Terminator: Die Erlösung

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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C4rter
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Terminator: Die Erlösung

Beitrag von C4rter » 04.06.2009, 12:45

Terminator: Die Erlösung

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Originaltitel: Terminator: Salvation
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: McG
Darsteller: Christian Bale, Sam Worthington, Anton Yelchin, Moon Bloodgood, Bryce Dallas Howard

Kritisch stand ich dem vierten Teil des Terminator-Franchises entgegen. Die ersten Trailer wirkten ganz nett, aber irgendwie war mir das Endzeit-Setting auch nicht ganz geheuer. Genau wie der Regisseur McG. Ich mag seine „Charlies Angels“ Filme und die Serie „The O.C.“ aber am düsteren „Terminator“ sollte er sich eigentlich nicht unbedingt vergreifen. Das am Ende dann aber doch gar nicht nur McG Schuld ist, dass der Film nicht so besonders geworden ist, sondern das ganze Drehbuch an sich, hätte man aber irgendwie auch erahnen können.

„Terminator: Die Erlösung“ spielt im Jahr 2018, ca. 15 Jahre also nach dem letzten Film. Die Bomben fielen und der Computer „Skynet“ machte sich daran die Erde in ein wüstenähnliches Brachland zu verwandeln sowie die Menschheit systematisch auszurotten. Aber der Widerstand unter der Führung von John Connor(Christian Bale) hält noch tapfer dagegen. Während Connor mit den Führungskräften des Widerstands den Angriff auf die Zentrale von Skynet plant, stapft, dreckig und nackt, Marcus Wright(Sam Worthington) durch die Wüste und landet schließlich in den Ruinen von Los Angeles. An mehr als seinen Namen kann er sich nicht erinnern und als er in den Ruinen plötzlich von einem Roboter angegriffen wird, erstarrt er vor Schreck. Aber der junge Kyle Reese(Anton Yelchin) hilft ihm und zusammen brechen sie auf in Richtung der Zentrale des Widerstands um dort beim Kampf gegen Skynet zu helfen. Doch auf dem Weg dahin wird die Truppe immer wieder von Skynets Terminatoren angegriffen und schließlich wird Kyle entführt und verschleppt. Wright aber erreicht, mit der Unterstützung einer Pilotin des Widerstands, letzten Endes die Basis. Doch dort entdeckt er, nachdem er auf eine ausschließlich für Terminatoren konzipierte Mine trat, dass er gar kein Mensch mehr ist sondern nur ein menschenähnlicher Terminator.
Wright berichtet Connor, der fest davon ausgeht Wright wurde geschickt um ihn und den Widerstand zu töten, dass er einen gewissen Kyle Resse getroffen hätte und dieser aber von den Maschinen verschleppt wurde, in die Zentrale von Skynet, die alsbald vom Widerstand zerstört werden soll. Connor wird schnell klar was dies bedeuten würde, denn Kyle Reese ist der spätere Vater von John Connor, Reese darf also nicht sterben. Reese wird in einigen Jahren einem Terminator hinterher reisen um Connors Mutter zu beschützen und schwängert sie dabei. Somit schließt sich der Kreis zwischen der neuen Trilogie und Teil 1. John zieht also auf eigene Faust los um Reese zu retten, doch ist dies evtl. einfach alles ein groß angelegter Plan um Connor und Reese in eine Falle zu locken….?

Selten war es schwerer eine Story zusammen zu fassen wie die dieses Films. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob man alles versteht was ich da geschrieben habe, ich gehe aber einfach davon aus das die meisten wohl die Geschichte von „Terminator“ kennen werden. Die Schwierigkeit bei der Zusammenfassung lag nicht etwa an der Komplexität der eigentlichen Filmstory, sondern an dem Einbau in das Gesamtkonzept, welches kongenial damals 1984 von James Cameron erfunden wurde. Sein „The Terminator“ war damals und ist heute immer noch, einer der besten Sci-Fi-Action Filme die es gibt und einer meiner Lieblingsfilme. Nebenbei ebnete er Arnold Schwarzenegger den Weg seiner Weltkarriere. Aber genug der Nostalgie.

Terminator als Endzeit-Film, kann das funktionieren? Die einfache Antwort ist: Nein! Das etablierte und bewährte Konzept der Terminator-Film war, dass die Filme in der Gegenwart verwurzelt sind, durch die Terminatoren einen Zukunfts- und Sci-Fi-Bezug bekamen aber trotzdem keine fortschrittlichen Waffen oder dergleichen vorkamen. Dies machte, zumindest die ersten beiden Filme, so stark, packend, spannend und interessant. Es gab Zukunftsszenen als Vorblenden zu sehen, in denen man die Kämpfe des Widerstands gegen die Terminatoren sehen konnte, aber dies hatte nie eine direkte Verbindung zum Film und war niemals Hauptaugenmerk.
Das Konzept des vierten Films, der geschickter Weise direkt auf die „4“ im Titel verzichtet und sich eigenständig nennt, baut also diese Zukunftsszenen als Gegenwart aus, schließt somit etwas an eine Filmreihe an, was nie so geplant war und was niemals den Segen des Erfinders James Cameron erhalten hat. Für mich kommt das alles so vor, als würde man in „Saving Private Ryan 2“ sehen wie die USA den Krieg gewinnen und in Teil 3 wie Deutschland wieder aufgebaut wird. Klingt etwas komisch der Vergleich, aber ähnlich Sinnlos ist das neue Terminator-Konzept. So, nun aber wirklich genug gemeckert ohne irgendeinen Filmbezug.

