Kagemusha - Im Schatten des Kriegers
Im feudalen Japan des 16. Jahrhunderts gehts nicht gerade zimperlich einher. Bürgerkriege prägen das Land. Fürsten kämpfen um Macht, Besitz und Boden. Alles unter dem Vorwand das Land einen zu wollen. So auch Shingen, Fürst des Hauses, welches in diesem Film die Hauptrolle spielt. Doch liegt der eigentlich Fokus auf seinem sich widerstrebenden Doppelgänger. Als Historienepos taugt der Film nur sehr bedingt, da er gerade einmal einen Zeitraum von etwas mehr als drei Jahren umfasst. Desweiteren ist Geschichte um Shingens Doppelgänger anscheinend nicht belegt (Quelle: wikipedia).
Es geht vielmehr um eine Art Selbstfindung, deshalb im Schatten des Kriegers. Der Titel kann aber nicht nur auf den Doppelgänger angewendet werden.
Story, Ausstattung, Musik, Bildsprache, Bildkomposition,... sprich alles ist einfach total stimmig. Die Schauspieler sind so authentisch als ob diese extra für den Film mit der Zeitmaschine hergereist wären.
Dennoch verspielt "Kagemusha" einige Punkte, weil manche Szenen, vor allem die Schlachtszenen, künstlerisch aufgesetzt wirken. Aber vielleicht haben die ja wirklich meist in der Abendsonne gekämpft...
Und auch im Ganzen fand ich die Handlung nicht ganz rund, kann aber nicht genau sagen woran es lag. Vielleicht weil der Doppelgänger am Ende doch zu sehr im Mittelpunkt stand...
[Edit: Wie konnte ich nur Regisseur Akira Kurosawa unerwähnt lassen? Muss mich wohl jetzt durch seine Retrospektive kämpfen. Ich weiß nicht was, aber der Typ hat es...^^]