Ich bin da ein bissl Opfer der Preise, denn HIMYM hab ich die ersten beiden Staffeln vor einer Ewigkeit für je 10€ bekommen und zu dem Preis soll es auch weitergehen, nur leider sinkt der Rest nicht auf das Niveau. Gleiches Problem noch mit den weiteren Earl-Staffeln. Da gilt natürlich auch, dass ich erst mal selbst antesten muss, ob das wirklich so scheiße wird, obwohl ich mir schon gut vorstellen kann, dass die Gefängnissache nicht sonderlich gut zünden wird. Da war mir im Finale von Season 2 irgendwie schon zu viel Drama drin.
Invictus

Dass ein Film von Clint Eastwood sich nicht dazu herablassen würde, ein normales Sportdrama zu sein, war klar. Mit Nelson Mandela und seiner Politik findet Eastwood einen Katalysator für den Sport, der in den besten Momenten - so etwa nach einem Filmdrittel - prächtig funktioniert und sich vom klischeeverseuchten Subgenre massiv abhebt. Viel zu oft allerdings driftet alles doch noch in die pathetische Gutmenschengrütze ab, die Eastwood normalerweise subtiler zu inszenieren weiß.
Nightmare on Elm Street

Eigentlich ist man da schon zu müde, überhaupt noch was drüber zu schreiben. Null Originalitätswert (wenn die Umdeutung der Vorgeschichte Freddys zum Pädophilen alles ist, was den Autoren heute einfällt, dann gute Nacht), viel unmotiviertes Kopieren der Original-Schlüsselszenen, dafür massig von dem Hochglanzgel, das "Nightmare on Elm Street" zum Fabrikwerkstück macht, das sich allenfalls durch den Schriftzug von "Hitcher" & Co. unterscheidet. Auch der in "Veronica Mars" noch so stark spielende Kyle Gallner, geschweige denn Jackie Earle Haley, der es in Sachen Grusel oder Spielfreude nicht einmal ansatzweise mit Englund aufnehmen kann, können unter der Plastikfolie noch gescheit atmen.
A Single Man

Allerkleinste Gesten, unter denen Welten von Gefühlen brodeln - dadurch wird Tom Fords Meisterwerk geprägt. "A Single Man" erzählt so unglaublich viel über Ein- und Zweisamkeit (gerade in der Tanzszene mit Julianne Moore, eine der einsamsten Sequenzen mit zwei Menschen, die man jemals auf der Leinwand erblickt hat), er reicht mit seinen brillant fotografierten Bildern an den Erzählwert eines dichten Romans heran. Ein Film zum Immerwiedersehen, denn bis man alle Nuancen entdeckt hat, die vor allem Colin Firth uns schenkt, wird es lange zeit dauern.
A Serious Man

Wahrscheinlich der selbstreflexivste aller Coen-Filme. Das Marionettenspiel der Brüder nimmt mit einer vollkommen passiven Hauptfigur ("Ich habe doch gar nichts gemacht!") ganz neue Ausmaße an, ebenso die kryptische Erzähltechnik, die immer wieder neue Schauplätze eröffnet, die sich nur schwerlich und umständlich über weit hergeholte Metaphern mit der Hauptfigur in Einklang bringen und die oftmals in (gewollte) Sackgassen führen. Eines der geilsten "Shit Happens"-Erlebnisse überhaupt.
Battlestar Galactica - Season 2

Dass eine Science-Fiction-Serie mich mal so flashen könnte, hätte ich nicht gedacht. Die zweite Staffel bietet den vorläufigen Höhepunkt der Serie, denn die auf so viele Arten komplexe Beziehung von Menschen und Zylonen gelangt auf ein neues Level der Konfrontation, woraus nochmals um ein vielfaches kompliziertere Entwicklungen evoziert werden, die von typischen Gut-Böse-Gegenüberstellungen, mit denen die Serie anfangs noch bewusst kokettierte, weiter nicht mehr entfernt sein könnten. Und die Figuren machen dank ihrer Unberechenbarkeit einfach nur Spaß.
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