Der Film fängt eigentlich recht stimmig an, hat eine ganz angenehme Atmosphäre und es kommt auch etwas Endzeit-Feeling auf. Bale spielt zunächst routiniert und besonders Sam Worthington Schauspiel gefiel mir ganz gut.
Das er ein Terminator ist, wird irgendwie auch gar nicht groß verschleiert. Es sollte jedem nach kurzer Zeit auffallen und ein riesen Geheimnis wurde wohl auch vorher nicht drum gemacht.
Schon nach kurzer Zeit bedient sich der Film dann bei anderen, meist besseren Filmen. „Mad Max 2“ wird ausgeschlachtet, ein Kind-Charakter wirkt beinahe 1:1 übernommen, einen „Transformers“ Bezug gibt es, unpassender Weise, ebenfalls. Die Actionszenen wirken meist seelenlos, verkommen zur Technikdemonstration, sind dafür aber dann doch nicht gewaltig genug und passen in einen Film mit so einem Titel einfach nicht rein. Ein haushoher Roboter mit kleineren Motorrad-Robotern an den Beinen hat nichts bei Terminator verloren, Punkt.
Immerhin wurde sich beinahe lächerlich bemüht, Anspielungen auf die alten Filme zu machen. „Come with me if you wanna live“ kommt eben so vor wie „I’ll be back”. Die Audiotapes von Sarah aus dem ersten Film hört sich John hier an und hier und da erkennt man einfach Sachen wieder. Dies wirkt aber immer so als hätte es eingebaut werden müssen, nicht wie „Liebe zum Detail“. Aber ich rechne es den Machern schon hoch an, dass man wenigstens ein paar Sachen für Fans im Film hat….

Eine Charakterentwicklung, in „Terminator“ und „T2“ immer vorhanden gewesen und nie aufgesetzt oder nebensächlich behandelt, fehlt hier so gut wie komplett. Wright hinterfragt sich und seine Existenz ständig, das wars auch schon. Connor ist ein raubeiniger Anführer, sonst ebenfalls nichts weiter und seine Ehefrau ist sowieso unwichtig und bekommt im Drehbuch kaum Beachtung. Kyle Reese ist ein Jungspund der einfach überleben will aber irgendwie passiert da auch sonst nichts. Allesamt leere Hüllen die dem Zuschauer sowas von egal sind. Erinnerungswürdige Charaktere wie Kyle Reese im ersten Terminator oder Sarah Connor in beiden Filmen gibt es nicht mal im Ansatz und selbst John Connor aus T2 hatte einiges mehr Tiefe als der Typ der hier mitspielt. Die Rolle passt einfach gar nicht zu Bale, der mir schon viele starke Charaktere glaubwürdig präsentiert hat(Patrick Bateman, um nur einen zu nennen), aber hier kann er einfach nichts machen und gibt sich der Sache hin, fürs Geld wahrscheinlich. Das Drehbuch versagt besonders bei den Charakteren einfach komplett.

Gegen Ende wird der Film dann etwas besser. Die Atmosphäre wird wieder besser, das Finale fetzt ganz gut, spart mit großen Explosionen und Riesen-Robotern und bezieht sich wieder auf Kämpfe Mensch(Connor) gegen Maschine(Terminator). Dazu gibt es einen seltsamen CGI-Cameo von Arnold Schwarzenegger den man wohl eher unter „Gewollt, nicht gekonnt“ abhaken kann. Aber ganz nett wars dann doch. Das echte Ende dann ist aber leider von der schmalzig schlechten Sorte und überzeugt wieder sowas von überhaupt nicht, vor allem wieder weil man mit den Charakteren einfach nichts am Hut hat. Opferungen von einem damit ein anderer weiter leben kann ohne die Charaktere zu kennen sind jetzt nichts was einen irgendwie berühren würde.

Soundtrack technisch wurde das berühmte Terminator Theme nun von Danny Elfmann neu abgemischt. Mehr schlecht als recht hört man dies im Intro des Films, hier hätte man doch einfach das Originaltheme nehmen können. Für den Rest des Films bleibt der Soundtrack im Hintergrund, nichts Erinnerungswürdiges bleibt im Ohr, nicht mal im Abspann, wo bei Teil 3 dann immerhin noch das Originaltheme ertönte.

Immerhin optisch machte der Film wirklich Freude. Dies geht wohl auf die Kappe von McG und Kameramann Shane Hurlbut, die die Endzeit-Welt recht schön hinbekommen haben, mit vorherrschenden Grau und Brauntönen und einem starken Filter der alles sehr blass erscheinen lässt, wirkt das alles recht nett und überzeugend. Auch die Actionszenen sind, davon abgesehen das sie einfach unpassend sind, schon gut inszeniert und auch recht packend. Alleinstehend, ohne den Film, also gute Arbeit und der Grund das man sich nicht groß langweilt während des Films.

Insgesamt wurde der neue Terminator eher ein Reinfall. Einen wirklich großen Wurf erwartet habe ich nicht aber der Nährwert ist einfach gleich 0. Schon Teil 3 war in großen Teilen nicht mehr im Sinne von Cameron. Der Humor war damals zu abgedreht und das Finale des Films war damals schon der Anfang vom Ende und läutete damit diesen Film hier ein. Immerhin gab es aber das bewährte Konzept und vor allem Schwarzenegger, 2 Faktoren die nun zusätzlich noch fehlen. Wirklich gutgehen konnte das nicht, aber als cooler Action-Flick ohne Sinn und Verstand, wie „Transformers“, funktioniert „Terminator: Die Erlösung“ leider auch nicht. Man kann eigentlich nur hoffen, dass es erstmal keine weiteren Teile mehr geben wird, ich habe zumindest keinen Bedarf.
:liquid5:

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John_Clark terminatort:

Zugegeben, der harte Terminator-Anhänger bin ich nicht. Teil eins finde ich okay, Teil zwei war äusserst grandios und Teil drei leider eine herbe Enttäuschung. Nachdem die Serie Terminator S.C.C. mich nicht enttäuscht, jedoch auch nicht wirklich vom Hocker gerissen hat, war ich umso gespannter auf "Terminator: Salvation".

Inhalt:
Im Jahr 2018: Skynet hat die Erde bevölkert. Die Menschheit kämpft, angeführt von John Connor (Christian Bale) ums nackte Überleben, stets verfolgt von Skynets Terminatoren. Da taucht Marcus Wright (Sam Worthington) auf, ein verstorbener Häftling, dessen Körper und Geist von Skynet als Prototyp für einen neuen Infiltrations-Terminator herhalten muss. Entpuppt er sich als Freund oder Feind Connors - und zugleich der Menschheit?

