War (aka Rogue Assassin)

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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John_Clark
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War (aka Rogue Assassin)

Beitrag von John_Clark » 25.05.2008, 23:38

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Originaltitel: WAR
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Regie: Philip G. Atwell
Darsteller: Jet Li, Jason Statham, Devon Aoki, Sung Kang, ...

Die Begegnung Jason Statham vs. Jet Li verspricht uns "WAR". Doch nach dem fast-Debakel "Chaos", welcher die Begegnung Jason Statham vs. Wesley Snipes versprach und sich schlussendlich als totaler Ryan Phillippe-Film entpuppte, war ich dementsprechend vorsichtig.

Inhalt:
Der Partner des FBI-Agenten Jack Crawford wurde samt seiner Familie bei einem brutalen Attentat ermordet. Der hinterhältige Anschlag geht auf das Konto des Auftragskillers Rogue. Der hitzköpfige Crawford setzt nun alles daran, den Killer zu fassen. Während er sich förmlich in den Fall verbeißt, treibt ihn der gerissene Killer immer weiter in neue, gefährliche Situationen. Und je näher Crawford Rogue auf die Spur kommt, desto raffinierter und brutaler werden seine Methoden. Zwischen dem zu allem entschlossenen FBI-Agenten und dem eiskalten Attentäter entwickelt sich eine mörderische Hetzjagd, die keine Gnade kennt.

Statham auf Rachemodus und Jet Li als Bad Guy - beste Ausgangslage für einen richtigen Kracher also. Und mit einer Spieldauer von 98 Minuten sollte "War" eigentlich ein richtig knackiger Actionfilm sein. Über die ernüchternden Kritiken im WWW sah ich hinweg und freute mich sehr auf "War"'s Release.

Ernüchterung im wahrsten Sinne. Startet "War" ziemlich furios und war die Ausgangslage der Geschichte nach 9 guten Spielminuten schon gegeben, gehts bergab. Zwar wird der Film nie ganz langweilig - bleibt jedoch weit davon weg, ein richtig guter Actionfilm zu sein.

Jason Statham macht eigentlich keinen grossen Fehler und spielt sein bestes - als leichter Fan von ihm (ich oute mich als Crank- und Transporter-Liebhaber) frage ich mich, ob Statham vielleicht nur wirklich spezielle Rollen wie die des schweigsamen Transporters oder eben des Adrenalin-Ausstossenden Killers (nicht zu vergessen den psychopathischen Torhüter in "Mean Machine") die einzigen Rollen sind, in denen Statham und seine Fähigkeiten wirklich aufblühen können.

Jet Li's Auftritt ebenfalls als leichte Enttäuschung angesehen werden. Obwohl ein harter Killer, darf Li viel zu wenig richtig vom Tresen ziehen und mal ein wenig Wushu auspacken. Es wirkt, als ob Li seine Rolle aus Lethal Weapon 4 irgendwie fortsetzt - ein absolut wortkarger Killer mit stets leicht lächelndem Blick.

Auf das erwartete Aufeinandertreffen der beiden Actiontitanen Statham und Li darf der Zuschauer dann auch lange warten...

... und wird brutal enttäuscht werden. Denn Regisseur Philip G. Atwell hat es versäumt, die Fightszenen richtig gut darzustellen. Ein schnelles und wirres Gekicke, Geschlage, Gestosse und Geballere ist das Resultat und wirkt alles andere als wirklich ansehnlich. Ganz grosses Minus!

Positives gibts jedoch auch bei diesem Werk. Es wird dem Zuschauer nicht wirklich langweilig - immer geht irgendwas. Coole Autos kommen vor, coole Kleider, zwei coole Darsteller - und als wirklich gelungen darf man den Storyturn nennen, der sich im letzten Drittel des Films vollzieht. Da gibts doch noch eine nette Überraschung.

Fazit: Viel zu durchschnittlich und unspektakulär - hier wurde eine weitere Riesengelegenheit für ein legendäres Aufeinandertreffen zweier Actionhelden ausgelassen. Freue ich mich doch lieber auf "Crank 2" und "The Transporter 3".

