Slipstream

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Mr_Pink
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Slipstream

Beitrag von Mr_Pink » 05.04.2009, 19:11

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Originaltitel: Slipstream
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2005
Regie: David van Eyssen
Darsteller: Sean Astin, Ivana Milicevic, Vinnie Jones, Kevin Otto, Victoria Bartlett, Thorsten Wedekind


Der Physiker Stuart Conway (Sean Astin), hat im Auftrag der Regierung eine Maschine gebaut, mit der er maximal 10 Minuten in der Zeit zurück reisen kann. Mit dieser will er in einer Bank seinen Gehaltsscheck wieder und wieder einlösen. Unglücklicherweise versucht er nebenbei noch die Dame hinter dem Bankschalter anzugraben, was darin endet, dass beim zweiten Versuch den Scheck einzuzahlen die Bank überfallen wird. Zwar wird dieser Überfall von den FBI-Agenten die Stuart beschatten sollen mehr oder weniger vereitelt, doch Stuart wird angeschossen. Dies kann er zwar mit seiner Zeitmaschine rückgängig machen, doch durch den aus seiner Verletzung resultierenden Körperkontakt zu der FBI-Agentin Sarah Tanner (Ivana Milicevic) weiß auch diese vom nun folgenden Überfall, was diesen vollkommen eskalieren lässt. Dies gipfelt im Tod von Tanners Partner und Lebensgefährten und darin, dass den Bankräubern um Winston Briggs (Vinnie Jones) die Zeitmaschine in die Hände fällt.

Eigentlich hätte man aus dieser Geschichte einen echt netten Film drehen können. Leider hat man aus einem, im Prinzip, guten Grundgerüst viel zu wenig gemacht. Schon das Drehbuch hat bis auf eine gute Grundidee nicht viel zu bieten. Abgesehen von den logischen Fehlern, wie eine Unterhaltung zwischen Conway und Tanner, die abwechselnd in einem Auto und auf dem Weg zu einem von den Bankräubern besetzten Reisebus geführt wird, ist es auch vollkommen hanebüchen, dass Tanners Boss, nach einer Geiselnahme, zwei Schießereien und zig Toten es auf einmal für wichtig hält, das Tanner und ihr Partner etwas miteinander hatten und diese daraufhin feuert. Warum nach dem Banküberfall und der Besetzung des Busses, die halbe Stadtpolizei schneller vor Ort ist, als Tanner und Conway, die in der Bank waren, die nicht allzu weit vom Ort des Geschehens entfernt sein kann, wird auch nicht beantwortet. Auch die Busbesetzung an sich ist ziemlich missraten. Da gesteht Briggs seiner Verlobten, noch nie einen Menschen erschossen zu haben, um dann direkt nach seinen Forderungen (ein Hubschrauber) das Feuer auf die Polizei zu eröffnen. Warum eine Horde Bankräuber ein paar Kilo Sprengstoff dabei hat um einen Busfahrer in eine Bombe zu verwandeln wird auch nicht im geringsten erläutert, zumal sie den Überfall zeitlich so eingerichtet hatten, dass sie direkt an das Geld können ohne in den Tresor zu müssen.
Neben vielen weiteren Ungereimtheiten, die hier den Rahmen sprengen würden, ist auch die Lösung der 10-Minuten-Problematik dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass es fast schon wehtut.

Nun ist es durchaus möglich einen unterhaltsamen Film zu drehen, auch wenn man jedwede Logik aus vor lässt, so lange nur der Rest des Films gefällt.
Offensichtlich war sich auch David van Eyssen, der Schwächen bewusst, die Handlunsseitig vorliegen. Dies wäre zumindest eine Erklärung der inflationären Verwendung optischer Stilmittel wie Zeitlupe usw. Der schnelle Rücklauf bei Zeitsprüngen ist ja noch verständlich und passt auch gut in den Film, was man von den vielen Zeitlupen nicht behaupten kann. Bereits nach der zweiten Zeitlupenschießerei beginnt es zu nerven, und diese kommt bereits nach 20 Minuten. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Negativ fallen auch die Außenbilder des Flugzeugs auf, in dem sich der letzte Teil des Films abspielt, wie auch die Geländeaufnahmen aus Sicht des Flugzeugs. Man fühlt sich unweigerlich an einen etwas betagten Flugsimulator erinnert. Damit bleibt auf der optischen Habenseite lediglich ein nett gefilmter Autounfall während der Flucht der Bankräuber.
Akustisch schwankt der Film zwischen wirklich ordentlichen Stücken und Stücken, die einfach deplatziert wirken.

