Rage

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Ed Hunter
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Rage

Beitrag von Ed Hunter » 08.11.2008, 02:02

Rage

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Originaltitel: Deathfight
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1994
Regie: Anthony Maharaj
Darsteller: Richard Norton, Chuck Jeffreys, Tetchie Agbayani, Karen Moncrieff, Ron Vreeken

Für einen Vertreter der B-Actiongattung ist „Rage“ immer ein guter Titel, ersetzt hierzulande im Falle dieses soliden 1994er Richard-Norton-Vehikels, der sich erst im Jahr zuvor durch „Rage and Honor 2“ hatte kloppen dürfen, den gar noch martialischer klingenden OT „Deathfight“ und erweist sich als spaßiges Entertainment für Fans des Genres und des Hauptdarstellers insbesondere. Regisseur Anthony Maharaj, dessen Filmografie sich mit vier Werken nicht wirklich als umfangreich bezeichnen lässt, hatte bereits für seine drei vorangegangenen Werke „Mission Terminate“, „The Kick Fighter“ und „Helden USA II“mit Norton in der Hauptrolle zusammengearbeitet und serviert mit „Rage“ brauchbare Kost.

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Eine verhängnisvolle Affäre...
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Norton in Aktion...

Als Kind musste Jack Dammeron (Richard Norton) die Ermordung seiner Eltern durch ein Verbrechersyndikat mitansehen, Jahre später hat er eine leitende Position in der Firma seines Ziehvaters ergattert, die den Neid von dessen leiblichem Sohn Chiang (Tetchie Agbayani) erweckt, der ihm infolgedessen einen Mord in die Schuhe zu schieben versucht. Durch die Hilfe seiner als Anwältin arbeitenden Frau kommt Jack auf Kaution aus dem Knast frei, macht sich auf die Suche nach den wahren Tätern und kommt auch dunklen Geheimnissen der Vergangenheit auf die Spur…

„Rage“ braucht eine Weile, um in Fahrt zu kommen, spendiert Norton eine geschlagene halbe Stunde lang keinen einzigen Fight und muss zunächst Standardsituationen wie eine Knast- und eine Barschlägerei, die mit der eigentlichen Handlung nur in sehr loser Verbindung stehen, bemühen, um der sich als grundsolide präsentierenden Story Actionschauwerte zu injizieren, ehe auf der Zielgeraden dann etwas häufiger die Post abgeht und pünktlich zum Showdown auch schweres Geschütz aufgefahren wird. Denn freilich ist es weniger das Drehbuch denn Nortons Martial-Arts-Talent, das den geneigten Genrefan vor den Bildschirm lockt und so erweist sich „Rage“ denn auch als zwar vollkommen durchschnittliche, aber auch durchgängig kurzweilige Klopperware nach klassischer Manier ihres Hauptdarstellers. Norton arbeitet sich souverän durch Chiangs Schergen zu ihm selbst empor, wirft dabei sein ganzes Können in die Waagschale und stellt mit zahlreichen chicen Moves ansehnliche Kampfkunstsequenzen auf die Beine, die weitgehend ohne inszenatorische Spielereien à la Zeitlupe daherkommen. Gegen Ende wird zusätzlich zu den Waffen gegriffen, der Bodyount in die Höhe getrieben und den Pyrotechnikern Arbeit verschafft, die zahlreichen bösen Jungs den Feuertod verschaffen dürfen. Entsprechend nimmt die Aufzählung der Stuntmen im Abspann auch mehr Raum ein als die der Schauspieler.

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Norton nackt, die Lady angezogen - irgendwas ham die Macher da falsch verstanden...
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Zum Abschluss ein schönes Feuerwerk...

Das Darstellerpersonal definiert sich weniger über mimische denn kämpferische Qualitäten, aus den Möglichkeiten des Budgets wird das Beste herausgeholt und auch ansonsten ist „Rage“ eine rundum runde Angelegenheit. Lediglich atmosphärisch hätte Maharaj noch etwas bessere Arbeit leisten können, finden die Fernost-Flair versprühenden Soundtrack-Klänge doch qualitativ leider kaum visuelle Entsprechung. Ein wenig mehr Asia-Feeling hätte man ob des Settings schon herausholen können.

Fazit: „Rage“ ist ein weiterer grundsolider Richard-Norton-Klopper, der den geneigten Genrefan mit netter Martial-Arts-Action bein Laune hält, ohne mit irgendwelchen herausragenden Qualitäten punkten zu können. Bedenkenlos goutierbares 90s-DTV-Entertainment.

:liquid6:

Die deutsche VHS von MPC ist leider cut, in voller Pracht und digital gibt es "Rage" z.B. in den USA von Platinum Disc Corporation mit RC0.
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Beitrag von SFI » 08.11.2008, 08:39

Beim Titel dachte ich ja erst an den Daniels Klopper, wenn ich mir aber so die Screens angucke, dann scheint mir die Wertung etwas zu hoch gegriffen, weil Charisma hat der Typ imo ja nun nicht! :lol:
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Beitrag von McClane » 08.11.2008, 12:41

Bitte wie? Richard Norton ist ne coole Sau. Der Film ist auch putzig, braucht leider etwas lange um in Fahrt zu kommen, aber in der zweiten Hälfte gibt es dann die Shoot-Outs und Fights, die das Actionherz höher schlagen lassen. Gerade das Duell Richard Norton vs. Chuck Jeffreys ist ganz, ganz großes Tennis. Ist auch flott erzählt, neben der erwähnten ersten Hälfte fallen noch eine gewisse Einfallslosigkeit und niedrige production values negativ ins Gewicht, aber trotzdem ist das überdurchschnittliche Martial Arts Kost.

:liquid6:
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Beitrag von freeman » 09.11.2008, 16:06

Norton mag ich persönlich nur in HK-Streifen, weil er da schön flott kickt. In seinen Amiproduktionen wirkt der direkt lahmarschig ... Den hier hab ich mal auf Prämere (cut) genießen dürfen und er war so ein naja Fall ... Weit weg vom gleichnamigen und besseren Danielskracher.

In diesem Sinne:
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Beitrag von SFI » 09.11.2008, 17:57

... und die sind ja eigentlich auch nur durchschnittliche Kickerware! :lol:
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