:liquid6:

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Bild Ed Hunter mag, was er da sieht:

Gut ist es um das traditionelle Actionkino nicht bestellt in unseren Tagen: Inmitten überteuerter und CGI-überfrachteter Mammut-Blockbuster, am Rechenknecht zusammengeschusterter PG-13-Ware und einer nicht enden wollenden Welle von Comic- und Videogame-Adaptionen hat sich der gute alte Actionfilm denkbar rar gemacht. Geht hin und wieder eine Produktion immerhin das Risiko eines R-Ratings ein und serviert Haudruff-Krawall der härteren Gangart, so rekrutiert sich das Angebot überwiegend wahlweise aus hippen, modern aufgezogenen Highspeed-Filmen wie „Crank“ oder „Shoot Em Up“, wenngleich letzterer auch mit Referenzen an die Klassiker eines John Woo aufwarten konnte, oder stellt auf gewalttätigerem Ausgangsmaterial basierende Comic- und Videogameware dar, wie es beispielsweise die „Resident Evil“-Filme oder das letztjährige stylishe Leinwanddebüt des „Hitman“ präsentierten.
Klassische Action im Geiste der 80er- und 90er-Jahre findet darunter nur noch allzu selten ihren Platz, neben der liebevollen Nostalgie-Hommage „The Marine“ war es 2007 vor allem der formidable Sniper-Kracher „Shooter“ des Genrekönners Antoine Fuqua, der vorexerzierte, wie die konsequente Transferierung alter Tugenden in modernes Post-Millenniums-Gewand auszusehen hat. Mit dem ursprünglich als „Rogue“ angekündigten und in diversen Ländenr als „Rogue Assassin“ releasten „War“ geht dieses Jahr endlich ein weiterer gelungener Vertreter dieser Zunft an den Start, der es in Deutschland unverständlicherweise lediglich zu einer direct-to-DVD-Premiere brachte, kann er doch in den Hauptrollen mit einem wahrhaft namhaften Duell der Giganten aufwarten:

Im Regiedebüt von Philipp G. Atwell treffen keine geringeren als Jet Li und Jason Statham als erbitterte Antagonisten aufeinander. Zwar war Statham Li schon 2001 in James Wongs insgesamt enttäuschender PG-13-Sci-Fi „The One“ als zwischen Paralleluniversen umherspringender Cop auf den Versen, damals hauptsächlich aus den Guy-Ritchie-Knallern „Bube, Dame, König und GrAs“ und „Snatch“ bekannt allerdings noch nicht mit dem Status eines ebenbürtigen Genrehelden versehen und folglich in eher kleiner Rolle untergebracht.
Anno 2008 hat sich das geändert: Während Dwayne „The Rock“ Johnson sich nur noch in Komödien und Familienproduktionen verheizen lässt und auch Konkurrent Vin Diesel länger nichts mehr von sich hören ließ und allenfalls auf ein Genrecomeback in Mathieu Kassovitz’ „Babylon A.D.“ hoffen kann, ist der charismatische Brite der einzige, der sich nicht nur einen beachtlichen Ruf als Actiondarsteller aufbauen konnte, sondern selbigem auch in zahlreichen Genreproduktionen treu bleibt und nicht in erster Linie auf dem DTV-Markt, sondern der großen Leinwand zu bewundern ist, wo ihm die „Transporter“-Reihe, der in Kürze fortgesetzte „Crank“ oder demnächst das „Frankensteins Todesrennen“-Remake „Death Rache“ erfolgreiche Präsenz sichern. Nur für den Home Entertainment- Mark releaste Streifen wie „Chaos“ bilden die Ausnahme, auch „War“ feierte in den USA auf der großen Leinwand Premiere. Warum den Film in Deutschland das „Lucky Number Slevin“-Schicksal ereilte und trotz Starbesetzung kein Kinostart drin war, bleibt schleierhaft.
Zumal mit Jet Li ein mehr als zugkräftiger Überstar an Bord ist: Zwar cancelte man vor knapp zwei Jahren bereits unverdienterweise das Lichtspielhaus-Release des schlicht meisterlichen Hongkong-Epos „Fearless“, neben „Hero“ waren jedoch zumindest seine europäischen und US-Produktionen, zuletzt beispielsweise „Unleashed“ und „Born 2 Die“, stets auf der großen Leinwand zu bewundern gewesen. Und mit „War“ legt der momentan zweigleisig fahrende Li, der Hongkong-Produktionen wie „The Warlords“ gleichermaßen beehrt wie US-Streifen à la „Die Mumie 3“ seinen vielleicht besten Auftritt der West-Filmografie hin: „Romeo Must Die“ und „Kiss of the Dragon“ waren spaßig, „The One“ und „Born 2 Die“ eine Enttäuschung, „Unleashed“ solider Durchschnitt, die Performance der „Once Upon A Time in China“-Legende in Atwells „War“ als eiskalter, legendärer Profikiller stellt zweifellos ein neues Highlight dar.

