Red Sonja

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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freeman
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Red Sonja

Beitrag von freeman » 05.10.2005, 21:27

Red Sonja

Bild

Originaltitel: Red Sonja
Herstellungsland: Niederlande, USA
Erscheinungsjahr: 1985
Regie: Richard Fleischer
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Brigitte Nielsen, Sandahl Bergman, Paul Smith, Ernie Reyes Jr. u.a.

Eines Tages lässt Königin Gedren Red Sonjas Familie (bis auf eine Schwester) auslöschen, weil sich Red Sonja den Befehlen der Königin widersetzte. Damit ist ein Storystrang schon mal geklärt: Rache! Obendrein geht es noch um einen Talisman, mit dem einst die Welt erschaffen worden sein soll, und der nun mittlerweile so mächtig sein soll, dass er das, was er geschaffen hat, auch wieder zerstören könnte. Darum soll er zerkloppt werden. Da hat Gedren aber etwas dagegen und moppst das gute Stück, immerhin kann man ihn ja als Waffe benutzen. Lustigerweise kann dieser Talisman nur von Frauen berührt werden und da Red Sonja ja nun mal in erster Linie auch ne Frau ist, kann sie ja nebenbei das mit dem Stein auch noch klären ...

Auf ihrer gefährlichen Reise begleitet sie Lord Halidor, ein Klumpen von einem Mann, der es fast schafft sie im Schwertkampf zu besiegen (sie lässt nur die Kerle ran, die sie besiegt haben und HASST ansonsten alle Schwanzträger!!!), ein junger Nervsack von einem Prinz (sein Kampfschrei: „und zack und zack und zack“) und sein bekloppter, fetter, mit nem Dinoknochen kämpfender Diener.

Was Schwarzenegger bewogen hat, in diesem Fantasy Trash mitzuwirken, wird wohl auf ewig sein Geheimnis bleiben. Zwar ist der Film nicht gar so bekloppt wie Conan der Zerstörer vom gleichen Regisseur, bietet ein paar wirklich nette Settings & Landschaftsaufnahmen, die souveräne Musik von Ennio Morricone und ein paar nette Fights, in denen durchaus auch mal ein paar Köppe durch die Gegend fliegen, doch man findet als Zuschauer einfach keinen Draht zu den Figuren. Schuld daran sind die Darsteller.

Schwarzenegger fährt seine Conan Routine und ist dabei hölzerner als je zuvor und Brigitte Nielsen, hier noch mit ihren natürlichen Hupen und kein Anhängsel von Sly Stallone, kann nicht mal für einen Cent Schauspielern. Wenigstens sieht sie halbwegs bumsbar aus, das wars aber auch schon. Die Darsteller von dem Prinzen und seinem Diener, die man dann irgendwann ertragen muss, sind ein einziges Ärgernis und auch die restlichen Darsteller dilettieren munter vor sich hin. Als böse Gegenspielerin bekommen wir Sandahl Bergman geboten, die immerhin in Conan Schwarzeneggers Gespielin war. Sie und Schwarzenegger sind nicht die einzigen Verweise auf Conan der Barbar, nein auch die Vorlage von Red Sonja stammt von dem Schöpfer Conans: Robert E. Howard.

Diverse Pappmache Bauten, mangelnde Spannung, ein Nichts an Story, zu wenig handfeste Action und dummdämliche Dialoge machen dann das Debakel perfekt. Wenn sich das ganze Trashspektakel wenigstens nur nicht so ernst nehmen würde, es hätte ein ganz lustiger Streifen werden können. Doch wie hätte man das bei einer talent- und ironiefreien Zone wie Mrs. Nielsen auch umsetzen wollen ... und so hat man hier das Problem, das auch Striptease einst das Genick brach: Eine Hauptdarstellerin, die nicht merkt, dass sie mit ihrer Performance eine 1 A Lachnummer kaputt macht.

Der deutschen DVD fehlt es seltsamerweise an einer vernünftigen Schärfe, ansonsten ist sie ganz ordentlich geworden und präsentiert den Film erstmals ancat in Deutschland. Für eine FSK 12 wurde der Film nämlich bisher immer um 2 Szenen erleichtert.
:liquid1:

In diesem Sinne:
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Beitrag von deBohli » 19.10.2005, 14:18

Muahaha das wäre ja der perfekte Film für meinen Vater. Der macht sich immer über Noldi lustig.. ;)

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Beitrag von SFI » 19.10.2005, 14:31

übelster Schund -> dicht gefolgt von Conan :oops:
Der Pfalzbote

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Beitrag von freeman » 19.10.2005, 14:31

Jo, denke mal auch, aber vorsicht, hier taucht derArnie immer nur dann auf, wenns brenzlig wird und rettet die Ische. Is halt nen echter Mann. Aber so lange spielter gar net mit.

