Kung Fu Hustle

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Sir Jay
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Kung Fu Hustle

Beitrag von Sir Jay » 01.12.2007, 00:47

Kung Fu Hustle
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Originaltitel: Gong Fu
Herstellungsland: China, Hongkong
Erscheinungsjahr: 2004
Regie: Stephen Chow
Darsteller: Stephen Chow, Yuen Wah, Kan Chia Fong, Danny Chan Kwok-kwan, Lam Chi-Chung, Tin Kai Man, Bruce Leung Siu Lung, Feng Xiaogang, Huang Shengyi, Chiu Chi Ling, Xing Yu, Dung Chi Wa

Shaolin Soccer war ja ein überaus unterhaltsamer Spass; ein Überraschungserfolg, der Stephen Chow nun auch weitere Projekte zusicherte.
Und so bescherte uns Asiens Wunderkind ein Werk, das den klassischen Kung Fu Film mit den aktuellen Stilmittel aus Hollywood (sprich Matrix) vereint.

Das Ergebnis ist ein recht skurriles Werk, technisch gesehen recht hübsch und unterhaltsam, inhaltlich aber ein einziges Desaster.
Schuld vor allem ist Stephen Chows Figur, die mit ihrer unsympathischen Dummheit schnell auf den Keks geht.
Dieser Vollidiot und Nichtskönner, der am liebsten zur super gefährlichen Axt-Gang angehören würde, spuckt reichlich große Töne, provoziert seine Mitmenschen am laufenden Band, scheint jedoch, nachdem er eine ordentliche Abreibung bekommen hat nie dazu zulernen und pöbelt weiter rum!
Und solch eine Figur begleitet nun den Zuschauer durch den Film...

Aber auch sonst macht der Film einen eher fragwürdigen Eindruck.
Unnötig brutal, und furchtbar unentschlossen was die Grundstimmung betrifft, kommt der Film daher, und wandert zwischen albernen bis in comichafte Dimensionen katapultierte Slapstickszenen mit albernem Rumgehüpfe und Closeups, die blutdurchtränkte Fäuste offenbaren, die soeben Kauleisten massiert haben.

Es werden am Boden liegende Geschäftsmänner mit der Axt bearbeitet und junge Damen werden hinterrücks mit einem Gewehr umgenietet, auf der anderen Seite aber gurken auch schwule Friseure mit halb-präsentem nackten Hintern durch die Gegend, nervige Tanten im mittleren Alter rennen lustig slapstickhaft wie in einem Comic Treppen rauf und runter, und HK-typischer Klamauk ist auch vereinzelt hier und dort zu finden.
Wirklich komisch ist das aber nicht, sondern eher peinlich und längst überholt.
Keinen einzigen Schmunzler konnte mir die ganze Chose entlocken.
Als völlig unnötig entpuppt sich außerdem das Zitieren der Blutbad Szene aus Stanley Kubrick’s Shining!

Bei diesem eher zweifelhaften Stimmungsmix machen die Fightszenen auch schon gar keinen Spass mehr.
Viel zu willkürlich gehen die Kämpfe an, viel zu albern gehen sie vonstatten und viel zu nervig sind das ständige Rumgepose hier.
Lediglich gegen Ende des Filmes, wenn das wahre Effektgewitter sich anbahnt, können die Fights einigermaßen überzeugen.

Mal abgesehen davon, dass es sich das Drehbuch furchtbar einfach macht, und ganz dreist einfach so 20min vor Schluss dem anmutenden Helden, der bisher nur durch große Klappe auffiel, (Chow’s Figur) plötzlich von Buddah verleihte Kräfte schenkt, damit er schließlich in einer „Neo vs 100 Smiths“-Szene so richtig die Potte krachen lassen kann, ist das Dargebotene wirklich nicht von schlechten Eltern.

Die Tricks sind klasse, die Choreographie größtenteils zufriedenstellend, und einige witzige Ideen, wie das flipper-artige Wegkicken der Angreifer finden sich auch.
Stephen Chow vollführt in hohen Sprüngen mehrere artistische Kicks, stampft mit seinen Füßen presslufthammermäßig die Füße seiner Gegner platt, und hat Spezialtricks zu bieten, die Ihresgleichen suchen.

