Day of the Dead II + 2008 + Bloodline

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Day of the Dead II + 2008 + Bloodline

Beitrag von StS » 29.04.2008, 17:59

Bild ...wer will, der kann! :wink:
Zuletzt geändert von StS am 29.04.2008, 18:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von StS » 29.04.2008, 18:00

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Originaltitel: Day of the Dead 2: Contagium
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2005
Regie: Ana Clavell & James Glenn Dudelson
Darsteller: Laurie Baranyay, Simon Burzynski, Shasa Dabner, Johnny Diaz Reyes, Chris Estes, ...

Trailer:
http://www.imdb.com/title/tt0411269/trailers


Als vor einigen Jahren zum ersten Mal Meldungen über eine Fortsetzung des 1985er George A. Romero Kultfilms „Day of the Dead“ erschienen, wurden die Fans natürlich hellhörig – allerdings auf eine überwiegend negative Weise, denn gerade jener Personenkreis tritt bei Diskussionen immer wieder auffällig „besitzergreifend“ in Erscheinung: Ausgehend davon, dass Romero mit „Night of the Living Dead“ (1968) im Grunde genommen ein neues Subgenre des Horrorfilms kreierte und prägte, halten etliche jener „Hardliner“ sein Oeuvre, insbesondere den filmischen „Zombie-Zyklus“, für nahezu unantastbar, was (nicht nur) angesichts diverser augenfälliger Schwächen natürlich ziemlicher Unsinn ist. Zähneknirschend mussten sie dann auch noch hinnehmen, dass sich das „Dawn of the Dead“ Remake 2004 als großes Kino entpuppte sowie sich die im folgenden Jahr veröffentlichte Rückkehr „ihres Meisters“ auf das von „ihm erschaffene“ Terrain („Land of the Dead“) als ziemlich maue Angelegenheit erwies, was man jedoch u.a. in Gestalt permanenter Ausflüchte (mit nur eingeschränktem Erfolg) ganz gern schönzureden versuchte. Da ist es nunmal ungleich einfacher, sich auf eine „unbedeutende kleine „DTV“-Produktion“ wie der hier vorliegenden einzuschießen…

Fairerweise muss man aber (selbst aus einer neutralen Perspektive heraus) anmerken, dass die Vorzeichen wahrlich genügend Gründe zur Sorge boten: Da „Taurus Entertainment“ irgendwann mal die Rechte an „Day of the Dead“ erworben hatte, entschieden sich die Verantwortlichen, jenen „namhaften“ Titel mit einem eigenen Projekt namens „Contagium“ (übersetzt: Ansteckungsstoff) zwecks besserer Vermarktung zu verknüpfen, was hauptsächlich in Form von etlichen nicht unbedingt subtilen Anspielungen geschah (im Krankenhaus gibt es beispielsweise einen „Romero Ward“ etc). Nun als „Prequel“ und „Sequel“ zugleich angepriesen (da die Handlung zwei Zeitebenen umfasst), nahmen Jim Dudelson und Ana Clavell gemeinsam auf dem Regiestuhl Platz, casteten ausnahmslos unbekannte Schauspieler und investierten den Großteil des mit rund 9 Millionen Dollar durchaus recht stolzen Budgets in die Make-up-Effekte. Wahrscheinlich ist in diesem Zusammenhang die Gegebenheit erwähnenswert, dass Dudelson CEO/Präsident von „Taurus“ ist, Clavell Vizepräsidentin – und ihre bisherigen Produktionen (u.a. „Museum of the Dead“) sogar unter Trash-Freunden keinen rechten Anklang zu finden vermochten. Tja, selbst reichhaltige(re) finanzielle Mittel können meist nicht über einen offensichtlichen Mangel an Talent hinwegtäuschen, denn auch dieser Film spielt, um es mal vorwegzunehmen, ebenso in keiner sonderlich eindrucksvollen cineastischen Liga…

Als im Jahre 1968 irgendwo in Pennsylvania ein russisches Spionageflugszeug abstürzt, gelingt es dem US-Militär, den Piloten lebendig zu bergen, worauf man ihn zur Befragung in ein nahe gelegenes Hospital verlegt. Besonderes Interesse erwecken dabei einige im Wrack gefundene kleine Fläschchen, von deren Inhalt allerdings selbst der Überlebende keine Ahnung zu haben scheint. Als jener in einer Verhörpause die Gefäße zur Hand nimmt und genauer betrachtet, öffnet sich eines von ihnen, was das Entweichen einer Gas-ähnlichen Substanz bewirkt und den Mann mit irgendetwas infiziert, das ihn wenige Tage später einen Betreuer beißen lässt, welcher seinerseits aufgrund der Folgen zu einem aggressiven Geschöpf mutiert und die Institution fortan in ein blutiges Chaos stürzt. Da die Situation nun schlagartig außer Kontrolle gerät, schreitet die Armee ein, tötet alle Personen (plus Untote) im Gebäude und sprengt den Komplex letzen Endes gar. Zuvor ist es dem Pfleger DeLuca (Michael Moon) aber noch gelungen, eines der Fläschchen in seiner Thermoskanne rauszuschmuggeln – als man ihn jedoch ebenfalls auf der Flucht erschießt, fällt das Behältnis in ein Gebüsch, wo es von den Soldaten infolge dessen schlichtweg übersehen wird…

