Fled - Flucht nach Plan

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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djoli
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Fled - Flucht nach Plan

Beitrag von djoli » 02.10.2005, 02:20

Fled - Flucht nach Plan

Bild

Originaltitel: Fled
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1996
Regie: Kevin Hooks
Darsteller: Laurence Fishburne, Stephen Baldwin, Salma Hayek, Will Patton, Robert Burke

Besser gut geklaut als schlecht selber gemacht, so war wohl das Motto von Regisseur Kevin Hooks. Zwei aneinander gekettete Sträflinge auf der Flucht, kennen wir schon aus Flucht in Ketten. Ein Bulle der die Flüchtigen jagt, aber nicht so ganz an ihre Schuld glaubt haben wir auch schon mal gesehen (Auf der Flucht). Zwei Leute die sich nicht leiden können, aber nur zusammen überleben können, kennt man aus jeden Buddy Movie.
Ist der Film also einfach nur schlecht? Nein ganz im Gegenteil, wenn man sich drauf einlässt, wird man prächtig unterhalten.
Kommen wir aber erstmal zu Story : gegen einen mächtigen Drogenboss läuft ein Verfahren, nur leider wird der Kronzeuge ermordet. Also veranlasst der Staatsanwalt eine gefakte Flucht, in dem ein Undercover Cop (Laurence Fishburne) dem Sträfling Dodge (Stephen Baldwin) eine Diskette mit wichtigen Informationen für das Verfahren entlocken soll. Leider geht bei der Flucht einiges schief und die beiden werden sowohl von der Mafia als auch der Polizei verfolgt. Lediglich der Polizist Gibson (Will Patton) glaubt nicht so recht an die Schuld der beiden.
Wie oben schon erwähnt, der Film klaut bei anderen fröhlich vor sich hin und macht daraus sogar gar kein Geheimnis, da Baldwin ständig Szenen aus anderen Filmen zitiert. Leider ist Baldwin aber auch der Schwachpunkt des Filmes, während Fishburne einfach nur cool ist, Sprüche klopft und die Bösen umnietet, bleibt Baldwin eher blass und kann außer den Filmzitaten nicht wirklich überzeugen.
Für ein richtiges Buddy Movie reicht es also nicht ganz, da Fishburne den Film fast alleine tragen muss. Unterstützt wird er von der wie immer schönen Salma Hayek und den wie immer souverän agierenden Will Patton.
Trotz Baldwin biete der Film aber genau das was man als Actionfan sehen will : jede Menge Schießereien mit Einschusslöchern in Großaufnahme (daher wohl auch die FSK 18 Freigabe), Verfolgungsjagen zu Fuß, mit Autos und mit zwei Ducati Motorrädern. Außerdem einen Showdown in einer Berggondel. Wirklich genial ist aber der letzte Spruch von Baldwin, als er einen Szene aus Tina - What´s Love Got to do With It zitiert und Fishburne wutentbrannt hinter ihm her rennt, um in dann ähnlich zu verprügeln zu wollen, wie er es in seiner Rolle als Ike in eben diesem Film gemacht hat.

Fazit : der Film macht einfach Spaß, gute Action mit ordentlich Härte ein wie immer toller Fishburne und ein bis auf Baldwin guter Cast, sogar Möchtegern Robocop Robert Burke darf einen zwielichtigen US Marschall spielen. Wo wir wieder beim klauen währen. Das tut Hooks wirklich schamlos, aber stört es eigentlich? Wenn dabei so ein unterhaltsamer Actionspaß rauskommt, eher nicht. Das muss aber jeder für sich selber wissen.

Die technisch gute DVD (schön räumliche DD 5.1 Spur mit knakigen, aber etwas zu zahmen Bass und guten aber nicht perfekten Bild) ohne große Extras, dürfte man für 10 € oder weniger überall bekommen.

:3of5: ,5
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Beitrag von SFI » 02.10.2005, 09:06

den Film wollt ich mir auch schon immer koofen nur leider waren bisher die Kritiken immer sehr gespalten. Wie ist das nun mit den Ballereien? Rocken die richtig ab?
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Beitrag von djoli » 02.10.2005, 12:46

Liquid Love hat geschrieben:den Film wollt ich mir auch schon immer koofen nur leider waren bisher die Kritiken immer sehr gespalten. Wie ist das nun mit den Ballereien? Rocken die richtig ab?
Also ich finde die ganz gut, zum Teil in Zeitlupe gefilmt, Fishburne läuft beidhändig rum und wie oben schon geschrieben : Einschußlöcher in Großaufnahmen. Erinnert etwas an die Walter Hill Filme, wo die Schießereien ja auch sehr hart sind.
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Beitrag von freeman » 02.10.2005, 16:43

Seh ich wie Oli, die Ballereien sind überdurchschnittlich gut und wenn geballert wird, dann eben gleich richtig. Allerdings wirds nicht so übertrieben oft gemacht, wie man vielleicht erwarten könnte. Dennoch ist er eine Empfehlung definitiv wert, ich würde sogar 4 Punkte geben, weil der eben richtig Spaß macht.