Nach dem damals schon schwachen dritten Teil und Arnold Schwarzeneggers neue Aufgabe als Gouvernator, stand ein vierter Terminator-Film lange in der Schwebe. Bis sich eines Tages Regisseur McG (der Typ, der Charlie's Angels verbrochen hat) dieses Projektes annahm. Heraus kam "Terminator: Salvation".

Das Setting von der noch heilen Welt, wie wir sie aus den ersten drei Terminatorfilmen kannten, existiert nicht mehr. Judgement Day hat stattgefunden. Dementsprechend sehen die USA im Film auch aus. Nicht mehr viel erinnert an die leuchtende Stadt Los Angeles, die vielen Trümmer sprachen Bände von der Schlacht der Menschen gegen die Maschinen. Alleine optisch ist "Terminator: Salvation" ein kleiner Leckerbissen.

Die Darstellerriege lässt sich ebenso sehen. Christian Bale ist auch in der Rolle des John Connor sehenswert, obwohl sein Charakter erstaunlich blass bleibt. Da wurde einiges an Potential verschwendet. Doch anbetracht dessen, dass wohl speziell für Bale das Drehbuch umgeschrieben wurde, um John Connor überhaupt in den Mittelpunkt der Story zu setzen, lag wohl einfach nicht viel mehr drin in Sachen Charakterentwicklung. Die Figur des Marcus gefiel mir eigentlich wesentlich mehr. Seine Entwicklung bis hin zum leicht kitschigen Ende des Films konnte sich sehen lassen. Eine schöne Überraschung war es Anton Yelchin innert kurzer Zeit wieder auf der Leinwand zu sehen. In "Star Trek" spielte er Pavel Chekov, hier in "Terminator: Salvation" den uns schon wohlbekannten Charakter Kyle Reese. Schön, dass er in diesem Film wesentlich mehr gefordert wurde, als noch auf der Brücke der Enterprise. Bryce Dallas Howard als Connors Freundin, Moon Bloodgood als Blair und auch Rapper Common machen in ihren Figuren ebenfalls eine gute Figur. Erwähnenswert sind sicherlich auch noch der Auftritt von Michael Ironside. Schön, auch ihn mal wieder auf der Leinwand zu sehen. Und auch Arnold Schwarzenegger hat sein Cameo. Jedoch nur per Computeranimiertem Gesicht auf einem T-800. Ganz überzeugen konnte diese grafische Spielerei zwar nicht, aber trotzdem gefiels mir, den Kampfösi nochmals im Einsatz zu sehen, auch wenn er nicht real war.

Die Story selbst wirkt straight und hat sich vor den "Auf der Flucht vor der Maschine"-Geschichten distanziert. John Connor wird also nicht zwei Stunden ohne Pause von Maschinen verfolgt. Die Story geht in eine andere Richtung, will vielleicht auch etwas grösser sein, als sie in Wirklichkeit ist. Auch die klare Ansage an das kommende Sequel (oder eher, die beiden kommenden Sequels) wirkt ein wenig erzwungen.

Fazit: "Terminator: Salvation" hat mir wirklich gut gefallen. Der Film packte mich im Kino, unterhielt mich zwei Stunden wirklich gut und die Vorfreude auf den nächsten Teil ist schon da.

:liquid7: ,5

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Ed Hunter jubiliert (mochte aber auch die miese Serie!!!)

Als Arnold Schwarzenegger 2003 für seinen – abgesehen von Cameo-Auftritten in The Rocks „Rundown“, Jackie Chans „In 80 Tagen um die Welt“ und demnächst Slys „Expendables“ – vorläufigen Ausstand aus dem Filmgeschäft zugunsten einer Politikerkarriere als kalifornischer Governator ein drittes Mal in seine Kultrolle des zeitreisenden Killercyborgs T-800 schlüpfte, bescherte „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ nicht nur der Schauspiel-Karriere der Steirischen Eiche nach lediglich soliden, auch finanziell keine Bäume ausreißenden Streifen wie „The 6th Day“ und „Collateral Damage“ ein würdiges (sollte Arnie nach Beendigung seiner zweiten Amtszeit tatsächlich ins Filmbusiness zurückkehren, nicht endgültiges) Finale, sondern reanimierte auch die 1984 von James Cameron ins Leben gerufene Sci-Fi-Kultfranchise auf überzeugende Weise und machte sie fit für eine Fortführung im neuen Jahrtausend. Zwar stellte T3 in qualitativer Hinsicht keinerlei ebenbürtige Konkurrenz für seine legendären Vorgänger, beides perfekte Meilensteine des Actionkinos, dar, und bereicherte die Story erst im letzten Drittel in der Beschreibung der beginnenden Apokalypse und Machtübernahme Skynets um neue Facetten, nachdem sich der Großteil des Films auf ein oft ironisch aufgezogenes Wiederkäuen der etablierten Zeitreise-Rettungs-Thematik beschränkt hatte, doch wusste der Film sowohl als in großartig oldschooliger Manier erstrahlendes Actionfeuerwerk zu überzeugen, das atmosphärische Klasse und typisches Terminator-Feeling nicht missen ließ und mit Arnies Kultperformance ohnehin ein todsicheres Ass im Ärmel hatte als auch transportierte er Camerons Terminatoren-Universum aus den 80er/90ern souverän ins neue Millennium und markierte den Auftakt unter anderweitiger Regie realisierter Weiterverwertung des Konzeptes.
Dem dritten Kinofilm folgte zunächst mit „The Sarah Connor Chronicles“ ein „Rise of the Machines“ außer Acht lassender, stattdessen an „Judgment Day“ anknüpfender, rundum gelungener TV-Ableger, der es mittlerweile auf zwei Staffeln gebracht hat, dann stand mit „Terminator: Salvation“ der vierte Leinwand-Einsatz an.

