Zombie Strippers

Ob Splatter, Trash oder was es sonst noch gibt ... all das findet hier seinen verdienten Platz.
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Zombie Strippers

Beitrag von freeman » 12.08.2008, 11:36

Zombie Strippers

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Originaltitel: Zombie Strippers
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Jay Lee
Darsteller: Robert Englund, Jenna Jameson, Roxy Saint, Joey Medina, Shamron Moore, Penny Drake, Jennifer Holland, John Hawkes, Jeannette Sousa, Whitney Anderson, Carmit Levité, Calvin Green u.a.

Die nahe Zukunft. George Bush hat dank eines Fehlers im Wahlsystem zum vierten Mal die Wahl zum Präsidenten gewonnen ... mit 4:1 Stimmen gegen Arnold Schwarzenegger. Doch das ist unerheblich. Denn eine Forschungseinrichtung experimentierte mal wieder mit gefährlichen Stoffen herum, um den Supersoldaten zu schaffen oder Krebs zu beseitigen. Irgend so etwas halt. Eine Spezialeinheit wird in den Forschungskomplex gerufen. Just zu dem Zeitpunkt laufen natürlich marodierende Zombies durch die Korridore und wollen Gehirne. Da sind sie bei der Spezialeinheit aber an die Falschen geraten, denn die wollen ihre zwei Hirnzellen gerne behalten. Man dämmt den Zombieaufstand ein, doch ein Spezialeinheitsmitglied wird gebissen und flüchtet ... klar, in einen Stripschuppen. Hier beisst er eine Stripperin, die mutiert zum Zombie und nebenbei zur vom Tanzgott beseelten Übermaus. Der Strippschuppeninhaber wittert umgehend ein großes Geschäft. Da nimmt er den einen oder anderen gefressenen Gast gerne in Kauf und stapelt die dabei neu entstehenden Zombies im Keller ... gerade als diese Zombies mal wieder marodierend durch den Strippschuppen staksen, schaut die Spezialeinheit vorbei ... der Rest ist Ballern ...

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Ja, was ein Film. Die Einstiegsminuten sind flott inszeniert und bestehen aus lustigem Zombieschlachten und megadämlichen Onelinern. Dann folgt der Strippschuppenabschnitt. Geschlagene 80 Minuten gibt es nun Titten, Ärsche, Silikon, Mösen und einen Overload an Blut und Gedärm. Dazwischen wieder Titten, Ärsche, Silikon und Mösen. Hier tritt der Film nur auf der Stelle und hat im Grunde gar nichts zu erzählen. Das weiß er auch nur zu gut und präsentiert was? Klar: Titten, Ärsche, Silikon und Mösen ... mit viel Blut und Gedärm auf den Titten, Ärschen, Silikon und Mösen. Appetitlich kredenzt mit erneut megakrass dämlichen Onelinern und einem erstaunlich guten Sinn für schwarzen Humor! Dieser schwankt zwischen offensiv brachial, zotig und erstaunlich witzig hin und her und verschafft dem Zuschauer in dem Strippschuppenabschnitt ein ums andere Mal ein fettes Schmunzeln auf die leicht rötlich glänzenden Bäckchen des Rezensenten, dem vor allem die Titten, Ärsche und Mösen nicht entgangen sind. Er hätte sich nur weniger Silikon gewünscht. Doch wenn eine Stripperin vor ihren Auftritten Nietzsche liest, dann stirbt, um als Zombie wieder da zu hocken und Nietzsche zu lesen, um kurz darauf zu meinen, dass sie nun verstehe, was Nietzsche eigentlich meine, gleicht das auch die größten Silikonhügel mühelos wieder aus, denn dann verwehren die Lachtränen den Blick auf das Elend. Wirklich erstaunlich, was die Macher von Zombie Stripper hier humortechnisch auf die Beine gestellt bekommen. Wenn dann irgendwann ein Zombie mit aus seiner Vagina verschossenen Billardkugeln einem Gast den Kopf von den Schultern schießt, schlagen die irren Ideen förmlich Purzelbaum und fühlt man sich trotz einer in der Dauerschleife rotierenden Handlung sehr gut unterhalten. Obendrein gibt es ja Titten, Ärsche, Silikon und Mösen.

