Sunshine

Filme abseits des Actiongenres mit Actionhelden (irgendwie so in der Art).
Antworten
Benutzeravatar
freeman
Expendable
Expendable
Beiträge: 64456
Registriert: 12.12.2004, 23:43
Wohnort: Rötha

Sunshine

Beitrag von freeman » 22.04.2007, 00:46

Sunshine

Bild

Originaltitel: Sunshine
Produktionsjahr: 2007
Herstellungsland: GB
Regie: Danny Boyle
Darsteller: Rose Byrne, Michelle Yeoh, Cliff Curtis, Chris Evans, Troy Garity, Cillian Murphy, Hiroyuki Sanada, Mark Strong und Benedict Wong

Die Welt in 50 Jahren. Der polare Winter hat die gesamte Welt in seinem eisigen Griff. Im Gegensatz zu den heutigen Umweltdiskussionen wird die Welt in Danny Boyles Film nämlich nicht wegen zuviel Hitze untergehen, sondern wegen zu wenig. Das Problem: Die Sonne erlischt! Auf der Erde entwarf man daraufhin einen tollkühnen Plan: Die Icarus, ein gigantisches Raumschiff mit internationaler Besatzung, sollte eine riesige Atombombe zur Sonne transportieren und sie quasi per Kickstart reaktivieren. Vor sieben Jahren ist die Icarus gestartet und die Welt hat nie wieder etwas von ihr gehört. Also startete man ein erneutes Icarus Projekt.

Die Besatzung der Icarus II ist nun bereits seit knapp einem Jahr auf dem Weg zur Sonne und alles läuft nach Plan. Plötzlich fängt man ein Notsignal auf. Es kommt von der Icarus I. Man beschließt die Icarus I anzusteuern, in der Hoffnung, dass man für ein eventuelles Versagen des Kickstartes durch die Bombe der Icarus II eine zweite Bombe für einen weiteren Versuch zur Verfügung haben könnte. Schon mit dem Kurswechsel zur Icarus I beginnen die Probleme und wird die Besatzung durch Unfälle und unvorhergesehene Ereignisse empfindlich dezimiert. An Bord der Icarus I muss man dann feststellen, dass die Bombe des Raumschiffes unbrauchbar ist. Und als wäre das nicht schon genug Ärger, nimmt man auch etwas Gefährliches von dem Raumschiff mit ... Die Rettungsaktion scheint zum Scheitern verurteilt ...

Bild

Sunshine ist einer jener Filme, die sich nur schwer kategorisieren lassen. Dies ist per se freilich kein Nachteil, erschwert in diesem Falle aber den Zugang zum Film. Schon in den ersten Minuten weiß man nicht so recht, in welche Richtung sich Sunshine entwickeln wird. Ist der Streifen Science Fiction (die ganze Grundsituation erinnert ja schon extrem an diversen Armageddon und The Core Humbug) oder eher Science Faction (die ultrarealistische Art des Angehens der ganzen Aktion ist wahrlich genial)? Oder doch eher eine ruhige Meditation über das Sein der Menschheit? Gerade wurde noch trocken über wissenschaftliche Ansätze debattiert und schon sitzen die Crewmitglieder im Sonnendeck und geben sich verklärt brubbelnd der beruhigenden Wirkung der Sonnenstrahlung hin, was sich ebenfalls auf die Gemüter der Crewmitglieder auswirkt. Gerade als sich der Science Faction Fakt am offensivsten Bahn gebrochen hat und kalte wissenschaftliche Reden geschwungen werden, reißt Danny Boyle auf einmal das Ruder herum. Es fließen religiöse Ansätze und Themen ein. Die erlöschende Sonne wird mehr und mehr zu einem Sinnbild für Gott. Es kommen Fragen nach dem Recht der menschlichen Einmischung in Gottes Plan auf und auch moralische Fragestellungen wie der Opfertod des Einzelnen zum Wohle der Menschheit werden kurz angerissen. Das Problem in diesem Abschnitt ist, dass diese Ansätze zumeist nur kurz angerissen werden, dabei aber allmählich mehr und mehr Raum einnehmen ohne jemals halbwegs zufriedenstellend beantwortet zu werden. Und kaum ist man bereit, sich auf den eingeschlagenen philosophischen Kurs einzulassen, mutiert Sunshine zu einem Science Fiction Streifen mit Horrorelementen und einer "Präsenz" die die Schiffsbesatzung dezimiert.