Anstatt einen neuerlichen Aufguss des bewährten Prinzips einer aus der Zukunft in die Jetztzeit reisenden, von Skynet entsandten Killermaschine auf Zelluloid zu bannen oder gar neumodischen Remake/Reboot-Unsitten anheim zu fallen, geht „Salvation“ den gerade nach dem düsteren „T3“-Ende auch einzig konsequenten Weg, das Geschehen diesmal gänzlich in der postapokalyptischen Zukunft anzusiedeln und auf John Connor in der Anführerrolle zu fokussieren, derer sich seine bisherigen Verkörperungen Edward Furlong und Nick Stahl in ihren Charakterauslegungen bislang stets nicht gewachsen sahen. Abgesehen von der plottechnischen Sinnigkeit lösten die Autoren hiermit auch gleich das Problem, erstmals nicht aufs als mit Lederjacke, Sonnenbrille und schweren Wummen zur Kultfigur der Popkultur avancierten Aushängeschild des von Schwarzenegger verköperten T-800 setzen zu können, ist der Gouvernator doch aktuell auf dem politischen und nicht dem filmischen Schlachtfeld vollauf beschäftigt. Aus einem lange die Gerüchteküche durchlaufenden Cameo-Auftritt des Österreichers ist letztlich leider nichts geworden – lediglich eine CGI-Abbildung seines Gesichtes hat als mäßig gelungener Ersatz ihren Weg in den Film gefunden.

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Viel mehr als Schwarzeneggers Noninvolvierung sorgten indes andere Faktoren im Vorhinein für Grund zur Sorge. Während die Reihe mit ihrem faszinierenden Universum und der im Grunde im Zentrum der Handlung stehenden Connor-Familie zur bereichernden Fortführung des Plots nicht zwangsläufig der Präsenz eines bestimmten Cyborg-Modells mit Bodybuilder-Maßen und coolen Sprüchen auf den Lippen bedarf und die Reihe genug Tiefe und Potential besitzt, um auch abseits eines mit Lederjacke posenden Arnie funktionieren zu können, gingen dem Kinostart zwei weitaus kritischere Vorzeichen des Unglücks bzw. zumindest begründeter Skepsis voran: Zum einen die Verpflichtung McGs für den Regieposten. Zum anderen die Nachjustierung für ein PG-13-Rating.
Ausgerechnet dem Regisseur der beiden bunten „3 Engel für Charlie“-Girlie-Gaga-Trashactioner den Regieposten für den neuen „Terminator“-Streifen zu übertragen, gab im Vorhinein nicht eben Anlass zur Euphorie, sondern eher der Furcht, die oldschoolige Franchise als modernes MTV’sches Schnitthektik-Spektakel visuell und atmosphärisch verunstaltet werden zu sehen. Allerdings war mit Dramenregisseur Jonathan Mostow bei „Terminator 3“ auch nicht eben die naheliegendste Besetzung auf dem Regiestuhl gelandet, dennoch hatte er 2003 eine würdige James Cameron – Nachfolge angetreten. Der weitaus skandalösere Misstrauens-Faktor, das von der Internetcommunity abgrundtief verabscheute und in letzter Zeit beinahe inflationär als harte Actioner vielversprechende Filme ruinierende Kommerzrating PG-13, wurde als sich rasch verbreitende Schreckensmeldung erst relativ spät publik. Ursprünglich war von Seiten McGs verlautet, er habe das Go für einen R-Rated-Streifen erhalten. In letzter Minute siegte hinter den Produktionskulissen aber doch die Geldgier und der Regisseur hatte, gleichwie es vor zwei Jahren bereits dem vierten „Die Hard“-Streifen ergangen war, eine Kiddie-freundliche 13er-Fassung abzuliefern, deren Auflagen unter anderem eine Oben-ohne-Szene von Moon Bloodgood zum Opfer fallen musste.

Doch immerhin nicht alles im Vorfeld des Streifens Verlautbarte gab Anlass zur Trübsal: So garantierte nicht nur ein stattliches, in Konkurren zu Referenz-CGI-Actionkrawall wie Michael Bays „Transformers“-Streifen tretendes 200-Millionen-Dollar-Budget ordentliche Schauwerte, vor allem die Verpflichtung von Neo-„Batman“ Christian Bale als Rebellenführer John Connor ließ als vielversprechenden Idealbesetzung des Parts hoffen. Nun tobt der Krieg zwischen Menschen und Maschinen also ein viertes Mal auf den internationalen Kinoleinwänden – und das Ergebnis ist äußerst respektabel ausgefallen.

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Wir schreiben das Jahr 2018: Menschliche Widerstandszellen, quer über den blauen Planeten verteilt, kämpfen erbittert um ihr Leben gegen die tödlichen Roboter des Skynet. Als John Connor (Christian Bale) erfährt, dass sein (zukünftiger) Vater Kyle Reese als Gefangener in die Hände der Maschinen gefallen und in deren Hauptquartier nach San Francisco gebracht wurde, setzt er alles daran, eine Befreiungsaktion die Wege zu leiten, ehe die Skynet-Bastion vom Bombenangriff der sturköpfigen Widerstands-Kommandozentrale in Schutt und Asche gelegt, Reese getötet und somit mit ihm nicht nur zahlreiche Mitgefangene ums Leben kommen, sondern vor allem Connors Existenz ausgelöscht würde. Unterstützung erhält er diesmal nicht von einem Terminator aus der Zukunft, sondern einem aus der Vergangenheit: Der 2003 zum Tode verurteile Marcus Wright (Sam Worthington) ist ein Cyborg, der sich für einen Menschen hält. Connor weiß nicht, inwieweit er dem mysteriösen Neuzugang in den Reihen der Skynet-Opposition vertrauen kann – doch um an Reese heranzukommen, ist Marcus seine einzige Chance…

