Fortress I+II

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Ed Hunter
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Fortress I+II

Beitrag von Ed Hunter » 01.11.2007, 19:26

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Ed Hunter
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Beitrag von Ed Hunter » 01.11.2007, 19:27

Fortress II - Die Festung

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Originaltitel: Fortress 2
Herstellungsland: Luxemburg
Produktionsjahr: 1999
Regie: Geoff Murphy
Darsteller: Christopher Lambert, Aidan Rea, David Roberson, Liz May Brice, Beth Toussaint, Willie Garson, Bruce MacEwen

1993 war „Highlander“-Star Christopher Lambert im kurzweiligen Durchschnitts-Sci-Fi-Thriller „Fortress – Die Festung“ aus einem unterirdischen Futureknast getürmt, 6 Jahre später übernahm der mittlerweile nur noch in Videothekengefilden vor sich hin dümpelnde B-Actionheld die Hauptrolle in einem zwar gänzlich überflüssigen, aber ebenfalls recht unterhaltsamen DTV-Sequel.

Nach seiner Flucht aus dem Gefängnis lebt Widerstandskämpfer John Brannick (Christopher Lambert) in ständiger Angst vor dem alles kontrollierenden, totalitären Terrorregime des mittleren 21. Jahrhunderts und hält sich mit seiner Frau und seiner Tochter in den Wäldern versteckt. Als er von einer Rebellengruppierung um Hilfe gebeten wird, sie bei der Sabotage eines Kraftwerks zu unterstützen, tauchen kurz darauf Regierungssoldaten auf, die Brannick samt den restlichen Widerstandskämpfern fangen, seiner Familie jedoch nicht habhaft werden. Einmal mehr wird der Familienvater in einen futuristischen Hochsicherheitsknast gesteckt, nur dass die Chancen auf Flucht diesmal noch geringer ausfallen: Anstatt wie im Vorgänger unter der Erde befindet sich das Zuchthaus nämlich mitten im Weltall. Den Häftlingen implantierte Chips, die Verhaltensmodifikationen vornehmen, machen das Vorhaben darüber hinaus so gut wie unmöglich…

Mit seiner schlichten Story, die lediglich das Konzept des Vorgängers leicht variiert wiederholt, gewinnt „Fortress 2“ zwar keine Blumentöpfe, weiß als kurzweiliger Science-Fiction-Thriller aber dennoch solide Unterhaltung zu liefern. Brannicks Versuche, einen Ausweg aus dem schwer bewachten Gefängnis zu finden, stoßen von sadistischen Wärtern über intrigierende russische Mitknackis bis zu einem Direktor mit persönlichen Rachegelüsten auf Widerstand an allen Fronten und scheinen zunächst ausweglos, was dem Sequel teilweise einen erstaunlichen Spannungslevel beschert, der das klischeehafte Treiben im Sci-Fi-Knast genauso wie Anflüge charmant trashiger Atmosphäre attraktiv zu machen vermag.

Darüberhinaus weiß Regisseur Geoff Murhpy, Genrefans unter anderem vom zweiten Teil des Steven-Seagal-Hits „Alarmstufe Rot“ bekannt, das Geschehen immer wieder mit vergleichsweise unspektakulären, aber doch kurzweiligen Actionszenen aufzulockern: Egal ob Prügeleien zwischen den Inhaftierten, ein mit Flammenwerfer hantierender Killer oder die finale Destruktion der gesamten Station inklusive charmant billigen Feuerzaubers – „Fortress 2“ reiß keine Bäume aus, weiß im Rahmen seiner Möglichkeiten aber passable Qualität vorzuweisen. Vergleichsweise moderat fällt diesmal der Gewaltgrad aus, was dem Film nach dem in Deutschland lediglich gekürzt erhältlichen Erstling gar die blaue FSK-Plakette bescherte. Wie es sich für einen Knastfilm im B-Actionmilieu gehört, werden die Lücken der Handlung dafür mit jeder Menge Duschszenen vornehmlich weiblicher Inhaftierter gefüllt. Lambert selbst schlafwandelt souverän durch seine Standard-Actionrolle, ohne großartiges reißen zu müssen, gibt inmitten durchwegs eher unbekannter Gesichter aber eine passable Heldenfigur ab.

Fazit: „Fortress 2“ erweist sich als erstaunlich kurzweiliger Science-Fiction-Thriller, an dem B-Actionfans Gefallen finden dürften. Die wenig originelle Story verlagert zwar lediglich den Erstling auf eine Raumstation, dank spannender Ausbruchsversuche, solider Action und trashiger Atmosphäre weiß das Sequel aber nonstop kurzweilige, anspruchslose Unterhaltung zu liefern. Durchaus einen Blick wert.

:liquid5:

Die deutsche DVD von Columbia TriStar ist mit FSK-16 uncut.
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Beitrag von SFI » 01.11.2007, 19:54

Teil 1 gibts hier immer noch nicht auf DVD oder?
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Beitrag von freeman » 01.11.2007, 23:22

Teil II ist imo echte Grütze ... der erste geht bei mir noch mit 6/10 durch aber der zweite ist imo Trash der üblen Sorte ... Maximal 3/10 ... wenn überhaupt.