Doch - und hier greift die Genialität von Sunshine - dieser unentschlossene Schlingerkurs zwischen den Genres funktioniert! Und ist sogar - bis auf den arg enttäuschenden, weil unspektakulären und vorhersehbaren Ausgang - richtig spannend! Dabei macht Danny Boyle eigentlich nicht viel mehr, als die storytechnische Unentschlossenheit mit einer wahren Bilderflut platt zu walzen. Und damit setzt er wahrlich auf das richtige Pferd. Alleine die hypnotischen und lang ausgespielten Bilder von der erlöschenden Sonne sind ein Ereignis von geradezu meditativer Ruhe und Schönheit. Dem gegenüber steht das verwahrloste und heruntergekommen Interieur und Design der Icarus II. Alles ist abgenutzt, verbraucht und alles andere als schön. Es geht um Funktionalität. Das Kalte und Pragmatische der Wissenschaft wird hier grandios der Wärme und der Schönheit der Natur (Sonne) gegenübergestellt. Auch wenn es vielleicht etwas zuviel in Sunshine hineingedeutelt wirkt, scheint das einer der offensichtlichsten Kommentare Boyles zu den heutigen Umweltdiskussionen zu sein. Die Icarus II selbst bietet dann unglaublich viel für das Auge des Zuschauers. Die Interieurs bersten vor Details, überall blinken und blitzen Konsolen fernab der Star Trek und Star Wars Ästhetik. Alles wirkt greifbar, real, dreckig, benutzt - Science Faction halt. Inmitten dieser heruntergekommenen Röhre aus Metall, die nicht von ungefähr an ein U-Boot zu gemahnen scheint, gibt es dann Abschnitte unendlicher Schönheit. So ein Garten voll von Pflanzen, der für die Produktion des Schiffssauerstoffes zuständig ist und dessen Grün wie ein Antagonismus zum Rest des schwarzen Schiffes wirkt. Die Setdesigner haben hier wahrlich formidable Arbeit geleistet.

Bild

Selbiges gilt für die Effekttechniker. Boyle wollte soviel wie möglich real filmen, doch ein Großteil seiner Bilder wäre ohne Computerhilfe niemals zu realisieren gewesen. Schon die gigantischen Bilder von dem Sonnenschild der Icarus II, der wie ein Schutzschild Schatten für das dahintergeschaltete Schiff generiert, sind ein Traum. Bereits in der ersten Szene nutzt Boyle diesen Schirm und verwirrt den Zuschauer, indem er den Schild bei "seiner Arbeit" zeigt und sich die Kamera nicht - wie vom Zuschauer angenommen - auf die Sonne zu bewegt, sondern eben auf die Icarus II. Auch der Rest der Effekte funktioniert tadellos und vor allem die Bilder von der Sonne und diverse Raumschiffaußenszenen mutieren munter zur Genrereferenz. Abseits der Effekte pumpt Danny Boyles energetische und immer wieder erfrischend andere Art der Inszenierung beständig Adrenalin durch die Sunshine Adern. Boyle liefert unglaubliche Perspektiven, trotz räumlicher Beschränkungen extrem dynamische Kamerafahrten, schnelle Zooms und Schwenks und ungewöhnliche Einstellungen, wie riesige Nahaufnahmen menschlicher Augen. Wahre Kapriolen schlägt Boyle dann mit Ankunft der "Präsenz" an Bord der Icarus II. Er scheint hier zwei verschiedene Filmebenen aufeinander zu legen. Lässt sie verschmelzen, verschiebt sie gegeneinander oder lässt sie einander ergänzen. So bekommt man nie ein klares Bild der "Präsenz" und auch die eigentlichen Ereignisse bleiben im Unklaren, zumal Boyle dann in seinen hektischen 28 Tage Inszenierungsstil umschaltet und den Film quasi aus seiner lethargisch ruhigen und meditativen Optik herauskatapultiert. Ein Wesenszug, der seinen Bildern mit zunehmender Länge immer mehr angedeiht, ist jener einer unterschwelligen Bedrohung. Ob sich hier nun die Angst der Crew vorm Versagen manifestiert oder die Furcht vor einem höheren Wesen, mit zunehmender Laufzeit spürt man als Zuschauer eine zunehmende Verunsicherung. Das Highlight bildet dahingehend eine Sequenz, in der Boyle mit subliminalen Bildern arbeitet, die zumindest in meiner Kinovorstellung für viel Unruhe im Publikum sorgten, einfach weil nicht greifbar war, was die Bilder zeigten und man sich dank des Filmverlaufes hier ganz andere Inhalte ausmalte, als dann tatsächlich zu sehen waren. Grandios!

