Filmtagebuch: Vince

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Beitrag von Sir Jay » 31.12.2007, 02:04

hey, was issn mitm huckleberry? :lol:

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Beitrag von Vince » 31.12.2007, 11:11

Sir Jay hat geschrieben:hey, was issn mitm huckleberry? :lol:
Äh... naja, also... :wink:

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Beitrag von Sir Jay » 31.12.2007, 11:20

Tom Sawyer wäre enttäuscht von dir :lol:

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Beitrag von Vince » 31.12.2007, 11:53

Ich hab ja schon überlegt, ob ich mir den reinziehe, aber das würde ich nur mit dem Hintergedanken machen, danach eine Kritik zu schreiben (so nen Quark tu ich mir nicht ganz für umsonst an, wenn schon, will ich da auch was rausziehen). Da aber die ofdb ihn net mal gelistet hat :lol: , nuja... hab ich bisher dankend drauf verzichtet.

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Beitrag von Sir Jay » 31.12.2007, 14:41

den wollte ich schon in der ofdb einpflegen, dummerweise war er aber auch in der imdb nicht enthalten, und auch genauere produktionsdaten waren von dem streifen nicht herauszukriegen.

Außerdem ist das einfügen von neuen filmen in der imdb ein mords aufwand (hab glaube ich erst 2 sachen da eingetragen), und wenn mir nicht einmal basis daten anderweitig zur verfügung stehen, dann habe ich auch kein bock mir da was aus der nase zu ziehen und mit irgendwelchen halbherzigen halbwahrheiten daher zu kommen :?

andererseits habe ich auch schon was in der ofdb ohne imdb nummer eingetragen, doch wenn man sich das dann ansieht, und die imdb marke fehlt, macht der eintrag einen unvollkommenen eintrag.
erst im nachhinein habe ich den imdb eintrag vorgenommen, doch in der ofdb bleibt der eintrag nach wie vor ohne imdb marke...

das nenne ich mal probleme xD

aber mal unter uns:
müll ist der film eigentlich nicht, es ist eigentlich ganz annehmbare Familienunterhaltung^^

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Beitrag von Vince » 04.01.2008, 00:40

Tja, Huck Finn immer noch nicht geguckt. ;)

Stattdessen:

Necronomicon
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Splattertechnisch herrlich handgemachter Episodenhorror, der aber in allen drei Stories sowie in der Rahmenhandlung einiges an Längen zu verbuchen hat. Denn solange nicht irgendwelche Effekte auf der Leinwand zu sehen sind (was zum Glück relativ oft der Fall ist), langweilt das Geschehen oft.

Christophe Gans' Episode hat mit einem sehr zähen Einstieg zu kämpfen. Da kommt auch noch null Horrorstimmung auf. Aber die ganze Sache mit der verstorbenen Frau ist effektetechnisch gut gemacht und ansprechend inszeniert.
Die Folge von Shusuke Kaneko hat wahrscheinlich die interessanteste Story und außerdem den geilsten Effekt zu verzeichnen (schmilzender bzw. auf eklige Weise zerfallender Mann, ähnlich wie beim letzten Indiana Jones, nur viel ekliger und biologischer - mehr Richtung Hellraiser-Regeneration).
Brian Yuzna lässt zum Schluss ein Splatterfest folgen und lässt so richtig die Sau raus, das hatte schon irgendwie was, auch wenn das alles schon nicht mehr wirklich gruselig war, sondern eher spaßig. Aber die Geschichte ist arg dünn, besonders diese Hölle - Krankenhaus - Hölle-Struktur war absolut vorhersehbar, was viel an Wirkung gekostet hat.
Die Rahmenhandlung mit Jeffrey Combs (den ich anfangs wegen einer teilweisen Latexbeschichtung der Gesichtshaut für Bruce Campbell gehalten habe) wird erst zum Ende interessant (lologer Haut-über-Kopf-stülp-Effekt) und ist ansonsten ein schnarchiger Türstopper ist.
:liquid6:

Ansonsten hatte ich zuletzt ein Review-Jubiläum zu feiern und hab mir als Nr. 500 Twin Peaks vorgenommen.

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Beitrag von Vince » 08.01.2008, 14:29

Date Movie
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Es ist halt das alte Lied und Leid: Dinge werden persifliert, die an sich schon Persiflage sind (wie zB. Napoleon Dynamite oder Dodgeball), und das ist von Natur aus schon so lusdisch wie ne Beerdigung und so originell wie nen paar Socken zu Weihnachten zu verschenken. Das Schema wird seit Ende der Neunziger nun schon permanent durchgezogen und immer mehr verheddert man sich in Gags, die rein auf dem Prinzip der Übertreibung basieren. Das ist langsam so dermaßen doof, dass selbst die Zielgruppe sich abwenden müsste, obwohl die ja normalerweise eine ganz eigene Sicht auf die Dinge hat.
Noch :liquid2: weil ich nicht so zu Extremen neige. Die Tiefstnote ist allerdings mehr als legitim.

Die Sopranos - Season 1
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Im unaufgeregten, gemäßigten Stil macht es sich die TV-Serie zur Aufgabe, das Mafia-Milieu zu erden. Coppola hob die Mafia auf ein Podest, Scorsese ließ das Publikum sie fürchten und Serienschöpfer David Chase zeigt gewöhnliche Familien, indem er an bekannte Muster aus dem Alltag anknüpft. Das macht "Die Sopranos" vordergründig zur Soap Opera (Tony Soprano wähnt sich kurzzeitig auch in einer solchen), bis die Mechanismen der traditionell organisierten Familien aufstoßen und das brutale Geschäft zum Vorschein kommt. Dieses Wechselspiel birgt ein enormes Spannungspotenzial und garantiert sämtlichen Charakteren Einzigartigkeit. Reicht vorerst für
:liquid8: , aber es ist noch Luft nach oben.

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Beitrag von Vince » 17.01.2008, 02:01

Tideland
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Fäble du hattest Recht, ist absolut mein Ding gewesen und noch dazu sind mir die schlechten Kritiken jetzt ein absolutes Rätsel. Eine herausragende Jodelle Ferland in einer von innen nach außen gekehrten Alice im Wunderland-Version, die der Thematik endlich mal wieder neue Facetten abgewinnt, nachdem andere ("MirrorMask") zuletzt daran gescheitert sind...
Review gibbet hieeeeäää!
:liquid8: (mit Tendenz zur 9)

Yamakasi - Die Samurai der Moderne
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Review zu dem (imo) Müll ist geschrieben, ich bin mir nur nicht sicher, ob der hier reinpasst, denn die einzige Action, die der zu bieten hat, sind halt so Fassadenklettertypen wie der Kerl aus "Ghettogangz". Jedenfalls ist das Ding so naiv wie nen Tony Jaa-Streifen, hat aber eben keinen Tony Jaa und damit auch keine versöhnlichen Kampfszenen an Bord...
:liquid2:

Smoke - Raucher unter sich
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Herrlich relaxtes, ausgesprochen angenehmes Portrait des New Yorker Stadtteils Brooklyn. Angetrieben von einem Netz aus Charakteren, die alle irgendwie miteinander verwoben sind, bietet Wayne Wang einen vertrauten, sehr lokalen Blick auf eine Großstadt, die man sonst eher als anonym bezeichnen würde. Am Ende nimmt die Geschichte eine selbstreflexive Doppelbödigkeit an, die verrät, dass es weniger auf Fakten ankommt als vielmehr darauf, dass die Erzählung einen ehrlichen Kern hat.
:liquid8:

Sopranos - Season 2
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Bleibt konstant auf einem Niveau, weiterhin ist die starke Charakterzeichnung der Trumpf der Serie.
:liquid8:

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Beitrag von StS » 17.01.2008, 13:15

Vince hat geschrieben:Tideland
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Fäble du hattest Recht, ist absolut mein Ding gewesen und noch dazu sind mir die schlechten Kritiken jetzt ein absolutes Rätsel. Eine herausragende Jodelle Ferland in einer von innen nach außen gekehrten Alice im Wunderland-Version, die der Thematik endlich mal wieder neue Facetten abgewinnt, nachdem andere ("MirrorMask") zuletzt daran gescheitert sind...
Review gibbet hieeeeäää!
:liquid8: (mit Tendenz zur 9)
O-kay ... jetzt ist meine Neugier doch geweckt.
Werd ich mal bei Gelegenheit in Angriff nehmen... :wink:

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Beitrag von kami » 17.01.2008, 15:45

Vince hat geschrieben:Moderne Zeiten
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Charlie Chaplin rockt wirklich. Ich hab da ja noch viel Nachholbedarf, verstehe aber, warum Jackie Chan (aufpassen Jay!) sich da soviel hat inspirieren lassen neben Buster Keaton... die Thematik spricht mich sehr an, da ich mich mit der Industriellen Revolution während des Studiums ausgiebig beschäftigt habe. Wird natürlich von Chaplin herrlich satirisch ein zeitgenössischer Kommentar abgegeben, so wie man das von ihm gewohnt ist. Rein filmisch verliert der Streifen leider schnell von seiner Struktur, schon nach der Massenbandszene werden die Zügel etwas schleifen gelassen. Dem SFI stimme ich bei der Hauptdarstellerin zu - echt ein heißes Teil, ist man aus so alten Streifen eigentlich nicht gewohnt, zumal das Schönheitsideal damals ja anders war. Aber die ist (bzw. war ;) ) echt ne Granate.
:liquid7:
Ich finde, dass in überraschend vielen Chaplin-Klassikern ziemlich "heiße Teile" mitspielen, offenbar hatte der Charlie einen gewissen Fetisch. Davon abgesehen fand ich abgesehen vom Großen Diktator noch jeden der Klassiker langweilig, da zwar der Humor weitesgehend funktioniert, der dramatische Teil aber überhaupt nicht. Vielleicht hätte Chaplin doch nicht alles selber machen sollen. Fand jedenfalls die 50 Minuten THE KID deutlich öder als die 3 1/2 Stunden VOM WINDE VERWEHT.
NINOTSCHKA ist imho übrigens auch keineswegs straff antikommunistisch, die westliche Welt bekommt ja auch ordentlich ihr Fett weg, und Lubitsch selbst äußerte später, dass die UdSSR im Film nach seinem Dafürhalten noch deutlich zu gut wegkommt.

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Beitrag von Vince » 17.01.2008, 16:22

kami hat geschrieben: Ich finde, dass in überraschend vielen Chaplin-Klassikern ziemlich "heiße Teile" mitspielen, offenbar hatte der Charlie einen gewissen Fetisch. Davon abgesehen fand ich abgesehen vom Großen Diktator noch jeden der Klassiker langweilig, da zwar der Humor weitesgehend funktioniert, der dramatische Teil aber überhaupt nicht.
Ja, das wäre ja auch das, was ich bei "Moderne Zeiten" ein wenig bemängeln würde.
NINOTSCHKA ist imho übrigens auch keineswegs straff antikommunistisch, die westliche Welt bekommt ja auch ordentlich ihr Fett weg, und Lubitsch selbst äußerte später, dass die UdSSR im Film nach seinem Dafürhalten noch deutlich zu gut wegkommt.
Hab ich ja auch nicht behauptet. In der Kritik sollte das eigentlich besser herauskommen als in dem Minikommentar hier im Thread.

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Beitrag von Fäb » 17.01.2008, 19:50

Vince hat geschrieben:Tideland
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Fäble du hattest Recht, ist absolut mein Ding gewesen und noch dazu sind mir die schlechten Kritiken jetzt ein absolutes Rätsel. Eine herausragende Jodelle Ferland in einer von innen nach außen gekehrten Alice im Wunderland-Version, die der Thematik endlich mal wieder neue Facetten abgewinnt, nachdem andere ("MirrorMask") zuletzt daran gescheitert sind...
Review gibbet hieeeeäää!
:liquid8: (mit Tendenz zur 9)
freut mich! :) war mir doch sonnenklar, du bist ein offenes Buch für mich 8-) :lol:
Vince hat geschrieben: Yamakasi - Die Samurai der Moderne
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Review zu dem (imo) Müll ist geschrieben, ich bin mir nur nicht sicher, ob der hier reinpasst, denn die einzige Action, die der zu bieten hat, sind halt so Fassadenklettertypen wie der Kerl aus "Ghettogangz". Jedenfalls ist das Ding so naiv wie nen Tony Jaa-Streifen, hat aber eben keinen Tony Jaa und damit auch keine versöhnlichen Kampfszenen an Bord...
:liquid2:
Entgegen des nicht müde werdenen "Daumen hoch" in der TV Spülfilm befürchtete ich auch immer ähnlich gähnendes bis lächerliches, weshalb ich bislang stets erfolgreich einen Bogen drum gemacht hab - dabei werd ich es wohl auch belassen. Wohl eher sowas für Zuschauer bis 12.

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Beitrag von freeman » 17.01.2008, 21:43

Der müsste passen, weil der Luc Besson an dem rumgedoktort hat ... und da die zwei auf jeden Fall passt, weil die deutlich mehr rockt (echte Fights usw. und deutlicher zu erkennende Actionstory), passt der definitiv ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Ed Hunter » 17.01.2008, 22:13

Ich hab den heut auch gesehen und fand ihn ganz unterhaltsam...wenn der Vince ihn verreißt, schreib ich ne Gegendarstellung :wink:
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Beitrag von Vince » 17.01.2008, 23:55

Ed Hunter hat geschrieben:Ich hab den heut auch gesehen und fand ihn ganz unterhaltsam...wenn der Vince ihn verreißt, schreib ich ne Gegendarstellung :wink:
Na denn mal los, der Thread steht. ;)

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Beitrag von Vince » 20.01.2008, 20:49

Dumbo
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Neben "Alice im Wunderland" mein Lieblingsdisney... Review bei se Narrens.
:liquid9:

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Beitrag von Sir Jay » 20.01.2008, 20:54

Lol Dumbo :lol:

ich mochte eher die alten kurz cartoons mit donal dund goofy

warum ist das review nicht auch in der ofdb?

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Beitrag von Vince » 20.01.2008, 20:55

Sir Jay hat geschrieben:Lol Dumbo :lol:

ich mochte eher die alten kurz cartoons mit donal dund goofy

warum ist das review nicht auch in der ofdb?
Isses doch!

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Beitrag von Sir Jay » 20.01.2008, 20:56

oh :lol:

bins gewohnt dass du hier immer zur ofdb verlinkst, daher meine vermutung :lol:

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Beitrag von Vince » 20.01.2008, 20:59

Wenn ich zeitgleich bei den Narren das Review reinstelle, verlink ich immer dorthin, weil da gibts dann auch noch Bildchen. ;)

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Beitrag von Vince » 25.01.2008, 14:59

Blue in the Face
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Episodische Resteverwertung des Stadtteilportraits "Smoke" an den Originalkulissen, kostengünstig in 5 Tagen mit "Smoke"-Hauptdarsteller Harvey Keitel und einigen prominenten Gaststars (Jim Jarmusch, Roseanne, Madonna, Michael J. Fox...) abgedreht. Feine, improvisierte Dialoge, die wirklich Spaß machen. Review gibts hier, Review zu "Smoke" gibts hier.
:liquid7:

Flickering Lights
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Hochunterhaltsamer, typischer wie klassischer Gaunerstreifen made in Denmark mit ein paar schrägen Einfällen und einer twisty Erzählstruktur. Ragt aus der Masse der Genrefilme nicht durch Innovationen, aber durch seinen hohen Unterhaltungswert heraus. Herausragend Nikolaj Liee Kaas und vor allem Mads Mikkelsen als schmieriger Psychopath.
:liquid7:
Interessant war übrigens die deutsche Synchronisation: Da habe ich mindestens fünf (!) Synchronstimmen herausgehört, die auch bei den "Sopranos" beschäftigt sind. Ich nehme mal an, dass da ein Zusammenhang besteht, das kann ja eigentlich kein Zufall sein.

Sunset Boulevard
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Riesenfilm. In seinem Entstehungskontext überaus gewagtes Portrait des moralischen Sündenpfuhls Hollywood, das mit Oscarnominierungen überschüttet wurde - mutmaßlich aber in erster Linie deswegen, weil die Academy sich nicht anmerken lassen wollte, empört zu sein über die Unmöglichkeiten, die Billy Wilder hier serviert.
Die "Traumfabrik" wird von einer Seite gezeigt, die das Teilwort "Fabrik" betont - eine rücksichts- und skrupellose Industrie, der es um Gewinnanhäufung geht. Der "Traum" bleibt dabei eine Illusion, hervorragend vermittelt durch die von Gloria Swanson theatralisch gespielte Ex-Stummfilmkönigin Norma Desmond, die in ihrer eigenen abgeriegelten Welt lebt, substitutiv für die grausame Vergangenheit. Am Ende vermischen sich Realität und Fiktion. Der Einfluss dieses Meisterwerkes lässt sich heute insbesondere in David Lynchs Arbeiten wiedererkennen.
Ohne jeden Zweifel: :liquid10:

Das Rettungsboot
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Hochintensives Kammerspiel auf hoher See vor dem Hintergrund des 2. Weltkriegs. Hitchcock gelingt hier eine packende Sozialstudie, als Individuen durch einen größeren Zusammenhang - den Krieg - ungewollt zu einer Gruppe zusammengeschlossen werden, wo sich langsam, aber sicher Hierarchien ergeben und bald auch Existenzfragen stellen. Die Behandlung der Kriegsgefangenen auf diesem kleinen Eiland aus Holz und Nägeln, wo das Recht und dessen Ausführung ganz in den Händen der Bootsinsassen liegt, hat vermutlich auch eine der besten Szenen inspiriert, die in Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan" zu finden waren.
Sehr gute :liquid8:

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Beitrag von Vince » 31.01.2008, 01:26

Ich folgte einem Zombie
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Aus einer Zeit stammend, als der Zombiefilm noch in den Kinderschuhen steckte und ausnahmslos auf okkulte Hintergründe zurückzuführen war, kommt dieser Zombieklassiker mit einer erstaunlich realistischen Aufmachung der Story richtig erfrischend daher. Einen Einfluss muss der Film vor allem auf das italienische Kino gehabt haben, wirken sehr viele Elemente nämlich deutlich archetypisch, weil man sie im italienischen Schmuddelkino der 70er oft wiederfindet.
Dazu eine markante Film Noir-Perspektive mit dem Off-Kommentar der Hauptdarstellerin und eine solide Regie - macht in der Summe einen meines Wissens recht unbeachteten kleinen Klassiker.
:liquid8:

Der Tag, an dem die Erde stillstand
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Wagemutiges Science Fiction-Kino der 50er, das Geschichte geschrieben hat, indem es den Kalten Krieg von einer anderen Seite aus anpackte als man das in dieser Epoche gewohnt war. Projizierte man normalerweise nämlich die bösen Kommunisten auf die außerirdischen Angreifer, die stets übel gelaunt auf dem blauen Planeten landeten, so fungieren die Aliens diesmal als friedfertige, unbeteiligte Beobachter von außen, die nicht länger dabei zusehen können und wollen, wie sich die Menschen untereinander die Köpfe einschlagen. Infolgedessen ist die Perspektive nicht intrinsisch, sondern packt sie das Problem global an. Das verleiht dem Film die Struktur eines Katastrophenfilmes, wie wir sie unter anderem mit Filmen wie "Armageddon" noch aus den 90ern zu genüge kennen - mit Szenen aus der ganzen Welt, um zu demonstrieren, dass jene Welt auch vollständig betroffen ist. Aus der gewählten Perspektive folgt auch das Filmhighlight, eine Montage von versagenden technischen Errungenschaften der Menschheit und damit ein Rückfall hinter die Industrielle Revolution - was heute noch erschreckender wirkt, bedenkt man, wie sehr sich die Technologie inzwischen weiterentwickelt hat und wie abhängig der Mensch sich inzwischen von ihr gemacht hat.
Das Aliendesign ist natürlich hochgradig naiv, versteht sich ja beinahe von selbst.
:liquid8: , es könnte aber noch ein Punkt mehr werden.

Trennung mit Hindernissen
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Süße romantische Komödie mit einigen gar nicht mal so schlecht geschriebenen Dialogen, wobei die Motivation der Charaktere leider nicht immer ganz schlüssig ist. Ein Kompromiss infolge der Aufgabenstellung für die Drehbuchautoren, einen ganzen Film auf einer Trennungsphase aufzubauen. Da stellt sich die Schwierigkeit, die Beiden nicht ganz auseinanderdriften zu lassen, als problematisch heraus. Auch funktioniert leider kaum eine der Nebenfiguren - weder die beste Freundin noch die Chefin von Anistons Figur erreichen da was, höchstens Vaughns bester Kumpel mit Abstrichen und vielleicht noch Anistons singender Bruder.
Aber zwischen Vince Vaughn und Jennifer Aniston stimmt die Chemie (wohl dann auch hinter der Kamera), das macht eine Menge Probleme wett in einem nach Schema F verlaufenden Allerweltsstreifen, der aber sympathisch ist und viel mehr kann man in dem Genre wohl nicht mehr verlangen. Finden wir uns damit also ab.
:liquid6:

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Beitrag von SFI » 31.01.2008, 05:25

Bei dem Stillstand freue ich mich schon auf das Remake, soll ja Ende des Jahres kommen.
Gegen die Gewissheit - Philosophische Irrtümer

„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“

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Beitrag von Vince » 31.01.2008, 12:16

SFI hat geschrieben:Bei dem Stillstand freue ich mich schon auf das Remake, soll ja Ende des Jahres kommen.
Könnte sogar Sinn machen, das Remake. Es wäre sinnvoll, das jetzt auf die Umweltproblematik zu übertragen, das würde vom ganzen Ansatz her verdammt gut passen.

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Beitrag von Vince » 11.02.2008, 23:14

Könige der Wellen

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Hat mit dem Doku-Stil einen Trumpf in der hand, den er leider nur bedingt auszuspielen weiß...

Review hier
:liquid6:

Match Point
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Lest hier nach, was Woody Allens 37. Film mit dem Videospielklassiker "Pac-Man" gemeinsam hat.
:liquid8:

Die Sopranos - Komplett
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Innerhalb von gut einem Monat hab ich mir die komplette Serie vorgeknöpft. Dabei ist es nicht ganz die Überserie geworden, die ich erwartet habe, aber eben doch ein von herausragenden Drehbüchern gelenktes, gigantisches Mafiaepos mit Charakterdarstellern, bei denen oft der Unterschied zwischen Schauspiel und Realität verschmilzt. Wenigstens auf Hauptdarsteller James Gandolfini trifft das mit 100-prozentiger Sicherheit zu.
Was die Serie besonders auszeichnet, ist die Art und Weise, wie sie mit dem serientypischen starken Aufbau von Empathie gegenüber den Charakteren spielt. Denn hier hält man nicht zu normalen Menschen mit Fehlern, sondern zu Soziopathen mit total verkorksten Moralvorstellungen. Fehler verzeiht der Zuschauer jeder Figur, die er liebgewinnt, aber was ist, wenn sich eine liebevoll gezeichnete Figur als Psychopath entpuppt?
Damit wird das Mafia-Milieu natürlich endgültig seiner ehrenhaften Ausstrahlung entmächtigt, die sich einst mit "Der Pate" aufgebaut hatte - aber nicht mit den Mitteln, die Scorsese in "Goodfellas" anwandte, sondern mit den Mitteln einer Soap Opera. Die Quintessenz: An der Mafia ist nichts Bewundernswertes, weder im positiven noch im negativen Sinn.

:liquid8:

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