Inglourious Basterds

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C4rter
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Inglourious Basterds

Beitrag von C4rter » 25.07.2009, 12:25

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Originaltitel: Inglourious Basterds
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Quentin Tarantino
Darsteller: Brad Pitt, Mélanie Laurent, Eli Roth, Christoph Waltz, Michael Fassbender, Diane Kruger, Daniel Brühl, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, Jacky Ido

Da ich völlig überraschend wieder eine Einladung zu einer Pressevorführung bekommen habe(wie damals bei „Drag me to Hell“) hatte ich heute die Chance „Inglourious Basterds“ zu sehen, den neuen Film von meinem Lieblingsregisseur Quentin Tarantino. Er versuchte sich mit dem Film am Genre des Exploitation-Kriegsfilms der 70er, ganz nach seinem Vorbild „Inglorious Bastards“ von Enzo G. Castellari. Da Quentin für seine besonderen Drehbücher und seine besondere Art einen Film zu machen ja bekannt ist, war ein Kriegsfilm aus seiner Feder einmal eine ganz neue Erfahrung und ich war mörderisch gespannt drauf.

Im ersten Jahr der deutschen Besatzung Frankreichs. Shosanna Dreyfuss(Melanie Laurent) muss mit ansehen wie Nazi Oberst Hans Landa(Christoph Waltz) ihre gesamte Familie ermordet. Shoshanna gelingt es nur knapp zu entkommen. Sie flieht nach Paris und legt sich dort eine neue Identität als Besitzerin eines Kinos zu. Anderswo in Europa stellt Leutnant Aldo Raine(Brad Pitt) eine Gruppe bestehend aus jüdisch-amerikanischen Soldaten(u.a. Eli Roth, Gedeon Burkhard, Till Schweiger, Michael Fassbender) zusammen, die flinke schockierende Vergeltungsschläge begehen soll. Schnell macht ein Name für die Truppe die Runde: The Basterds. Jeder aus der Gruppe schuldet Pitt 100 Nazi-Skalpe.
Die Basterds stellen Kontakt zur deutschen Schauspielerin und Geheimagentin Bridget von Hammersmark(Diani Kruger) um einen finalen Schlag gegen das Nazi-Regime zu planen und den Führer(Martin Wuttkes) sowie seine Untergebenen zu töten. Der ehrgeizige Plan der Truppe führt zur Premiere des Nazi-Films „Stolz der Nation“, welcher in Shoshannas Kino seine Premiere feiert, dazu geladen: Der gesamte Nazi-Führungsstab. Doch Shoshanna plant dort schon ihren ganz eigenen Rachefeldzug…

Der Film folgt nur einem dünnen konstanten Faden und hangelt sich ansonsten an einigen, mehr oder weniger abgeschlossenen Kapiteln entlang. Dies kann man einerseits kritisieren, andererseits ist es aber auch ein interessantes Stilmittel welches Quentin schon in „Kill Bill“ verwendete.
„Inglourious Basterds“ beginnt auf einer französischen Farm. Ein Bauer mit seinen Töchtern ist bei der täglichen Arbeit zu sehen, plötzlich hört man ein Auto in der Ferne. Der Bauer scheint mit dem „Besuch“ gerechnet zu haben, macht sich frisch und erwartet die Ankunft. Ein Militär-Wagen hält an der Farm an, Soldaten steigen aus, Hans Landa ist einer von ihnen. Im bekannten Tarantino-Stil reden Landa und der Bauer nun am Tisch im Bauernhaus miteinander, Landa trinkt eine Milch, beide rauchen Pfeife. Dies ist nun einfach eine typische Situation die in allen Filmen von Tarantino auftaucht. Geschliffene, messerscharfe Dialoge, von 2 oder mehr Charakteren überzeugend präsentiert und mit kleinen Extras wie dem rauchen einer Pfeife aufgepeppt. Durchweg einfach grandios, geschrieben wie gespielt. Die Atmosphäre wird immer dichter, die Spannungsschraube wird angezogen, meist ohne das man es merkt. Landa bekommt den Bauern schließlich dazu zuzugeben, dass er unter dem Haus einer Judenfamilie versteckt hält. Er wendet dazu keine Gewalt an, aber seine Art schüchtert jeden Menschen ein, fast wie ein Messer im Schritt. Er befielt den anderen Soldaten von oben durch den Boden in den Keller zu feuern. Eine Jüdin, Shoshanna, kann fliehen. Schnitt. 3 Jahre später.

Dies ist das erste Kapitel des Films, „Once Upon a Time in Nazi Occupied France“. Die Einführung von Landa bzw. Christoph Waltz, der von allen Schauspielern die meiste Screentime hat, ist grandios über die Bühne gegangen und der Charakter wurde direkt perfekt präsentiert. Das Lob in Cannes für Waltz ist vollkommen berechtigt.