Auf der Darstellerseite sieht es auch nicht besonders toll aus. Sean Astin spielt nicht übel, überragt aber keinesfalls, wohingegen Ivana Milicevic schlicht gut aussieht, was aber nicht reicht um wirklich zu überzeugen. Zudem schaffen es beide nicht dem Zuschauer wirkliche Sympathie für ihre Figuren zu entlocken, so das man diesen doch ziemlich gleichgültig gegenüber steht. Dies folgt sicher auch aus der Tatsache, das der Tod in diesem Film einfach nichts endgültiges darstellt, man springt 10 Minuten zurück und alle leben wieder. Somit bleibt ein Mann, der den Film vor dem vollkommenen Untergang rettet: Vinnie Jones. Als Anführer der Bankräuber ist er einfach unglaublich präsent. Er dominiert jede Szene an der er beteiligt ist mit Leichtigkeit und übernimmt, als eigentlicher Bösewicht, die Rolle des Sympathieträgers, dem man am Ende sein persönliches Happy-End am meisten gönnt.


Slipstream ist ein Film, in dem eine gute Grundidee schlecht umgesetzt wurde. Sowohl Story als auch Optik sind maximal unterer Durchschnitt. In Verbindung mit nicht wirklich sympathischen Helden, bleibt nur der Bösewicht um den Film vor dem Totalaus zu retten.

:liquid4:

Die deutsche DVD kommt von MC One mit einer FSK 16 Freigabe ungekürzt. Weder bei Bild noch Ton gibt es etwas zu beanstanden.
Bild
Jason Stathams bruudale Mördertitten figgen gelini71´ Papagei, der sich ne Lederkluft umgeschwungen hat weil er auf anale Liebe steht. Die Backstreet Boys sind auch dabei und machen bruutalen Analsex mit ihren erregierten Analwürmern.

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Beitrag von StS » 05.04.2009, 19:25

Finde den Streifen ähnlich mäßig - würde in Sachen Endbewertung so zwischen 4/10 und 5/10 schwanken. Ivana Milicevic sehe ich stets gern, den fetten Hobbit weniger - und Vinnie´s ewig gleichen Auftritte haben sich inzwischen bei mir doch arg abgenutzt (zum Glück rockt er in "Midnight Meat Train" die Bude, u.a. weil er nur metzeln, nicht sprechen muss ;) ). Die Optik ist für einen Film dieser Budgetklasse gut gelungen - bloß nutzen sich die Zeitlupensequenzen wirklich ziemlich zügig ab: Da hat man den Bogen einfach überspannt. Kann man sich mal ansehen, muss man aber nicht...

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Beitrag von Vince » 05.04.2009, 19:26

Geht imo grad so als Actionfilm durch.

Danke für die Kritik. Film seh ich glaub ich ähnlich, dumm, handlungstechnisch Ellipsen drehend, unlogisch wie ein vierwinkliges Dreieck, volle Kanne FSK Jugendunterhaltung, dafür ziemlich temporeich. kann man mal gucken, muss man aber net. Ist nur einen Fingerbreit entfernt von Schmu wie "Timeline" oder "Jumper".

Edit:
kann man mal gucken, muss man aber net
Lol Stefan, heut mal wieder Brüder im Geiste wa? ;)

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Beitrag von Mr_Pink » 05.04.2009, 19:36

StS hat geschrieben:Vinnie´s ewig gleichen Auftritte haben sich inzwischen bei mir doch arg abgenutzt
Naja, ich hab ihn bisher nur in X-Men 3 gesehen. Von daher ist er für mich eben eindeutig das Glanzstück hier. Außerdem ist die Sing-Szene im Bus eindeutig das Highlight des Films ;)
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Beitrag von StS » 05.04.2009, 19:39

Vince hat geschrieben:
kann man mal gucken, muss man aber net
Lol Stefan, heut mal wieder Brüder im Geiste wa? ;)
Schaut echt so aus! :lol:

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Beitrag von TomHorn » 08.01.2010, 22:44

Slipstream: Sean Astin hat ´nen Rückspulapparat für die Zeit. Bei einem Banküberfall fällt es Gangster Vinnie Jones in die Hände. Da es ab jetzt inflationär zur Benutzung des Apparates kommt, kann man sich vorstellen, dass das Ganze mit jeder Aktion immer schlimmer & verworrender wird.
Vorhersehbar, aber sonst ganz nett...
:liquid5:
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