Zeitsprung in die Gegenwart – welchen man sich allerdings denken muss, denn es wird bloß die leicht verwirrende Angabe „5 Days ago“ eingeblendet: Unter der Aufsicht ihres Arztes Dr.Donwynn (Stephan Wolfert) genießt eine Gruppe Psychiatrie-Patienten ihren Ausflug ins Freie, wobei sie über die alte Thermoskanne stolpern und diese neugierig mit zurück ins „Ravensfield Memorial Hospital“ nehmen, wo wir (die Zuschauer) erfahren, dass der necrophobe (also sich vorm Tod fürchtende) Isaac (Justin Ipock) demnächst entlassen wird, er die selbstmordgefährdete Emma (Laurie Baranyay) liebt und sich Gedanken über ihre anstehende Zeit alleine in der Therapie macht. Ihn plagt ein mieses Gefühl bezüglich des Fundstücks, doch eine Reihe unglücklicher Zufälle sorgt schließlich (nichtsdestotrotz) dafür, dass die gesamte Gruppe am Abend bei der Öffnung anwesend ist: Das Gefäß fällt heraus, springt auf und infiziert sie ausnahmslos. Am nächsten Morgen beginnst sich bei ihnen die Haut vom Körper zu pellen, später fangen sie zu husten sowie dunklen Schleim auszuspucken an, spüren auf einmal die Schmerzen der anderen und teilen sich telepatisch ihre Gedanken – Emma ist plötzlich sogar schwanger. Als der unangenehme Pfleger Marshall (Joseph Marino) letztere kurz darauf bei einer Untersuchung belästigt, beißt sie ihn, worauf jener von dem (nicht nur geringfügig merkwürdigen) Oberarzt Heller (Andreas van Ray) unter Quarantäne gestellt wird, wo er schließlich zu einem grässlich entstellten Wesen mutiert. Derweil spaltet sich das Lager der Infizierten in zwei Fraktionen, deren Angehörige ihre neue Situation jeweils entweder bekämpfen oder ausnutzen wollen. Am Ende gewinnt bei ihnen (durch die Bank weg) allerdings ein erkeimter, nach frischem (Menschen-)Fleisch schmachtender Heißhunger die Oberhand – und schon bald gleicht die ganze Einrichtung einem Schlachthaus…

Die ersten 10 Minuten von „Contagium“ stellen den „Prequel“-Teil der Handlung dar, wobei die einzige Verbindung zu den anderen Filmen darin besteht, dass „Night“ im Jahre 1968 erschien und ebenfalls in Pennsylvania spielte. Es folgt der Sprung zum „Sequel“-Anschluss, welcher aber schon allein von der Chronologie keinen wirklichen Sinn ergibt, denn der eigentliche „Tag der Toten“ bricht quasi erst mit dem Abspann an, während der Verlauf an sich die vorhergehenden fünf Tage präsentiert. Selbst die Theorie einer zeitlichen Parallelität zu „Day“ ist nicht haltbar, denn jener behandelte ja den Überlebenskampf einiger Leute in einem Bunker gegen eine Unmenge Zombies (im Angesicht einer bereits verwüsteten Oberfläche) – und dafür gibt es hier überhaupt keine Indizien, da ein tendenziell apokalyptisches Szenario erst in den letzten Minuten aufgezeigt wird. Also doch wohlmöglich ein umfassendes Prequel, welches „Dawn“ gleich mit einschließt? Das wäre zumindest logischer – aber egal. Intensivere Überlegungen zu diesen Tatsachen und Angaben lohnen sich ohnehin nicht, denn die konstruierten Ansätze sollen (meines Erachtens nach) eh nur kaschieren, dass man ein eigenständiges Werk irgendwie (auf Biegen und Brechen) in die anvisierte Reihe einzufügen versucht hat.

Wie der (Unter-)Titel bereits zu erkennen gibt, haben wir es in diesem Fall eher mit einem „Virus“-Streifen á la „Resident Evil“ zutun, was anhand der Zombies besonders deutlich wird, denn jene folgen keinesfalls die von Romero aufgestellten „Verhaltensregeln“, sondern ihrer eigenen Evolution: Schrittweise durchlaufen die Infizierten verschiedene Phasen, nämlich Grippe-artige Symptome, Schlaf- und Appetitlosigkeit – sowie am Ende daran der Drang nach menschlichem Fleisch. Zudem gibt es drei unterschiedliche Arten von „Kreaturen“: Die erste Generation, also jene Personen, die dem Virus direkt ausgesetzt waren, wird zunehmend intelligenter, kann die Schmerzen sowie Gedanken der Artgenossen teilen (entwickelt demnach übermenschliche Fähigkeiten) und verändert sich äußerlich nur geringfügig – Menschen werden gefressen, um sich fortzuentwickeln. Deren Opfer, sofern nicht vollständig verspeist, sind grobe, aggressive Wesen, welche sich kaum noch artikulieren können und zudem teilweise groteske Mutationen aufweisen. Gibt jene zweite Generation nun wiederum die Infektion weiter, ähnelt das Ergebnis stark dem „Romero-Prototyp“ (kann nicht sprechen, denken und/oder schnell gehen). Auf erstere Variante trifft die Bezeichnung „Zombie“ demnach gar nicht mehr konkret zu, da ein Untoter ja eigentlich keine Gehirnfunktionen mehr besitzen, geschweige denn immer klüger werden dürfte. Es ist schon merkwürdig, speziell in diesem Filmzusammenhang solche Wesen zu sehen, welche reden, lachen und sich gegenseitig auszuspielen versuchen, sofern ihre Meinungen nicht harmonieren – außerdem wirkt der „Scanners“-ähnliche „ESP“-Ansatz (Extrasensory Perception, zB Telepathie) meiner Meinung nach relativ deplaziert.

Ich muss zugeben, dass „Contagium“, aller offensichtlichen Inszenierungsdefizite zum Trotz, erstaunlich kurzweilig und effektiv beginnt: Der Einstieg entfaltet sich straff und im Ansatz gar stimmungsvoll. Die allgemeine Idee mit den verschiedenen Auswirkungsvariationen ist gar nicht mal so übel, denn sie bietet eine willkommene Abwechslung von der Standard-Herangehensweise. Interessant auch, die gesamte Story aus der Perspektive der Infizierten zu erzählen: Es gibt keine Menschen, welche gegen die Zombies ums blanke Überleben kämpfen, sondern ausschließlich vom Virus befallene Personen, die nicht wissen, was mit ihnen geschieht sowie künftig noch geschehen wird. Leider weiß der Film diese Ansätze nicht effizient genug aufzugreifen bzw auszubauen – und so verblasst ihre Existenz nahezu vollkommen gegenüber den unglaublich gravierenden Verfehlungen in eigentlich allen (weiteren) Bereichen der Produktion...