Vor drei Jahren ermordete die Hitman-Legende Rogue (Jet Li) den Partner (Terry Chen) des FBI-Agenten Jack Crawford (Jason Statham) samt Familie. Nun mehren sich die Anzeichen, dass der dank zahlreicher Gesichtsoperationen einem Phantom gleichende Contract Killer in eine aufflammende Fehde der Triaden und Yakuza-Kartelle von San Franciso verwickelt ist. Während die verfeindten asiatischen Gangsterbosse die Küstenmetropole in einen Kriegsschauplatz verwandeln, sieht Crawford die Zeit für seine Rache gekommen – doch Rogue spielt ein undurchschaubares Spiel, in dem nicht einmal seine Auftraggeber ihres Lebens sicher sein können…
In Sachen Story erfindet „War“ das Rad mit Sicherheit nicht neu, was ihm aber weniger als Nachteil denn nostalgischer Pluspunkt angerechnet werden sollte: Schließlich lieferte in den 80ern und 90ern kaum etwas so schöne Genreplots wie Unterwelt-Kriege der Triaden und Yakuza und das Revenge-Motiv der Handlung komplettiert das wunderbare Retro-Vergnügen – das sich wie schon bei „Shooter“ jedoch keineswegs in bewusst altmodischer Vergangenheits-Hommage manifestiert, sondern ganz im Gegenteil so hip, stylish und modern daherkommt, wie es sich für einen Actionfilm von heute gehört. Die (fast) perfekte Symbiose alter Tugenden mit chicem Up-to-Date-Gewand ist bei „War“ beispiellos geglückt, sodass dem kurzweiligen Entertainment nichts mehr im Wege steht.

Die Handlung gestaltet sich nicht über die Maßen komplex, erschöpft sich aber auch nicht in einem billigen Alibiplot, der in den ersten fünf Minuten bereits erzählt ist, sondern präsentiert dem Zuschauer ein unterhaltsames Crime-Verwirrspiel aus der San Franciscoer Asia-Unterwelt, in dem Protagonist Rogue fast im Minutentakt die Seiten zu wechseln scheint, sodass man nie weiß, woran man bei dem stilvollen, wortkargen Martial-Arts-Hitman gerade ist. Die netten Wendungen kulminieren am Ende schließlich in einem wirklich gelungenen Story-Twist, der Rogues Identität auf hübsch verblüffende Weise lüftet und dem finalen Duell zwischen Li und Statham einen ganz anderen Background verleiht.
Selbiges kämpferisches Zusammentreffen beschränkt sich auch tatsächlich auf den Showdown, denn zuvor werden abgesehen von einer glasbruchintensiven Fußverfolgungsjagd über Hausdächer Konfrontationen der Hauptdarsteller ausgespart und sich lieber darauf konzentriert, wahlweise Li die Gangsterhorden oder Yakuza und Triaden sich gegenseitig abschlachten zu lassen. Stathams Cop ist da vom Actionstandpunkt her lange etwas unterbeschäftigt, lässt sich von Rogue an der Nase herumführen, sinnt seinen Rachegedanken nach und schnüffelt den Unterwelt-Geschäften der verfeindeten Organisationen hinterher, in denen gestohlene Luxuskarossen genauso wie wertvolle Pferdestatuen eine wichtige Rolle spielen.