Die ersten beiden Kapitel sind richtig stark, in Kapitel 3 und 4 sind klitzekleine Schwächen zu verzeichnen die aber im Detail liegen und kaum von Bedeutung sind. Es handelt sich lediglich um kurze Szenen, die man für einen besseren Fluss evtl. besser am Schneidetisch liegen gelassen hätte für den Director’s Cut. Das finale Kapitel, „Revenge of the Giant Face“ haut dann zum Schluss aber so richtig rein.
Die Mischung aus abgedrehtem, sarkastischem Humor, leichten Gewaltspitzen, ein wenig Ernsthaftigkeit, der Stil der an 70er Exploitation-Filme erinnert und die allgemeine extreme Dialoglastigkeit machen den Film insgesamt zu einem gänzlich anderen Kriegsfilm als man evtl. erwartet hat. Dialoge bestimmen ca. 80% des Films, der Rest sind kurze Actionszenen die aber insgesamt nicht wirklich ins Gewicht fallen. Wer einen Kriegs-Actioner im „The Dirty Dozen“-Stil oder dem Titelgebenen „Inglorious Bastards“ sucht, sollte einen riesen Bogen um Tarantinos „Inglourious Basterds“ machen. Der rote Faden der sich ganz leicht durch den Film zieht ist, dass Brad Pitt und seine Jungs dasselbe Ziel haben wie die geflohene Jüdin aus dem ersten Kapitel: Das Kino hochjagen in dem der Führer mit seinen Untertanen die Premiere des Films „Stolz der Nation“ feiert. Das interessante dabei, die beiden Parteien laufen sich dabei nicht einmal wirklich über den Weg, kennen sich nicht, operieren getrennt voneinander am selben Plan und arbeiten dann doch irgendwie zusammen.

Aber der Film lebt weniger von der Verfolgung dieses ehrgeizigen Plans, als vielmehr von den Stories die nebenbei passieren. Mein echtes Highlight war eine gut 25 minütige Bar-Szene im Mittelteil des Films. 3 deutschsprachige Basterds treffen sich, in Nazikluft, mit Bridget von Hammersmark in einer Kellerbar in Paris. Unglücklicherweise feiern in der Bar auch gerade einige Nazis die Geburt des Sohnes eines Kameraden. Diese Szene läuft im Grunde vom Spannungsaufbau ähnlich ab wie die in Kapitel 1 und mündet am Ende wieder in einem Gemetzel. Die Stärke dieser und weiterer in sich beinahe geschlossener Passagen des Drehbuchs ist der Grund wieso der Film in dem Kapitel Konzept trotzdem so gut funktioniert, ähnlich wie schon „Kill Bill“ dessen roter Faden nur daraus bestand Bill zu töten, alles was auf dem Weg dahin passierte waren quasi mehr oder weniger auch abgeschlossene Kurz-Episoden.

Schauspielerisch wird richtig was geboten. Dadurch, dass Quentin nur Deutschsprachige Schauspieler als Deutsche besetzt hat und dies auch bei den Briten, Amerikanern und Franzosen so beibehalten hat, bekommt man einen großen Cocktail verschiedener Schauspieler präsentiert. Die Deutschen Schauspieler sind natürlich in der Überzahl und man sieht wirklich bis in die kleinsten Nebenrollen bekannte Gesichter, z.B. einen Christian Berkel als Barkeeper in der Pariser Kellerbar oder Bela B. Felsenheimer als Platzanweiser im Kino. Aber auch die größeren Rollen sind natürlich exzellent besetzt. Brad Pitt mit seinem markanten Akzent spielt hier erneut einen Charakter an den man sich noch in vielen Jahren erinnern wird. Selbst Till Schweiger, der ja auch gerne mal negativ auffällt, wurde hier ideal besetzt. Er hat nur wenig Text, guckt aber in den richtigen Szenen wunderbar grimmig drein. Die einzige Person die wieder Mal aus dem Raster fällt ist Diane Kruger. Die Frau kann einfach nicht ordentlich schauspielern und fiel mir auch hier wieder durch ihre aufgesetzte Art negativ auf. Bei ihr hat man ständig das Gefühl sie würde einfach nur einen auswendig gelernten Text aufsagen, statt sich in der Rolle zu befinden.

Soundtrack-Technisch gibt es einige markante Stücke, besonders das in der Anfangsszene gefiel mir sehr gut aber auch den Rest des Films setzt Tarantino die Musik immer gut ein um gewisse Szenen wunderbar zu unterstreichen. An die Genialität seiner restlichen Soundtracks kommt der, der Basterds für mich aber nicht heran.