Allzu erhellend treiben die Autoren die Geschichte des John Connor im „T4“-Skript bedauerlicherweise nicht voran: Freilich bremste auch in Teil 2 und 3 der Reihe ein gewisser Repetitionscharakter hinsichtlich des Zeitreise-Konzepts eines guten und bösen in die Gegenwart geschickten Terminators den Fortgangs- und Innovationsaspekt der Handlung aus, doch gerade im ausschließlichen Endzeit-Setting von „Salvation“ hätte mehr inhaltliches Potential gesteckt, als mit allerlei ausuferndem Actionkrawall einen straighten Plotstrang auf zwei Stunden Laufzeit aufzublasen, der sich knapp dadurch zusammenfassen lässt, dass wir erfahren, wie John Connor an seinen treuesten Mitstreiter und gleichzeitig zukünftigen Vater Kyle Reese geraten ist. Die ganze Geschichte um den nach seinem Hinrichtungstod als Versuchsobjekt in Skynet-Fänge geratenen Marcus Wright und seine pyschologische Mensch/Maschine-Ambivalenz ist letztlich nur eine Randnotiz des eigentlichen Geschehens, die lediglich in Hinsicht auf den Entwicklungsprozess Skynetscher Cyborg-Technologie relevante Informationen liefert, mit Ende des Films allerdings auch wieder abgeschlossen wird. Dennoch nimmt Marcus’ Charakter über weite Strecken größeren Raum ein als Connors und präsentiert sich die Figur über weite Strecken als zentraler Protagonist von „Salvation“ – obgleich das vor allem im Dialog mit Connor einige interessante Überlegungen über das Wesen von Mensch und Maschine und was die eine von der anderen Partei unterscheidet in die Wege leitet, spielt es im Gesamtkontext der Folgen-übergreifenden „Terminator“-Story an sich kaum eine Rolle und wirkt damit etwas non-ideal gewichtet. Da John Connors Part ohne Bales mehr Screentime einfordernde Skript-Umarbeitungs-Intervention noch kleiner ausgefallen wäre, sehe ich dieses gern kritisierte Vorgehen des Stars für die Handlung als durchaus positiv an.
Auch James Camerons vor allem in den ersten beiden Filmen zentrale philosophische Frage nach Freiheit der Entscheidungen und Möglichkeit der Veränderung der Zukunft im Konflikt mit Determination rückt leider in den Hintergrund, wenngleich sie durch Connors Handlungsmotivation der Notwendigkeit, Kyle Reese am Leben zu halten, um ihn schließlich durch die Zeit ins Jahr 1984 schicken zu können, als Plotelement noch immer präsent ist. Nun ist das Skript von „Salvation“ keineswegs schlecht, hat nur gelegentliche Plausibilitäts- bzw. Logikaussetzer, etwas mehr an Tiefgang, philosophischen Denkansätzen und inhaltlichem Gehalt hätte ihm aber dennoch gut zu Gesicht gestanden.

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In die vollen gegriffen wird dafür auf dem Actionsektor: McG brennt von vorne bis hinten ein spektakuläres, wuchtiges Feuerwerk ab, das den Zuschauer mit einem Nonstop-Dauerfeuer spektakulären Endzeit-Krawalls, der stolz zur Schau trägt, wohin die 200 Millionen Dollar geflossen sind, visuell auf ganzer Linie verwöhnt: Zahlreiche mal mehr, meist weniger kreativ designte, aber ausnahmslos mit enorm coolem Look ausgestattete neue Terminatoren-Modelle sorgen für stete Abwechslung auf dem Schlachtfeld, sodass die Roboterseite von Motorrädern über Fluggeräte bis hin zu mechanischen Wasserschlangen der Resistance ein breites Spektrum an todbringenden Feinden auf den Hals zu hetzen hat, und was in „Salvation“ an Pyrozauber, Shootouts und spektaklären Verfolgungsjagden zu Wasser, zu Lande und in der Luft abgebrannt wird, ist eine schiere Wucht: Eine grenzenlose, atemlose Materialschlacht, erstrahlend in tollen CGI-Animationen und wundervoller Kameraarbeit. Inszenatorisch wird McG der „Terminator“-Franchise voll und ganz gerecht, schustert zu keiner Sekunde „3 Engel für Skynet“ zusammen und ist hiermit als ernstzunehmender Regisseur auch für ernstzunehmende Filme voll und ganz etabliert. Glücklicherweise macht sich auch das PG-13-Rating, wie schon „Live Free or Die Hard“ trotz R-Verzicht beispiellos gerockt und überzeugt hatte, kaum negativ bemerkbar: Das Fehlen von Moon Bloodgoods Oben-ohne-Szene ist das einzige tatsächlich auffallende Manko, daneben gibt es sowohl das eine oder andere blutige Detail zu sehen als auch werden im teils „Transformers“-Züge annehmendem Bombastkrawall ohnehin hauptsächlich Maschinen zerlegt und ist deren Auslöschung per se nicht gerade ein R-Rating-Kandidat. Freilich wäre mehr Härte der Atmosphäre und Wucht des Geschehens noch zugute gekommen, doch bereits „Terminator 3“ hatte, alles in allem relativ harmlos, sein R nurmehr sehr vereinzelten Momenten zu verdanken und ein Splatterfest war die Reihe schließlich noch nie.

Viel mehr als auf strömendes Blut kommt es beim „Terminator“ auf Atmosphäre an und diesbezüglich lässt „Salvation“ keinerlei Wünsche offen: Den Geist der Vorgänger ruft der Film vor allem in den nächtlichen, urbanen, gerne verregneten Trümmerkulissen wach, während Endzeit-obligatorische Mad Maxsche Wüstenszenarien den Rest der Schauplätze abdecken und in Verbindung mit reichlich Zerstörung, Staub, Blechschäden und durch die Steppe brausenden Schrottfahrzeugen ihr ureigenes Flair entfalten. Vor allem wenn McG die verregneten Nachtszenen auspackt, dabei Feuerchen lodern und T-600-Terminatoren böse in die Kamera blicken und mit Miniguns um sich schießen lässt, spielt „T4“ atmosphärisch in einer äußerst überzeugenden Liga. Der kultige Score leistet hierzu freilich überdies sein übriges.