Philipp G. Atwells Inszenierung der Chose gestaltet sich dabei als sensationeller Style-Overkill, der schillernde Hochglanzoptik mit teuflisch chicen Slow-Motion-Shots, einem coolen Soundtrack und jeder Menge dekorativer Bildinhalte kombiniert: Chice Sportwagen, nackte Mädels und schillernde Locations kommen in perfekt getimtem Schnittgewitter zur Geltung, das sich lediglich auf die Actionszenen negativ auswirkt.
Zwar engagierte man mit Hongkong-Legende Corey Yuen einen fähigen und dank der Coregie bei den beiden „Transporter“-Filmen auch bestens mit Statham vertrauten Martial-Arts-Choreografen, in der teils hektischen Inszenierung können einige Actionsequenzen aber leider nicht ihre volle Wirkung entfalten. Einen Kampfkunst-Overkill sollte man von „War“ des Weiteren ebenfalls nicht erwarten: Während Statham nur sehr vereinzelt Transportersche Skills auspacken muss, um sich der Gegnerhorden und im Showdown-Duell schließlich Rogue zu erwehren, bekommt auch Li nicht im Übermaß Gelegenheit, seine Martial-Arts-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Ist es einmal soweit, ist es jedoch wie gewohnt ein Fest, dem Meister beim Austeilen zuzusehen.
Vielmehr aber konzentriert sich „War“ auf eine ausgewogene Mischung aus allen Angeboten der gängigen Actionpalette, wechselt Shootouts mit Explosionen, Auto- und Motorradjagden mit reichlich Swordplay ab. Neben dem Variantenreichtum ist es vor allem die erfrischend kompromisslose Härte, die den nicht immer optimalen Schnitt kompensiert: Ohne je zum selbstzweckhaften Splatterfest zu werden, geht es in „War“ hübsch grausam und brutal zur Sache, werden Köpfe und sonstige Extremitäten abgehackt, Leute durchbohrt und mit Samuraischwertern zersäbelt oder wahlweise blutigen Headshots niedergestreckt. Dass hier wirklich keine der involvierten Seiten mit fairen Mitteln kämpft, mitten in Martial-Arts-Fights kurzerhand in „Raiders of the Lost Arc“-Manier Schwertkämpfer mit Pistolen über den Jordan geschickt werden, sobald einer der Beteiligten eine Schusswaffe in die Hand kriegt, macht den zu Recht ein R-Rating tragenden Streifen umso spaßiger.

Schauspielerisch gibt es freilich keinen Grund zur Klage: Während mit Devon Aoki („DOA – Dead or Alive“) als Yakuza-Tochter noch ein bekanntes Gesicht in einer Nebenrolle zu sehen ist, gehört die Bühne ansonsten voll und ganz Li und Statham, die das Geschehen famos zu tragen vermögen. Li transportiert mit Minimalmimik eine souveräne Badguy-Performance (allein eine Szene gegen Anfang, in der er in einem Club aufräumt, ist grandios) und Statham zeigt einmal mehr, dass er die coolste Sau unter der Sonne und der fähigste Mann ist, den das aktuelle Hollywoodsche Actionstar-Aufgebot zu bieten hat.

Fazit: Das Aufeinandertreffen der Actionikonen Jet Li und Jason Statham erweist sich als wundervoller, traditioneller Actionthriller, der Oldschool-Tugenden bravourös mit stylisher, moderner Inszenierung verbindet. Sicherlich ist die Story über weite Strecken nicht neu, wenngleich sie mit einem überaus gelungenen Twist gegen Ende aufzuwarten vermag, und auch die Actionszenen weisen teils inszenatorische Schwächen auf, können dank Abwechslungsreichtum und erfrischender Härte den Genrefan aber dennoch voll und ganz überzeugen. Ein famoses Fest und der beste Oldschool-Update-Streifen seit „Shooter“.