Wie der Film in der Synchro funktionieren soll ist mir bislang noch unbegreiflich. Nicht nur das sprachliche Differenzen zwischen Englisch und Deutsch stellenweise Handlungsrelevant sind, einige Passagen in Gesprächen von einem dritten übersetzt werden, nein, auch verschiedene Akzente wie Südstaaten-Dialekt oder britisch spielen eine größere Rolle. Für einen Hollywood-Film ist die Sprachverteilung im Film sowieso erstaunlich. 1/3 Französisch mit Untertiteln, 1/3 Deutsch mit Untertiteln und 1/3 Englisch sind nicht gerade das was man in Hollywood Unterhaltungsfilm nennen würde. Mir gefiel diese Authentizität aber gerade sehr gut und als Deutscher Zuschauer sind die Deutschen Szenen irgendwie erst recht sehr unterhaltsam. „Inglourious Basterds“ wäre in jedem Fall ein Film den man in Deutschland im Original mit Untertiteln veröffentlichen sollte. Da aber sogar „Borat“ und „Brüno“ übersetzt wurden, kann man darauf wohl lange warten.

Essentiell wichtig für „Inglourious Basterds“ ist, dass er sich meistens selber nicht all zu ernst nimmt. Hitler verkommt in großen Teilen zur Witzfigur und auch einige andere Nazigrößen werden eher verulkt als besonders fies dargestellt. Wenn Hitler darüber redet, dass der als „Bärenjude“ bekannte Jude der Basterds scheinbar kein Mensch sondern ein Golem sein soll oder man in einer Rückblende zu sehen bekommt wie Göbbels seine französisch Übersetzerin von hinten beglückt kringelt man sich vor Lachen im Kinosessel. Das ist einfach beste Satire. Aber auch die Basterds bleiben davon nicht völlig verschont, müssen sich doch 3 von Ihnen am Ende als Italiener ausgeben. Besonders Pitt gefällt hier, der seinen Südstaaten-Akzent mit dem italienischen unter einen Hut bringen muss und sich so einfach zum Schreien anhört.
Toll aber dann andererseits wiederrum, dass so eine schillernde Person wie Hans Landa sein abgehobenes Schauspiel nicht so weit treibt dass auch er sich auch der Lächerlichkeit preis gibt. Denn sonst wäre seine Präsenz auf der Leinwand direkt weniger einschüchternd. Er bleibt, trotz einiger humoristischer Szenen bis zum Ende der fiese „Jew-Hunter“, aber dabei auf einem gewissen Level sogar noch sympathisch.

„Inglourious Basterds“ ist für mich der Kracher geworden den ich mir gewünscht hatte, wurde allerdings doch in vielen Teilen völlig anders als ich gedacht hätte, aber ist im Endeffekt genau so geworden wie man einen Kriegsfilm von Quentin Tarantino eigentlich hätte erwarten müssen. Ob der Film der breiten Masse schmeckt, ich bezweifel es stark. In Deutschland wird der Film nicht viele Fans finden wage ich zu Prophezeien und auch in den USA wird es sich eher in Grenzen halten. Dafür hat Quentin nach dem, von vielen Fans und Kritikern meiner Meinung nach völlig zu Unrecht verunglimpftem „Death Proof“ hiermit wieder einen Film erschaffen der beiden Seiten, Fans und Kritikern, sehr gut schmecken wird.

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Bild Ed Hunter kriegt sich nicht ein:

Zwei Jahre nach seiner großartigen 70er-Car-Crash-Hommage „Death Proof“ als Beitrag zum zu Unrecht gefloppten QT/RR-Bahnhofskino-Doublefeature „Grindhouse“ präsentiert Regie-Meister Quentin Tarantino nun endlich seinen lange erwarteten Kriegsfilm „Inglorious Basterds“ – der hat mit dem (beinahe) gleichnamigen Italoreißer von Enzo G. Castellari zwar nur Genre und Setting gemein, gibt damit aber bereits im Titel einen Vorgeschmack auf Tarantinos einmal mehr dominierende Zitatenfreudigkeit.