Der Hammer is immer wieder, wenn Baldwin das Tempo und die Richtung vorgeben will, losrennt, Fishburne aber dagegen ist und einfach stehen bleibt. Ich könnte mich da immer wieder beäumeln, wenn der Baldwin dann waagerecht in der Luft liegt und auf die Fresse knallt. LOL

In diesem Sinne:
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Beitrag von Veracocha » 02.10.2005, 17:21

Interessantes Review, aber ich zieh mir glaub ich eher erstmal ein paar andere Sachen rein, bevor ich zu dem Film komme. Hab in Sachen Action ja noch genug nachhol-Bedarf. ;)
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Beitrag von Cinefreak » 25.11.2010, 22:16

hab den Film nochmal gesehen. (nehme an, etwa insgesamt zum dritten oder vierten Mal, was für einen 90er Streifen ja nicht viel ist. Bin da mittlerweile etwas zwiegespalten. Kevin Hooks ist kein Top-Regisseur, was die Inszenierung der Action angeht. Schon Passagier 57 konnte mich damals noch begeistern, heute denkt man, naja nett, aber nicht mehr. Black dog hatte eine ziemlich dämliche Story, gepaart mit einigen geilen Autostunts.

Und was haben wir hier?
Eine vielerorts zusammengeklaubte Story, viele Filmzitate, drei mittelmäßige Schießereien (vor allem die in dieser Art Sauna und die letzte fand ich eher mäßig, irgendwie ergeben Schießerei, Choreographie und FX kein schlüssiges ganzes sondern wirken stark zusammengeklebt, wie man es leider in B-Movies des öfteren zu sehen bekam), zudem hat der Film einige Längen, die unnötig sind (z. b. das unspektakuläre Motocrossrennen), als Stärken würde ich hier aber auf jeden Fall die Verfolgungsjagden zählen, vor allem die Motorradjagd am Schluss rockt gut und auch die Autojagden sind nett gemacht, nicht mehr, aber nett sind sie.

Fazit: Ein Film, der vermutlich am knappen Budget kränkelt. Da in der wikipedia nix von Flop steht und vom weltweiten Einspielergebnis von gerade mal knapp 20 Mio., lässt das glaube ich vermuten, wie wenig Geld hier verbraten wurde. Ein Lob vor allem an die Stuntleute, insbesondere die Motorraddriver.

:liquid7:, mit geringer Tendenz nach unten, aber es gibt deutlich Schlechteres im Krawumm-Genre :wink:
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Beitrag von Actionfilmfan » 08.05.2013, 17:26

Der Film ist ja seit einigen Monaten nun ab FSK 16 er wurde von ab 18 runtergestuft auf FSK ab 16.

Das zweite Remake von dem Orignal Flucht in Ketten (aus dem Jahr 1958) hat mir sehr gut gefallen. Regisseur Kevin Hooks hat einen sehr guten kurzweiligen Actionfilm gedreht mit schon ein paar harten Stellen wie die Folter an Mark.

Der Cast ist gut besetzt zwischen Laurence Fishburne und Stephen Baldwin herrschte eine gute Buddy Chemie mit flotten Sprüchen.
Salma Hayek macht auch eine gute Figur und hat mich nicht genervt gab schlimmere Rollen von ihr. Auch die anderen manchen einen guten Job.

Mir haben die Schießerein schon gut gefallen sicher gibt es besser aber die Schießerein waren gut, blutig und kurzweilig. Es gab schon einige Leerläufe wie das Motorcrossrennen doch so schlecht war das nicht. Die Stunts waren echt klasse. Die Verfolgungsjagden gefielen mir gut vorallem am Schluss. Gut war auch der kurze Kampf von Charles gegen Pat Schiller in der Seilbahn das hätte ich nicht gedacht. Dachte da passiert nichts und dann taucht da ein Heli auf Pat springt raus landet auf der Seilbahn und bedroht dann Charles, Mark und die Fahrgäste und dann gibt es was auf die Fresse klasse.

Sehr guter Film hat mir viel Spass gemacht den anzuschauen von mir gibt es :liquid8: Punkte.

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Beitrag von Cinefreak » 13.12.2013, 11:38

fand den früher besser. Irgendwie wirkt der in einigen Actionszenen etwas billig gemacht für meinen Geschmack, aber ist halt so bei Kevin Hooks. Passagier 57 war ja nun auch schon keine riesige Offenbarung für den Actionfan :roll: :wink:

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Beitrag von McClane » 13.12.2013, 13:23

Ich persönlich mag "Fled" in Kevin Hooks' durchwachsener Filmographie recht gern, was vor allem an der Besetzung liegt. Mit Stephen Baldwin und Laurence Fishburne sind zwei engagierte Hauptdarsteller aus der zweiten Reihe am Start, Will Patton macht auch mal wieder einen tollen Job und Robert Burke gibt einen überzeugenden Schurken ab. Das großzügig bei "Flucht in Ketten" und "Nur 48 Stunden" (allein die Ballerei beim Ausbruch ist schon sehr von Hills Klassiker inspiriert) zusammengeklaute Storykonstrukt setzt Hooks zackig um, die Action macht innerhalb des begrenzten Budgetrahmens eigentlich das Meiste richtig und hat auch einige schön generische Härten an Bord. Ist zwar nirgendwo Spitzenklasse, es gibt fettere Ballereien, es gibt lustigere Wortgefechte, aber eigentlich schon ein relativ rundes Paket.

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