:liquid8:

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Beitrag von StS » 26.05.2008, 06:28

knappe :liquid8:

Wow - es gab ja doch noch einen (neben "Shooter") wirklich gelungenen "Old-School-Action-Streifen im modernen Gewand" im Jahre 2007! Die Handlung ist natürlich, mit Ausnahme des recht unerwarteten und gelungenen Twists, extrem belanglos und ausgelutscht - aber zumindest ist die Inszenierung schnittig sowie die Action ansehnlich und brutal. Echt nette, kurzweilige Unterhaltung - gefiel mir! :D

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Beitrag von McClane » 26.05.2008, 08:39

Mir hat er auch gefallen. Den Twist am Ende fand ich wirklich gut und hab ihn auch nicht kommen sehen; auch der Behauptung die Action wäre schlecht inszeniert, kann ich mich nicht anschließen. In der Mitte hängt die Chose vielleicht etwas, doch das Gebotene macht Laune, Sachen wie der Fight Jet Li vs. Kane Kosugi (leider etwas kurz) sind kleine Schmankerl für den Genrefan.

Gute :liquid7:
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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 26.05.2008, 12:44

Hm, bekomme immer mehr Lust auf den Streifen :)
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Beitrag von Vince » 26.05.2008, 12:47

Also ich hatte auch eher Kritiken im Kopf, die mit John Clarks Meinung übereinstimmten und deswegen gar nicht erst in Erwägung gezogen, mich für den Film zu interessieren, bis er in der 5-Euro-Sektion angekommen ist. Hmm, mal schau'n, so richtig falsch macht man dann ja offenbar doch nix...

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Beitrag von freeman » 26.05.2008, 21:46

Fetter Film, gelungener Twist, cooles Hauptdarstellergespann und megabrutale Action. Kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt ein solches Riff gesehen habe. Vor allem der rigoros und eiskalt durch die Figuren fahrende BrutaloJetLi mit Eisblockmimik lässt es einem eiskalt den Rücken runterfahren! Dagegen ist seine Bad Ass Einlage in Lethal Weapon Kindergarten Krabbelgruppe ... Jason Statham schaltet oft genug in den Stiernackenmodus, um dagegen noch halbwegs bestehen zu können. Was mich gestört hat: Sountrack Ass Brian Taylor wird nur in einer Szene von der Leine gelassen und die Autoverfolgungsjagd ist zu brav. Ansonsten aber eine herrliche Rückbesinnung auf die glorreichen alten Zeiten ... nur eben im hypermodernen Gewand ... Top ...
:liquid8:

Längeres Review lasse ich sicher noch folgen.

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von Herzfresser » 26.05.2008, 21:51

Mein Fazit:

Die starke Kombination Jet Li/Jason Statham lässt über Mankos wie Storyunlogiken und das Fehlen jeglicher Spannung hinwegsehen, und begeistert dafür mit einigen wirklich brachialen und hervorragend umgesetzten Actionsequenzen, in welchen sich gut choreografierte Massenfights mit blutigen Shootouts abwechseln. Der Härtegrad des Filmes ist angenehm hoch, es werden Körperteile abgetrennte, Knochen gebrochen und blutige Einschüsse verteilt. Der Film krankt etwas an der zeitweise etwas überhand nehmenden Schnittstakkato-Inszenierung, und kommt nach einem krachenden Einstieg etwas zu zögerlich in Fahrt, reiht dafür aber vor allem gegen Ende hin dann wirklich eine bombastische Actionszene an die nächste. Ein wenig verwirrend fällt die Story an sich aus, welche nämlich gerne mehr wäre, als sie überhaupt sein kann. Dadurch erhält das Finale einen faden Beigeschmack, da die vielen Storyfäden viel zu schnell zusammenlaufen und das im Grunde genommen sehr dramatische Ende äusserst abrupt über den Zuschauer hereinbricht. Aber nevertheless, schon nur alleine der Schlussfight zwischen Statham/Li dürfte mehr als einen Blick wert sein!

:liquid6:
And who the hell is Stuntman Mike?

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Beitrag von John Woo » 30.05.2008, 23:19

knappe :liquid8:

Mal abgesehen vom sehr gelungenen Twist ist die Story sicherlich relativ belanglos (aber ausreichend), und der Mittelteil hängt auch etwas, aber die Edeloptik, die rasante, vollkommen CGI- und Wackelkamerafreie inszenierte Action und die gut aufgelegten Darsteller machen den Film zu einer für mich echt positiven Überraschung. Mehr davon, please!