Doch all das ist nur der Anfang. Die eigentlichen Höhepunkte bilden nämlich ganz andere Szenen. Szenen in denen Boyle geniale Konglomerate aus Bildern, Musik und einem mächtigen, furchteinflößendem Sounddesign lanciert, die den Zuschauer packen, durchschütteln und mit einem Gefühl purer Panik oder Verstörtheit zurücklassen! Sunshine hat Szenenfolgen, nach denen man wie geschafft in seinen Kinosessel fällt und sich eigentlich geradezu eine Werbepause oder ähnliches herbeisehnt. Genannt sei Kanedas Sonnen"ritt" oder Searles Bräunungseinlage. In diesen Szenen (und das sind eben nur Beispiele!) greifen die Kameraarbeit von Alwin H. Kuchler, die Regie von Danny Boyle, das Sounddesign, der Schnitt und die kongeniale Musik von John Murphy, die er zusammen mit den Soundtüftlern der Band Underworld komponiert und erstellt hat, nahtlos ineinander und erschaffen einmalige Kinomomente nie vorher gesehener Qualität.

Bild

Den Schauspielern von Sunshine kommen nicht nur derartig intensive Momente sehr gelegen. Auch sonst ist Sunshine ein recht dankbares Projekt für ihre Berufsgilde. Vor allem zu Beginn lässt sich Boyle nämlich ordentlich Zeit für seine Figuren. Zeit, die er braucht, um dann zu zeigen, wie sie sich entweder unter Stresssituationen oder unter dem Einfluss der Sonne verändern. In diesem Zusammenhang kann man dem gesamten Cast nur eine tolle Arbeit bescheinigen. Besonders herausstechen kann vor allem Chris Evans als Mann der Tat. Wie in Fantastic Four oder anderen seiner vorhergehenden Projekte wie Final Call ist er der Heißsporn, der Typ, der erst handelt und dann fragt. Allerdings immer mit der Legitimation in Hinsicht auf den Erfolg der Mission im Rücken. So schwankt er zwischen locker flappsig und zynisch brutal hin und her. Seine Figur bleibt fast schon unberechenbar und ist damit die Interessanteste im ganzen Sunshine Universum. Der Rest der Besetzung schlägt sich wie bereits erwähnt ordentlich und ist dank Rose Byrne und Michelle Yeoh in den weiblichen Hauptrollen auch recht ansehnlich geraten. Leider kommt Michelle als Gärtnerin Corazon ein wenig zu kurz und bleibt wie eigentlich alle asiatischen Figuren (Kaneda und Trey) im Vergleich zu dem restlichen Cast etwas unterentwickelt, was Motivation und Aufgaben an Bord des Schiffes angeht. Ein Umstand der ihre Leistung und die von Hiroyuki Sanada (Kaneda) und Benedict Wong (Trey) in keinster Weise schmälern soll.