Zumeist präsentiert von dem vermutlich bekanntesten Star des Streifens: Jenna Jameson, Porno Star a.D.! Diese tanzt sich in dem Film wortwörtlich die Seele aus dem Leib, beweist erstaunlich viel Selbstironie und obwohl sie recht verlebt rüberkommt, ist sie sich nicht zu fein, wirklich vollkommen blank zu ziehen. Dass sich ihr Schauspiel auf tanzen, strippen und komisch aussehen beschränkt, merkt man(n) gar nicht. Auch die anderen weiblichen Darsteller ziehen gerne blank, wobei die wirklich Hübschen NATÜRLICH wieder No Nudity Clauses in ihrem Vertrag hatten ... In einem Vertrag zu einem Film, der Zombie Strippers heißt. Schöne prüde Welt. Wirklich interessant für die Horrorfans ist dagegen das Mitwirken von Robert Englund. Dieser hat einen irren Auftritt nach dem anderen und sorgt für die meisten und besten One Liner. Doch auch sein Kompagnon, ein schwarzer DJ, gespielt von Calvin Green, ist absolut herrlich in seiner rotzcoolen Art. Dabei fällt bei allen Darstellern vor allem eines auf: Alle sind mit Spaß bei der Sache und keiner nimmt diesen Stuss hier auch nur annähernd ernst! Trash at its Best. Und wenn man so etwas konstatiert, muss man freilich auch den trashigen Rest erwähnen.

Da wäre zum einen die technische Seite. Zunächst einmal kommt dieser Cheapo im fettesten Widescreen daher. Warum auch immer, denn der Kameramann nimmt ungelogen nur fünf verschiedene Schauplätze auf, die allesamt in einem Gebäude verortet sind, absolut billigst ausgestattet wurden und abgerissener nicht sein könnten. In diese Stripbude würde sich kein normaler Mensch verirren, hat jener doch den Charme eines Bahnhofsklos ... mit Scheißhaufen neben dem Klo. Obendrein sieht der Film voll Porno aus. Vermutlich digital gedreht, belichtete man alles (Vorder- und Hintergrund) mit derselben Schärfe. Die Folge: Fast klinisch rein wirkende Bilder von kaputten und abgerissenen Schauplätzen. Die Wirkung ist absolut irritierend und erinnert hier und da an die Unfähigkeit eines Uwe Boll seinen Schauplätzen echtes (=Gegenteil von künstlich) Leben einzuhauchen. Dafür stimmt dann die Effektschiene wieder. Die Handmadeeffekte sind sehr saftig geraten und auch die CGI Shots integrieren sich recht ordentlich ins wilde Splattertreiben, in dessen Verlauf Köpfe zersprengt, Gliedmaßen abgerissen, Schädel geöffnet und ein Zombie Zentimeter für Zentimeter vom Scheitel bis zur Sohle mit einem MG zerschossen wird, so dass nur noch ein Häufchen Blut übrig bleibt (sehr geile Szene, die aber auch die Grenzen der CGI Möglichkeiten dieses Projektes aufzeigt). Darunter wummert ein Score, der mit zunehmender Anzahl an Zombiestripperinnen immer mehr in den Bereich Trash- und Deathmetall rutscht und zu dem Treiben passt wie Arsch auf Eimer. Leider klingen in allen Fassungen die Umgebungsgeräusche alle seltsam künstlich und ungelenk nachvertont. Was in meinen Ohren noch mal die Pornoqualitäten des Filmes unterstrich.

Das Ergebnis ist in meinen Augen genau das, was der Titel verspricht: Trash pur, allerdings der, der Spaß macht. Dafür sorgen teils rasend komische Momente, George Bush Bashing, Billardkugeln verschießende Vaginas und freilich Titten, Ärsche, Silikon und Mösen. Dazu ein Cast, der den Film keine Sekunde ernst nimmt und sehr herzhafte Splattereffekte, die sich qualitätsmäßig ein wenig von dem trashigen Rest der Optik abheben. In der Techniknote gibt es ein paar Production Value bedingte Abzüge. Im Großen und Ganzen fühlte ich mich aber trotz der einen oder anderen Länge mehr als ordentlich unterhalten und werde ich mir mal ein Pornos aus Jennas Hochzeit zu Gemüte führen müssen ;-)
:liquid6:

Auf DVD erschien der Streifen von dem Label Sony in zwei Varianten. Einen KJ geprüften und vollkommen zerschnippelten Torso des Filmes, der eher an einen Trailer erinnert und die Spio/JK geprüfte Fassung mit allem an Titten, Ärschen, Silikon und Mösen inklusive Blut und Gedärm! Erstaunlich ist in beiden Fällen der Extraanteil. 40!!! Minuten geschnittene Szenen, mehrere Making Ofs, sehr amtlich!