„Es war einmal…im von Nazis besetzten Frankreich“: Mit der Eingangstexteinblendung spielt Tarantino nicht nur auf Sergio Leones „Once Upon A Time in the West“ an und untermauert die Hommage augenblicklich mit Italowestern-Klängen, auch bereitet er den Zuschauer auf den ganz und gar märchenhaften Charakter seiner eigenwillig-schrägen WW2-Story vor, die auf unheimlich charmante und dabei stets einen Charakter von Glabwürdigkeit und Realismus bewahrende Weise die Geschichte umschreibt und der Nazi-Herrschaft in doppelterlei Hinsicht durch die Macht des Kinos ein Ende setzt. Einmal mehr durchs beliebte Tarantino-Stilmittel der Kapiteleinteilung strukturiert, erzählt „Inglorious Basterds“ zwar einerseits von der titelgebenden, jüdischsstämmigen US-Spezialeinheit, die unter Führung des Indianer-Nachfahren Lt. Aldo Raine (Brad Pitt) hinter den feindlichen Linien Jagd auf Naziskalps macht, verliert seine eigentlichen Protagonisten aber oftmals regelrecht aus den Augen, indem er die Privat-Vendetta der jungen Französin Shosanna Dreyfuss (Melanie Laurent), deren Familie vom SS-Standartenführer und passionierten Judenjäger Hans Landa (Christoph Waltz) ausgelöscht wurde, gegen das Nazi-Regime als zweiten zentralen Handlungspfeiler etabliert. Das Ziel, auf das die einen wie die andere hinarbeiten, ist dabei dasselbe – und der Erfolg wird sich wider der historischen Realität einstellen, was das i-Tüpfelchen auf der schrägen Klasse von „Inglorious Basterds“ markiert.

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Durch die Kapitelstruktur präsentiert sich der Streifen als episodenhaft aufgebauter Kriegsfilm, dessen wenige, zumeist an einer einzigen Location verweilende Szenen Tarantino in der ihm eigenen Klasse und ruhigem Tempo schier ewig ausdehnt, ohne das Geschehen bei einer stattlichen Laufzeit von zweieinhalb Stunden jemals langweilig oder zäh wirken zu lassen. Wer nach dem Trailer einen bleihaltigen Nonstop-Actionreigen erwartet hat, wird sich alsbald ernüchtert sehen, doch da die Action abgesehen von „Kill Bill Vol.1“ noch in keinem Tarantino-Film das zentrale Element ausmachte, wundert es auch nicht, dass die „Basterds“ ihre Klasse einmal mehr genialen Dialogen, ebensolchen Schauspielerleistungen, der raffinierten Inszenierung, perfekten Musikauswahl und durch all das generierten exzellenten Atmosphäre zu verdanken.

Tarantino sprudelt wie gewohnt über vor grandiosen Ideen auf inhaltlicher wie inszenatorischer Ebene und man glaubt ihm gerne, dass die ursprüngliche Skriptfassung Stoff für eine ganze TV-Serie gegeben hätte. Besonders stark neben der leichtfüßigen Geschichtsverfälschung ist die Verquickung des WW2-Settings mit überbordenden Western-Motiven, die von der herrlich zynisch-schrägen Plotbasis des Nazi-Skalpierens bis zum Spaghetti-Soundtrack von Ennio Morricone reicht. Auf musikalischer Ebene hat sich Tarantino ohnehin einmal mehr selbst übertroffen: Neben den stimmungsvollen Italowestern-Sounds sorgt vor allem die Platzierung von David Bowies „Cat People (Putting Out Fire)“ im unmittelbaren Vorfeld des Finales im Kino, während Melanie Laurent sich schminkt und vorbereitet, in Verbindung mit den genial komponierten Bildern für pure Magie. Die herrscht auch, wenn am Ende das Lichtspielhaus in Flammen aufgeht und Laurents Gesicht schwarz-weiß auf Rauch und die verbrennende Leinwand projiziert wird, während im Vordergrund Flammen lodern und zwei der Basterds unerbittlich mit Maschinenpistolen in den von panischen Nazis gefüllten verschlossenen Saal holzen.

Von der Kameraführung bei Dialogen bis zu markig-kreativen Texteinblendungen zur Vorstellung von Charakteren, von innovativen Perspektiven bis Magic Moments wie den genannten – inszenatorisch vollbringt Tarantino in „Inglorious Basterds“ ein Meisterstück und auch die charakteristische, für zahlreiche enorm witzige Momente sorgende Klasse der Dialoge veredelt das Nazimärchen durch die Bank. Zwar nicht auf unerreichtem „Pulp Fiction“-Niveau, dafür aber mehrsprachig: Um größtmögliche Authentizität bemüht und genervt von der Vernachlässigung des Aspekts der Sprachbarriere in nahezu allen Kriegsfilmen lässt Tarantino all seine Charaktere in der jeweiligen Landessprache sprechen (eine gewichtige dem Italienischen zukommende Rolle sorgt für das Comedy-Highlight des Films) – und besetzte sie auch dementsprechend.