Inmitten des düsteren Nonstop-Krawalls platzierten die Autoren auch die eine oder andere – mal ironische, mal schlicht handlungstechnisch bedingte – Referenz an die Vorgänger bzw. die Arnie-Trilogie: So begegnen wir erneut dem berühmten am Ende des Erstlings geschossenen Sarah-Connor-Foto, bekommt John einmal die Zeile „Ich komme wieder“ in den Mund gelegt, ein andermal lässt er zur Anlockung eines Terminators den Guns N’Roses-Klassiker „You Could Be Mine“ vom „Judgment Day“-Soundtrack aus den Boxen ballern und im Showdown schließlich tritt er gegen das erste T-800-Modell in Gestalt eines Computergenerierten Arnold Schwarzenegger an, dessen Animation bedauerlicherweise nicht über das Prädikat „okay“ hinauskommt. Fraglos lässt sich darüber streiten, ob es für einen amtierenden Gouverneur angemessen wäre, nackt als Killermaschine durch einen Actionfilm zu turnen, doch anstatt dieser doch eher lächerlich wirkenden Einlage hätten die Macher auf ein Arnie-Cameo lieber gänzlich verzichten sollen, wenn der Governator für einen Auftritt in Fleisch und Blut nicht zur Verfügung steht. Mit dem echten Schwarzenegger wäre das Finale fraglos um einiges beeindruckender und ein beispielloser Moment zum Abfeiern gewesen – so ist es nur ein missratener, halbherziger Versuch, die Verfechter der Arnold-Mitwirkungsobligation in einem „Terminator“-Film zufriedenzustellen.

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Darstellerisch lebt „Salvation“ ganz und gar vom als John Connor grandios gecasteten, charismatischen, wenngleich durchaus etwas unterforderten Christian Bale, während Sam Worthington ebenfalls überzeugt, wenngleich ich die überschwänglichen Lobeshymnen für seine Performance nun wiederum nicht ganz nachvollziehen kann, und abgesehen vom gelungenen Spiel Anton Yelchins als junger Kyle Reese der restliche Cast farblos in mal mehr, mal weniger großen Nebenrollen keinerlei Akzente zu setzen vermag.

Fazit: Mit „Terminator: Salvation“ hat McG der Kultfranchise einen würdigen vierten Teil spendiert, der inhaltlich noch etwas mehr als seine doch recht straighte Story hätte bieten können, als rasanter, bildgewaltiger Endzeit-Krawall aber dennoch kaum Wünsche offen lässt: Mächtige Actionszenen, stimmige Optik, düstere Atmosphäre und ein als John Connor perfekt gecasteter Christian Bale machen „Die Erlösung“ zum überzeugenden Sci-Fi-Kracher, der das Erbe der Reihe auch ohne Arnold Schwarzeneggers physisches Mitwirken würdig fortführt. Man kann gespannt sein auf Teil 5.
:liquid8:
Zuletzt geändert von C4rter am 04.06.2009, 13:10, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 04.06.2009, 12:53

Mir hat der wirklich gefallen, keine Enttäuschung wie Terminator 3 seinerzeit und für mich eine coole Einleitung zu Transformers 2 xD
Robo Aktion macht einfach Fun!

T4 sehenswert inszeniert, definitiv nicht langweilig.

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Beitrag von Vince » 04.06.2009, 12:59

Hm ich wollt eigentlich heute rein, Sitzplätze waren in der Vorstellung aber alle schon zugekleistert, deswegen verschiebt sich mein Kommentar noch. Der Pressespiegel liest sich bisher aber sehr ernüchternd.

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Beitrag von Sir Jay » 04.06.2009, 13:02

shit ich befürchte, du hast mir da einiges zu viel vorweggenommen ;)
den gucke ich mir voraussichtlich am dienstag an; heute wirds sicher zu viel.
stimmiges reivew

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Beitrag von Joker6686 » 04.06.2009, 23:41

So komme gerade aus dem Kino, muss mir nochmal Gedanken über den Film machen, später mehr.

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 05.06.2009, 12:08

lol, na da bin ich ja mal gespannt ;)
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Beitrag von jack warrior » 06.06.2009, 10:18

war gestern auch drin: naja. viel zu durchwachsen... wie ein wildes sammelsurium aus diversen filmen, da ganz viel madmax, da bisschen kriegsfilm, da bisschen zombie/ horrorelemente und sogar ne brise herr der ringe (fandet ihr nicht auch das die skynet-zentrale aussah wie mordor in herr der ringe???) ... dazu noch sony schleichwerbung und diverse logiklöcheer und fertig ist das ganze naja.

die militärbasis der guten vor dem grossenkampf sah aufeinmal aus als wäre man nicht in der entzeit, dann kann sam wortingtons charakter den t800 durch die luft werfen wie nen ball aber um christian bale zu schleppen braucht er hilfe (logik irgendjemand???)...

das beste war noch wirklich die effekte, die riesigen maschinen und der auftritt von arnie...achja dazu noch den gunsroses song mitten im film... aber
sonst naja..

wertung noch unschlüssig...

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Beitrag von John_Clark » 07.06.2009, 02:48

Heute Abend gesehen, hatte ein paar Bier zuviel nachher, deshalb nur kurz: Hat mir gut gefallen - Review folgt *rülps*

Guuuude Nacht!!

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McClane
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Beitrag von McClane » 07.06.2009, 11:57

Ich war weniger begeistert... man merkt dem Film die ganze Umschreiberei an, denn an sich sollte John Connor ja nur wenige Szenen haben, aber Bale, der Arsch, wollte eben John Connor spielen und die Hauptrolle. Trotzdem bleibt die Figur flach wie esspapier, man erfährt nix Neues über ihn, eigentlich über keine Figur mit Ausnahme von Marcus Wright, und wenn mir die Charaktere egal sind, dann schwindet auch mein Interesse am Film ganz schnell. Über die ganzen Unlogiken lasse ich mich lieber nicht aus, z.B. warum Skynet bereits Wissen über die Zeitreisen hat, aber nicht das Wissen um T-1000 zu bauen oder warum ne Atomexplosion mal von einer EMP-Schockwelle gefolgt wird und mal nicht.

Ganz nett sind die neuen Maschinen, vor allem die Motorradterminatoren, die Sammelroboter hingegen sind arg aus "Krieg der Welten" geklaut. Die Action ist ganz nett, echte Highlight die Szene im Fluß und die Jagd auf den LKW. Die PG-13 Cuts stören nicht groß und sind kaum bemerkbar, dafür nervt es dann im Showdown, wenn sich Connor, Kyle und Marcus gefühlte 50 Mal gegenseitig das Leben retten... und die letzten 5 Kitschminuten hätte man besser ganz weggeschnitten, ebenso die total sinnlose Jadagrace-Rolle. Hab mich nicht groß gelangweilt, die Action war nett, aber man fängt schnell an große Teile des Films zu vergessen.