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Beitrag von Montana » 01.06.2008, 19:35

Dito... habe im Tageboch aber sogar 8.5 gezückt. Der Twist ist auf jedenfall sehr cool und gelungen 8-)

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Beitrag von John Woo » 01.06.2008, 19:45

Montana hat geschrieben:Der Twist ist auf jedenfall sehr cool und gelungen 8-)
Ahja? Das hat gestern aber noch anders geklungen? :wink:

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Beitrag von Montana » 01.06.2008, 21:28

John Woo hat geschrieben:
Montana hat geschrieben:Der Twist ist auf jedenfall sehr cool und gelungen 8-)
Ahja? Das hat gestern aber noch anders geklungen? :wink:
Wie gesagt, auf Grund deiner Vorschusslorberen für Jet Li hatte ich ihn viel Böser, Polarisierender erwartet 8-)

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Beitrag von Vince » 06.07.2008, 16:21

Keine Ahnung, entweder war ich beim Gucken derbe abgelenkt, oder ich hab ein unheimlich schwaches Gedächtnis, denn gestern erst geguckt und heute weiß ich nix mehr. Spricht nicht gerade für den Film. Jet Li (immerhin, coole Rolle) und Jason Statham (halt die abgeklärte Sau wie immer, also genau das, was man von ihm sehen will) veredeln den Streifen durch ihre bloße Präsenz. Auch einige Actionsequenzen konnten sich sehen lassen, blieben aber sehr glatt.
Ansonsten viel storytechnischer Leerlauf und nichtssagende Sequenzen am Stück. Ich würde ja gerne behaupten, da lag gestern ne heiße Stute neben mir und hat mich tatsächlich abgelenkt, aber es ist dann wohl doch eher die Ansammlung der nichtssagenden Sequenzen, die mich den Film heute schon wieder vergessen lässt.
:liquid5:

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Beitrag von LivingDead » 06.07.2008, 16:31

Tja... 100% Ack... hier aus dem Filmtagebuch:

Fehler dieses Actionfilms ist schlicht und ergreifend die Ideenarmut, durch die er kaum länger als 24 Std. im Gedächtnis des Betrachters verweilt. Ist schon etwa eine Woche her, dass ich ihn gesehen habe und weiß jetzt auch nicht mehr, was ich dazu noch schreiben soll. Ich weiß nur, dass er nicht langweilig war, ein paar nette Actionszenen zu bieten hatte, im Finale aber enttäuscht, dieses aber durch einen nett-unvorhersehbaren Twist wieder wett macht... Hm... Macht dann so...
:liquid5:
Mit freundlichem Gruß
LivingDead

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Beitrag von Vince » 06.07.2008, 16:33

LivingDead hat geschrieben:Tja... 100% Ack...
:26
Als nächstes ist bei mir wohl btw. mal "Southland Tales" dran, mal gucken ob es da wieder heißt Full Ack. ;)

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Beitrag von LivingDead » 06.07.2008, 16:35

Vince hat geschrieben:
LivingDead hat geschrieben:Tja... 100% Ack...
:26
Als nächstes ist bei mir wohl btw. mal "Southland Tales" dran, mal gucken ob es da wieder heißt Full Ack. ;)
Ohjaa, den haste dir ja och gekooft. Na, da bin ich aber wirklich gespannt wie 'nen Flitzebogen... :D
Mit freundlichem Gruß
LivingDead

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Beitrag von The Punisher » 06.07.2008, 17:37

Ich hab den gestern auch geguckt und fand ihn nicht so besonders, kann es sein das die sich bei der Story ein wenig an Leones handvoll Dollar bzw Last man Standing bzw dem Original Yojimbo orientiert haben? Die sache das Jet Li die Triaden und die Yakuza betrogen hat hat mich doch ganz schön daran erinnert. Die Actionsequenzen waren gut, die sache mit Statham am schluß wirkte doch arg Konstruiert
Spoiler Statham soll der verräter an seinem Partner gewesen sein?, klar hat man ja auch den ganzen Film über gemerkt :roll:
.
Pfannenkuchenface Aoki wäre wie immer durch jede andere austauschbar gewesen.

:liquid6:

Das Bild der Blu-Ray ist jedenfalls der Hammer
Bild

"And shepherds we shall be, for Thee, my Lord, for Thee. Power hath descended forth from
Thy hand.That our feet may swiftly carry out Thy command. So we shall flow a river forth
to Thee, and teeming with souls shall it ever be. In nomine Patri Et Filii.Spiritus Sancti"

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Beitrag von Ed Hunter » 29.07.2008, 15:29

Mein Review-Senf:

[...wurde aufgewischt und ins oberste Posting geschmiert. Gruß Vince ;) ]
All we are is dust in the wind.
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Beitrag von freeman » 29.07.2008, 16:15

Dem Review vom Ed kann ich mich nur voll und ganz anschließen ... Sehe ich hundertpro genauso ... inklusive dem Nebensatz um den Shooter ...

Einfach geiles Genrekino, bei dem ich net so recht verstehe, was die ganzen Moserer erwartet haben ... ;-) . Den hätte ich mir sogar gerne im Kino angeschaut ...

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von C4rter » 02.05.2009, 17:26

Meine zweite Blu Ray wurde dieser Action-Film mit Jet Li und Jason Statham. Und dies mehr aus dem Grund, dass er bei Amazon.co.uk nur 6,99£ gekostet hat, als das ich den Film nun unbedingt haben wollte.
Erwartet hatte ich nicht viel und bekommen habe ich auch nicht unbedingt viel. Die Story ist, naja, konfus und zu Ende hin mit 2 Story-Twists auch noch etwas überladen. Ist der erste noch cool, kommt der zweite sehr bemüht und überflüssig rüber. Action ist nur selten vorhanden und beschränkt sich auf einige eher unspektakuläre Szenen. Wieso kann keiner mehr coole Schießereien wie in den 80er Filmen inszenieren. Das hätte in diese Story wie die Faust aufs Auge gepasst, stattdessen gibt es diese eher unbefriedigenden Fuchteleien und ein paar kurze Schüsse. Nicht schlecht gemacht, aber auch nicht wirklich richtig toll.
Jet Li wirkt die ganze Zeit irgendwie angenervt, passt zwar auch zur Rolle aber er sieht einfach wirklich so aus als hätte er gar keinen Bock auf den Film gehabt. Statham spielt gewohnt rustikal und ohne große Höhepunkte.
Alles schonmal dagewesen, alles auch schonmal besser dagewesen. Man hätte mehr draus machen können, so reicht es nur zu einer, immerhin guten:

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Cinefreak
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Beitrag von Cinefreak » 22.04.2013, 17:11

War

What is it good for...;)
Tja, was haben wir da...

Ich kann mich dem Erstreviewer nur anschließen, sehe den auch eher als durchschnittlich an. Zwar kein Rohrkrepierer, aber zu wenig, um wirklich als gut durchzugehen. Die meisten Actionszenen wirken sehr 08/15, erst bei der wirklich gemachten Explosion gegen Ende kam mal sowas wie ein leichtes Wow-Gefühl auf. Zudem ist die STory etwas konfus erzählt und wer da wem von den Yakuza gerade auf den Leim geht, fand ich - vielleicht auch mangels eines gewissen Yakuza-Desinteresses - so man es so nennen mag ;) - irgendwann ziemlich unübersichtlich.
Immerhin, der Twist am Ende saß, aufgesetzt fand ich lediglich...


SPOILER




...dass J. Statham unbedingt auch noch als Guter rauskommen wollte aus der Nummer...seine Erklärung mit dem Streich und so wirkte fast schon dämlich...



SPOILERENDE


Ansonsten recht durchschnittlicher Film, weil man einfach einige Chancen hat Sausen lassen meiner Meinung nach.
Immerhin, um es noch nachzufügen, einige Sprüche waren ganz witzig.

:liquid6: bis max. viell. :liquid6:,5

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