Somit ist Sunshine ein Film, der einen von Minute eins an packt, im weiteren Verlauf trotz bedächtiger Erzählweise nicht mehr loslässt und am Ende vollkommen geschafft zurücklässt. Leider stellt sich nach dem Abspann recht schnell ein Gefühl der Leere beim Zuschauer ein, welches vor allem aus der unentschlossenen Erzählweise des Filmes resultiert und es schwer macht, den Sinn hinter Sunshine zu erkennen. Dennoch ist Sunshine ein hochinteressanter Streifen von selten zuvor gesehener technischer Güte, von dem man aber um Himmels Willen nicht einmal ansatzweise einen The Day After Tomorrow, einen Alien, einen Event Horizon oder eine Space Opera erwarten sollte! Am ehesten könnte man ihn vielleicht als einen Solaris (Soderberghs Remake) mit ordentlichen Widerhaken beschreiben ...
:liquid7:

In diesem Sinne:
freeman
Bild

Benutzeravatar
SFI
Expendable
Expendable
Beiträge: 113266
Registriert: 09.08.2004, 07:58
Wohnort: PFALZ
Kontaktdaten:

Beitrag von SFI » 22.04.2007, 07:40

Kann es kaum erwarten das Ding zu sichten!
DAS UNMASKIERTE SYSTEM

„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“

Benutzeravatar
Vince
Actioncrew
Actioncrew
Beiträge: 21201
Registriert: 30.09.2005, 18:00
Wohnort: Aachen

Beitrag von Vince » 22.04.2007, 21:08

Das Experiment ist geglückt freeman, schöne Kritik. Versuch ruhig öfter mal, Filme zu besprechen, die du sonst nicht besprechen würdest. Ich würde ja ehrlich gesagt auch mal ziemlich gerne nen richtigen Klassiker von dir besprochen sehen...

Mitm Boyle hab ich mir jetzt mal in der Cinema das Interview gegeben. Demnach soll "Sunshine" sich ja stark an Ridley Scotts "Alien" anlehnen, und das, wo sich das vom Plot her ja - wie du schreibst - eher an so Blockbusterkanonie wie Armageddon oder The Core anhört. Es passt irgendwo nicht recht zusammen und darin liegt dann wohl der Reiz dieses Films. Und genauso passen ja nicht die Projekte zusammen - Drogenfilm, Zombiefilm, SciFi-Evasionsfilm.... ist schon sehr variabel. In dem Zusammenhang fand ich es auch wichtig, was Boyle noch im Interview gesagt hat: Was haben alle mit Scorsese? Keine Frage, ich mag seine Filme, einige liebe ich auch, und von mir aus soll er noch ein Dutzend Gangsterfilme machen, aber Entwicklung lässt sich da nicht erkennen. Und wenn man Boyle etwas anrechnen will, dann, dass er sich wirklich weiterentwickelt.

Benutzeravatar
freeman
Expendable
Expendable
Beiträge: 64456
Registriert: 12.12.2004, 23:43
Wohnort: Rötha

Beitrag von freeman » 22.04.2007, 21:44

Joar, dieses nichtzusammenpassen wird hier ja mehr und mehr zum Konzept des Streifens ... und das ist dann irgendwo auch sein Problem. Schau mal bei den Narren, da hat der Hanfling es auch angedeutet, dass es zum Ende hin einfach ein wenig too much wird ... Dass es dem Film im Großen und Ganzen nicht schadet, zeugt von dessen Qualität ...

Klassiker besprechen? Was meinsten da für welche? Ichhabe doch die Ramboreihe gemacht? ;-)

In diesem Sinne:
freeman
Bild

Benutzeravatar
kaiserfranz
Action Prolet
Action Prolet
Beiträge: 1133
Registriert: 18.06.2005, 12:56

Beitrag von kaiserfranz » 22.04.2007, 23:14

Fein, fein freeman! :)

Mein Bruder schwärmt mir dauernd von dem Trailer vor. Der fand auch die Mucke darin so cool. Ist die nicht aus Requiem for a Dream? Mal sehen, vielleicht wird der im Kino gesehen.

Gruss
kaiserfranz
Oma, bist du noch rüstig?

Benutzeravatar
freeman
Expendable
Expendable
Beiträge: 64456
Registriert: 12.12.2004, 23:43
Wohnort: Rötha

Beitrag von freeman » 22.04.2007, 23:26

kaiserfranz hat geschrieben:Mein Bruder schwärmt mir dauernd von dem Trailer vor. Der fand auch die Mucke darin so cool. Ist die nicht aus Requiem for a Dream?
Danke erstmal und ja ... ist die Requiem for a dream Mucke ... kommt im Film selber aber nicht vor ...