Unterm Strich lässt sich die Umsetzung ganz klar als „mangelhaft“ einstufen, das Drehbuch mutet bestenfalls „ausreichend“ an. Was sich auf dem Papier vielleicht noch einigermaßen nett lesen ließ, ruiniert die beinahe amateurhafte Inszenierung im Prinzip vollends. Schon nach wenigen Minuten wird die Sache deutlich: Die Armee rückt mit diversen Jeeps an, was ja absolut okay ist – allerdings entschied man sich zusätzlich dafür, einen peinlich animierten (CGI-)Helikopter in Großaufnahme durchs Bild fliegen zu lassen. Was dem Zuschauer jedoch vollends die Nackenhaare zu Berge stehen lässt, ist dass die (sehr oft) genutzten Waffen nicht einmal mit Blanks bestückt wurden, sondern die Akteure jegliche Schüsse beim Dreh nur simulierten – also beispielsweise den Rückstoß in Form einer Bewegung nach hinten/oben! Und zum Teil selbst nicht einmal das! Mündungsfeuer, Hülsenauswurf – Fehlanzeige! Eingespielte Schussgeräusche helfen da auch nicht groß weiter. Blut-/Gedärme-/Schleim-Effekte bekommt man immerhin reichlich geboten (dank der in jene Richtung gelenkten Verteilung der finanziellen Mittel), können allerdings bestenfalls anspruchslose Gore-Hounds überzeugen, da bestimmte Mutationen arg merkwürdig ausschauen und die Verwendung der Requisiten (abgerissene Arme etc) über die gewohnten Pfade nicht hinausführt. Ein „lustiges“ Beispiel wäre noch der Effekt der sich ablösenden Haut: Man nehme Kleber/Kleister, beschmiere damit die gewünschten Stellen, lasse die Sache trocknen – fertig ist die Schicht, die man im Anschluss leicht abziehen bzw abpellen kann (sollte jeder aus seiner (frühen) Schulzeit eigentlich noch kennen, oder?). Trotz einer soliden Kameraarbeit entsteht gerade aufgrund solch deutlicher (Negativ-)Details ein äußerst billiger, ärgerlicher Eindruck, aus dem heraus sich schlichtweg keinerlei Sehvergnügen entwickeln kann...

Über die Darsteller lege ich einfach mal grundsätzlich den Mantel des Schweigens, denn man könnte (angesichts der einheitlich schlechten Leistungen) nahezu jeden herausnehmen und verreißen – was hiermit im Geiste geschehen sein soll. Die Regie von James Glenn Dudelson („Horror 101”) und Ana Clavell („Horror 102”) ist eigentlich annehmbar, denn die sich entfaltenden Ereignisse werden solide ins Bild gerückt – das Problem ist halt nur, was da vor der Kamera so abläuft. Das von Clavell verfasste Drehbuch ist schlichtweg zu schwach, die gewünschten Inhalte zu transportieren sowie zudem mit einer Vielzahl gravierender Makel behaftet. Hauptaugenmerk wird auf die Patientengruppe gerichtet, doch eine genauere Charakterisierung der Mitglieder hat man sträflich vernachlässigt (geringfügige Ausnahmen bilden höchstens Isaac und Emma, deren widerseitiges Verhältnis zum Leben (Furcht vor bzw Wunsch nach dem Tode) allerdings nicht tiefgründig genug ausgeschöpft wird), während alle anderen Figuren aus Stereotypen bestehen (guter Doktor, böser Oberarzt (u.a. am Akzent zu erkennen), nette Krankenschwester, fieser Pfleger etc pp). Die Dialoge sind überwiegend mau oder gar lächerlich ausgefallen (und werden von den Akteuren dementsprechend vorgetragen), Abläufe erscheinen unlogisch (den Verantwortlichen kümmert es nicht groß, dass die Patienten auf einmal lila Schleim in ihr Essen spucken oder sich deren Haut zu lösen beginnt), etwaige Plot-Löcher sind riesig (warum belässt man beispielsweise einen gefangenen Piloten unbeaufsichtigt in einem Raum mit unbekannten Behältnissen?), unbeholfene „Kniffe“ werden aufgegriffen (gegen Ende führt man noch fix eine neue Person in die Handlung ein, welche schnell einige Hintergründe erklärt, nur um kurz darauf sterben zu dürfen) sowie merkwürdige Stilmittel verwendet (immer wenn russische Sprache zu hören ist, wird diese per Untertitel übersetzt, vor die man aber, aus welchen Gründen auch immer, jeweils in Klammern „In Russian“ gesetzt hat) – bei derartigen Problemen nützt selbst die routinierteste Umsetzung nichts.

In meinen Augen war schon Romero´s „Day“ ziemlich redselig, was dieser Nachfolger uneingeschränkt fortführt, denn im (langen) Mittelteil passiert kaum etwas – schon gar nichts in Richtung eines erhofften Zombie-Tumults, welcher sich nur auf die ersten 10 sowie letzten 25 Minuten beschränkt (dafür dann allerdings ausführlich). Aufkeimende Beklemmung wird durch die oberflächlichen, wenig sympathischen Charaktere im Keim erstickt, der Inszenierungsfluss vom vorhersehbaren Ablauf nahezu vollständig ausgebremst. Spannung, satirische Ansätze oder gar Anspruch sucht man im gesamten Verlauf vergebens. Eine Sache hätte den Eindruck letztlich noch vor dem totalen Absturz retten können: Ein gepflegtes „Trash-Feeling“. Bestimmte Zitate und Situationen weisen da bereits in die richtige Richtung (etwa „Even the fastest Deer will get killed from crossing the Street too many times“, „One Wrong is not the Answer to another“, „He's dead - by human Standards anyway“ oder der eine Typ, der seine (nicht gerade kurze) E-Mail bei der Eingabe laut vorliest) – doch leider wird der größte Fehler überhaupt begangen: Der Film nimmt sich viel zu ernst...

Fazit: Unbedingt meiden!!!

knappe :liquid2:


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Beitrag von StS » 29.04.2008, 18:01

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Originaltitel: Day of the Dead
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Steve Miner
Darsteller: Mena Suvari, Michael Welch, Nick Cannon, Ian McNeice, Stark Sands, AnnaLynne McCord, Ving Rhames, ...

Trailer:
http://german.imdb.com/title/tt0489018/trailers


Obgleich „Night of the living Dead” (1968) beileibe nicht der erste „Zombie”-Streifen der Geschichte war, prägte und definierte jenes von George A. Romero inszenierte Werk fortan das betreffende Subgenre und erwarb sich infolge dessen, in erster Linie aus dem zuvor genannten Grund, recht schnell den Ruf eines filmischen Meilensteins sowie echten Klassikers. 1978 veröffentlichte Romero „Dawn of the Dead“, ein hochwertiges und wiederum (zumindest in mancherlei Hinsicht) wegweisendes Sequel, bevor er diese als Trilogie angesehene Reihe in Gestalt des mäßigen (und nicht unbedingt erfolgreichen) dritten Kapitels „Day of the Dead“ 1985 abschloss. 1990 drehte Tom Savini – in mehr oder minder stark ausgeprägter Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Wegbegleiter Romero – ein erstaunlich anständiges Remake von „Night“, wonach es erst einmal relativ ruhig in diesem Bereich der Horror-Ecke wurde, bis das junge Kreativ-Gespann Zack Snyder (Regie) und James Gunn (Skript) mit ihrem hervorragenden 2004er „Dawn of the Dead“-„Re-Imagining“ das Zombie-Subgenre endlich (vollwertig) im neuen Millennium ankommen ließ. Eine der „Nebenwirkungen“ ihres Erfolgs war auch die Wiedererweckung von Romero´s inzwischen klinisch toter Karriere, der in ihrem Fahrwasser nun (erneut) die Gelegenheit und Ressourcen erhielt, weitere Projekte dieser Art anzugehen – nämlich (bislang) die aufgeblasene Enttäuschung „Land of the Dead“ (2005) sowie den angeblich ziemlich gelungenen (von aber mir noch ungesehenen) „Diary of the Dead“ (2007)…

In Anbetracht dieser Entwicklung schien die Bekanntgabe einer „Day of the Dead“-Neuversion im Grunde bloß nur noch eine Frage der Zeit. Ein „Problem“ markierte allerdings die nicht unerhebliche Gegebenheit, dass sich die Rechte an dem Material in den Händen der Low-Budget-Schmiede „Taurus Entertainment“ befanden, welche 2005 bereits die unheimlich schwache (Pseudo-)Fortsetzung „Day of the Dead 2: Contagium“ hervorgebracht hatte. Entsprechend war es weder möglich, auf das sich als überaus kompetent erwiesene „Dawn“-Team zurückzugreifen noch andere (inhaltliche wie zunftgemäße) Verknüpfungen zu jener Produktion herzustellen. Berechtige Zweifel waren demnach schon im Vorfeld angebracht – doch hörten sich etliche der ersten Details gar nicht mal so verkehrt an: Die Vorlage lieferte Jeffrey Reddick („Final Destination“), als Regisseur verpflichtete man den erfahrenen Routinier Steve Miner, welcher zuvor immerhin geachtete Titel wie „Friday the 13th 2&3“, „House“, „Warlock“, „Lake Placid“ und „Halloween H20“ realisiert hatte, und als Drehort wurde das kostengünstige Bulgarien ausgewählt, um auf diese Weise die in Zusammenarbeit mit „Millennium Films“ aufgebrachte (nicht unerhebliche) Summe von ca. 18 Millionen Dollar ein zusätzliches Stück weit besser ausschöpfen zu können. Rund drei Jahre gingen seither ins Land, in denen nicht gerade viele Informationen an die Öffentlichkeit gelangten – von einem mittelprächtigen Trailer und der unheilschwangeren Ankündigung des Verzichts auf einen Kino-Start mal abgesehen. Im April 2008 feierte das Werk schließlich seine Premiere direkt auf dem amerikanischen „Home Entertainment“-Sektor – und weist dabei ein DVD-Cover auf, das ich im ersten Moment für einen schlechten Scherz hielt, da mir schlichtweg nicht in den Kopf wollte (und im Prinzip noch immer nicht will), wie jemand allen Ernstes auf diesem einen sich menschliche Überreste erbrechenden Zombie platzieren konnte…

Die Handlung setzt in der ländlichen Kleinstadt Leadville (Colorado) ein, in welcher sich diverse Einwohner mit einem hoch ansteckenden Virus infiziert haben, der bei den Betroffenen Grippe-ähnliche Symptome hervorruft. Um eine Ausbreitung zu verhindern, hat die US-Regierung umgehend Einheiten der Armee und Nationalgarde mobilisiert, deren Angehörige das gesamte Gebiet nun weiträumig abriegeln und alle in der Sicherheitszone verbliebenen Personen unter Quarantäne stellen. Manche scheinen so etwas wie eine natürliche, sie vorm Befall bewahrende Immunität zu besitzen, während es den anderen etappenweise permanent schlechter geht. Erstere können sich jedoch nur bedingt glücklich schätzen, denn als sich die Infizieren urplötzlich (bei Erreichen einer spezifischen Mutationsstufe der im Körper eingenisteten Erreger) in an Zombies erinnernde Geschöpfe verwandeln, die äußerst aggressiv reagieren sowie von einem unbändigen Heißhunger auf Menschenfleisch getrieben werden, müssen sich die bis dato „Verschonten“ mit aller Kraft gegen wahre Angreiferhorden erwehren, unter denen sich (unweigerlich) auch Freunde, Verwandte und Kameraden befinden, für die offenkundlich jede Hilfe bzw Rettung zu spät kommt…

Wie man meiner (bewusst vage gehaltenen) Inhaltsangabe bereits entnehmen kann, unterscheidet sich die Story dieser „Day of the Dead“-Version deutlich von Romero´s „Original“ und mutet eher wie eine Art Prequel an, weshalb es meiner Meinung nach genauso unnötig wie unsinnig ist, beide Filme (mehr als grob) einander vergleichend gegenüberzustellen, um auf jene Weise etwaige Unterschiede und Verfehlungen aufzuzeigen. Ja, eine Reihe Gemeinsamkeiten sind vorhanden – etwa einige Rollennamen, die Anwesenheit eines „domestizierten“ Zombies (der hier „Bud“ heißt) oder ein weitläufiges unterirdisches Bunkersystem als Schauplatz bestimmter (vorliegend rein auf den Showdown begrenzter) Ereignisse – allerdings reichen diese beim besten Willen nicht aus, um den Streifen unter dem Begriff „Remake“ durchgehen zu lassen, weshalb man ihn keinesfalls als ein solches betrachten sollte, schon gar nicht in einem auch nur ansatzweise strikten Sinne. Das gesamte Genre diente Drehbuchautor Reddick als Inspirationsquelle für seine Vorlage – an zahlreichen Stellen lassen sich verschiedene unverkennbare, zum Beispiel der „Resident Evil“-Franchise entnommene Motive, Zitate und Anspielungen ausmachen. Frei von Ambitionen und satirischen Spitzen, leicht an einer drückenden Grundstimmung, dafür hingegen erstaunlich reich an Action und Gewalt, hält sich der Verlauf nicht groß mit unnötigen Hintergründen oder Subplots auf, sondern legt unmittelbar nach Beginn ein angenehm hohes Tempo vor und hält dieses dann erfreulicherweise bis zum Einsetzen des Abspanns aufrecht. Nach gerade mal knapp 20 Minuten bricht in dem ehemals beschaulichen Örtchen das totale Chaos aus, worauf sich ein ereignisreiches Set-Piece (in einem Krankenhaus, Radiogebäude, Straßenzug, Waldstück, Bunker etc) nahtlos ans nächste reiht und so das Aufkommen von Langeweile effektiv verhindert – zweifelsohne ein nicht zu verachtender Faktor Schrägstrich Pluspunkt.

Angesichts der Gegebenheit, dass es keinerlei Charakterentwicklung zu verzeichnen gibt und den allesamt recht stereotyp daherkommenden Protagonisten letzten Endes nicht viel mehr abverlangt wird, als tatkräftig um ihr Überleben zu kämpfen, kann man sich über die getroffenen Casting-Entscheidungen wahrlich nicht beschweren. In der Hauptrolle ist die süße Mena Suvari („American Beauty“/„Stuck“/„American Pie“) zu sehen – eine reizvolle Wahl, da sie normalerweise nicht unbedingt dem in der allgemeinen Vorstellung verankerten Bild einer ausgebildeten Soldatin entspricht, hier aber als Corporal Sarah Bowman auftritt, welche ausgerechnet mit der Sicherung ihres Heimatstädtchens beauftragt wird und daher erwartungsgemäß schonmal private vor dienstliche Interessen stellt. Rasch entwickelt sie sich zu einem annehmbaren, sich der Lage entschieden stellenden und (vor allem) clever vorgehenden Sympathieträger. Mena macht ihre Sache anständig und vermag zu überzeugen – außerdem sieht in der Realität auch nicht jedes weibliche Mitglied der US-Streitkräfte wie Demi Moore in „G.I. Jane“ aus. Als ihr Vorgesetzter („Captain Rhodes“) bringt der mit Sicherheit nur aufgrund seiner Beteiligung an Snyder´s „Dawn“ verpflichtete Ving Rhames („Pulp Fiction“/„Con Air“) seine nicht mehr als fünf Minuten Screen-Time solide über die Bühne – an deren Ende schließlich das „Guilty Pleasure“ wartet, ihn in einem desolaten körperlichen Zustand (u.a. ohne Beine) beim Herausreißen und Futtern seines eigenen Augapfels beobachten zu dürfen. Michael Welch („All the Boys love Mandy Lane“) verbleibt als Sarah´s Bruder Trevor ziemlich blass, AnnaLynne McCord (TV´s „Nip/Tuk“) ist heiß und macht selbst mit ner AK-47 in Händen eine gute Figur, Ian McNeice („White Noise“) mimt einen „pfundigen“ Rundfunk-Moderator und Stark Sands („11:14”) ist als junger Rekrut „Bud“ Crain mit von der Partie – letztere agieren jeweils okay, nur halt nicht irgendwie herausragend oder weiter der Rede wert. Nick Cannon´s („Drumline“/„Bobby“) Beteiligung entpuppt sich derweil als ein zweischneidiges Schwert: Er verkörpert den „typischen urbanen Afroamerikaner“, der ständig einen „lockeren“, oftmals die Nerven des Publikums strapazierenden Kommentar auf Lager hat – nur grenzt diese zur Schau gestellte Attitüde deutlich an eine gar nicht mal abwegige Parodie auf derartige Parts (Stichwort: „Token Black Guy“) und harmoniert so, inklusive solcher Dinge wie dem beidhändigen Schießen, Wegkicken von abgetrennten Köpfen oder einer Überempfindlichkeit für tendenziell rassistische Sprüche, ganz nett mit dem vorhandenen Augenzwinkern des gesamten Werks. Sein Tod folgt übrigens prompt nach dem in die Runde geworfenen Einwand „Why do white People always want to split up?!“…

Technisch gesehen handelt es sich bei den in diesem Film Amok laufenden „Kreaturen“ um gar keine Zombies (im klassischen Sinne), denn die betroffenen Personen fallen einem vom Militär ursprünglich als biologischen Kampfstoff entwickelten, den Feind eigentlich für mehrere Stunden außer Gefecht setzen sollenden Virus zum Opfer, welcher allerdings nicht die erhoffte Wirkung zeigte, stattdessen mutierte und zu allem Überfluss (über die Luft verbreitet) aus der unterirdischen Forschungseinrichtung entwich sowie im nächsten Schritt die im nahe gelegenen Leadville ansässigen Menschen infizierte. Diese beginnen infolge dessen an Grippesymptomen und Nasenbluten zu leiden, bis später irgendwann das Gehirn aussetzt und sie nur Sekunden darauf mit glasigen Augen, unschönen offenen Hautstellen im Gesicht sowie einem unstillbaren kannibalistischen Drang zu neuem „Leben“ erwachen. Eine „CSI“-artige Simulation, wie sich die Zellen im Körper verändern, ließ mich in erster Linie genauso eher schmunzeln wie die schlagartige „Verwandlung“ an sich – aber hey, zumindest reichert das den unverkennbaren Spaß-Faktor zusätzlich an. Egal wie man diese Geschöpfe nun auch immer bezeichnen mag, legen sie fortan ein strikt zielgerichtetes Verhalten an den Tag und warten mit extrem gesteigerten, eventuell durch die unkontrollierte Adrenalinausschüttung (im Ansatz) erklärbaren Kräften auf, welche sie im vorliegenden Fall (u.a.) dazu befähigen, außergewöhnlich weit zu springen und/oder schnell zu laufen (vgl. „28 Days later“). Persönliche Anmerkung: Allgemein empfinde ich es als förderlich fürs Genre, dass die lahmen „Schlafwandel-Zombies“ der „Romero-Ära“ in diesem neuen Jahrtausend inzwischen weitestgehend diesen „flinken“ Vertretern gewichen sind, da die von ihnen ausgehende Geschwindigkeit und Brachialgewalt den generellen Grad an Bedrohung und Spannung deutlich erhöht. Ferner wurde die bereits in anderen Projekten angerissene Idee erneut angegangen, dass kürzlich erst „verstorbene” Exemplare ja im Grunde genommen auf bestimmte Gedächtnisfetzen und Verhaltensmuster zurückgreifen können müssten – selbst wenn dies nur rein instinktiv geschieht. So werden wir Zeuge, wie ein „einstiger“ Vegetarier sich weigert, (Menschen-)Fleisch zu verspeisen, vertraute Stimmen noch immer erkannt werden oder „ehemalige“ Soldaten (natürlich unkoordiniert) weiterhin mit ihren Waffen zu hantieren versuchen. Was man mit dem Begriff „Evolution“ umschreiben könnte, sollte jedoch nicht zu überstürzt vorangetrieben werden – was hier allerdings unglücklicherweise geschah: Ohne Begründung ist es diesen Zombies auf einmal möglich, für kurze Momente die Schwerkraft zu überwinden und sich entlang der Wände oder gar Decke zu bewegen („Spiderman“ lässt grüßen) – des Weiteren zerplatzen ihre Köpfe, wenn sie Flammen direkt ausgesetzt werden. Ähm, ja. Diese (scheinbar willkürlich auftretenden) Übertreibungen wirken nahezu lächerlich in ihrer präsentierten Art, zumal man sich zu keiner Zeit bemüht hat, sie in irgendeiner Form zu begründen oder überhaupt mal zu thematisieren…

Handwerklich weist der Streifen mehrere arg offensichtliche Verfehlungen auf – wobei in der Hinsicht wohl vorrangig der Einsatz etlicher CGI-Zusätze zu nennen wäre: Zwar griffen die Verantwortlichen angenehm häufig auf „traditionelle“ Effekte zurück (Latex-Wunden, abgerissene Gliedmaße etc), welche sich ihrerseits durchaus sehen lassen können, ergänzten diese allerdings recht oft um aus dem Computer stammende Zusätze, die zum Teil völlig unnötig anmuten (massig animiertes Blut) und zudem qualitativ stets zwischen „geht so“ (Einschüsse) und „ziemlich mies“ (Feuer) schwanken. Brutale Szenen gibt es jedenfalls zuhauf und bis zum Abwinken, was die Gore-Hounds da draußen relativ zufrieden stellen dürfte, zumal die meisten Details nicht von übermäßig ungestümen Schnittfolgen verschluckt werden. Insgesamt erweckt der vorherrschende Look, forciert von diversen uninspirierten Kamera- und Editing-Mätzchen sowie der nicht sonderlich geglückten „Zeitraffer-Verwendung“ in verschiedenen Sequenzen, gelegentlich einen etwas „kostengünstigen“ Eindruck, den ich aber auch nicht (negativ) überbewerten möchte. Regisseur Miner verlieh den Geschehnissen einen auffällig „altmodischen“ Touch, was bereits beim Einstieg beginnt (Teens, die sich in einem verlassenen Gebäude im Wald zum „Rummachen“ treffen) und sich dann inhaltlich wie inszenatorisch durch den gesamten Verlauf zieht. Darüber hinaus arrangierte er einige coole Einstellungen (wie als eine Gruppe Zombies simultan aus der oberen Fensterreihe der Klinik springt) und griff auf bestimmte Situationen zurück, die seit jeher einfach Laune verbreiten – á la einen Abstecher in den gut bestückten örtlichen Waffenlanden mit anschließender Nutzung der breiten Palette an „Verteidigungsmitteln“ (Klingen, Flinten, Pistolen, Gewehre). Routiniert setzte Miner das ihm gelieferte Skript um – bloß liegt genau dort ein zentrales Problem, denn es sind die Schwächen der oberflächlichen und schlichtweg zu viele abgenutzte Motive aufweisenden Vorlage, die letztendlich ein dauerhaftes und umfassendes Ausschöpfen des evidenten Unterhaltungspotentials verhindern. Natürlich ist mir die Tatsache bewusst, dass man B-Movie-Trash wie diesen nicht unbedingt penibel unter die Lupe nehmen sollte – doch so manch ein Logikaussetzer, lahmer Zufall, üble Dialogzeile oder geistesarme Entscheidung hätte nun wirklich nicht sein müssen…

Fazit: Alles in allem handelt es sich bei „Day of the Dead“ (2008) um einen recht kurzweiligen, artverwandte „DTV“-Ware überlegenen, einen eigenwilligen Sinn für Humor sowie eine ansprechende Menge an Action und Gore aufweisenden Trash-Streifen, der mich irgendwie unweigerlich an Uwe´s „House of the Dead“ erinnerte und mit Romero´s 1985er Film so gut wie nichts gemein hat, weshalb übrigens auch in den Credits keinerlei Bezug zu jener Produktion hergestellt wird…

:liquid5: nahe der Grenze zur :liquid6:


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Day of the Dead: Bloodline

Beitrag von Vince » 29.04.2008, 18:55

freeman beißt zu:

Day of the Dead: Bloodline

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Originaltitel: Day of the Dead: Bloodline
Herstellungsland: Bulgarien
Erscheinungsjahr: 2018
Regie: Hèctor Hernández Vicens
Darsteller: Sophie Skelton, Johnathon Schaech, Jeff Gum, Marcus Vanco, Mark Rhino Smith, Lorina Kamburova, Shari Watson, Rachel O'Meara, Cristina Serafini u.a.

Mal wieder wurde die Welt von Zombies überrannt. Ein paar letzte Überlebende darben in einer unterirdischen Militäreinrichtung vor sich hin und versuchen, eine Heilung gegen den Zombie-Virus zu finden. In Gestalt eines nicht komplett verwandelten Zombies namens Max hoffen sie den Ausweg gefunden zu haben... Das Ergebnis ist ein definitiv nicht blutleeres Remake von George R. Romeros "Zombie 2".
:liquid4:

Zur Kritik von "Day of the Dead: Bloodline"

In diesem Sinne:
freeman

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Beitrag von EatenAlive » 29.04.2008, 19:50

Vince hat geschrieben:Eigentlich neige ich dazu, deiner Meinung zu Zombie-Filmen nicht allzu viel Vertrauen zu schenken. Ein Beispiel findet sich gleich oben in der "Contagium"-Kritik:
Zähneknirschend mussten sie dann auch noch hinnehmen, dass sich das „Dawn of the Dead“ Remake 2004 als großes Kino entpuppte
Ähm...äh...ja. ;)

Wir haben da einfach vollkommen konträre Ansichten; diese Schnellviecher mögen zeitgemäß sein, mit Zombies im tradierten Sinne haben sie aber eben nix zu tun und Zombies im tradierten Sinne möchte ich bitte sehen. Diese flinken Teile sind nix anderes als amoklaufende Psychopathen, die zufällig ein paar Körperteile verloren haben... von der eigentlichen "Zombie-Aura" ist da nix mehr zu spüren. Ich fahre da immer besser, wenn ich versuche, sowas gar nicht als Zombiefilm zu verstehen...
Davon abgesehen ist "Land of the Dead" imo genauso unter- wie das Dawn-Remake überschätzt.

Bei dem Day-Remake mach ich aber glaub ich nicht allzu viel falsch, dir mal zu vertrauen. Die Zeichen scheinen ja wirklich auf bessere dtv-Ware zu stehen. Und wenn der kotzende Zombie auf dem Cover einen Vorteil hat, dann den, dass man gar nicht auf die Idee kommt, eine Produktionsqualität wie die des "Dawn"-Remakes (zumindest diese Qualität gestehe ich ihm zu) zu erwarten. Also immer her mit dem Zombiebraten, Herr Miner.
Bei den ganzen Romero Remakes kräuseln sich mir die Fingernägel. Das Dawn of Dead Remake war zwar optisch sehr schön, aber inhaltlich ein Armutszeugnis, verglichen mit dem Original. Da hab ich mir lieber den unterschätzten Land of Dead angeschaut, auch wenn der natürlich optisch etwas altbacken war.
Die ganzen Remakes sind halt was für die Avril Lavigne-MTV-Generation. :wink:
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Beitrag von Vince » 29.04.2008, 21:13

EatenAlive hat geschrieben:Bei den ganzen Romero Remakes kräuseln sich mir die Fingernägel. Das Dawn of Dead Remake war zwar optisch sehr schön, aber inhaltlich ein Armutszeugnis, verglichen mit dem Original. Da hab ich mir lieber den unterschätzten Land of Dead angeschaut, auch wenn der natürlich optisch etwas altbacken war.
Die ganzen Remakes sind halt was für die Avril Lavigne-MTV-Generation. :wink:
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Beitrag von StS » 30.04.2008, 06:24

Immer diese ewig gestrigen Leutchen... :wink:

Bin mal gespannt, wie andere Stimmen zu Miners Film hier so ausfallen - im GF und der Ofdb gehen die Meinunge ja schön auseinander, wobei ich mich da dezent in der Mitte platziert hab. Wichtig ist in diesem Fall halt wirklich, die "Neuversion" nicht mit dem "Original" zu vergleichen.

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Beitrag von freeman » 30.04.2008, 08:52

Wird net passieren, da ich das Original net kenne :lol: (also mal abgesehen von dem Stümperflickenteppich auf Arte). Meinereiner geht da mit dem StS konform. Es gab im Horrorgenre lange keine so geil beklemmende und schockierende Szene mehr, wie die, wenn in 28 Days Later die Zombies auf einmal losrennen! Hammerszene ... immer wieder ... und seitdem steh ich mehr auf diese flotten Viecher als die durch pure Masse punktenden Zombies, bei denen sich mir eh immer diverse Logikfragen stellen, wie: Wie kommen die jetzt in der Masse zu dem Punkt. Warum ist ein normal laufender Typ nicht schneller als schlurfende Modermänner ... Gut, Schwimmerzombies wie in Bolls Streifen müssen net sein und auch Spidermanzombies klingen nach nem bisserl too much, alles in allem ist die Neugier aber geweckt. Auch wenn Mena Suvari auf den Shots sehr lächerlich aussieht ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 30.04.2008, 16:27

28 Days Later war auch der einzige aus der Welle, dem ich was abgewinnen konnte... Dawn vom Snyder ist einfach nur belanglos bis zum Abwinken.

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Beitrag von daemonicus » 30.04.2008, 17:13

Dawn vom Snyder ist einfach nur belanglos bis zum Abwinken.
Ja, aber rockt. :D

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Beitrag von Vince » 30.04.2008, 17:14

Näää... ich fand den über weite Strecken erstaunlich langweilig. Einfach weil der so substanzlos ist. Hat nie gefunkt zwischen mir und dem Film, da lob ich mir das "lahme" Original (von dem ich allerdings auch mal ne ordentliche Fassung bräuchte).

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Beitrag von StS » 30.04.2008, 17:30

Och, biddeschön, Herr Vince - nun mal ehrlich: Allein der fantastische Einstieg raucht den ollen Romero doch in der Pfeife - und so gehaltvoll waren seine Dinger nun auch beim besten Willen nicht... :wink:

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Beitrag von Vince » 30.04.2008, 17:36

Ein Grottenfilm ist es natürlich nicht... wie gesagt, er ist optisch schick. Andererseits ist die Frage, ob man sowas bei einem Zombiefilm überhaupt braucht... na ich hatte auf jeden Fall keine Schmerzen beim Gucken, dem Hype wird er aber nicht gerecht. Bzw. eigentlich schon, denn was gehypt wird ist ja meistens belanglos. Ach egal, jedem das seine. Geschmackssache.

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Beitrag von StS » 30.04.2008, 17:51

Die Umkehrfrage für mich ist ja, ob Du im Gegenzug die Romero-Streifen auch auf jenem Podest sieht, auf das sie manche da draußen stellen...?

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Beitrag von Vince » 30.04.2008, 19:10

Ach nö, aufm Podest isser bei mir nicht... 7/10 und schwächster Film der Reihe. Aber besser eben, als er oft gemacht wird.

EDIT: Ach so, du meinst die komplette Romero-Reihe... da kommts drauf an, was du mit Podest meinst. Night kriegt dicke 8 bzw. knappe 9, Dawn kriegt 9 (zumindest seit ich die Originalfassung kenne, erstmalig hab ich den in dieser Version gesehen, die jeden Filmschnipsel an Bord hat - ist leider auch bisher noch der einzige, den ich auf DVD habe) und Day kriegt knappe 8.

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Beitrag von EatenAlive » 30.04.2008, 19:39

Vince hat geschrieben: EDIT: Ach so, du meinst die komplette Romero-Reihe... da kommts drauf an, was du mit Podest meinst. Night kriegt dicke 8 bzw. knappe 9, Dawn kriegt 9 (zumindest seit ich die Originalfassung kenne, erstmalig hab ich den in dieser Version gesehen, die jeden Filmschnipsel an Bord hat - ist leider auch bisher noch der einzige, den ich auf DVD habe) und Day kriegt knappe 8.
Dito, was die Bewertungen betrifft. Diesen komischen Argento-Romero Ultimate Cut hab ich noch hier rumliegen, der schießt wirklich etwas über das Ziel hinaus.
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Beitrag von StS » 30.04.2008, 22:11

@ Vince: Ah, okay - bist also doch einer von "denen"... :wink:

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Beitrag von Ed Hunter » 29.05.2008, 22:10

So, gesehen und kann mich StS' Review nur anschließen.

Knappe :liquid6: für nen nicht herausragenden, aber kurzweiligen Actionhorror-Trashfilm mit etwas billig wirkenden Effekten (CGI, Speedup/Zeitraffer), aber flotter Zombie-Metzelei.
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Beitrag von freeman » 30.05.2008, 09:09

Der is ja sogar schon ne Weile bei uns draußen ... hab ich irgendwie gar nicht mitbekommen. Was hast du da gesichtet Ed? Die EMS Scheibe? Wie ist die qualitechnisch? Denn da kann man ja auf nen schmalen Preis hoffen ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Ed Hunter » 30.05.2008, 15:12

Ähmm....*räusper*...hm... :lol:


War nicht die ems-Scheibe, sondern ein Bootleg, das ich letzten Monat im Urlaub in Athen so nem Straßenverkäufer für 2 Euro abgeknöpft habe. :oops: :wink:
Quali des ganzen war aber erstaunlicherweise richtig gut...nur dass alle 10 Minuten ein "for screening purposes only" übers Bild geklatscht wurde, hat bisschen gestört. :lol:
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Beitrag von freeman » 27.06.2008, 09:05

DVD von EMS gestern billig aus der Theke mitgenommen und kann mich dem Stefan eigentlich nur anschließen ...

Spannung, Horror, Atmosphäre oder dergleichen findet man in dem Streifen nirgends, dafür aber ein echtes Pfund an Zombiemetzelaction, das extrem hochtourig daherkommt und eher an einen Actionfilm denn einen Horrorstreifen gemahnt. Dabei geht jeder Anflug von Langeweile oder dergleichen sofort über Bord, denn hier wird fast augenblicklich ein hohes Tempo eingeschlagen, das man auch nicht mehr verringert ... die kurze Laufzeit tut ihr Übriges. Innovationen sucht man dabei vergebens, ist aber kein echtes Problem. Spaß hat man auch so ... und die Rennerzombies machen echt Gaudi ... vor allem, wenn sie vor dem Gerenne noch saucool Fenster einschlagen oder aus höheren Stockwerken springen ... coole Sache das.

Und sie hier: AnnaLynne McCord als Nina is ja wohl mal nen echtes Brecherbabe ... dazu fett farbgesättigte dynamische Bilder von Steve Miner ... ich hatte meinen Spaß ...

:liquid7:

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Beitrag von StS » 27.06.2008, 11:35

Fein, fein, dass er Dir (auch) zugesagt hat! :D

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Beitrag von Vince » 24.09.2011, 19:38

Day of the Dead (Steve Miner)

Angenehm flott erzählt und dabei so schludrig, dass man gar nicht erst in Versuchung kommt, den inhaltlich zu zerreden. Gerade wenn ein Zombie die Decke hochspringt und damit die Quersumme aus "Jeepers Creepers" und "Die Mumie" erreicht oder ein Zombie wie "Fido" brav auf dem Rücksitz bleibt, ist es vorbei mit dem Ernstnehmen. Mal ganz davon abgesehen, dass Mena Suvari im Militärdress ähnlich affig aussieht wie Tara Reid im Wissenschaftleroutfit ("Alone In The Dark"). Miner macht eben, was er kann, er schnoddert roten Saft durch die Gegend und lässt die Kamera bei Attacken mit doppelter Geschwindigkeit abspielen. Ein Gefühl der Bedrohung oder gar der Apokalypse kommt zu keiner Zeit auf, dafür ist das "Day"-Remake viel zu sehr Unterhaltungsfilm. Komisch nur, dass der Film so unvermittelt endet - fast so, als würde noch was fehlen.
:liquid5:

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Day of the Dead: Bloodline

Beitrag von freeman » 17.01.2018, 17:32

Day of the Dead: Bloodline

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Mal wieder wurde die Welt von Zombies überrannt. Ein paar letzte Überlebende darben in einer unterirdischen Militäreinrichtung vor sich hin und versuchen, eine Heilung gegen den Zombie-Virus zu finden. In Gestalt eines nicht komplett verwandelten Zombies namens Max hoffen sie den Ausweg gefunden zu haben... Das Ergebnis ist ein definitiv nicht blutleeres Remake von George A. Romeros "Zombie 2".
:liquid4:

Zur Kritik von "Day of the Dead: Bloodline"

In diesem Sinne:
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