Der erste ist in Dtl. nur als Bootleg uncut erhältlich, ansonsten nur die cut Grütze ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von McClane » 02.11.2007, 11:09

Von "Fortress" gibt es aber diverse günstige ausländische DVDs, uncut und bei ebay teilweise für nen Appel un n Ei zu haben.

Teil eins mag ich, knappe 8/10, auch wenn er bei mehrmaligem Ansehen nachlässt.

Teil zwei ist Driss, gerade noch 3/10 wie beim freeman. Action mies bis auf ein, zwei nette Einlagen Yuji Okumotos, von einem Spannungsbogen kaum was zu sehen und die Effekte waren aus der "Oh my god"-Güteklasse.
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Beitrag von StS » 03.11.2007, 09:40

Den ersten Teil mag ich eigentlich sehr gern - meine DVD hab ich mir auch von Gordon himself signieren lassen ( :wink: ) - den zweiten Teil find ich ebenfalls mau (3/10). Der Anfang ist ja noch okay, aber der Rest nicht unbedingt...

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Beitrag von MarS » 23.01.2013, 14:27

Oha, das Review zu Teil 1 fehlt ja immer noch...

Teil 1 ist in gewisser Weise schon ein Klassiker. SciFi und Knast - das bereitet mir Freude. :liquid8:

Teil 2 ist immer trotz aller Dummheit (Luft anhalten und ab in den Weltraum :lol: ) noch gut ansehbar. Wie ich bei Teil 1 schon schrieb "SciFi und Knast...", daher sehe ich den auch nicht so negativ. :liquid5:

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Beitrag von kami » 24.01.2013, 15:51

So übel ist Teil 2 auch nicht, leider aber deutlich weniger deftig. Und ich verstehe es einfach nicht, wie man sich über die Effekte auslassen kann, aber offenbar kein Problem mit der eher gerümpeligen Ausstattung hat. DIE wäre doch eher ein Grund zum Rummaulen.
:liquid5:

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Beitrag von Actionfilmfan » 25.01.2013, 16:02

Teil 1 ist ein Klassiker sehr hart und brutal. Einer der besten Filme von Lambert hier gefiel mir alles. Toller Cast, viel Action, Härte, tolle Location und Special Effekte ja der ist spitze. Ich gebe :liquid9: Punkte.

Teil 2 hab ich auch gesehen ist aber viel harmloser als der erste. Wo ist die Härte aus dem 1 Teil die hat hier gefehlt ansonst kein schlechter Film aber es geht nichts über Teil 1. Ich gebe gnadenvolle :liquid4: Punkte mehr kriegt der Film von mir nicht.

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Beitrag von Vince » 24.06.2018, 09:56

Fortress - Die Festung

1993. Der martialische Actionfilm der 80er, der alles auf physische Wirkung setzte und nichts auf Plausibilität, bereitete schon langsam seinen Abflug vor. Den Traum von spektakulären Bigger-Than-Life-Szenarien hatte er aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz aufgegeben. Die in "Fortress" präsentierte Survival-Vision hat das gerade verstrichene Jahrzehnt noch voll im Blut: Ein kerniger Held und seine schrägen Sidekicks im Kampf gegen einen passiv-aggressiven Bad Guy. Der Schauplatz angesiedelt in einer unwirtlichen Umgebung, mit der Knastfilm und Science Fiction in einem Paket geliefert werden. Dazu am laufenden Band Szenen, die wenig Sinn ergeben und doch mächtig Eindruck schinden. Sprengkapsel-Implantate, Laser-Gitterstäbe, Überwachungsmonitore, Visionen gefilmt in Negativprints wie aus einem experimentellen Pop-Video auf MTV.

Man muss also von einem Hybriden sprechen, der nicht nur auf die 80er zurückblickt, sondern zugleich an der Aufbereitung der 90er aktiv beteiligt ist. Das Reinrassige verliert sich schon in der Besetzung des Regiestuhls mit einem Mann, der dem Horror wesentlich näher steht als der Action, was dann auch postwendend zu ein paar kruden Splattereffekten führt, die sich mit dem Charme eines brutalen Gladiatoren-Films auf die Handlung niederlegen. Showkämpfe bleiben auch in dieser Zeit ein heißes Eisen, wie die WWF oder auch die "American Gladiators" als damalige TV-Erfolge beweisen, insofern spricht nichts dagegen, Christopher Lambert auch mal in den Ringkampf zu schicken. Ungewöhnlich ist allerdings die weibliche Omnipräsenz, auch wenn diese zumeist in die Zuschauerränge verdrängt wird. Normalerweise betreiben Gefängnisfilme, ob sie nun in der Gegenwart spielen oder in der Zukunft, Geschlechtertrennung; WIP- und MIP-Filme betrieben stets eine voneinander autarke Koexistenz. Dass ein Actionheld diesmal mit seiner Geliebten kooperiert, anstatt sie einfach nur zu retten, ist durchaus als fortschrittlich zu bezeichnen.

Die Setpieces überzeugen nach Retro-Gesichtspunkten noch heute, sofern man nicht auf der Suche ist nach einer wohldurchdachten Illusion einer düsteren Zukunft. Der Cast setzt jeden B-Movie-Kenner in Verzückung und die Inszenierung ist druckvoll. Macht in der Summe ein herrlich doofes Guilty Pleasure mit wenig Substanz, aber relativ viel Fantasie.
:liquid6:

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