In diesem Sinne:
freeman
Bild

Benutzeravatar
Vince
Actioncrew
Actioncrew
Beiträge: 21201
Registriert: 30.09.2005, 18:00
Wohnort: Aachen

Beitrag von Vince » 23.04.2007, 12:14

freeman hat geschrieben: Klassiker besprechen? Was meinsten da für welche? Ichhabe doch die Ramboreihe gemacht? ;-)
Also soweit ich weiß, ist einer der ältesten Filme, die du besprochen hast, "Bocky"... wäre halt imo mal interessant, was von dir über die 60er abwärts zu lesen (gleiches gilt btw. für StS). :wink:

Benutzeravatar
kaiserfranz
Action Prolet
Action Prolet
Beiträge: 1133
Registriert: 18.06.2005, 12:56

Beitrag von kaiserfranz » 23.04.2007, 13:14

Vince hat geschrieben:
freeman hat geschrieben: Klassiker besprechen? Was meinsten da für welche? Ichhabe doch die Ramboreihe gemacht? ;-)
"Bocky"
Hehe, die Referenz unter den Stallone Streifen. :lol:

Gruss
kaiserfranz
Oma, bist du noch rüstig?

Benutzeravatar
SFI
Expendable
Expendable
Beiträge: 113266
Registriert: 09.08.2004, 07:58
Wohnort: PFALZ
Kontaktdaten:

Beitrag von SFI » 23.04.2007, 15:19

Freitag Doppel Nacht: 300 vs sunshine -> das wird rocken

Benutzeravatar
Joker6686
Action Fan
Action Fan
Beiträge: 3348
Registriert: 19.02.2006, 13:24
Wohnort: Dortmund

Beitrag von Joker6686 » 23.04.2007, 15:50

Hab das Review noch nich gelesen :oops: Will aber erst den Film schauen, dann natürlich Feedback meinerseits, gehe aber sowieso schon standardmäßig von einem genialem Review aus :wink:

Benutzeravatar
freeman
Expendable
Expendable
Beiträge: 64456
Registriert: 12.12.2004, 23:43
Wohnort: Rötha

Beitrag von freeman » 23.04.2007, 18:41

SFI hat geschrieben:Freitag Doppel Nacht: 300 vs sunshine -> das wird rocken
Danach wirste auf Wochen keine Style over Substance mehr sehen wollen ... das wird der totale visuelle Overkill ...

Klassiker aus den 60ern? Gabs da schon Filme? ;-). Könnte ja mal Spartakus machen ... LOL und meiner Vorliebe für Kubrick frönen ...

In diesem Sinne:
freeman
Bild

Benutzeravatar
Vince
Actioncrew
Actioncrew
Beiträge: 21201
Registriert: 30.09.2005, 18:00
Wohnort: Aachen

Beitrag von Vince » 23.04.2007, 19:04

Nen Kubrickverriss vom freeman? Ich würde vor Glück sterben, wenn ich sowas mal lesen dürfte. Vielleicht hast du ja sogar die Dreistigkeit, das dann in den Trashbereich hier zu stellen und zur ofdb zu verlinken. :lol:

Benutzeravatar
freeman
Expendable
Expendable
Beiträge: 64456
Registriert: 12.12.2004, 23:43
Wohnort: Rötha

Beitrag von freeman » 23.04.2007, 19:09

Naja, für nen richtigen Verriß müsste ich dann ja was Richtiges von ihm nehmen, nicht nur so Auftragsmüll (So nannte der Prof Spartacus ... den einzigen Film neben Full Metal Jacket und Wege zum Ruhm, der geht ... LOL)

In diesem Sinne:
freeman
Bild

Benutzeravatar
StS
Actioncrew
Actioncrew
Beiträge: 30792
Registriert: 04.10.2005, 21:43
Wohnort: Harsh Realm, Hannover

Beitrag von StS » 23.04.2007, 19:11

Vince hat geschrieben:wäre halt imo mal interessant, was von dir über die 60er abwärts zu lesen (gleiches gilt btw. für StS). :wink:
Na ja, wir haben doch im beidseitigen Einverständnis festgestellt, dass mir der gewisse Zugang zu den alten Langweil... ähm ... Schinken ... ergh ... Klassikern fehlt. In diesem Sinne ist doch ein Streifen von 74 (so wie "Black Christmas") für mich schon fast wie Murnau´s "Nosferatu" für Dich... :wink:

