Into the Sun

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Into the Sun

Beitrag von SFI » 10.06.2005, 15:38

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Laufzeit: 96:38 min (Code 1 DVD)
Regie: Mink
Darsteller: Steven Seagal, Matthew Davis, Ken Lo,Takao Osawa, Eddie George,.....
Freigabe: R-Rated


Steven Seagals neustem "Meisterwerk" stand ein Budget von 16 Mio. $ zur Verfügung und als Regisseur zeichnet sich ein gewisser Mink verantwortlich. Ehrlich gesagt geht mir Seagal momentan tierisch auf den Geist, denn seine letzten Werke wie aktuell "The Foreigner" und "Hard to Fight" sind ein Verbrechen an jedem Seagal Fan zu denen ich mich ebenfalls zähle. Diese Ostblockwerke zeichnen sich durch KEINE Story und einem wildem Schnittgewusel von Seagals Händen aus, denn mehr kann der dicke Mensch wohl nicht mehr. FERTIG, mehr gibt es nicht zu sehen! Eine Schande! Dabei ist es wirklich nicht so schwer einen guten Seagal Reißer zu drehen, denn nach wie vor ist Steven der coolste Typ wenn es darum geht den aktuellen Filmlump zu verdreschen und seine elegantes Mienenspiel samt der Waffe im Anschlag ist einfach nur genial und auch nach dem 100. Mal erfrischend. 8-) Was braucht es also? Ein Schiff und einen Zug gab es schon, stellen wir Ryback doch einfach als Koch für z.B. den Präsidentenball ein, dazu 20 kg leichter und mit an Bord Andrew Davis als Regisseur. Diese feinen Zutaten ergeben dann Alarmstufe Rot 3 und alle sind zufrieden. Vielleicht brauchts aber auch nur einen Regisseur namens Mink, das werde ich im nachfolgenden Review unter die Lupe nehmen.

