Bevor ich mich im Folgenden dem Konzert (also dem Main Event des Trips) zuwende – hier noch ein paar allgemeine Impressionen…









Nachdem ich im August (bei „30 Seconds to Mars“ auf der Hamburger Trabrennbahn) mal wieder feststellen musste, dass Open-Air-Konzerte (per se) weniger was für mich sind, war ich persönlich ganz froh darüber, dass Avril Lavigne im Rahmen ihrer „Black Star World Tour“ am 21. September 2011 im „Hammersmith Apollo“ in London drinnen auftrat…
Gegen 20 Uhr kam die Vorband „Lawson” auf die Bühne und spielte eine knappe halbe Stunde einige Pop-Rock-Stücke, die aber allesamt eher belanglos anmuteten – mit einer Ausnahme, nämlich eine Cover-Version von Katy Perry´s „Fireworks“: Dank des bekannten Titels bzw. Textes sprang der Funke sofort über – das Publikum sang mit, die Stimmung war (auf einmal) klasse. Schade, dass das nicht wirklich an „Lawson“ lag, an die ich mich jetzt schon kaum mehr erinnern kann…
Eigentlich sollte Avril um 21 Uhr loslegen – doch aufgrund eines „Vorfalls“ verzögerte sich der Beginn bis auf 21:40 Uhr. Hier ihr „Tweet“ zu jener Angelegenheit:
Dann aber trat sie schließlich vors ausverkaufte Haus und eröffnete prompt mit „Black Star” und „What the Hell“. Begleitet von einer fünf Mann starken Band, insgesamt aber ohne jedem „Schnickschnack“ (wie Videoleinwände, Requisiten, Outfitwechsel, Tänzer oder Background-Sänger), bezog sie das Publikum immer wieder prima in die Songs mit ein und gab eine gelungene Auswahl ihrer zahlreichen Hits zum Besten – zum Teil unter „Mitwirkung“ eines großen Pianos, auf das sie sich (z.B. bei „Alice/Underground“) zeitweise auch hockte bzw. setzte…Today was just one of those days – I had a bad situation right before the show that made me scared for my life…
Zwei schöne Cover-Versionen gab es ebenfalls zu vernehmen – nämlich „Airplanes“ von Hayley Williams und „Fix You“ von „Coldplay“. Ähnlich atmosphärisch entfaltete sich ihre Ballade „I´m with you“ – u.a. da das Publikum weite Passagen des Stücks (quasi „für sie“) übernahm. Gegen Ende traten bei ihr dann aber leider „Probleme mit der Stimme“ auf: Für mich persönlich war das zwar nicht herauszuhören, doch aus diesem Grund musste sie letztlich auf einige Lieder verzichten, worauf sie das Konzert (nach immerhin aber soliden 75 Minuten) in Form der Zugabe „Complicated“ abschloss – also mit jenem Hit, mit welchem sie vor knapp 10 Jahren auf der weltweiten Bildfläche debütierte…
Insgesamt war die Stimmung im „Apollo“ hervorragend, das Publikum (erwartungsgemäß) vorwiegend jüngerer und weiblicher Natur, nichtsdestotrotz aber insgesamt doch überraschend gemischt (vom Alter und Geschlecht her) – während Avril (wie gewohnt) klasse aussah, phonisch überzeugte und sich auf der Bühne „schön zurückhaltend“ präsentierte. Mit 26 (und inzwischen geschieden) ist sie in der vergangenen Dekade auf ansprechende Weise „gereift“ – aber ein Teil von ihr ist halt noch immer das quirlige jugendliche Skatergirl: Imo eine feine Mischung…
Ich selbst war so in der fünften Reihe (vorne, genau mittig) mit von der Partie – hier mal vier von mir zwischendurch („so auf die Schnelle“) geschossene Fotos:
