Filmtagebuch: freeman

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Beitrag von SFI » 01.12.2010, 16:03

ja da bin ich bei dir. Wäre doch nen Film für Lasko gewesen!
DAS UNMASKIERTE SYSTEM

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Beitrag von freeman » 10.12.2010, 09:30

Lasko hat gestern wieder gekickt!!!

The Land that Time forgot
The Asylum kann auch ganz unterhaltsam, obwohl die Geschichte fast noch gagaiger war, als gewohnt: Saurier, 50er Amis und Nazis wohnen mit Jetztzeitamis auf ner Insel im Bermudadreieck und wollen da runterkommen. Gut, die Saurier net. Aber der Rest schon. Und so bekloppt wies klingt, wirds auch durchgezogen. Das Tempo hängt selten durch, die Asylumtypischen Endloslaberszenen tauchen fast gar nicht auf, die wenigen Effekte sind sogar durchaus ansehnlich und die Darsteller entwerfen ganz sympathische Figuren. Kann man durchaus lassen. Für den 0815 TV Gucker isses trotzdem nix :lol:
:liquid4:

100 Million BC
Dass es Asylum auch deutlich schlechter kann, beweist dieser Film. Mieses Gesplatter, miese CGIs, miese Darsteller, miese Story, dafür herrlich lolige wissenschaftliche Erklärungen und eine der übelsten deutschen Synchronisationen, die ich je gesehen habe. Einige Figuren stehen echt ewig vor der Kamera, bewegen die Lippen, aber die deutsche Tonspur spuckt einfach keine Geräusche aus. Maximal ein AAAAAA, wenn der Typ auf enmal gefressen wird. Herrlich! Davon abgesehen ist der Streifen ein echt derber Langweiler ...
:liquid1:

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Beitrag von freeman » 04.02.2011, 08:19

So, mal mit rosa Soße das Tagebuch wieder reaktivieren :lol:

Briefe an Julia
*schmacht*, also der Film ist ja mal wirklich hemmungslos romantisch. Der streift den Kitsch nicht nur, der macht einen beherzten Schritt mittenrein. Die - wahre - Grundidee finde ich ziemlich funny, die sich daran anschließende Geschichte macht Laune, wirkt hier und da aber künstlich gestreckt. Highlights sind definitiv die italienische Landschaft, die dutzendfach auf den Zuschauer einstürmenden italienischen Rocksongs, eine süße Amanda Seyfried und ein irre charmanter Christopher Egan als ihr Love Interest, der teils frappierend an Heath Ledger erinnerte. Kurzum: Rosa Tipp von mir ...
:liquid7:

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Beitrag von StS » 04.02.2011, 09:01

...den fand ich ja auch nett. :wink:

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Beitrag von SFI » 04.02.2011, 14:45

Wird geillert!
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Beitrag von freeman » 07.02.2011, 09:02

Yo @ Timo, wenn der dir net gefällt, fall ich vom Glauben ab :lol:

Verlobung auf Umwegen
Genau die gleiche Geschichte wie Briefe an Julia ... nur eben statt Italien Irland und ein irländischer Brauch als Grundlage :lol: ... Irisch raue Natur ersetzt die sonnendurchfluteten Szenarien Italiens und ewig motzende Iren die dauerrolligen Italiener. Echt ein Genuss, beide Filme fast parallel zu sehen. Rosaner ist aber Briefe an Julia, dafür hat die Verlobung ein paar sehr hübsche Gags an Bord und der Liebesshowdown an der zerklüfteten Küste Irlands lässt den härtesten Kerl weich werden ... also ausser mich ... ;-)
:liquid7:

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Beitrag von SFI » 07.02.2011, 12:54

yupp der war schee!
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Beitrag von freeman » 08.02.2011, 09:08

Schtümmt!