Oh Gott dachte ich mir nach wenigen Sekunden als man einen Spionagesatellit im All zeigte der die Erde umrundete. Direkt aus Alarmstufe Rot 2 genommen und im GIF Format abgespeichert, nicht anders kann ich mir die Amiga 500 Qualität dieser Szene erklären. Schlimmer wirds aber trotzdem noch als man nämlich dreist die Hubschrauber Szene aus "The Rock" klaut und das mit einem Spielzeughubschrauber vor einer Leinwand mit glutrotem Sonnenuntergang. Wo wir gerade schon einmal bei Bruckheimer Streifen sind, fehlen darf natürlich nicht die Flugzeug Miami Szene bei Bad Boys. Seagal hoppelt dann gleich zu Beginn über ein Feld und schießt sich den Weg frei. Auffallend dabei das Ketchup Blut seines Kameraden, billiger gehts fast nicht mehr. Leider vermittelt das DVD Cover einen falschen Eindruck was Seagals Leibesfülle angeht. Dicke Backen und Doppelkinn schiebt er weiterhin und der stylische schwarze Mantel ist eh lächerlich für einen Mann Mitte 50. Um was gehts eigentlich in dem Film? Nun Seagal ist mal wieder ein Ex Agent mit dem Namen Travis Hunter und wird reaktiviert als der Gouverneur von Tokio kaltblütig umgebracht wird. Zur Seite gestellt wird ihm das Greenhorn Mac und beide ermitteln im Kreise der chinesischen Unterwelt, die ihre eigenen Ziele verfolgt. Zum Glück handelt es sich hierbei nicht um ein weiteres Ostblockwerk, Into the Sun richtet sein Augenmerk vielmehr auf den asiatischen Raum, wo ich mich filmisch in letzter Zeit auch mehr zu Hause fühle. Das ist in diesem Fall leider nicht gleichbedeutend mit der Qualität dieses Films, denn leider zieht sich die Story doch in die Länge und bei einigen Personen fragt man sich womit deren Szenen eigentlich berechtigt waren. Schön sind auf jeden Fall die vielen Szenen in denen japanisch gesprochen wird, was den Film authentischer macht und ihm den nötigen asiatischen Touch gibt. Die Action in vielen seiner letzten Streifen Mangelware kommt auch hier zu kurz. Die anfängliche Schießerei gibts auch um 20:15 bei RTL zu sehen und die anschließende Straßenschlägerei ist auch nicht der Kracher, auch wenn hier ein paar altbekannte und liebgewonnenen Griffe und Tritte gezeigt werden. Bis zum Schluss bleibt es dann auch relativ ruhig und nur hier und da heitern ein paar Schwertszenen auf. Der Schluss wird dann aber doch noch einmal richtig gut, auch wenn Seagals Kampfkunst oft mit hektischen Schnittfolgen nicht wirklich zur Geltung kommt. Hier wird einfach viel zu viel und vor allem zu lang mit den Händen durch die Gegend gewuselt. Ich vermisse einfach die kurzen und kompromisslosen Schläge wie ich sie seit Nico so lieb gewonnen habe. [ Dann doch lieber das Hackebeil als langweilig mit dem Schwert im Stile von Zatoichi durch die Gegend gemetzelt.] Nichts desto trotz weiß der Schluss zu gefallen. Shoot Outs, Schwertkämpfe und ein nicht mehr so langsam wie in den letzten Filmen agierender Seagal versöhnen etwas. Cool ist der Film trotzdem nicht und ich habe mich langsam daran gewöhnt, dass Seagal Streifen nie mehr den Charme alter Tage erreichen. Ich will aber auf keinen Fall die Arbeit von Mink schlecht machen, dazu gibt es viele schöne Bilder wie etwa die Kamerafahrten über Tokio oder die Zeitraffer beim Sonnenuntergang und auch die Eindrücke über die japanische Kultur lassen den Zuschauer nicht kalt, aber das ist für mich nicht die Erwartungshaltung an einen Seagal Film. Die billigen wenn auch kurzen CGI Szenen stören mich zudem ebenfalls stark, das konnte man vor 20 Jahren schon besser umsetzen. Die Qualität eines Seagal Streifens erkennt man natürlich nicht an der Schauspielerei oder tiefsinnigen Dialogen sondern wie oft man sich solch einen Film hintereinander angucken kann. Mehr als einmal geht in dem Fall leider nicht also lieber danach die Nacht mit "Deadly Revenge" durchmachen.

:liquid4:

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John_Clark recherchiert:

Steven Seagal. Nachdem er sich Ende der 80er mit knallharten Actionfilmen wie "Above The Law" und "Marked for Death" einen Namen machte, sich mit "Under Siege" zum Actionsuperstar transformieren liess und danach langsam so seine gute Fom verloren hat, ist Steven Seagal inzwischen im Sumpf der schlechten B-Movies gelandet.

Nicht ganz verständlich warum, da Seagals letzter grosser Hit "Exit Wounds" alles andere als gefloppt ist. Warum Seagal sich nach Exit Wounds jedoch mit Regisseuren wie Michael Oblowitz (die Filme waren leider nur halb so witzig) und Michael Keusch herumschlagen wollte, versteht bis heute niemand.

Die Kulissen änderten sich ebenfalls - von der US-Grossstadt zu polnischen Bauernhöfen. Naja.. mit "Into The Sun" wurde jedoch ein Seagalfilm aus dem Boden gestampft, der optisch einen kleinen Leckerbissen darstellt - gedreht wurde nämlich im schönen Japan - was in beinahe jeder Einstellung schön zur Geltung kommt... doch, schöne Verpackung ist das eine, was ist mit dem Inhalt?