Und eigentlich würde es damit auch schon für lockere 7 oder 8 Punkte meinerseits reichen, doch das Drumherum ging mir schlicht und einfach auf den Senkel; nie haben Tun und Handeln der einzelnen Charaktere großartig Sinn ergeben, unser vermeintlicher Held ist ein dummes Arschloch, das durch den einfallslosesten Plottwist der Filmgeschichte plötzlich zum perfekten Kämpfer und besseren Menschen mutiert, und die Gradwanderung zwischen peinlichen Klamauk und seriös gehaltenen Dramatik-Szenen, die mit einer ordentlichen Portion an roher Brutalität versehen sind, machten das Werk für mich nervig, und bis zum Finale hin auch weitestgehend langweilig.

Dann doch lieber zum 1000sten mal den netten Jackie-Typ beim ausgiebigen Trainieren einer Kampfkunst bestaunen.
:liquid4:
Deutsch, Kantonesisch, Italienisch, Tschechisch und mit einem Audiokommentar versehen, wurde dieser Quark zusammen mit mehreren Untertiteln und etlichen Extras wie Interviews, Outtakes, Deleted Scenes, TV Spots und Trailern auf eine 8,5 GB Scheibe mit 5.1 Ton und anamorphen Hochglanzbild gepresst.
Ne Blue Ray Ausgabe gibts hiervon mittlerweile auch X.x

In diesem Sinne:
Ein ungeplanter Reviewschnellschuss von Jay xD

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Beitrag von John Woo » 01.12.2007, 00:56

Oh, also erstmal, schönes Review! Film offensichtlich weniger, speziell was du da über die Hauptperson schreibst, ich denke das würde mir auch schnell auf die Eier gehen.

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Beitrag von Sir Jay » 01.12.2007, 00:57

John Woo hat geschrieben: würde mir auch schnell auf die Eier gehen.
das hätte ich auch fast geschrieben, entschied mich dann aber doch lieber für senkel und keks :lol:

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Beitrag von Vince » 01.12.2007, 01:18

Egal was der freeman später noch an Full Acks sabbeln wird und dass du eigentlich noch drei Punkte zu nett wärst und so ;) , geb ich euch allen mal nen saftiges KLAPPE ZU! Kung Fu Hustle ist eine konsequente Weiterentwicklung von Chows restlichen Filmen und besticht durch die unvergleichliche Losgelöstheit von allen Naturgesetzen und die daraus resultierende atemberaubende Dynamik. Da kann Neo noch so viele Smiths vermöbeln, nix hat mir bisher mehr vermitteln können, wie das Unmögliche immer weiter gesteigert wird und wie physische Grenzen plötzlich nichts mehr bedeuten.
Wer sich unbedingt auf den zugegeben arg gewöhnungsbedürftigen Humor festnageln will - bitte.

Ihr scheiß Extremisten. :lol:

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Beitrag von freeman » 01.12.2007, 02:42

Drei Punkte zu nett? VIER ... Einer der schlimmsten Filme aller Zeiten ... Vielleicht pack ich mal mein Nullerreview da noch drunter ... irgendwann ...

In diesem Sinne:
freeman, eigentlich nur Blair Witch Project schlimmer findend ...
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Beitrag von John Woo » 01.12.2007, 02:46

Au ja das wär geil so ein Review von dir! :wink:

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Beitrag von Sir Jay » 01.12.2007, 09:09

Vince hat geschrieben:Egal was der freeman später noch an Full Acks sabbeln wird und dass du eigentlich noch drei Punkte zu nett wärst und so ;) , geb ich euch allen mal nen saftiges KLAPPE ZU! Kung Fu Hustle ist eine konsequente Weiterentwicklung von Chows restlichen Filmen und besticht durch die unvergleichliche Losgelöstheit von allen Naturgesetzen und die daraus resultierende atemberaubende Dynamik. Da kann Neo noch so viele Smiths vermöbeln, nix hat mir bisher mehr vermitteln können, wie das Unmögliche immer weiter gesteigert wird und wie physische Grenzen plötzlich nichts mehr bedeuten.
Wer sich unbedingt auf den zugegeben arg gewöhnungsbedürftigen Humor festnageln will - bitte.