In diesem Sinne:
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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 12.08.2008, 15:50

oh, den werd ich mich wohl früher oder später auch zulegen :)
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Beitrag von StS » 12.08.2008, 17:22

Danke für die Kritik. Hab den auch noch hier rumliegen - muss ich wohl mal in Angriff nehmen... :wink:

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Beitrag von StS » 22.12.2008, 18:12

:liquid7:

Großartiger Low-Budget-Trash der herrlichen Sorte. Der Titel sagt einfach alles: Es gibt viele Zombies und es wird noch mehr gestrippt. Schauspieler, Story, Dialoge und Produktionsdesign sind allesamt jeweils mies – aber einige nette Härten und Brüller sind vorhanden, der Trash-Faktor sprengt gelegentlich das Dach und der mexikanische Hausmeister (mitsamt Esel und einem Beutel Orangen) ist schlichtweg göttlich. Geschaut im Rahmen eines Videoabends mit Glühwein und einer Riesenpizza von „Joey´s“, kam der Streifen entsprechend toll an – wir haben uns köstlich amüsiert...

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Beitrag von Vince » 11.05.2013, 15:43

Ebenfalls geschaut im Rahmen eines Filmabends mit viel und teilweise hochprozentigem (Port-)Wein. "Zombie Strippers" kam als vierter Film an die Reihe; entsprechend exponierte sich der Spaß an dem kruden Treiben, das zwar tatsächlich keinerlei Gespür für Bildaufteilung oder Beleuchtung aufwies, dafür aber dafür, wie man von jenen Schwächen am besten ablenkt: Mit einem Nonstop-Einsatz von Blut und Titten, da lachte das Männerherz! Warum allerdings die beste Stripperin des Films, noch ungebissen, vond er Bühne gebuht wurde, das war keinem so richtig geheuer...
:liquid6:

Lohnt eigentlich die DVD? Sind die 40 Minuten Deleted Scenes sehenswert?

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Beitrag von C4rter » 11.05.2013, 17:48

Ziemlicher Kappes das Teil:

Die Horror Ikone Robert Englund, bestens bekannt als Freddy Krüger, ist in den letzten Jahren in allen möglichen beliebigen Horror-Filmen präsent. Meistens ist die Qualität okay, all zu oft aber leider auch weit unter Durchschnitt. "Zombie Strippers" ist so ein Griff ins Klo. Die Story ist dämlich, was aber bei einem derartigen C-Movie noch zu verkraften ist. Leider sind fast sämtliche Blut-Effekte aus dem Computer und sehen außerordentlich billig aus. Sogar Mündungsfeuer aus Schusswaffen ist digital reinkopiert worden. Die Kämpfe erinnern an Uwe Bolls "Alone in the Dark". Die Schauspieler schießen in die Kamera anstatt das so etwas wie eine spannende Schießerei entsteht schießen sie also quasi ins Leere.
Der Schauplatz des ganzen ist ein Stripclub und ein Labor. Beides war wohl sowieso die selbe Location, wo dann nur ein paar Wände verschoben wurden. Einfach nur billig.
Jenna Jameson, Ex-Pornostarlet, sieht ja in letzter Zeit schon im echten Leben immer mehr wie ein Zombie aus, da hatte sie hier die Gelegenheit wirklich mal einen zu Spielen. Auch die restlichen Stripperinnen sind keine Augenweide. Im ganzen Film sind nur 2 wirklich attraktive Frauen, und genau die ziehen sich dann nicht aus....
Totaler Schwachsinn ist z.B. auch, dass die Strip-Club-Gäste die Stripperinnen erst richtig attraktiv finden, wenn diese schon vollkommen verfault sind. Das kann man aber auch wieder in die C-Movie Ecke schieben und annehmen, dass dies ein Witz ist und so gewollt sein soll.
Die Sichtung wird immer mehr zur Tortur. Der Anfang ist stark. Es gibt Parodien gegen die Weltpolitik von Amerika die wirklich gelungen sind. Danach kommt der tiefe Fall. Nach 60 Minuten fängt sich der Film kurzzeitig mit ein paar halbwegs witzigen Szenen, aber wird dann erneut zu einem Krampf. Das Ende soll, wieder C-Movie typisch, wohl besonders auffällig aus dem "Resident Evil" Film entliehen sein und ist betont albern, so das man da noch einmal kurz schmunzelt. Insgesamt gesehen kann man den Film aber getrost ignorieren. Wer Robert Englund in einer wirklich witzigen neuen Rolle sehen will, soll sich besser "2001 Maniacs" ansehen.

:liquid3:

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Beitrag von freeman » 13.05.2013, 09:56

Mehr Alkohol für C4rter! :lol:

Ich kann dir leider gar nicht mehr sagen, was in den 40 Minuten zu sehen war, nur, dass ich sie tatsächlich alle geguckt habe. Es gab gloobe auch etwas mehr Gesplatter und eine oder zwei Titten. Einen anderen Film hätten sie aus Vorliegendem aber auch nicht gemacht!

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 13.05.2013, 18:05

Ok, dann spar ich mir die erstmal, ich hab jetzt irgendwie Angst, den nochmal ohne Alk zu sehen. :lol:

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