Cell 211
Gefängniswärter soll neu in einem Knast anfangen. Bei der Begehung seines neuen Arbeitsplatzes bricht eine Revolte los. Der Neuling wird verletzt und bleibt bewusstlos im Zellenblock zurück. Als er erwacht, muss er den Gefangenen geben, um nicht von dem Mob gemeuchelt zu werden. Er beginnt zwischen den Cops und den Gefangenen zu vermitteln, derweil gerät ausserhalb der Gefängnismauern alles außer Kontrolle, werden doch die Angehörigen der Gefangenen, die wissen wollen, was drinnen abgeht, drangsaliert. Die Situation droht zu eskalieren. Mittendrin: Die schwangere Frau vom Helden. Das Ergebnis ist Hochspannunsgkino deluxe, das unvermittelt anrollt und dann diversen vorgezeichneten Bahnen ein Schnippchen schlägt und immer unvorhersehbarer gerät, um kurz vor Ende den gesamten Status Quo vollkommen auf den Kopf zu stellen und noch mehr abzudrehen, als ohnehin schon. Das ist stark gespielt, energetisch inszeniert und ausweglos in seiner gesamten Anmutung. Top! Was etwas negativ auffällt: Das Overacting der Knastinsassen ...
:liquid8:

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Beitrag von freeman » 09.02.2011, 08:08

Verrückt nach dir
Startet mit einem wundervoll entwaffnenden Dialogfeuerwerk voller Anzüglichkeiten und flotter Gags, wird dann zunehmend aber zu einer erstaunlich realen Abhandlung zum Thema Fernbeziehung. Wer selbiges schon erlebt hat, wird staunen, wie oft er mit dem Kopf zustimmend nicken muss. Schrecklich wie vorhersehbar und gleich wir Menschen in Beziehungsfragen doch sind. Film bleibt aber dennoch durchweg charmant und schafft es erstmals den Justin Long so einzusetzen, dass er sich voll entfalten kann. Was dadurch begünstigt wird, dass die Cemie zwischen ihm und Drew Barrymore definitiv stimmt.
:liquid7:

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Beitrag von freeman » 16.02.2011, 09:00

Kokowääh
Til Schweiger erweitert sein seit "Keinohrhasen" und "Zweiohrkücken" etabliertes Komödienkonstrukt diesmal ganz gezielt um eine deutlich emotionalere und gefühligere Komponente, die "Kokowääh" im Großen und Ganzen erwachsener, allerdings auch schwerfälliger wirken lässt als seine vorhergehenden Riesenhits um Ludo Decker und Kindergärtnerin Anna. Dabei spielt sich Schweiger im Grunde wieder nur selbst, während seine Tochter Emma Schweiger als Kuckuckskind Magda alle Register süßer Kinderblicke zieht, um das Publikum und Henry im Sturm zu erobern. Das wirkt ab und an etwas manieriert (vor allem die Sprechweise der Kleinen klingt ab und an sehr aufgesetzt), funktioniert letztendlich aber sehr gut.

Schweiger selbst inszeniert seinen Film in Optik und Dramaturgie wieder so amerikanisch wie irgendmöglich. Und das ist nicht negativ gemeint. Schweiger hat sein Publikum fest im Blick. Was er von Kritikern und Konkurrenten denkt, serviert er in einigen Szenen ganz offensiv auf dem Silbertablett. Vor allem der pomadige Auftritt eines Regiesuperstars, der massiv an Florian Henckel von Donnersmarck ("The Tourist") erinnert, weiß dabei zu einem Schmunzeln hinzureißen. Was überrascht, ist das Ende. Das ist zwar rosarot und ultrakitschig, beruft sich aber zugleich auf ein neues Konzept von Familie, das weit über "Du siehst das Kind am Montag und jeden zweiten Donnerstag in der Woche" hinausgeht. Der Film drumherum ist nicht ganz so witzig und flott wie Schweigers "Keinohrhasen" und wirkt etwas zu lang, gleicht das aber durch viel Herz, netten Humor und gute Darsteller mühelos wieder aus. Ein Herzöffner sozusagen, der förmlich zum Wohlfühlen einlädt und damit wieder ein erstklassiges Date Movie von unserer filmischen Allzweckwaffe Til Schweiger. Allerdings eben mit arg abgenutzter Formel dahinter ...
:liquid6:

Deadly Impact
Robert Kurtzman agiert als Regisseur wirklich höchst unglücklich. Hier startet er mit einem echt geilen Intro, das ungemein spannend ist und zwei Antagonisten richtig sauer aufeinander werden lässt und gleich darauf fällt der Film in ein schwarzes Belanglosigkeitsloch. Sogar die Maskeneffekte von Kurtzman funktionieren null und lassen Pantoliano wie einen Clown wirken, der dann irgendwann genauso spielt. Sean Patrick Flanery spielt weitaus glaubwürdiger, scheitert aber an seiner langweiligen Figur. Action hat es auch kaum ... und die Spannung des Einstiegs bekommt Kurtzman auch net mehr hin. Zumindest rockt die Filmmusik brutal ...
:liquid4:

Die Doomsday Gleichung
Erstaunlich, wie sehr Katastrophenfilme doch von einem Funken Hoffnung abhängig sind, um sie funktionieren lassen. Dieser Film um Kernenergie und damit zusammenhängende Platenverschiebungen (aaaaaahja ...) vergisst diesen Hoffnungsschimmer und steuert von Beginn an einfach auf die schlecht getrickste Katastrophe zu. Diese tritt ein, alle sind tot und der Zuschauer sitzt achselzuckend vorm Screen und denkt sich aaaaaahja ... Seltsamer Streifen ... langweilig obendrein.
:liquid2:

Perhaps Love
In "Perhaps Love" geht es um den Schauspieler Lin Jian-dong, einen Superstar aus Hongkong, der engagiert wurde, um auf dem chinesischen Festland einen Film mit dem dortigen weiblichen Superstar Sun Na zu drehen. Was niemand weiß, die beiden Darsteller verbindet eine langjährige Liebe, die von ihr beendet wurde, weil sie Karriere machen wollte. Ihr jetziger Freund, Förderer und Mentor ist der Regisseur des Filmes.

Eine Dreiecksgeschichte, deren weitere Handlung, wäre dies ein amerikanisches Musical, deutlich vorgezeichnet wäre. Zwei Menschen würden wieder glücklich werden und einer dumm aus der Wäsche schauen. Doch dies ist ein chinesischer Film. Und die Chinesen erlauben sich nur zu gerne einen melancholischen und traurigen Blick auf die Liebe. Und so endet hier nicht alles in zuckersüßem Kitsch, sondern in der simplen Erkenntnis, die dem hier vorgestellten Film seinen Titel gibt: Vielleicht war es Liebe – Perhaps Love. Der Weg zu diesem sehr melancholischen, im Endeffekt erstaunlich nüchternen Ende, das fragt, ob es die wirkliche Liebe wirklich gibt, oder sich nur jeder selbst liebt, wird von Meistern ihres Faches bebildert. So stammen alle Musicaleinlagen und die Szenen rund um die Dreharbeiten von Bildermagier Peter Pau. Dieser hatte für "Tiger and Dragon" einen Oscar eingefahren und überzeugt bei "Perhaps Love" mit einer mal detailversessenen, mal märchenhaften, mal nüchternen Bebilderung, die immer genau den richtigen Ton trifft. Die Szenen um die frühere Liebe zwischen Lin und Sun hat sich Christopher Doyle vorgenommen. Der Kameramann, der vor allem Arthousefans dank seiner unzähligen Arbeiten mit Wong Kar Wai ("Chungking Express", "Fallen Angels") ein Begriff ist, sorgt für unmittelbare, nervöse, in erdigen Farbtönen gehaltene Bilder einer jungen, sehr unsteten, fahrigen und dennoch intensiven Liebesbeziehung.

Inmitten dieser großartigen Bilderwelten bewegen sich mit Takeshi Kaneshiro ("House of Flying Daggers") und Zhou Xun ("The Banquet", "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin") zwei junge Superstars des chinesischen Kinos, von denen vor allem der feinfühlige, immer etwas melancholisch wirkende Kaneshiro brilliert. Doch ein älterer Star spielt und singt alle Darsteller des Filmes an die Wand: Jacky Cheung. Der Mime, aufgrund seiner Mimik und Gestik gerne zum Filmclown degradiert (so machte er beinahe im Alleingang John Woos Klassiker "Bullet in the Head" kaputt), spielt hier so irre geerdet und vor allem ernst, wie man es von ihm selten gesehen hat. Vor allem in seinen Gesangseinlagen verschafft er dem Film ein Highlight nach dem anderen und dem Zuschauer Gänsehautabgang um Gänsehautabgang.