Ihr scheiß Extremisten. :lol:
das klingt irgendwie so, als hätte der Film diese Schwerelosigkeit erfunden :lol:
Da gabs doch schon reichlich von, nur hier wird das besonders beknackt dargestellt ôô

Die qualität der kämpfe habe ich ja aber nicht angekreidet, gegen Ende sieht das ganze ja schon recht nett aus, da für aber funktioniert alles andere nicht, und zieht den Film runter^^"

ich hab ja nix dagegen, wie gesagt, Shaolin soccer finde ich toll, da kann ich nicht meckern, hier jedoch ging mir das alles gegen den Strich, einfach nur grauenhaft X.x

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Beitrag von Ed Hunter » 01.12.2007, 11:08

Ich find "Kung Fu Hustle" auch sehr schwach, würde höchstens :liquid3: vergeben. "Echte" Action geht unter dem ganzen übertriebenen CGI-Gedöns total unter (afaik war ja sogar Yuen-Wo Ping für die Kampfchoregorafie verantwortlich, aber soviel zu choreografieren gab's bei dem PC-Krawall-Overkill leider nicht), die Comicelemente (verbogene Gesichter und der ganze Schmarrn) nerven und die Gags zünden auch viel zu selten. Bäh, da schau ich mir doch auch lieber nen handgemachten Jackie-Film an.
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Beitrag von Hannibal » 01.12.2007, 12:21

Ihr seid echt Punkte-technisch noch ziemlich gütig, Leute! Ich würde auch so :liquid1: in Betracht ziehen. Ein grauenhaftes Stück Film, in fast allen Belangen sowas von übel gegen die Wand gefahren, dass man sich fragt, wie sowas überhaupt möglich ist. Unlustig, langweilig, einfach nur ätzend. Die Mixtur aus Comedy & überzogener Martial Arts zündet mal sowas von überhaupt nicht. Ein riesengroßer Griff ins Klo nach dem noch einigermaßen erträglichen Shaolin Soccer (:liquid4:)....fuck off Stephen Chow!

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Beitrag von Sir Jay » 01.12.2007, 12:25

ich bin über die positive aufnahme in der ofdb auch ziemlich geschockt X.x

Shaolin soccer aber mag ich nach wie vor (:liquid8:)

Ich möchte an dieser Stelle mal die Gelegenheit nutzen, und mal etwas die Leser hier über den Begriff "Kung Fu" aufklären.
Das ist nämlich eigentlich ein sehr abstrakter Begriff, und darf nicht als ein einziger, selbstständiger "Kampfstil" verstanden werden.

Wenn jemand sagt, er wäre ein Kung Fu Kämpfer, wäre das in etwa so, wie wenn jemand sagen würde, er wäre ein "Ballsport Spieler".

Im Falle von Kung Fu fragt der der Otto Normal bürger sicherlich nicht nach Details, weil er diesen Begriff eben als eine ganze in sich abgeschlossene Form ansieht, doch dem ist nicht so.

ich will das mal anhand des X-box beat'em up games "Dead or Alive 3" verdeutlichen.
Die spieleserie ist dafür bekannt, populäre Kampfkünste und Kampfsportarten durch verschiedene Kämpfer authentisch zu portraitieren.
Bei der Kämpfer Auswahl wird neben dem Namen des Kämpfers, auch der Name des Kampfkunst Stils eingeblendet.
Da haben wir also zum beispiel Hitomi, die kann Karate, wir haben da Zack den Thaiboxer, es finden sich gleich 4 Ninjutsu Kämpfer (also Ninjas), sowie einige Vertreter des Pro Wrestlings und von der sog. "Russian Martial Arts".

Den Begriff "Kung Fu" dagegen bekommt man nirgends eingeblendet, der ist buchstäblich nicht vorhanden, und dennoch ist Kung Fu zahlreich vertreten.

Da ist zum Beispiel Leifang, sie beherrscht das T'ai Chi Quan (oder einfach Tai Chi ;) ), wir haben Christie, die die Kunst des She Quan (also Jackies Schlangentechnik) beherrscht, Brad Wong ist ein Drunken Boxer, denn er praktiziert Zui Ba Xian Quan (einfach Zui Quan), und auch die Stile Pi Qua Quan und Xinyi Liuhe Quan sind vertreten.

Kung Fu ist also als ein Sammelbegriff für chinesische Kampfkünste zu verstehen, und davon gibt es wirklich viele.
Neben Tai Chi, ist besonders das Wing Chun relativ gut un Deutschland verbreitet.
Und wenn ich Wing chun (was ich selber ausübe) mit Zui Quan (Drunken Boxing) vergleiche, dann stelle ich fest, dass da stillistisch wirklich Welten dazwischen liegen.
Wer Jackie Chans beide Drunken Master Filme gesehen hat, weiß wie Zui Quan aussieht, Wing Chun dagegen ist äußerst bodenständig, Sprünge gibt es nicht, und Tritte erfolgen wenn überhaupt maximal auf Bauchhöhe.

Es gibt noch viel mehr Stile wie das Hung Gar Boxen (Wong Fei Hungs Art), oder etliche Stile, die versuchen Tiere nachzumachen.
Die namen sind teilweise gar nicht auszusprechen, so kompliziert klingen sie :lol:
Sie haben jedoch alle gemeinsam, zur Familie des "Kung Fu" anzugehören.

Das aber auch nur im westlichen Sprachgebrauch.
In China muss "Kung Fu" nichtmal für Kampfkünste stehen, sondern bedeutet lediglich "etwas durch harte Arbeit erlerntes".
Das kann das Beherrschen einer Kampftechnik, aber ebenso die Fähigkeit tolle Bilder zu malen, oder sich mit Informatik auszukennen sein.

In China ist dann der Sammelbegriff für die Kampfkünste das "Wu Shu"

Nochmal kurz zu DOA3:
Das toll ist, dass beim Motion Capturing der einzelnen Charaktere durch wirklich professionelle Vertreter der jeweiligen Kampfkünste ausgeführt wurde.
So bekommt man wirklich realistische, und verblüffend reale Animationen geboten, die die jeweiligen Kampfkünste perfekt wiederspiegeln.
Besonders gut gelungen ist dabei der Bruce Lee verschnitt "Jann Lee", dessen Jeet Kune Do genauso aussieht wie beim großen Vorbild.
Da war ein echt guter Bruce Lee imitator am Werk!

So viel zum Thema Kung Fu xD

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Beitrag von Vince » 01.12.2007, 12:58

Sir Jay hat geschrieben: das klingt irgendwie so, als hätte der Film diese Schwerelosigkeit erfunden :lol:
Hat überhaupt irgendwer irgendwas erfunden oder ist das meiste nicht doch eher Weiterentwicklung, die auf Bestehendem basiert? Kung Fu Hustle ist ein Musterbeispiel an Weiterentwicklung und von der Loslösung von gängigen Genrestandards kann sich mancher Martial Arts-Film noch eine Scheibe abschneiden. Sicher mag das alles Nonsens sein, aber wenigstens ist zu keiner Zeit erkennbar, wohin das Ganze führt.

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Beitrag von daemonicus » 01.12.2007, 14:06

Ich fand den o.k. Allerdings kenn ich nur die OV. 7/10.