Benutzeravatar
Vince
Actioncrew
Actioncrew
Beiträge: 21201
Registriert: 30.09.2005, 18:00
Wohnort: Aachen

Beitrag von Vince » 23.04.2007, 19:15

StS hat geschrieben: Na ja, wir haben doch im beidseitigen Einverständnis festgestellt, dass mir der gewisse Zugang zu den alten Langweil... ähm ... Moderschinken ... ergh ... Klassikern fehlt. In diesem Sinne ist doch ein Streifen von 74 (so wie "Black Christmas") für mich doch schon wie Murnau´s "Nosferatu" für Dich... :wink:
Ditte ist schon klar, aber irgendwie brennt man ja doch darauf, seine Stammkritiker mal in anderen Bereichen wildern zu sehen... einfach so aus Interesse. :wink: Aber passt schon, ich hab auch so meine Bereiche, wo ich mir nie vorstellen könnte, nen Review zu schreiben. Ich glaube, zu Passion Christi hätte ich nur Kauderwelsch schreiben können.

Benutzeravatar
freeman
Expendable
Expendable
Beiträge: 64456
Registriert: 12.12.2004, 23:43
Wohnort: Rötha

Beitrag von freeman » 23.04.2007, 19:19

Vince hat geschrieben:Ich glaube, zu Passion Christi hätte ich nur Kauderwelsch schreiben können.
Wäre imoeine thematisch passende Annäherung ;-)

In diesem Sinne:
freeman
Bild

Benutzeravatar
kami
Action Experte
Action Experte
Beiträge: 5893
Registriert: 10.06.2006, 17:39
Wohnort: Leipzig

Beitrag von kami » 25.04.2007, 10:56

Gestern am Kinotag gab´s für mich ein SHOOTER-SUNSHINE-Double-Feature, sehr angetan war ich glücklicherweise von beiden. Dabei stechen bei SUNSHINE natürlich wirklich die vom freeman erwähnten, schon fast von sakralem Geist durchzogenen Bombastszenen nicht nur ins Auge, sondern auch ins Ohr und können auch über die eine oder andere technische Unstimmigkeit hinwegtäuschen. Nach einer eher ruhigen ersten halben Stunde zieht SUNSHINE später dann auch den Spannungspegel gewaltig an, erst das unspektakuläre Ende holte mich dann wieder in die Realität zurück. Zu einer entgültigen Bewertung werde ich mich wohl erst nach einem zweiten Ansehen hinreißen lassen können, aber 8 Punkte dürften es schon mindestens werden.

Benutzeravatar
freeman
Expendable
Expendable
Beiträge: 64456
Registriert: 12.12.2004, 23:43
Wohnort: Rötha

Beitrag von freeman » 25.04.2007, 19:23

kami hat geschrieben:Dabei stechen bei SUNSHINE natürlich wirklich die vom freeman erwähnten, schon fast von sakralem Geist durchzogenen Bombastszenen nicht nur ins Auge, sondern auch ins Ohr
Echt der Hammer die Einlagen ... ich muss nur dran denken und habe wieder Erpelpelle ... Haben sie bei deiner Vorstellung (warst ja sicher im Cinestar) wie bei meiner Vorstellung auch die Klimaanlage auf heiß gestellt? Ich bin da fast gestorben vor Hitze ... passte zwar gut zum Film, aber auf das Feature kann ich echt verzichten - vor allem auch auf den Geruch ... LOL

In diesem Sinne:
freeman
Bild

Benutzeravatar
kami
Action Experte
Action Experte
Beiträge: 5893
Registriert: 10.06.2006, 17:39
Wohnort: Leipzig

Beitrag von kami » 26.04.2007, 08:40

freeman hat geschrieben:
kami hat geschrieben:Dabei stechen bei SUNSHINE natürlich wirklich die vom freeman erwähnten, schon fast von sakralem Geist durchzogenen Bombastszenen nicht nur ins Auge, sondern auch ins Ohr
Echt der Hammer die Einlagen ... ich muss nur dran denken und habe wieder Erpelpelle ... Haben sie bei deiner Vorstellung (warst ja sicher im Cinestar) wie bei meiner Vorstellung auch die Klimaanlage auf heiß gestellt? Ich bin da fast gestorben vor Hitze ... passte zwar gut zum Film, aber auf das Feature kann ich echt verzichten - vor allem auch auf den Geruch ... LOL
Nee, war angenehm mild.