Wie hier die Realitäten (Gegenwart, Vergangenheit und Film-im-Film-Realität) ineinander fließen, das ist ganz ganz großes Kino, das dem Zuschauer aber auch Aufmerksamkeit abverlangt, da Regisseur Peter Chan ("The Warlords") seine Story auf allen Ebenen vorantreibt und die Realitäten nicht fein säuberlich getrennt voneinander ablaufen lässt. Dazu gesellt sich eine in den Musicalszenen immer bombastischer werdende Inszenierung, die von den beiden Meisterkameramännern hinter dem Projekt stilsicher und einmalig bebildert werden. Traumwandlerisch sicher bewegen sich die Hauptdarsteller durch diesen Bildersturm und überzeugen auch mit irren Gesangsleistungen. Kurzum: Perhaps Love ist für mutige Filmfans (der Film erschien nur in chinesischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln) auch wegen seines teils nüchternen, teils herrlich sensiblen Blickes auf die Liebe eine Entdeckung wert.
:liquid8:

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Beitrag von freeman » 25.02.2011, 08:11

Shark Attack
Urzeitliche Haie werden mit Flex und Kettensägen gemeuchelt und mittendrin die tollen Moppen von Chelan Simmons. Klingt nach nem Hit? Definitiv! Ist aber keiner! Warum? Weil die Kettensägen nur ins Wasser gehalten werden und CGI Blut fließt, Chelan die Moppen net rausholt und die Urzeithaie einfach mal scheiße aussehen! Die haben ein Horn!!! Und eine Art menschliches Gebiss!!! Dazu null Spannung, lecker Peta Wilson in potthässlichen Leggins und unförmigem T-Shirt, räudige Effekte und mieseste Darsteller. Hab mich gut gelangweilt gefühlt.
:liquid2:

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Beitrag von freeman » 01.03.2011, 08:45

Off Limits
Hübsch konstruierter Copthriller aus Frankreich, der extrem mit Komplementärfarbenoptik spielt und dadurch eine ganz eigene Stimmung bekommt. Die Darsteller sind durch die Bank gut, Cecile de France sowieso hübsch anzusehen und der harte, auf Realismus getrimmte Showdown weiß ebenfalls zu gefallen. Vom beständig wummernden Score ganz zu schweigen. Ein wenig mehr Tempo und mehr frankophile Action und der hätte richtig gerockt!
:liquid7:

The Reef
Ahjo, Open Water Teil 3 oder Black Water 2 (immerhin derselbe Regisseur) und obwohl sich das alles immer irgendwie wie derselbe Film anfühlt, nimmt das Menschlein vs. Darwinismus der Natur Handlungsgrundgerüst nach etwas schleppendem Beginn auch hier heftig mit. Alleine diese dräuende Ungewissheit, sobald die Protagonisten ins Wasser steigen, ist Gold wert! Dass obendrein WIEDER alles auf wahren Ergebnissen beruht, machts dann vollends zum Schocker ...
:liquid8:

Legende der Wächter
300 für Kids, aber die Größeren (denn der Film ist schon sehr düster!) ... das trifft es ganz gut. Man kann beim Gucken kaum glauben, dass hier drei Bücher der Vorlage verbraten wurden. Denn dafür passiert nichts bis gar nichts. Es ist halt die übliche Fantasyroutine. Doch hier kommt es mehr auf die Verpackung an und die ist schlichtweg brillant. Der Score ist Pathos pur und die Optik der absolute Hammer! Alleine, was da in dem Gefieder der Eulen abgeht, macht nur Staunen und da hat man die grandiosen Bewegungsanimationen und Szenerien noch gar nicht gesehen. Schade, dass der im Kino (und auf DVD ...) geschnitten war/ist, denn den hätte ich nur zu gerne in 3D gesehen. Die Flugszenen müssen der Hammer im Kino gewesen sein ...
:liquid8: <-- Style over Substance Bewertung ;-)

Bodyguards and Assassins
Nach 75 Minuten teils ultrakitschiger Charaktereinführung wird hier so richtig auf den Putz gehauen und wird bei manchem Heldentod erst einmal bewusst, wie gut die ausführliche Charakterexposition trotz ihrer enormen Manipulativität funktioniert hat. Nach einer Stunde Daueraction sinkt man erst einmal geschafft im Sessel zurück und fragt sich mal wieder, warum es anderen Ländern so schwer fällt, die eigene Geschichte so wuchtig aufzubereiten. Da ist es auch ziemlich egal, dass Donnie Yen gar nicht so lange am Wirken ist ...
:liquid7:

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Beitrag von freeman » 08.03.2011, 08:08

Paranormal Activity
Köstlich ... ich wusste über weite Strecken gar nicht, ob das eine Parodie auf Blair Witch, Cloverfield und Rec sein sollte, bis ich merkte: Mist, die meinen das ernst! Und es entpuppt sich als warmer Furz im Wasserglas! Nervende, vollkommen unsympathische Figuren, tausende "Nimm dem Vogel die Kamera weg und schmeiß ihn aus dem Haus" Momente und "Schockeffekte", die immer nach dem gleichen Schema abliefen: Film wird zum Ereignis vorgespult, Sound ... und dann der Film zum "Wo ist der FehlerImLinkenBildSuchspiel"! Bei einem Moment bin ich vor Lachen fast vom Sessel gefallen, als der Dämon die Fette Ische ausm Bett zerrte und durch den Flur schleifte. Köstlichste Situationskomik ...
:liquid2: <-- in Bezug auf das Genre, wo er eigentlich hingehört. Als Komödie aber weit vorne!

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Beitrag von SFI » 08.03.2011, 13:44

Bist halt total SAW und Hostel abgehärtet, da zieht wahrer Grusel net mehr. Ist wie wenn man zu oft auf Pornos wedelt, da macht der Sex auch net mehr so viel Spass. :lol:
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Beitrag von gelini71 » 08.03.2011, 14:51

Und gleich kommt noch der StS & sagt Du hast den Film nicht verstanden :lol:

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Beitrag von StS » 08.03.2011, 16:02

gelini71 hat geschrieben:Und gleich kommt noch der StS & sagt Du hast den Film nicht verstanden :lol:
Naja, "BWP" hat er nicht verstanden - :wink: - "PA" fand ich nämlich ebenfalls bestenfalls knapp mäßig.

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Beitrag von freeman » 09.03.2011, 08:16

SFI hat geschrieben:Bist halt total SAW und Hostel abgehärtet, da zieht wahrer Grusel net mehr. Ist wie wenn man zu oft auf Pornos wedelt, da macht der Sex auch net mehr so viel Spass. :lol:
Das kann freilich sein, deshalb werde ich auch NIE zu den Sissis zählen, die die Studios dann bei Testscreenings filmen, um die Reaktionen der Leute werbewirksam zu missbrauchen. Kann mir richtig vorstellen, wie du auch wie so nen Mädchen bei Schocks wie "Die Blumenvase wackelt" geschrien hast :lol: ;-)

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Beitrag von SFI » 09.03.2011, 08:18

Naja einen Gott kann nix schocken, ich war amüsiert, was ja gänzlich einen anderen Charakter hat. :lol:
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Beitrag von freeman » 09.03.2011, 08:19

Wieso denn? Parallelen zu mancher Leute Sexleben erkannt? Weil dafür, dass die neu zusammengezogen sind, treiben die es ja gar net ... ist wohl was platonisches ... :lol:

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Beitrag von SFI » 09.03.2011, 08:22

Ja da fiele mir ein Kandidat ein :lol: :lol:
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Beitrag von freeman » 21.03.2011, 08:22

Die Legende von Aang
Definitiv der temporeichste Shyamalan, keine Frage. Optisch wie vom Inder gewohnt auch sehr souverän umgesetzt. Gesegnet mit hübschen Setting, cooler Ausstattung und gelungenen CGIs. Dazu ein erstaunlich unpathetischer Score. Man möchte fast von einem guten Film sprechen, nur besteht selbiger ja aus mehr als das. Beispielsweise sollte eine Story vorhanden sein (ist da, ist aber Kokolores und bietet NULL Identifikationsfläche). Dramaturgisch interessante Szenen (keine gefunden), ein Spannungsbogen (vermutlich irgendwo bei den dramaturgisch interessanten Szenen versteckt) und ordentliche Darsteller (gabs einen oder zwei, der Rest war ... ja ... wie sag ichs ... achja: SCHLECHT!) wären auch net schlecht gewesen. Und was den guten Shyamalan geritten hat, seinen Big Budget Trash ohne einen Funken von Humor abzufeuern (es wird irgendwann so langweilig, dass man nicht einmal Lust hat, sich unfreiwillig amüsiert zu fühlen!) und das ganze dann dennoch als Kinderfilm anzulegen - man weiß es nicht ...
:liquid4:

Unstoppable
Belanglos bis zum Geht nicht mehr aber rasend schnell, flott und stylisch inszeniert und in den letzten 30 Minuten ein echter Nägelkauer. Toppt Scotts letzten Zugfilm um Längen und macht wirklich mal wieder richtig Spaß! Einzig, man hätte dem herrlich dämonisierten Zug noch ein paar mehr Objekte zum Zertrümmern vor die Front werfen können ...
:liquid7:

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Beitrag von freeman » 31.03.2011, 08:22

The Resident
ALLES an diesem Film, hat man schon zigfach gesehen und dennoch gelingt es dem Streifen durchweg gut und spannend zu unterhalten. Das liegt vor allem an den stark aufspielenden Hauptdarstellern - vor allem Jeffrey Dean Morgan, dessen Geisteszustand schon in den ersten Minuten eindeutig offen gelegt wird, gefällt mit einem angenehm zurückgenommenen und darum noch beunruhigenderem Spiel - und dem optisch mehr als souverän arbeitenden Regisseur, dem es beinahe spielend gelingt, immer wieder neue scary moments einzubauen, indem er seinen Bäddie immer und immer wieder die trügerische Sicherheit des Heimes der Heldin einreißen lässt. Sehr gelungen!
:liquid7:

Djinn
Beginnt eher wie ein Wüstenabenteuer in das mehr und mehr ein übernatürliches Element Einzug hält, das vor allem im letzten Drittel richtig greift und den Film förmlich abdrehen lässt und echt beklemmend macht. Leider fehlt es großräumig an Spannung und scheint es, als wollten die beiden Regisseure mit ihrem optisch souverän umgesetzten Streifen einfach zu viel. Die Aussage um Schuld in Hinsicht auf vergangene und kommende "Untaten" kommt zwar an, wird am Ende aber zu ambitioniert dargereicht ...
:liquid6:

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Beitrag von freeman » 12.04.2011, 08:10

Takers
Takers hat mich letztlich ziemlich überrascht. Es gefällt, dass der Film versucht, eine Art Heatatmosphäre zu generieren und sowohl Cops als auch Gangster sympathisch zeichnet und allen echte Schwächen zugesteht. Dabei kommen die Bäddies minimal schlechter weg, weil hier Takers seine Aufmerksamkeit auf zuviele Personen aufsplitten muss. Diese Aufmerksamkeitssplittung müssen die Cops nicht über sich ergehen lassen, was Matt Dillon die Möglichkeit für eine echt großartige Schauspielleistung gewährt, die er auch vollkommen ausnutzt. Unter den Takers gefällt nach den "Losers" vor allem Idris Elba im Zusammenspiel mit dem glamourös auftretenden Paul Walker. Von beiden hätte man gern mehr gesehen. Leider gibt es unter den Takers auch ein paar echte schauspielerische Ausfälle, die sich vor allem aus der rappenden Zunft Amerikas rekrutieren. Der Film selbst ist optisch höchst souverän umgesetzt und die beiden großen, knackfetten Actionszenen gegen Ende rocken amtlichst die Scheiße. Vor allem der ShootOut im Hotelzimmer lässt keine Fragen offen. Hauptproblem der ganzen Chose ist aber, dass der Regisseur vor seinem Film wohl zuviele Gangsterstreifen geschaut hat und ausgiebig ALLE bekannten Klischees serviert, was den Streifen zum Ende hin leider arg vorhersehbar macht ... Dennoch, unterhaltsame Nummer!
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Beitrag von freeman » 18.04.2011, 08:18

