Hab mich mittlerweile im Vorfeld des geplanten "Snowpiercer"-Kinobesuchs an "The Host" gemacht und "Memories of Murder", vielleicht auch "Mother" werde ich mir wohl auch noch ansehen, obwohl mich "The Host" jetzt nicht hundertpro von den Socken gehauen - vielleicht etwas zu viel Lob von allen Seiten im Vorfeld. Dass in Asien in weniger strengen Genrebahnen gedacht wird als im Westen, kennt man ja, also gibt es hier die Mischung aus Familiendrama, Creature Feature, Komödie und Gesellschaftskritik, wobei letztere leider mit dem Holzhammer kommt und manchmal auch ins Leere läuft (der Quarantäne/Virus-Subplot läuft im Nachhinein gesehen ziemlich ins Leere, auch wenn er natürlich dazu dient die Familie zu isolieren, vor allem von jedweder Hilfe). Ebenfalls empfinde ich "The Host", gerade in der zweiten Hälfte, als etwas zu lang, wenn quasi jedes Familienmitglied noch sein persönliches Trauma aufarbeiten und dem Monster mit seiner persönlichen Weapon of Choice eins auf die Drömmsel geben darf. Das gelegentliche (aus meinen westlichen Augen) Overacting irritiert manchmal, aber man gewöhnt sich schnell dran, der Bruch mit den Stereotypen ist interessant, das Creature Design ebenso und die Feuereffekte im Finale sind ebenfalls zu verschmerzen. Das etwas andere Creature Feature, das gleichzeitig als Portrait einer mehr oder weniger disfunktionalen Familie funktioniert. Gefällt mir eingeschränkt.

Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]