Story:
Als der Gouverneur von Tokyo ermordet wird, soll der ehemalige CIA-Agent Travis Hunter die verantwortlichen Terroristen zur Strecke bringen. Schnell findet er heraus, dass der Mord an dem Gouverneur Teil eines undurchdringlichen Netzes aus Korruption und Gewalt ist, denn Hunter hat den Plan eines ehrgeizigen Yakuza-Bosses aufgedeckt, der gemeinsam mit der chinesischen Mafia ein mächtiges Drogenkartell aufbauen will. Die Zeit wird immer knapper, während die Yakuza über Leichen geht, um ihren Plan durchzuziehen. Hunter muss das Komplott vereiteln - und dabei möglichst die eigene Haut retten...

Into The Sun ist optisch ein echt schöner Film. Regisseur Mink hat das klar das beste aus dem vorhandenen Budget rausgeholt und der Film ist sehr ansehnlich geworden. Vorallem die Abwechslung, mal weg vom Seagal-typischen Ostblock zu kommen, das war schon ne gute Sache.

Der Soundtrack des Films gefiel auch gut, da es sich des öfteren um Songs von Steven Seagal handelt (4 Stücke etwa von Seagals erstem Album "Songs from the Crystal Cave").

Im Film geht es nicht im 7-Minuten-Rhytmus zur Sache wie in anderen Filmen von Steven. Und das ist auch zugleich die Schwäche des Films. Es wird viel geredet.. und geredet... und geredet. Der rasante Start, das kurze Intro (Setup-Time) und dann schon die erste Quartier-Prügelei mit Steven und den Jung-Yakuza's, das war beinahe wie in alten Zeiten. Diese Auseinandersetzung erinnerte mich stark an die Bar-Prügelei in "On Deadly Ground". Super Szene. Dann kam irgendwie lang nichts. Der Schluss ("Ich marschier einfach durch die gottverdammte Vordertür") gehört schon wieder zum besseren, da kam beinahe ein bisschen Kill Bill-Stimmung auf.

Gut gemacht, aber.... zu viele Längen... zu viel Japanisch (auch wenn's die Sache authentischer macht).. und ja, Stevens verstorbene Freundin, welche beinahe ein Drittel so alt ist wie Steven selbst, hätte man gleich weglassen können. Alles in allem ein solider Seagalstreifen auf DTV-Niveau.

:liquid5:

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Beitrag von freeman » 10.06.2005, 20:03

Jo, Into the Sun hat mir durchschnittlich gut gefallen. Ich fand den Showdown ganz nett und die Tatsache, dass dieser Streifen so viel asiatisches Flair atmet (inklusive der geilen Postkartenbilder von Tokyo). Highlights gabs für mich in zweierlei Hinsicht. Erstens der vom Liquid erwähnte Satellit. Es ist einfach geil, wenn der Chef des Geheimdienstes meint: Verbinden sie mich mit dem Satelliten. Techniker sagt ja, drückt nen Knopf und zur Bestätigung der Verbindung sieht man den an der Kamera vorbeisausenden Satelliten. Jetzt fragt man sich freilich, ob der gestartete Satellit da einfach einen anderen Satelliten aufgenommen hat, oder ob er ne 'Kamera hat, um sich selbst zu filmen. LOL.

Punkt zwei, bei dem ich sehr gefeiert habe, war Seagals Method Acting, als er erfährt, dass sein Partner gemeuchelt wurde. LOL, da regt sich nichts in dem Gesicht. Ich frage mich, ob der das überhaupt gehört hat, oder ob ne Fettwulst über seine Ohren geklappt ist. Da er genau denselben Gesichtsausdruck auch gezeigt hat, als er vom Ableben seiner Verlobten gehört hat, muss es wohl wirklich sein trauriger Blick gewesen sein. Das war zu derbe, echt ;-)

Ansonsten ist der Weg zum Showdown megazäh und eigentlich vollkommen frei von jeglicher Geschichte. Im Showdown gibbet dann geschnetzeltes und das macht eigentlich Spaß. Leider is der Bodycount viel zu niedrig ...

Kultig is der Dialog zwischen Seagal und Endgegner:
Seagal: Arschloch
Baddie: Wichser
Seagal: Du Stück Scheiße

Feine Sache . Insgesamt kein schlechter Film, aber deutlich schwächer als Belly oder Exit Wounds. Kann man gucken, muss man aber net.

:3of5:

In diesem Sinne:
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John Woo
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Beitrag von John Woo » 19.04.2006, 21:09

Kann mir mal einer erklären, wie ich die deutsche DVD normal als deutschsprechender Bürger angucken kann?

- Wenn ich die DVD einlege, kommen bei den japanischen Satzwechseln englische Untertitel. Da ich mich aber nicht mit übersetzen konzentrieren will schalte ich sie aus...

-...und aktiviere deutsche Untertitel. Nur kommen diese dann auch während den deutschen Dialogen und das nervt gewaltig!

Mach ich irgendwas falsch oder ist diese DVD einfach Müll??

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Beitrag von freeman » 20.04.2006, 00:08

Keine Ahnung, von dem Problem hör ich in Verbindung mit Into the Sun zum ersten Mal ... bei mir funzt das 1 A ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Joker6686 » 20.04.2006, 01:20

Hatte das "Problem" bei andern Filmen,aber ob deutsche oder englische UT ist doch Jacke wie Hose ;)

Aber bei Into the Sun ist mir das auch net aufgefallen...

By the way: Fettes Review und für mich war wirklich nur der Showdown ein Highlight,der Rest war echt armselig.

Von mir gibts 3,5/10

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Beitrag von wolfman » 20.04.2006, 07:47

John Woo hat geschrieben:- Wenn ich die DVD einlege, kommen bei den japanischen Satzwechseln englische Untertitel. Da ich mich aber nicht mit übersetzen konzentrieren will schalte ich sie aus...
Schau mal in die Einstellungen deines DVD-Players. Da kann man normalerweise die bevorzugte Untertitelspur auswählen. Auf diese Einstellung wird normalerweise bei der Einblendung von Untertiteln zurückgegriffen.

Und ansonsten: So schwer kann die Übersetzung von Dialogen in einem Film vom Dicken nicht sein. 8-)

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Beitrag von SFI » 20.04.2006, 10:02

spricht der überhaupt ganze Sätze?
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Beitrag von Carcass77 » 20.04.2006, 10:28

freeman hat geschrieben:Punkt zwei, bei dem ich sehr gefeiert habe, war Seagals Method Acting, als er erfährt, dass sein Partner gemeuchelt wurde. LOL, da regt sich nichts in dem Gesicht. Ich frage mich, ob der das überhaupt gehört hat, oder ob ne Fettwulst über seine Ohren geklappt ist. Da er genau denselben Gesichtsausdruck auch gezeigt hat, als er vom Ableben seiner Verlobten gehört hat, muss es wohl wirklich sein trauriger Blick gewesen sein. Das war zu derbe, echt ;-)
Mir fällt jetzt aus dem Stegreif nicht ein, wo ich Seagal schon mal weinend gesehen habe bzw. wo seine Gesichtszüge so etwas andeuten. Und das ist auch gut so... :wink:

btw, ich glaub' den Film verkneif' ich mir... Ich stehe immer noch bei Exit Wounds als neusten Seagal...

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Beitrag von kaiserfranz » 20.04.2006, 11:25

Mein neuester Seagal ist Alarmstufe: Rot 2 . :oops:

Die neueren Dinger hab ich bisher nie ganz gesehen, nur in Teilen.

Gruss
kaiserfranz
Oma, bist du noch rüstig?

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Beitrag von John Woo » 02.05.2006, 12:26

Also ich muss nun sagen, Into the Sun ist wirklich nicht schlecht gemacht. Die Optik ist professionell, die nächtlichen Luftaufnahmen und Strassenfahrten sind spitze, die Musik gut. Leider gibts wie schon gesagt zuviele Dialoge und zu wenig Action, aber das was es diesmal hat, hat Hand und Fuss.
Ich denke da nur an die kurze, aber ausgezeichnet choreografierte und geschnittene Strassenschlägerei, wo Seagal noch einmal komplett ohne Double beweist, was er immer noch drauf hat. Ich hätte mir mehr solche Szenen im Film gewünscht. Aber wenn ich ganz ehrlich bin...lieber Qualität anstatt Quantität...
Ich gebe dem Film 6/10.

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Beitrag von Vince » 29.11.2007, 16:11

Den hab ich nu auch mal nachgeholt und wenn ich ehrlich bin, im Vergleich mit dem ganz neuen Bullshit hat der mir noch ganz ordentlich gefallen. Das Drehbuch ist zwar zum Einschlafen, weil irgendwie nie was passiert, auch gerade an Action herrscht akuter Mangel, aber die Regie ist verhältnismäßig gut und ganz ohne sinnloses Flash-Style-Cut-Gezappel, die Asia-Kulissen eine echte Erholung und die Co-Stars sind wesentlich charakterstärker als die Ostblockkomparsen.
Soll heißen: Die Handlung ist langweilig, sieht aber wenigstens hübsch aus und lässt sich deswegen für meinen Geschmack viel besser ertragen als das Shadow Man / Foreigner / Mercenary-Gesäusel.
:liquid5:

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Beitrag von John Woo » 29.11.2007, 18:50

Fein fein, immer weiter so, bin schon mal gespannt auf deine Meinung zur Kult-Gurke Attack Force! :lol: :wink:

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Beitrag von John_Clark » 18.12.2007, 01:19

*Dem Review einen Topfschnitt verpasst und nach oben gesetzt*
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Hannibal
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Beitrag von Hannibal » 22.12.2008, 00:43

Ich muss ja zugeben, dass ich nicht schlecht gestaunt habe, als die ersten Bilder von "Into the Sun" über den heimischen Fernseher flimmerten. Eine derartig hochwertige Optik habe ich selten zuvor in einem Seagal-Film gesehen, noch nicht mal bei seinen Klassikern. Abgesehen von einer beeindruckenden Hochglanzoptik und einem stimmigen Soundtrack hat der Streifen aber leider genauso wenig zu bieten, wie seine aktuellen Ostblock-Verbrechen. Die Story ist unendlich lahm und Action gibt's nur ganz selten. Wirklich ordentlich ist hier nur der Showdown und auch der ist ruckzuck wieder vorbei. Ein Seagal-Film ohne vernünftige Story ist ja nix Neues, aber wenn auch die Action fehlt...was bleibt dann noch? Klar, Seagal's Schauspielkünste! Und wieder einmal ist die SZene, in der er erfährt, dass seine Frau/Freundin/Geliebte getötet wurde auch das Highlight des Films. Zu sehen, wie er mit der mimischen Vielfalt einer Salami-Pizza auf die tragische Nachricht reagiert war mal wieder jede langweilige Filmminute wert. Sehr geil auch, als er den Mörder dann am Ende stellt. Völlig unbeeindruckt sagt er: "Ich hau dich tot!" und dann kloppt er dem Bad Guy 3x mit nem Katana-Schwert auf'n Kopp und gut is. Ich glaube das war die emotionsloseste Rache-Szene, die ich in meinem ganzen Leben gesehen hab. Da hätte ich selbst mit meinen Lego-Männchen mehr Gefühl reinbekommen.
Angesichts der audiovisuell überragenden Werte und des netten Showdowns noch knappe...
:liquid5:

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Beitrag von Ed Hunter » 22.12.2008, 00:50

Cut-Fassung angeschaut? ;-)

Zum Film: Imo sehr schönes Seagal-Highlight, das fraglos seine Längen hat, aber schon allein aufgrund der sensationellen Optik um Welten über den Ostblock-Verbrechen des Dicken rangiert. Die Action hab ich auch als ebenfalls ziemlich fein, den Showdown als recht rabiat in Erinnerung und Seagal als in ziemlich schlanker Verfassung.

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Beitrag von TomHorn » 22.12.2008, 03:46

Gerade gesehen, gefiel mir ganz gut. Hat zwar ein, zwei Längen, doch ein paar recht rabiate Fights halten einen gut bei der Stange & der übelst brutale (recht lange) Showdown erstaunt ob seiner Unversehrtheit in deutschen Landen.
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John Woo
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Beitrag von John Woo » 22.12.2008, 08:12

Ed Hunter hat geschrieben:Cut-Fassung angeschaut? ;-)
Der kam ja erst grad im TV, also wird es wohl so sein. Werde ich nie verstehen warum man die so guckt. :roll:

PS @Hannibal: "Aktuelle Ostblock-Verbrechen" trifft wohl nicht mehr ganz zu, bis auf "Against the Dark" (und da hat er auch nur ne Nebenrolle) dreht er alle seine Filme nun in den USA.

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Beitrag von Hannibal » 22.12.2008, 11:14

John Woo hat geschrieben:
Ed Hunter hat geschrieben:Cut-Fassung angeschaut? ;-)
Der kam ja erst grad im TV, also wird es wohl so sein. Werde ich nie verstehen warum man die so guckt. :roll:
Ähm...was gibt's daran nicht zu verstehen? Soll ich auch noch Geld für den Schund bezahlen, den der Dicke uns da 3x im Jahr vorsetzt? "Into the Sun" gehört ja noch zu den besseren Vertretern der Neueren-Seagal-Ära und wäre mir trotzdem keinen Cent wert, weil er trotz Hochglanzoptik objektiv gesehen Schrott ist.

Da gibt's unzählige Filme, die es eher wert sind, gekauft zu werden...

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Beitrag von jack warrior » 22.12.2008, 11:27

liegt bei mir auch so um 6 bis 7... zwar bissle ruhiger... aber atmosphäre fand ich ziemlich gut so das flair von tokyo eingefangen. dazu der soundtrack (by the way der is von seagal selbst),. edele optik... mir gefiels.

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Beitrag von John Woo » 22.12.2008, 11:42

Hannibal hat geschrieben:
John Woo hat geschrieben:
Ed Hunter hat geschrieben:Cut-Fassung angeschaut? ;-)
Der kam ja erst grad im TV, also wird es wohl so sein. Werde ich nie verstehen warum man die so guckt. :roll:
Ähm...was gibt's daran nicht zu verstehen? Soll ich auch noch Geld für den Schund bezahlen, den der Dicke uns da 3x im Jahr vorsetzt? "Into the Sun" gehört ja noch zu den besseren Vertretern der Neueren-Seagal-Ära und wäre mir trotzdem keinen Cent wert, weil er trotz Hochglanzoptik objektiv gesehen Schrott ist.

Da gibt's unzählige Filme, die es eher wert sind, gekauft zu werden...
Versteh ich trotzdem nicht, tut mir leid. Wenn es tatsächlich Schund wäre, würdest du das auch erst gar nicht gucken.

Das man geschnittene, teilweise im falschen Bildformat und mit Werbung zugemüllte TV-Versionen unterstützt, werde ich nie verstehen.

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Beitrag von Hannibal » 22.12.2008, 11:58

John Woo hat geschrieben:
Hannibal hat geschrieben:
John Woo hat geschrieben:
Ed Hunter hat geschrieben:Cut-Fassung angeschaut? ;-)
Der kam ja erst grad im TV, also wird es wohl so sein. Werde ich nie verstehen warum man die so guckt. :roll:
Ähm...was gibt's daran nicht zu verstehen? Soll ich auch noch Geld für den Schund bezahlen, den der Dicke uns da 3x im Jahr vorsetzt? "Into the Sun" gehört ja noch zu den besseren Vertretern der Neueren-Seagal-Ära und wäre mir trotzdem keinen Cent wert, weil er trotz Hochglanzoptik objektiv gesehen Schrott ist.