In diesem Sinne:
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Beitrag von deBohli » 19.10.2005, 14:31

Liquid Love hat geschrieben:übelster Schund -> dicht gefolgt von Conan :oops:
Genau darum würde er mich reizen.. Sich einfach wieder mal über einen Film kaputtlachen, das wärs. ;)

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Beitrag von C4rter » 15.03.2010, 10:40

Meine Erwartungen an "Red Sonja" waren gering. Der inoffizielle dritte "Conan" Film, wie bei "Conan the Destroyer" wieder Richard Fleischer auf dem Regiestuhl. Das verhieß nichts gutes.
Immerhin bleibt der Humor zumindest auf einem etwas angenehmerem Level als im zweiten Conan-Film. Doch leider hat die Story kaum Qualitäten vorzuweisen und wird mit zunehmender Laufzeit immer langweiliger. Die Rolle von Schwarzenegger wirkt völlig deplatziert und sinnlos. Er taucht immer dann plötzlich auf wenn Sonja in Schwierigkeiten steckt und verschwindet dann auch meist wieder. Erst zur Halbzeit des Films reiten die Beiden Seite an Seite. Schade, dabei hätte ich es Brigitte Nielsen doch irgendwie schon zugetraut den Film auch alleine zu stemmen, denn sie gefällt mir als Red Sonja erstaunlich gut, ist quasi der Lichtblick des Films. Als dann zwischendurch noch ein Kinder-Prinz mit seinem trotteligen Diener zur Truppe dazu stößt, wird sich bald wieder aufgemacht in Richtung der Humor-Regionen des zweiten Conans...sehr zum Leidwesen der filmischen Qualitäten.
Aber auch ohne den schlechten Humor und den nervigen Kinderdarsteller wäre dem Film kaum zu helfen gewesen. Ein paar ganz ordentliche Schwertkämpfe und ein netter aber wahrlich nicht herausragender Soundtrack von Ennio Morricone. Den Rest des Films kann man getrost schon während des Abspanns vergessen.

:liquid4:

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Beitrag von McClane » 16.03.2010, 09:04

Das Team war ja zum großen Teil bereits an "Conan, der Zerstörer" beteiligt, haben aber dessen Schwächen nicht ausgebügelt, sondern den Film noch schwächer hinbekommen. Pestbeule Ernie Reyes Jr. nervt, die Kulissen wirken wie die Sparversion der "Conan"-Sets und die Geschichte ist simpel wie in fast jedem Barbarenfilm. Der Soundtrack von Morricone ist an sich nicht schlecht, passt IMO allerdings gar nicht zu dem Film (bzw. gar nicht zu dem ganzen Genre). Dafür hat das Hack'n Slay für PG-13 durchaus nette Momente zu bieten, Richard Fleischer inszeniert die Chose halbwegs stimmig, aber schlapp ist der Film trotzdem.

:liquid4:
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Beitrag von Alrik » 16.03.2010, 16:18

Mhm ich weiß nich. Irgendwie find ich den Streifen ganz amüsant. Trash halt, aber amüsant. Selbst den kleinen Wicht find ich irgendwie lustig ^^
Lustig-nervig ;)
Nur Arnolds Anwesenheit raubt Sonja ein wenig ihre große Stärke. Gemäß dem Motto das eine Frau das nicht alles mal allein kann.
Angenehmer Soundtrack und eine knackige Brigitte. :liquid5: mit Nostalgie Faktor ^^

Bei dem Thema freu ich mich diesesmal auf das Remake. Soll endlich kommen *schnauf* ROSE WERD ENDLICH WIEDER GESUND!!
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Beitrag von Vince » 01.03.2012, 16:37

Erste Sichtung seit jüngster Kindheit und es ist schon erstaunlich, wie sich die Eindrücke verändern können. Im ersten Viertel wäre ich noch geneigt, mich freemans Notenradikalismus anzuschließen - arschlangweilig, dem Matriarchenverbund da beim Quatschen zuzusehen und dabei die eintönigen Papp- und Steinkulissen zu betrachten. Nichts gegen die junge Brigitte Nielsen, was das Optische angeht (trotz Vokuhila), aber sie macht tatsächlichen einen Großteil des potenziellen Spaßes mit ihrem Antischauspiel zunichte. Irgendwann schweift man ab und lässt seinen Blick automatisch auf die durchaus schöne Landschaft abschweifen. Als dann am Ende doch noch der ein oder andere Schauwert eingeflochten wird (vereinzelte, groteske Splattermomente, eine sehr stark ans Phantasialand erinnernde Szene in einer Wasserhöhle mit einem mechanischen Ungetüm), fühlt man sich fast schon grob aus den Träumen gerissen und wertschätzt dann doch, dass noch mal was passiert. Aus mir ganz unerfindlichen Gründen haben mich der kleine Giftzwerg und der dicke Diener übrigens NICHT angenervt...
:liquid4: ,5

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Beitrag von kami » 01.03.2012, 18:38

So schlecht ist RED SONJA wahrlich nicht, zumindest nicht so viel schlechter als die beiden ollen CONAN-Teile. Inhaltlich sind die ja allesamt reichlich banal, die Action kickt auch nie so richtig, bleibt die Atmosphäre, und die stimmt bei allen drei Filmen mehr oder weniger. RED SONJA bietet doch recht hübsche Bilder, Sets und Matte Paintings sorgen für passende Fantasy-Atmosphäre und den Morricone-Score halte ich für großartig und auch für passend. Dennoch ziehe ich alles in allem zeitgemäßere Fantasy-Klopper wie SCORPION KING oder den neuen CONAN vor.

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Beitrag von Vince » 01.03.2012, 18:47

Jip, v.a. dieses eine Matte Painting mit der Brücke aus dem Skelett eines riesigen Tiers hatte was für sich.

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