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So ist im Cast von „Inglorious Basterds“ ein enormer Anteil deutscher bzw. deutschsprachiger Schauspieler vertreten, für den man das Who’s who hiesiger Prominenz engagierte: Neben der Filmen wie „Troja“ und „National Treasure“ sei dank auf internationalem Parkett ja bereits etablierten Diane Kruger sowie dem ebenfalls US-erfahrenen Til Schweiger als schweigsamem Nazi-Überläufer in den Reihen der Basterds tummeln sich unter anderem Daniel Brühl und Gedeon Burkhard, für eine Nebenrolle stieß man gar auf Sat1-„Zack“ Volker Michalowki. Mit Cameos der in die Original-„Bastards“ involvierten Bo Svenson und Enzo G. Castellari sowie Rollen für Mike Myers und „Hostel“-Star Eli Roth, der bereits in „Death Proof“ mit von der Partie gewesen war und hier als Gastregisseur den Film-im-Film-Propagandastreifen „Stolz der Nation“ inszenierte, als Baseballschläger-schwingendem Nazischreck ist weitere Prominenz vertreten, der darstellerische Glanz des Films ruht aber ganz und gar auf zwei Mitwirkenden: Zum einen auf einem als Lt. Aldo Rayne ungemein kultig-coolen, einen herrlichen Spruch nach dem anderen raushauenden Brad Pitt, zum anderen auf dem alles und jeden an die Wand spielenden Österreicher Christoph Waltz als unberechenbarem SS-Psychopathen Landa – wenn ihm diese in Cannes mit dem Darstellerpreis honorierte Glanzleistung nicht zu internationalem Durchbruch verhilft, was dann.

Freilich wäre Tarantino nicht Tarantino, gäbe es im Verlauf seiner ruhig inszenierten Story nicht auch einige derbe Gewaltexzesse – und zumindest auf diesem Gebiet hält der Film, was der Trailer suggerierte. Wenn es in „Inglorious Basterds“ zur Sache geht, dann richtig: Die Shootouts, alles in allem lediglich zwei an der Zahl, sind von ungemeiner Wucht und Brutalität, überwältigen den Zuschauer mit einem Inferno blutigen Bleigewitters und auch daneben wird gefoltert, gequält und vor allem – detailliert skalpiert. Dass die FSK bereit war, das mit einer FSK-16 durchzuwinken, macht Staunen.

Fazit: Nach dem gelungenen „Grindhouse“-Beitrag „Death Proof“ präsentiert Quentin Tarantino mit dem langerwarteten „Inglorious Basterds“ sein nächstes Meisterstück: Er lässt das Kino über die Geschichte siegen und zelebriert von exzellenten Dialogen über zahlreiche Zitate bis zu einem enorm atmosphärischen Soundtrack all seine bewährten Trademarks in gewohnter Qualität, kann auf eine hochkarätige, von einem tollen Brad Pitt und einem monströs guten Christoph Waltz angeführte Darstellerriege bauen und generiert durch inszenatorische Hochleistung den einen oder anderen grandiosen Magic Moment. Ein Tarantino, wie man ihn sich nur wünschen kann.
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John_Clark basterd mit:

Once upon a time in the far side of the internet... da war die Rede von Tarantinos "Inglorious Bastards"-Remake. Das Original war ein trashiger Kriegsfilm aus den siebziger Jahren, ein Film, der sich eigentlich zu keiner Zeit wirklich ernst genommen hat und durch einige funny Szenen im Gedächtnis haften blieb. Nun, Quentin hatte durch "Kill Bill" und das Grindhouse-Projekt immer viel am Start, so wurde die Geburt seines Kriegsfilmbaby immer wieder verschoben. Glücklicherweise wurde es jetzt Realität...

Inhalt:
Eine Spezialeinheit der US-Army lässt sich im besetzten Nazi-Frankreich absetzen und schlachtet eine Nazi-Einheit nach der anderen ab und erarbeitet sich so den Namen "Basterds". Einige Jahre später ergibt sich für die "Basterds" die einmalige Chance den Zweiten Weltkrieg an einem einzigen Abend zu beenden. So beginnt die Operation: Kino...

Der Film beginnt schon richtig tarantinesque. Unterstützt durch Ennio Morricones grossartigem Soundtrack wird das Chapter Eins des Films begonnen. Der französische Milchbauer LaPadite bekommt Besuch von SS-Mann Hans Landa, in Frankreich bekannt als "Jew Hunter". Chapter Eins kann man noch getrost als ruhiges, aber wahrlich meisterhaftes Kapitel dieses grandiosen Streifens sehen. Dies liegt zum einen an der grandiosen Regie von Quentin Tarantino, der hier mit grandiosen Aufnahmen, Kamerafahrten und einfach perfekten Dialögen und Timing eine extrem spannende Stimmung aufzubauen vermag.

