so gerne nochmal begutachten :D
Ich kaufte das Teil gestern auf DVD. Die Chuck Norris vs. Michael Dudikoff Collection (Sidekicks, Top Dog, Cyberjack, Outgun), alle zusammen auf einer DVD für CHF 15.-

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McClane
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Beitrag von McClane » 28.07.2015, 10:20

Auf dem Weg zu einem familienfreundlicheren Image verantworteten die Norris-Brüder Chuck und Aaron dieses "Karate Kid"-Plagiat, angereichert mit diversen Traumszenen, die noch mal als Hommage an alte Norris-Filme wirken, diese aber in den Bereich des lustigen Kinderquatsch verfrachten: Die "Missing in Action"-Ballerei endet in Slapstick statt in durchsiebten Toten, in der "Hitman"-Lagerhallenerstürmung müssen keine Mafiosi aufgehalten werden, sondern Schurken, die Spielzeug und Süßigkeiten mit Fiesligkeiten wie Rasierklingen versetzen wollen. Dazu macht sich Joe Piscopo zum Affen, der hier als Universalfiesling in fast jeder Traumsequenz und Real Life des Films herhalten muss, aber nur als Grimassenschneider nervt. Ansonsten haben wir die übliche Geschichte des Hänflings, der Selbstachtung und den Respekt anderer dadurch verdient, dass er Ziegel durch- und Nasen platthauen kann, und das alles noch viel platter als in "Karate Kid": Wo Daniel-san noch Ärger kriegte, weil er und die Freundin des Bullies sich verstehen, so ist hier "Wunderbare Jahre"-Actrice Danica McKellar erst komplett uninteressiert an Barry, doch als er sich mit dem Oberbully prügelt, da will sie sofort etwas unternehmen, während der Sportlehrer auch direkt Respekt bekundet. Ergo sieht es im Bereich Message etwas fragwürdig aus, die Klopperszenen sind teilweise ganz nett, auch wenn Jonathan Brandis teilweise überdeutlich gedoubelt (Ninja-Ganzkörper-Outfits sind was feines). In Sachen Nebendarsteller holen Mako, Julia Nickson-Soul und vor allem Beau Bridges die Kohlen etwas aus dem Feuer, während das Kraut-und-Rüben-Drehbuch zum Abgewöhnen ist und von Hölzchen auf Stöckchen kommt: Großvater muss etwas beweisen? Heissa, urplötzlich tauchen Rocker im China-Restaurant auf, die in Bud-Spencer-Slapstick-Manier abgefertigt werden müssen. Trotz unfreiwillig komischer Norris-Verehrung und all der anderen Schwächen hat "Sidekicks" aber noch einen gewissen Charme, der das Ding neben den paar brauchbaren Actionmomenten und den guten Nebendarstellern etwas rettet.

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