Da gibt's unzählige Filme, die es eher wert sind, gekauft zu werden...
Versteh ich trotzdem nicht, tut mir leid. Wenn es tatsächlich Schund wäre, würdest du das auch erst gar nicht gucken.
Naja, ich mag den Seagal halt immer noch, aber unterstützen will ich die C-Langweiler von ihm nicht mehr. Um mir trotzdem ein Bild zu machen, reicht die TV-Fassung allemal. Falsches Bildformat hat mich darüberhinaus noch nie gestört (es sei denn, es wird künstlich auf 4:3 hochgezoomt, was hier nicht der Fall war), Werbung kann ich in Anbetracht des Geld sparens verkraften.
"Deathly Weapon" ist eigentlich der einzige Neuzeit-Seagal, für den ich u.U. Geld ausgeben würde...

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Beitrag von kami » 22.12.2008, 14:08

INTO THE SUN ist als Thriller wirklich höchst erbärmlich, Seagal selbst agiert at his worst, zudem bandelt er wieder mit blutjungen Mädels an. Auch die Eröffnungsactionszene ist jämmerlich und wirkt selbst hinsichtlich der Optik wie aus einem anderen Film. Der Soundtrack ist professionell, aber kündet von gehöriger Ignoranz, setzt er doch vorwiegend auf chinesische Motive, nicht japanische.
Dagegen kann die Optik überzeugen (was imho aber auf einen Großteil der Seagal-B-Actioner zutrifft, erst mit URBAN JUSTICE wurde es wieder B-typisch muffig), das Lokalkolorit stimmt, und japanische Stars geben sich überraschenderweise die Klinke in die Hand. Die Kämpfe sind ansprechend und brutal inszeniert, quantitativ angesichts der inhaltlichen Dürftigkeit aber unbefriedigend.
Was bleibt, ist ein schöner Blender, der gelegentlich begeistert, häufig aber auch ziemlich langweilt.

Knappe :liquid5:

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Beitrag von John Woo » 22.12.2008, 16:28

Hannibal hat geschrieben: Naja, ich mag den Seagal halt immer noch, aber unterstützen will ich die C-Langweiler von ihm nicht mehr. Um mir trotzdem ein Bild zu machen, reicht die TV-Fassung allemal. Falsches Bildformat hat mich darüberhinaus noch nie gestört (es sei denn, es wird künstlich auf 4:3 hochgezoomt, was hier nicht der Fall war), Werbung kann ich in Anbetracht des Geld sparens verkraften.
"Deathly Weapon" ist eigentlich der einzige Neuzeit-Seagal, für den ich u.U. Geld ausgeben würde...
Ok gut, das ist verständlich. Deathly Weapon und Mercenary sowie Submerged sind wohl alle empfehlenswert. Ich bin aber mal gespannt auf "The Keeper". Der sieht auch vielversprechend aus (Trailer gesehen?).

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Beitrag von Ed Hunter » 22.12.2008, 20:53

In aller Regel schau ich mir neue Seagals auch bloß im TV an, aber eine Cutfassung käm mir trotzdem nie ins Haus. ;-) Zumal ja Pro7 so ziemlich der einzige Sender ist, der seine Filme wenn von der Rechtslage her möglich zuverlässig ungekürzt in der Nacht wiederholt.
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McClane
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Beitrag von McClane » 23.12.2008, 11:06

Als Highlight würde ich den auch nicht bezeichnen, hab nicht schlecht, dass der ursprünglich mal fürs Kino geplant war, denn der Look ist direct to video durch und durch. Die Story gewinnt mal wieder keine Blumentöpfe, die Optik ist zwar durchgestylt, kaschiert das kleine Budget aber nur teilweise. Seagal ist hier mal etwas besser aufgelegt, die Action nett, auch wenn bloß das Katana-Geschnetzel wirklich länger in Erinnerung bleibt.

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