Im zweiten Kapitel geht es dann schon einiges blutiger zur Sache, werden hier die "Inglourious Basterds" vorgestellt. Brad Pitt als Lt. Aldo Raine macht Spass, sein Akzent wirkt herrlich hinterwäldlerisch. Hostel-Regisseur Eli Roth als "Bäääären-Jude" Donny Donnowitz wirkt perfekt besetzt, wirkt sein Charakter nicht weniger Krank als Roths Filme. Richtig zum lachen brachte mich Til Schweigers Auftritt als Hugo Stiglitz. Schweiger, der vielleicht schauspielerisch keine wahnsinnig grosse Meisterleistung abrufen musste, spielt den wortkargen, agressiven und stets brutal angepisst wirkenden deutschen Verräter so, dass man als Actionfreund den Schweiger einfach mögen muss. Gedeon Burkhard verdient ebenso eine Erwähnung. Wer es vom "Kommissar Rex" Ersatz-Hauptdarsteller zum Tarantino-Kino schafft, der muss einfach etwas richtig gemacht haben. Zudem spielt Burkhard nicht schwach, sondern liefert ebenfalls solide Kinoarbeit ab.

Mit Kapitel drei wirds nochmals etwas ruhiger. Tarantino lässt den Storybogen um Operation: Kino beginnen. Sorgfältig wird die "Beziehung" von Shoshanna Dreyfuss und Frederick Zoller aufgebaut. Zoller wird gespielt von Daniel Brühl, einem weiteren bekannten deutschen Darsteller, dessen Charakter zwar eine absolute Nervensäge und Kriegsheld zugleich darstellt, jedoch von Brühl mit viel Elan gespielt wird. Mélanie Laurent jedoch ist der heimliche Star dieses Kapitels (und vielleicht des ganzen Films, zusammen mit Christoph Waltz). Ruhig, bedrückt wirkend und ängstlich zugleich lässt Laurent ihre Figur zum Mittelpunkt der Operation: Kino werden. Ganz tolle Leistung einer Darstellerin, die mir bis anhin komplett unbekannt war.

Chapter vier hat für mich einen ganz grossen Höhepunkt. Die Tavernen-Szene. Ohne zu erzählen was da genau passiert, das ist ganz grosses Tarantino-Kino. August Diehl hat hier ebenso seinen Auftritt als SS Sturmbannführer Hellstrom. Also ein weiterer grosser deutscher Darsteller, der hier mehr als nur ein wenig zu überzeugen weiss. Im Schatten einiger grossen Darsteller kann Diane Krüger nur bedingt überzeugen, obwohl ich ihre Leistung nicht so schlecht sehe wie andere Reviewer. Aber im Grossen und Ganzen gehört für mich die ganze Dramaturgie in und um die Taverne zu einer der besten Szenen von Tarantino.

Kapitel fünf lässt es so richtig krachen. Mit weiteren wunderbaren Szenen kann Mélanie Laurent auftrumpfen. Und Christoph Waltz vollbringt sein Meisterwerk als richtig übler Tarantino Bad Guy mit einem faible für Milch, Strudel und Rahm. Eigentlich muss man sagen, spielt Waltz in allen Szenen alle Mitdarsteller komplett an die Wand. Eine absolute Topleistung, die mit einem Oscar versehen werden müsste (nein, ich übertreibe nicht - Waltz's Schauspiel hat mich wirklich unglaublich begeistert). Nicht vergessen darf man auch nicht Sylvester Groth als Propaganda-Minister Goebbels. Ganz wiederlich-herrlich, wie Groth den zweithöchsten Staatsmann Nazideutschlands portraitierte. Und, last but certainly not least... Martin Wuttke in der Rolle des Adolf Hilter. Hitler zu spielen, ist dies nun eine Ehre oder nicht? Bruno Ganz tat dies in "Der Untergang" ja so dermassen überzeugend, dass eigentlich jeder andere Darsteller schon mal den Koffer packen kann. Jedoch, Wuttke spielt Hitler mit dem nötigen Mass an Chapliness (eigene Wortkreation - Verweis auf Darsteller Charlie Chaplin in seiner Rolle in "The Great Dictator") und hat definitiv einige Lacher auf seiner Seite. Und, wer genau hinschaut erkennt auch "Ärzte"-Sänger Bela B. in einer kleinen Mini-Rolle.

Regie: Quentin Tarantino - mehr muss eigentlich nicht gesagt werden. Ausser, dass einige Kritiker des Meisters wohl prinzipiell nicht verschwinden werden. Aber was QT hier abgeliefert hat, gehört klar in die Champions League des internationalen Kinos. Besonders gefallen hat mir auch die Trinationale Mischung des Films. Und ganz speziell die deutsche Darstellerriege hat mir ausgezeichnet gefallen.

