
Technische Daten:
Label: Pias (rough trade)
Tracks: 17
Laufzeit:70:10
Extras:Keine
Verpackung: Jewel Case
Trackliste:
1. Until Death -Us Do Part-
2. Circling Overland
3. Im Rhythmus Bleiben
4. Felines Reinhören
5. First In First Out
6. Blend The Strenghts
7. Headhunter V 3.0
8. Work 0 I Reinhören
9. Terminal State
10. Welcome To Paradise
11. Headhunter V 1.0
12. Never Stop! V I.0
13. Work 242 N. Off Is N. Off
14. Agony -Until Death-
15. Never Stop! V I.I
16. Work 242
Kritik:
Front 242 sind wohl die Mitbegründer der EBM Musik, die in den achtziger Jahren ihren Ursprung hat. Im Jahre 1984 erschien ihr erstes Album „No Comment“, in dem zu ersten Mal der Begriff „Electronic Body Music“ auftauchte, der später einer gesamten Stilrichtung ihren Namen gab. Das Album „Front by Front“ erschien 1989 und sollte ihren musikalischen Durchbruch endgültig festigen.
Der Ursprung des EBM liegt zu einem im Minimal Elektro und zum anderen im Industrial, somit ist der Sound von Front 242 auch schon passend beschrieben, der größten Teils auf minimalistischen, stakkato- artigen Rhythmen , die immer tanzbar und schön düster sind. Unterstützt wird das Soundgerüst durch den Shouter Richard 23 und einige Sprachsamples. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands beschränkt man aber nicht nur auf simple, mitsing Lyrics wie in „Immer im Rhythmus bleiben“, sondern schlägt auch immer mal kritische Untertöne an, ohne aber jemals den Hauptaspekt aus den Augen zu verlieren nämlich gute tanzbare Musik zu machen. Das ist „Front by Front“ nämlich bis heute noch trotz des stattlichen Alters der Scheibe, was von der Qualität der Musik zeugt, auch wenn nicht mehr alles so ganz taufrisch wirkt.
Nach dem Opener kommen dann auch gleich mit „Circling Overland“ und „Im Rhythmus Bleiben“ zwei Kracher, die bis heute im Club ihre Berechtigung haben. Wobei ersterer mit seinem Lyrics vor allem im Refrain ein richtig fieser Ohrwurm ist, den man so schnell nicht raus bekommt. Mit „Headhunter“ ist auch der vielleicht bekannteste Song von Front 242 auf dem Album, der damals sogar seinen Weg in die MTV Video-Rotation fand. Die zweite Single Auskopplung war „Never Stop“, welche aber definitiv nicht zu den Highlights auf den Alben gehört, da er doch ein klein wenig zu poppig und eingängig geraten ist und somit auch leider etwas langweilig ist. Insgesamt aber befindet sich das Album aber auf einem sehr hohen Niveau und es gibt keinen musikalischen Komplettausfall zu verzeichnen, so dass sich jeder Fan seine persönlichen Perlen raus picken kann. Angemerkt sei noch, dass die Neuveröffentlichung von 2003 einige Stücke enthält, die auf dem ursprünglichen Album nicht enthalten waren, sich aber nahtlos in das positive Gesamtbild einfügen.
Fazit:
Sicherlich ist das Album aus heutiger Sicht nicht mehr so spektakulär wie früher, aber jedem EBM Fan sei es trotzdem empfohlen, da es zu einem die Anfänge eines Musikstils darstellt, zum anderem aber auch ein paar Klassiker des Genres enthält, die man einfach kennen muss. Hörern der ersten Stunde treibt das Album sowieso die Tränen in die Augen und ruft wohl die eine oder andere Cluberinnerung hervor. Somit gibt es von mir trotz der einen oder anderen Alterserscheinung mit kleinem Retrobonus