:liquid5:
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Beitrag von Joker6686 » 07.06.2009, 12:23

McClane hat geschrieben:Ich war weniger begeistert... man merkt dem Film die ganze Umschreiberei an, denn an sich sollte John Connor ja nur wenige Szenen haben, aber Bale, der Arsch, wollte eben John Connor spielen und die Hauptrolle. Trotzdem bleibt die Figur flach wie esspapier, man erfährt nix Neues über ihn, eigentlich über keine Figur mit Ausnahme von Marcus Wright, und wenn mir die Charaktere egal sind, dann schwindet auch mein Interesse am Film ganz schnell. Über die ganzen Unlogiken lasse ich mich lieber nicht aus, z.B. warum Skynet bereits Wissen über die Zeitreisen hat, aber nicht das Wissen um T-1000 zu bauen oder warum ne Atomexplosion mal von einer EMP-Schockwelle gefolgt wird und mal nicht.

Ganz nett sind die neuen Maschinen, vor allem die Motorradterminatoren, die Sammelroboter hingegen sind arg aus "Krieg der Welten" geklaut. Die Action ist ganz nett, echte Highlight die Szene im Fluß und die Jagd auf den LKW. Die PG-13 Cuts stören nicht groß und sind kaum bemerkbar, dafür nervt es dann im Showdown, wenn sich Connor, Kyle und Marcus gefühlte 50 Mal gegenseitig das Leben retten... und die letzten 5 Kitschminuten hätte man besser ganz weggeschnitten, ebenso die total sinnlose Jadagrace-Rolle. Hab mich nicht groß gelangweilt, die Action war nett, aber man fängt schnell an große Teile des Films zu vergessen.

:liquid5:
Wollte ja eigentlich auch noch nen Text schreiben, aber eigentlich kann ich mich vollum dem Post von McClane anschließen. Im großen und ganzen einfach nicht der Blockbuster den man sich gewünscht hätte, jetzt bau ich noch auf Transformers 2.

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Beitrag von SFI » 07.06.2009, 13:49

So langsam tendiere ich dazu, den geplanten Kinogang zu canceln :(
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Beitrag von StS » 07.06.2009, 13:53

SFI hat geschrieben:So langsam tendiere ich dazu, den geplanten Kinogang zu canceln :(
Ich geh heut Abend rein. Mal sehen... :wink:

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Beitrag von jack warrior » 07.06.2009, 18:53

so hab mich nun zu einer wertung durchgerungen:

:liquid5: mmh ne 6 ist nicht drinnen. kann mich auch mcclane anschließen: bales character bleibt einfach zu flach um wirklich fessenl und mitreisen zu können. worthington gibt da ja sogar ne bessere figur ab.


aber eines wird bei den aktuellen filmen immer deutlicher: viel heiße luft um nichts... nur schauwert das wars. das ist das dilemma der perfekten cgi: man vernachlässigt story und charaktere.

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Beitrag von John_Clark » 07.06.2009, 19:07

Wow, ich mach mir gerade sorgen wegen meinem Review (in Arbeit). Ich hab den Film nicht so schwach gesehen wie ihr, habe sogar überlegt eine Note zwischen 7 und 8 zu geben.... jetzt bin ich unsicher... :shock: :)

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Beitrag von Joker6686 » 07.06.2009, 20:11

John_Clark hat geschrieben:Wow, ich mach mir gerade sorgen wegen meinem Review (in Arbeit). Ich hab den Film nicht so schwach gesehen wie ihr, habe sogar überlegt eine Note zwischen 7 und 8 zu geben.... jetzt bin ich unsicher... :shock: :)
Wieso wenn du den gut fandest, dann ist das doch dein gutes Recht, dass auch in einem Review zum Ausdruck zu bringen ;)

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Beitrag von John_Clark » 07.06.2009, 20:40

Joker6686 hat geschrieben:
John_Clark hat geschrieben:Wow, ich mach mir gerade sorgen wegen meinem Review (in Arbeit). Ich hab den Film nicht so schwach gesehen wie ihr, habe sogar überlegt eine Note zwischen 7 und 8 zu geben.... jetzt bin ich unsicher... :shock: :)
Wieso wenn du den gut fandest, dann ist das doch dein gutes Recht, dass auch in einem Review zum Ausdruck zu bringen ;)
Schon :) Frage mich nur, ob ich mich nicht von den grandiosen Bildern hab blenden lassen...

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 07.06.2009, 21:08

Dann hab ich mich ja auch nur blenden lassen ;)
Wollt Ihr 'nen Ritt auf meinem Discostick?
Putzt euch die Zähne mit 'ner bottle of shit
Nein Mann ich will noch nicht gehen
Ich will weiter auf dich schiffen
Solang bis du erkennst
Dass meine Pisse keine Fanta ist :D
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Beitrag von Joker6686 » 07.06.2009, 22:22

MysteryBobisCREEPY hat geschrieben:Dann hab ich mich ja auch nur blenden lassen ;)
Das ist korrekt :lol:

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 07.06.2009, 22:28

Joker6686 hat geschrieben:
MysteryBobisCREEPY hat geschrieben:Dann hab ich mich ja auch nur blenden lassen ;)
Das ist korrekt :lol:
Sacknaht :P
Wollt Ihr 'nen Ritt auf meinem Discostick?
Putzt euch die Zähne mit 'ner bottle of shit
Nein Mann ich will noch nicht gehen
Ich will weiter auf dich schiffen
Solang bis du erkennst
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Beitrag von StS » 08.06.2009, 07:29

Mit "Terminator: Salvation" ist die Franchise nun auch endlich mal im neuen Jahrtausend (technisch/stilistisch) angekommen und lässt seinen mäßig bis schwachen Vorgänger nicht nur dank seiner hervorragenden Effekte und dynamisch inszenierten Action-Szenen umso mehr wie ein eingestaubtes B-Movie (Stichwort "altes Eisen") wirken. "Reboot bzw. Wiederbelebung gelungen!" kann man im Prinzip vermelden - was aber trotzdem nicht heißt, dass es sich dann auch automatisch um einen sehr guten Film handelt. Erwartungsgemäß kommt er nicht an die ersten beiden Teile der Franchise ran (dürfte eh keiner erwartet haben), eignet sich aber sehr gut (quasi) als Beginn einer neuen Reihe (es heißt ja was von Trilogie in Branchenkreisen). Wie bei vielen Big-Budget-Blockbuster der heutigen Zeit wirkt der Film allerdings insgesamt recht "seelenlos", was zu einem Großteil an den oberflächlich konzipierten Charakteren liegt, zu denen kaum eine emotionale Bindung entstehen kann. Die Schauspieler machen ihre Sache anständig - füllen ihre Parts also passabel aus. Story-Technisch hat keiner der "Terminator"-Filme einen Preis verdient - was entsprechend auch für diesen hier gilt. Ein Problem an "Salvation" ist übrigens zudem, dass man ihm die "Probleme im Hintergrund" des Öfteren deutlich anmerkt - ich beziehe mich da hauptsächlich auf die vielen Skript-Umschreibungen sowie die jetzt vorliegende "PG-13"-Fassung. Die lange Version kann auf Blu-Ray die ganze Sache bestimmt demnächst noch etwas aufwerten bzw. abrunden.

Was also bleibt, das ist ein toll anzusehendes, laut rockendes, zum Teil furios inszeniertes Action-Spektakel, das immerzu unterhält und in keiner Minute seiner Laufzeit langweilt - dem es nur halt in gewisser Weise an einer "Seele" mangelt...

:liquid6:

PS: Über das "Kino-Wiedersehen" mit Michael Ironside hab ich mich übrigens irgendwie mehr gefreut als das mit "Arnie" - und die Einbindung des "Guns`n´Roses"-Songs war einfach ne klasse Idee...

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Beitrag von gelini71 » 08.06.2009, 10:08

Was habt ihr erwartet ?
Regie führte McG der ja bereits "Drei Engel für Charlie" verbrochen hat & das Drehbuch ist von Brancato / Ferris die u.a. den Megatrash "Catwoman" erdacht haben - plus die Tatsache das der Film Jugendfrei geschnitten werden mußte = Seelenlosen Actionspektakel.

Ich werde mir das ganze auf jeden Fall nicht ansehen.
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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Beitrag von Joker6686 » 08.06.2009, 10:41

gelini71 hat geschrieben:Was habt ihr erwartet ?
Regie führte McG der ja bereits "Drei Engel für Charlie" verbrochen hat & das Drehbuch ist von Brancato / Ferris die u.a. den Megatrash "Catwoman" erdacht haben - plus die Tatsache das der Film Jugendfrei geschnitten werden mußte = Seelenlosen Actionspektakel.

Ich werde mir das ganze auf jeden Fall nicht ansehen.
Also McG hat zumindest mit Chuck und Fastlane zwei richtig geile Actionserien in der Vita stehen und die mangelnde Härte hat hier bisher auch keiner so wirklich bemängelt. Habe in letzter Zeit öfter mal PG-13 Filme gesehen, die auch locker nen R-Rating erhalten hätten können, aber ich glaub, dass der auf jugendfrei getrimmt wurde, ist mit Sicherheit nicht ausschlaggebend für die eher durchwachsenen Noten, viel mehr, dass der Film höher, schneller, weiter will, es aber nicht schafft einen mitzureissen.

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Beitrag von StS » 08.06.2009, 11:27

An der Action gab bzw. gibt es im Prinzip absolut nichts auszusetzen - das PG13-Rating hat also in dem Sinne nicht gestört, es war halt nur ersichtlich. McG hat mit "Charlie´s Angels" ein wirklich gelungenes Spaß-Feuerwerk abgeliefert, das nur im zweiten Teil durch die maßlosen Übertreibungen vor die Wand gefahren wurde. "Fastlane" rockt ebenfalls - und "We are Marshall" war ein gelungenes Drama, ganz ohne Action und so. Bei "Salvation" fand ich seine Regieleistung gelungen - es lag eindeutig am Skript und dem Chaos mit den Umschreibungen, dass der Film so "seelenlos" anmutet bzw. geraten ist, da einem die Figuren schlichtweg kaum jucken...

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Beitrag von freeman » 08.06.2009, 12:51

Die Figuren jucken einen gar nicht, das ist der Punkt ... für mich ist Salvation eine Art herzloser Terminator III - es fehlt an jeglicher Form von Innovation, der Nährwert fürs Genre an sich tendiert komplett gegen NULL und die Logik hat einfach nur Pause und dennoch wirds nie langweilig ... bin vollkommen leer aus dem Film raus und wusste gar nicht, ob das, was ich da gesehen hatte, gut war oder doch nicht. Hab auch nicht die Lust gefunden, mich irgendwie damit in einem Review auseinanderzusetzen ... Da hatte der dritte Teil diesem seelenlosen Spektakel einfach einiges voraus. Vor allem eben den echten Arnie, denn der Arnie aus der Konserve war ja nur gruselig getrickst.

Weitere Probleme: Wo war die Härte? Habe ich komplett vermisst. Wieso trifft man bei der Erstürmung von nem Skynet Lab nur auf EINEN T-800? Wieso gabs keine richtig großen Konfrontationen? Wieso ist die Zukunft weit, wüst und leer, wenn sie in den Vorgängern noch urban, voll mit Totenköpfen usw. war? Warum sah allgemein alles nach Mad Max aus? Was sollte das Kind in dem Film? Wie kann ein Hubschrauber vor nem EMP entkommen? Warum verlässt man sich auf Tonsignale zum Ausschalten der Maschinen, wenn man nur Nuklearwaffen/Atombomben in deren Zentren zünden müsste? Ein wirklich heilloses Chaos sondergleichen. Und wie war das, Bale wollte erst mitmachen, als die Story stimmte? Schaut man sich diesen Flickenteppich an, scheint "stimmige Story" gleichbedeutend zu sein mit mehr Screentime.

Die größte Stärke des Filmes ist Sam Worthington! Der hat mir richtig richtig richtig gut gefallen und ich hoffe, da kommt für ihn noch einiges nach ...

Müsste ichs bewerten, wäre ich vielleicht bei :liquid5: und damit noch unter Terminator III ...

In diesem Sinne:
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