Soundtrack: Wer Tarantinofilme kennt, der weiss, dass Quentin seine Soundtracks quasi als die Herzen seiner Filme betrachtet. Diese Sichtweise trifft wohl auch bei "Inglourious Basterds" zu. Alleine während der Sequenz mit dem Bowie-Song "Cat People" fuhr ein kalter Schauer durch meinen Rücken. Und welcher Regisseur sonst würde einen Klassiker wie "Ich wollt ich währ ein Huhn..." für so einen Film wiederaufleben lassen? Eins A!

Für mich gehört "Inglourious Basterds" klar zu den ganz grossen Highlights dieses Kinojahres und im Tarantino-Raning mit "Pulp Fiction" und "Kill Bill Vol. 1" klar auf einem Medaillenplatz. Ein meines Erachtens perfekter Tarantinostreifen. Bin schwer begeistert!
:liquid10:

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Beitrag von jack warrior » 25.07.2009, 14:41

na bin ich mal gespannt ob der im oton im kino kommt....

gute review!

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Beitrag von SFI » 25.07.2009, 14:42

Na das hört sich ja recht vielversprechend an, könnte ein Kinobesuch wert sein!
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Beitrag von Hannibal » 25.07.2009, 15:00

Wahnsinnig coole Review, die bei mir zum ersten Mal so wirkliche Lust auf den Streifen entfacht. Danke dafür, der wird im Kino geguckt...wenn möglich sogar im O-Ton, aber mal gucken, ob die das hier anbieten.
Vor allem die Vergleiche zu "Kill Bill" lassen mich aufjauchzen, denn dessen Filmstruktur fand ich absolut herausragend genial....und da es ja der gleiche Regisseur ist...

Fett fett fett, ich freu mich :-)

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Beitrag von Seemi » 25.07.2009, 15:11

Das hört sich sehr gut an, wenn die Bewertung wieder so gut passt, wie bei Drag me to Hell, dann werd ich meine große Freude an dem Film haben. Danke an den O-Ton Hinweis.
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Beitrag von C4rter » 25.07.2009, 15:56

Hannibal hat geschrieben:Vor allem die Vergleiche zu "Kill Bill" lassen mich aufjauchzen, denn dessen Filmstruktur fand ich absolut herausragend genial....und da es ja der gleiche Regisseur ist...
Die Kapitel sind aber sonst schon weitestgehend chronologisch angeordnet, was ja bei Kill Bill nicht immer gegeben war. Es gibt aber immer wieder kurze-längere Rückblenden.

Danke an alle fürs Lob, war am Ende dann auch recht zufrieden mit dem Review :)

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Beitrag von TomHorn » 25.07.2009, 17:09

Tolle Review...
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Beitrag von Dr Dolph » 26.07.2009, 00:15

Hört sich ja mal echt gut an. Sehr tolles Review, hatte schon das schlimmste vermutet, aber das hast du ja jetzt wiederlegt.
Wird auf jedenfall im Kino geschaut!

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Beitrag von deBohli » 27.07.2009, 08:27

Wow das klingt ja unerwartet toll, besonders dass die Dialoge einen solchen Stellenwert haben. Die Trailer liessen ja was anderes vermuten.

Besten Dank für das tolle Review.
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Beitrag von John Woo » 27.07.2009, 08:55

Tarantino suckt halt, aber vielleicht werd ich irgendwann nen Blick riskieren :lol:

Sehr schönes Review!

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Beitrag von Seemi » 27.07.2009, 12:12

Er hat Jehova gesagt! :lol:
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Beitrag von John Woo » 27.07.2009, 12:30

Ich finde ihn schlicht und einfach überbewertet (soweit ich weiss steh ich mit der Meinung hier nichtmal alleine), selbst Pulp Fiction hat für mich keinen hohen Wiederschauensfaktor, aber wenn ihr seine Filme mögt ist das ja ok.

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Beitrag von deBohli » 27.07.2009, 13:28

John Woo hat geschrieben:Ich finde ihn schlicht und einfach überbewertet (soweit ich weiss steh ich mit der Meinung hier nichtmal alleine), selbst Pulp Fiction hat für mich keinen hohen Wiederschauensfaktor, aber wenn ihr seine Filme mögt ist das ja ok.
Was haben die mit dir bei der Geburt bloss falsch gemacht? Seagal ein Gott aber Tarantino eine Null? :lol: :lol:
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Beitrag von John Woo » 27.07.2009, 13:44

deBohli hat geschrieben: Was haben die mit dir bei der Geburt bloss falsch gemacht?
Was soll das jetzt? Auf solche Tiefschläge können wir glaube ich verzichten...

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Beitrag von deBohli » 27.07.2009, 13:54

John Woo hat geschrieben:
deBohli hat geschrieben: Was haben die mit dir bei der Geburt bloss falsch gemacht?
Was soll das jetzt? Auf solche Tiefschläge können wir glaube ich verzichten...
Und dein Humor wurde auch entfernt? ;)
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Beitrag von Hannibal » 27.07.2009, 16:27

John Woo hat geschrieben:
deBohli hat geschrieben: Was haben die mit dir bei der Geburt bloss falsch gemacht?
Was soll das jetzt? Auf solche Tiefschläge können wir glaube ich verzichten...
Wer Tarantino grundlos basht, muss mit Widerstand rechnen ;-)

Ich würde es ja auf die Schweiz schieben, aber deBohli ist ja der lebende Gegenbeweis ;-)

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Beitrag von Vince » 27.07.2009, 19:46

Feine Kritik! Die lässt hoffen!
von vielen Fans und Kritikern meiner Meinung nach völlig zu Unrecht verunglimpftem „Death Proof“


Yeah, you're damn right!

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Beitrag von Montana » 27.07.2009, 20:19

Hannibal hat geschrieben:
John Woo hat geschrieben:
deBohli hat geschrieben: Was haben die mit dir bei der Geburt bloss falsch gemacht?
Was soll das jetzt? Auf solche Tiefschläge können wir glaube ich verzichten...
Wer Tarantino grundlos basht, muss mit Widerstand rechnen ;-)

Ich würde es ja auf die Schweiz schieben, aber deBohli ist ja der lebende Gegenbeweis ;-)
Naja Tarantino finde ich auch zu überbewertet... klar habe ich viele Filme von ihm noch nicht gesehen, und hinter Death Proof steckt vieleicht sogar ein gelungner Film. Aber ich kann nunmal Episodenfilme mit mehreren unterschiedlichen Charackteren und endlosen dialogen nicht ausstehen. Eine kleine ausnahme macht hier Kill Bill 1, der durch knackige Action zu überzeugen weiss (allerdings sonst nichts bietet). Die Dialoge von Tarantino sind sehr lange, und kommen oft nicht zum punkt, dadurch wird es für die einen halt langweilig, da in den Filmen oft nichts anderes geboten wird. Klar einige scenen rocken die Bühne, aber dafür lohnt sich nicht Tarantino zu Hypen.

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Beitrag von freeman » 28.07.2009, 08:14

Wer Tarantino grundlos basht, muss mit Widerstand rechnen
Yeah! Mer san de Glourious Tarantino Basterds! Her mit dem Skalp John Woo!

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 28.07.2009, 10:37

Ich oute mich hiermit auch mal als einer, dem Tarantino nur bedingt etwas gibt. Ich habe Respekt vor ihm, seine Art, Dialoge zu schreiben, ist aber leider so gar nicht mein Ding, und da das die Essenz seines Schaffens ist, kann mich der gute Mann halt nur schwerlich begeistern.
Auch Tarantino-inspirierte Filme haben´s bei mir schwer, KISS KISS, BANG BANG halte ich z.B. für ganz großen Müll.

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Beitrag von Montana » 28.07.2009, 10:56

kami hat geschrieben:Ich oute mich hiermit auch mal als einer, dem Tarantino nur bedingt etwas gibt. Ich habe Respekt vor ihm, seine Art, Dialoge zu schreiben, ist aber leider so gar nicht mein Ding, und da das die Essenz seines Schaffens ist, kann mich der gute Mann halt nur schwerlich begeistern.
Auch Tarantino-inspirierte Filme haben´s bei mir schwer, KISS KISS, BANG BANG halte ich z.B. für ganz großen Müll.
KISS KISS, BANG BANG finde ich hingegen sehr gelungen. Der Humor hat meinen nerv getroffen. Die situationen sind einfach nicht mehr zu überbieten. Gut, die Story ist sehr wirr und hastig, aber den Film mit Tarantino zu vergleichen geht für mich nicht^^.

Ich habe schon des öfteren gemerkt, das Filme die mit grössen verglichen werden (zum Beispiel Tarantino oder bei mir jetzt speziell mit David Lynch) und gegen diese in der Kritik verlieren, bei mir immer sehr gut wegkommen, wobei die Referenzen vielmals nicht das boten, was ich mir davon versprochen hatte.
Zuletzt geändert von Montana am 28.07.2009, 11:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Joker6686 » 28.07.2009, 11:25

Sehr knackiges Review, was richtig Lust auf den Film macht.
Kannst du dir denn vorstellen, dass der uncut zu uns kommt?

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Beitrag von Seemi » 28.07.2009, 11:57

StudiVZ hat mir gleichmal des Plakat von oben als Profilbild verboten :roll:
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Beitrag von SFI » 28.07.2009, 14:44

Wahrscheinlich hat sich irgendein Fachidiot beschwert und dich bei den Admins als Nahzie diffamiert. :lol:
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