Insane
Hanoi, wenn einem das Remake zu Psycho nix gibt, dreht man halt ne eigene Variante. Dachten sich auch die Schweden und kopierten große Teile von Hitchs Streifen eins zu eins, schrauben den Slasheranteil nach oben, lassen immer mal Mindfuckmomente anklingeln (und schnell wieder fallen) und verpacken alles in eine stilsichere, schön dreckige und dank 60er Jahre Dekors herrlich geschmackbefreite Inszenierung. Dazu ein netter Score, ein zwei hübsch gory Momente und fertig ist ein solider, aber eben immer noch viel zu uneigenständiger Psychoklon ...
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True Legend
Da hat der Yuen Woo Ping also ewig keine Filme gedreht, beschließt mal wieder einen zu drehen und schwupps, schaut und fühlt der sich weitgehend an, als käme er aus den seligen 80er Jahren, als das Fantasystrippengeziehe in Hongkong das Kino rockte. Dementsprechend abseitig gerät manche Szene, so abgehoben gibt sich der Bösewicht (mit der Haut vernähter Panzer? wtf?) und so sprunghaft wirkt die Dramaturgie. Die zerfällt obendrein gewollt in zwei Teile, wobei nach der ersten der Film komplett in sich zusammenfällt, weil einfach alles gesagt ist. Und so fühlt sich die letzte Dreiviertelstunde auch nur wie eine weitere Episode aus dem Leben der Hauptfigur an, die aber nie so recht zündet, dafür aber in einem genial choreografierten Endfight mündet (Jesse V. Johnson Regular Dominique Vandenberg in Kickerstimmung inklusive). Dennoch unterhält die Chose um die Erfindung des Drunken Boxings rundweg, auch wenn Woo Ping gut beraten gewesen wäre, die Szenen um den Gott des Wushu nicht in üblen CGI Umgebungen zu verorten. Michelle Yeoh wird leider verschenkt, dafür darf man nochmal David Carradine in einem Film bewundern und der Score weiß absolut zu gefallen. Schade, dass Woo Ping in seiner Paradedisziplin (dem Strippenziehen) nicht viel Spektakuläres einfällt. Da hätte ich mir mehr Dynamik gewünscht ...
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Beitrag von freeman » 10.05.2011, 08:50

Mensch Dave
Der Film ist insofern erstaunlich, dass man sieht, dass Eddie Murphy es immer noch drauf hat, wenn er will! Seine Einlagen als Raumschiffmurphy sind großartig! Bei seinem stocksteifen Gehampel kommen direkt Erinnerungen an 80er und 90er Komödien auf und lassen einen fast schon nostalgisch verklärt kichern. Die Story drumherum ist Mumpitz, die Gags abseits des Murphyraumschiffes auch, aber im Großen und Ganzen geht der Film als ordentliche Nachmittagsunterhaltung durch ...
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Zuhause ist der Zauber los
Unglaublich sympathische Klischeesammlung zum Thema arbeitsgeiles Elternteil und unglückliches Kind desselben. Murphy ist unglaublich sympathisch im Zusammenspiel mit der kleinen Hauptdarstellerin, zu deren Gunsten er sich auch uneitel zurücknimmt. Die Gags sitzen, die Story bewahrt sich einen eigentümlichen "Ist das nun wahr?" Anstrich und die Nebenrollen wissen auch zu gefallen. Zudem muss ich sagen, dass Murphy seit dem erzwungenen Synchronsprecherwechsel deutlich weniger affektiert und einfach ... ja ... sympathischer rüberkommt. Ohne despektierlich sein zu wollen, aber dem Alterswerk von Murphy kam dieser "Wechsel" sehr gelegen. Denn das Krawallige ist auf einmal weg ...
:liquid5:

City Under Siege
Die erste Benny Chan Krampe. Und was für eine! Mag der Einstieg noch klar gehen, bekommt der Regisseur seinen Streifen fortan nicht mehr unter Kontrolle, der ihm zur bunten, overacteten und witzlosen Actiontravestie verkommt, die in peinlichem Asiahumor ersäuft und nicht einmal in den sonst so packenden Actionszenen des Chinesen kickt! Nicht einmal Kampfsportfloh Wu Jing hat eine einzige brauchbare Actionszene spendiert bekommen und der Showdown ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Genau wie die urplötzlich auftauchenden melodramatischen Momente. Vollgurke, die keinerlei Insignien des Actionzampanos Benny Chan erkennen lässt, selbst die Optik ist langweilig bis zum Anschlag ...
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