Benutzeravatar
StS
Actioncrew
Actioncrew
Beiträge: 30792
Registriert: 04.10.2005, 21:43
Wohnort: Harsh Realm, Hannover

Beitrag von StS » 27.04.2007, 06:47

Ein Film, den man eigentlich im Kino gesehen haben muss! Spannender, visuell betörender Sci-Fi-Thriller, der im letzten Drittel etwas an Kraft verliert, da er sich zu stark hin zum Kommerziellen wendet. Einige intelligente Ansätze werden dann leider nicht aufgegriffen - stattdessen bekommt man klassische Elemente des Slasher- und Horror-Kinos vorgeführt, die jedlichen Anspruch ausblenden, welche man aus genau diesen Gegebenheiten hätte generieren können. Nichtsdestotrotz: Toller, unterhaltsamer Streifen!

:liquid8:

Benutzeravatar
Hannibal
Action Fan
Action Fan
Beiträge: 4021
Registriert: 12.08.2004, 11:33
Wohnort: Badem

Beitrag von Hannibal » 29.04.2007, 18:11

Gestern auch mangels Alternative gesehen. Die ersten zwei Drittel sind fantastisch, ultrabombastische Optik, sehr spannende Geschichte, interessante tiefer gehende Ansätze. Das letzte Drittel setzt man mit diesem seltsamen Horror-Teil dann ein wenig blöde in den Sand. Der Film ist zwar auch da nicht schlecht, kann aber nicht mehr ansatzweise die wuchtige Klasse der vorangegangenen Momente halten. Trotzdem empfehlenswert, wenn auch aufgrund des letzten Drittels leicht ärgerlich...
:4narr: <-- was'n das?

:liquid8:
freeman ;-)

MFG
Hannibal

Benutzeravatar
TomHorn
Action Prolet
Action Prolet
Beiträge: 1340
Registriert: 22.06.2008, 14:53

Beitrag von TomHorn » 25.04.2010, 05:41

Die erste Stunde funktioniert ziemlich gut, die Optik ist wírklich ´ne Wucht. Doch dann verlässt der Film die gut aufgebauten klaustrophobischen Sphären & überlässt religiös verbrämten Slasher-Mist die Bühne. Außerdem fand ich die musikalische Untermalung auf Dauer sehr öde...
Nur :liquid5: von mir.
"Du bist vielleicht groß, dafür bin ich aber klein!" (Duffy Duck aka Duck Dodgers)
The Expendables-Countdown

Benutzeravatar
McClane
Action Experte
Action Experte
Beiträge: 9109
Registriert: 07.10.2007, 15:02

Beitrag von McClane » 25.04.2010, 10:25

Kann dem Konsens nur zustimmen: Fängt toll an, als ruhiger, stringenter und durchdachter Sci-Fi-Film mit moralischen Ansätzen (opfert man ein Crew-Mitglied für die Mission?), um dann im Finale überraschenderweise nachzulassen. Mich hat es etwas gestört, dass die Crew Ewigkeiten braucht, um zu checken, was da auf der Ikarus I passiert ist, während man das Ganze als Zuschauer deutlich früher durchschaut - und das, ohne deutlichen Wissensvorsprung zu haben. Trotzdem: Ein schöner Film, der im punkto Weltenrettung ganz andere Töne als "Armageddon" oder "The Core" anschlägt.

:liquid7:,5
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

Benutzeravatar
John Woo
Action Experte
Action Experte
Beiträge: 5684
Registriert: 22.11.2005, 15:52

Beitrag von John Woo » 29.04.2010, 20:26

Finde den auch recht fein, obwohl ich den nur vom Heimkino her kenne. :oops:
:liquid7: (im Kino wäre wohl ein Pünktchen mehr drin gewesen)

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste