Verrückt nach Steve
Man wird ja immer nen bisserl misstrausch, wenn alle unisono auf einen Film einprügeln. Das hat immer den Eindruck, als sei ein Star dran mit Abgewatschtwerden. Und Frau Bullock war einfach mal fällig, vor allem, da sie ja verkündet hatte, keinen Rom Com Kram mehr zu machen. Da kann man schonmal sauer sein, wenn so nen Film hier nachkommt. ABER: Alle Kritiker hatten recht! Dieser Film ist der letzte Dreck, der es nie schafft, dass man mit der Hauptfigur lacht. Vielmehr lacht man sie von Anfang bis Ende aus, was auch an der katastrophal chargierenden Bullock liegt, die hier ihr Gesicht nie unter Kontrolle zu haben scheint. Dazu eine obermiese Story, eine in Anbetracht des Filmes verlogene Moral und KEIN EINZIGER Lacher! Auch ne Leistung für eine Komödie ...

<-- einfach weil das verschwendete Lebenszeit war.
Besessen
Drecksfilm Nummer 2. Das Mischa Barton net spielen kann, war mir ja schon bewusst, immerhin hab ich die erste Staffel OC geschaut. Dass es aber doch so übel um ihr Talent bestellt ist, wurde mir erst hier offenbar. Was ein peinliches Rumgehampel. Keine Sekunde nimmt man ihr die durchgedrehte Verliebte ab. Macht aber auch nix, da die anderen Darsteller auch nix konnten, einem daher die gnadenlos zurechtgeschusterte und unlogische Story eh net juckte und ich mich an keinen Film erinnern kann, in dem so viele unnötige Einstellungen von herumlatschenden Menschen den Film auf Spielfilmlänge streckten. Langweiliger Lamer. Einzig der niedlich behoste Knackarsch von Jessica Stroup gefiel.

<-- da zwei Arschbacken ...
Vampire Hunters
Was für eine Verschwendung! Formidabel choreographierte Fights in einem wirklich schlimmen Handlungsgebräu, in dem aus Zombies, die zuviel Menschenfleisch fressen, schonmal Vampire werden. Die Idee klingt kaputt, das drumrum gewobene "Kampfsportmeister verhauen die Zombielumpen" Storykonstrukt klingt nach geilem Trash, aber die Story zündet nie. Immer wieder wird der Film gebremst und irgendwie passiert zwar andauernd etwas, nur warum und wieso bleibt vollkommen unklar. Da sind Drehbuchautor Tsui Hark offensichtlich die Gäule durchgegangen. Im Grunde rockten nur die Vampirgestalten, die sahen aus wie Vogelscheuchen, hatten keinerlei Mimik und Gestik und wurden an Fäden durch die Kulissen gezerrt. Der deutsche Verleih sieht darin übrigens ein Meisterwerk ala Tiger and Dragon. Sind sicher wie Cinefreak bei Regeneration auch im Film eingepennt ...
Vorbilder
Ach wie toll, ne Nerdkomödie. Rollenspiel- und Sexsüchtig auftretende Kids werden erzogen von ebenfalls net erwachsen gewordenen Knalltüten. Hach, wie lustig ...
Date Night
Hier passt verdammt viel zusammen. Die beiden Hauptdarsteller rocken gemeinsam wie Hulle, der lancierte Humor ist wundervoll trocken bis hysterisch, die Action erstaunlich spektakulär (vor allem die Verfolgungsjagd der ineinander verhakten Autos) und die zahllosen Gastauftritte von Ray Liotta, William Fichtner, James Franco oder Mark Wahlberg machen durchweg Laune. Leider wirkte der Film im Kino deutlich rasanter und flotter und die eingefügten 13 Minuten für die Heimkinofassung haben ab und an eine zähere Anmutung ... Schade, hier wäre ich für beide Fassungen auf DVD dankbar gewesen.
Feld der Ehre
Als riesen Due South/Ein Mountie in Chicago Fan, hab ich freilich die Karriere von Paul Gross immer ein wenig im Auge. Der umtriebige Schauspieler (Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Musiker) legte jetzt mit Feld der Ehre eines der ersten "Kanada ist auch mal stolz auf seine Verdienste" Filmchen vor und punktet auf ganzer Linie! Inspiriert von Erlebnissen seines Großvaters erzählt er die Geschichte um die grausige 1. Weltkriegsschlacht um Passchendaele in Belgien und wie dort tausende Kanadier ihr Leben ließen. Eingebunden in eine erstaunlich rau und real anmutende Liebesgeschichte, die erst am Ende wirklich zu Herzen geht, verkommt ihm sein Film aber nie zu einem Patriotischen Heldengewäsch. Das Bild vom Krieg als Spielplatz für Männer wird wuchtig und brutal gebrochen, die Helden sitzen kotzend und frierend in meterhoch mit Wasser, Blut und Eingeweiden gefluteten Schützengräben und wenn fast schon mittelalterlich anmutend mit Spaten und Helmen auf den Gegner eingedroschen wird, weicht jedwede Form von Vernunft nd Menschlichkeit aus den grau gegerbten Bildern. Gross spielt großartig, seine Co-Stars tun es ihm gleich. Inszenatorisch zerlegt Gross den Film in drei Teile. Die sich auch optisch stark voneinander unterscheiden, wobei die Bilder des farbgefluteten Kanadamittelteils am meisten beeindrucken und die symbolüberladenen letzten 30 Minuten durchaus zum Nachdenken anregen. Was bleibt ist ein wirklich starker Kriegsfilm, der sich dank erstaunlich geerdeter Herangehensweise (immerhin wurde der Film vom kanadischen Militär "gesponsort" und ist dafür erstaunlich unpatriotisch) auch das Anti- vor dem Kriegsfilm verdient hat.
In diesem Sinne:
freeman