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 01.12.2007, 15:16

lol, Top Review... ich mag den Film.... :liquid8: :eclipsee_victoria
Wollt Ihr 'nen Ritt auf meinem Discostick?
Putzt euch die Zähne mit 'ner bottle of shit
Nein Mann ich will noch nicht gehen
Ich will weiter auf dich schiffen
Solang bis du erkennst
Dass meine Pisse keine Fanta ist :D
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Beitrag von Sir Jay » 01.12.2007, 15:50

wie kann man kung fu hustle mögen, und dabei jackie chan scheiße finden? xD

geht mir nicht in den kopf :lol:

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Beitrag von LivingDead » 01.12.2007, 17:09

Ich schließe mich da gerne der Minderheit an. Stephen Chows Streifen rockt die Bude. Imo eine richtig gelungene Komödie, die auf absolut eigenartige Weise die beiden Genre Wuxia und Gangsterstreifen paart und das Ergebnis einfach nur bombastisch ausfällt.
:liquid7:
Mit freundlichem Gruß
LivingDead

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Beitrag von kami » 01.12.2007, 17:55

Im Oeuvre Stephen Chows ist KUNG FU HUSTLE sicher nicht mein Favorit, was zum einen daran liegt, dass er hier weniger im Mittelpunkt steht als in den meisten anderen seiner Werke, zum anderen ist sein Charakter tatsächlich etwas zu arschig angesichts der Tatsache, dass er als Sympathieträger funktionieren soll (in GOD OF COOKERY ist er zwar noch unsympathischer, soll aber auch dementsprechend rüberkommen). Außerdem wird die Stephen Chow-typische Großmäuligkeit, die ihn vor allem in Filmen wie JUSTICE MY FOOT oder HAIL THE JUDGE populär gemacht hat, gedrosselt, Sing ist eher muffelig drauf.
Ansonsten aber bietet KUNG FU HUSTLE ein Poutpurri typisch Hong Kong-chinesischen Chaos-Humors, sehr geschmacksabhängig in seiner Wirkung, für regelmäßige Schmunzler aber mindestens gut. Zudem kommt eine formidable formale Umsetzung, die Kameraarbeit korrespondiert hervorragend mit der Ausstattung, die Effekte sind für eine asiatische Produktion auf hervorragendem Niveau, die Actionchoreographie von Maestro Yuen Woo Ping erstklassig. Abgerundet wird der Film von einem passendem Score, bestehend aus traditioneller chinesischer Musik und orchestralen Klängen von Raymond Wong (SHAOLIN SOCCER, RUNNING OUT OF TIME).
Mir gefallen Filme wie SHAOLIN SOCCER, ROYAL TRAMP 1+2, KING OF BEGGARS oder KING OF COMEDY immer noch besser, KUNG FU HUSTLE ist aber dennoch ein hochkarätiger Beitrag zu Stephen Chows Filmographie.
:liquid8:
Zuletzt geändert von kami am 02.12.2007, 13:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Sir Jay » 02.12.2007, 12:12

wo du "asiatische Produktion" erwähnst.

im anschluss kam ja bei galileo mystery "Kampfmaschine Körper".

Während also die verschiedenen KÄmpfer unterschiedliche Disziplinen bewältigen mussten, wurden immer wieder ausschnitte aus kung fu hustle gezeigt, und dabei waren ständig sachen zu hören wie: "So wie in hollywoodfilmen"

mensch ist das erbärmlich xD

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Beitrag von jack warrior » 02.12.2007, 12:15

tja und das ganze hat galileo janicht mal selbstproduziert. das ist ne americanische doku die pro sieben umgeschnitten hat einige eigene szenen reingeschnippelt und ne syncro gemacht...

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Beitrag von McClane » 03.12.2007, 09:22

"Kung Fu Hustle" trifft auch nur teilweise meinen Humor, gerade das Ende ist mir zu überzogen, aber die extrem negativen Stimmen kann ich auch nicht verstehen. Ich fand ihn ganz putzig, teilweise sehr einfallsreich mit einigen coolen Gags (z.B. die Landlady mit der Kippe im Maul) und netter, wenn auch komplett unrealistischer Action.

:liquid6:
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von Sir Jay » 25.05.2008, 21:16

freeman hat geschrieben:Vielleicht pack ich mal mein Nullerreview da noch drunter ... irgendwann ...
Nu mach endlich xD

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Beitrag von Orco » 06.09.2017, 12:31

Versteh die schlechten Bewertungen nicht, hatte viel Spaß mit dem Film.
Würd zu einer knappen 8 tendieren.
Und wenn sich deine Schulter bewegt, dann seh ich das.

Best Buddies: Sir Jay, SFI und freeman

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