X-Men Origins: Wolverine + Weg des Kriegers + Logan

Filme die viel kosten aber meistens nicht das halten, was der Trailer verspricht
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X-Men Origins: Wolverine + Weg des Kriegers + Logan

Beitrag von freeman » 05.05.2009, 11:47

X-Men Origins: Wolverine

Originaltitel: X-Men Origins: Wolverine
Herstellungsland: Australien / Neuseeland / USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Gavin Hood
Produktion: Richard Donner
Darsteller: Hugh Jackman, Ryan Reynolds, Liev Schreiber, Dominic Monaghan, Lynn Collins, Danny Huston, Daniel Henney, Taylor Kitsch, Kevin Durand, Scott Adkins, Christian Clark u.a.

Zuletzt hatte X-Men III – der Aufstand nicht mehr wirklich neue Erkenntnisse zum X-Men Universum hinzufügen können. Viel mehr musste man bemerken, dass die Gehälter der Stars explodiert waren und es auch immer schwerer wurde, die gesamte Riege terminlich unter einen Hut zu bekommen. Die Kritiken zu Teil III fielen obendrein eher mau aus. Die Folge: In der Branche munkelte man über Spin Offs, die sich intelligenterweise auf die beliebtesten Figuren konzentrierten und deren Leben leinwandfüllend abarbeiten würden. Magneto machte ebenso die Runde wie Wolverine. Bei Fox entschied man sich schnell für Publikumsliebling Wolverine und dessen bis dato recht geheimnisvolle Vorgeschichte.

Als Regisseur verpflichtete man Oscarpreisträger Gavin Hood, der mit seinem Streifen Tsotsi bewiesen hatte, dass er Geschichten erzählen konnte. Als Blockbusterregisseur empfahl er sich dabei aber nicht wirklich. Und, soviel vorweg, bei Wolverine kommt er auch ziemlich unter die Räder, tut man sich als Zuschauer doch schwer, eine Art eigenständige Handschrift im Film zu entdecken. Dabei leidet auch und vor allem der Storypart, von dem man sich einfach aufgrund des zugrunde liegenden Franchises viel mehr erwartet hatte, als eine dann doch arg simple Rachegeschichte. Dabei beginnt alles wahrlich brillant mit einer unglaublich cool montierten und inszenierten Pre Title Sequenz, die, nach jener von Watchmen, die wohl besten ersten zehn Minuten des aktuellen Kinojahres stellt. Hier erleben wir, wie James Logan und sein Stiefbruder Victor Creed dank ihrer Mutantenfähigkeiten an allen wichtigen Kriegen der USA seit den Sezessionskriegen teilnehmen und aufgrund ihrer Unverwundbarkeit immer an vorderster Front kämpfen. Doch spätestens mit Beginn des Vietnamkrieges ist James des Tötens überdrüssig und tritt mit Victor einer Gruppe unter Führung von William Stryker bei, die dank der Fähigkeiten diverser Mutantenmitglieder den Bösewichtern dieser Welt einen Scheitel zieht.

Dabei wird die Gruppe immer rigoroser in ihrem Vorgehen, weshalb sich James irgendwann im Streit von der Gruppe trennt und ein abgeschiedenes Leben als Logan in den Weiten der kanadischen Rockies vorzieht. Hier lebt er mit seiner süßen Lebensgefährtin friedlich vor sich hin. Doch wie das so ist: Das Böse findet einen Weg. Und so taucht Victor auf einmal ziemlich sauer bei Logan auf und tötet seine Liebste. Fortan setzt Logan alles daran, Victor unschädlich zu machen. Ein alter Bekannter, Stryker, rüstet ihn zum Kampf gegen Victor, indem er Logans Skelett mit einer unzerstörbaren Adamantiumlegierung überzieht. Wolverine wird geboren ...

Und der macht in den folgenden 60 Minuten ordentlich Bambule auf der Suche nach Victor und dessen Verbündeten. Zwar gibt es gegen Ende ein paar nette Enthüllungen, die Wolverine doch ein wenig komplexer erscheinen lassen, als er es letztlich ist, das treibende Element hinter Wolverine heißt aber dennoch nicht Story. Das treibende Element sind die Mutantenclashs und die damit verbundene, teils spektakuläre Action, die im Mittelteil ihren unbestreitbaren Höhepunkt in einer cool konzipierten und nett umgesetzten Actionszene hat. Hier beharken sich zwei Hummerfahrzeuge, ein Helikopter und ein schweres Motorrad mit Wolverine darauf. Hier setzt es einige geniale Bilder. In Deutschland leider nicht bis zum konsequenten Ende, denn in unseren Landen scheint man das Racheelement überbewertet zu haben. Anders ist nicht zu erklären, dass der deutsche Verleih Fox selbst für eine FSK 16 Freigabe offensichtlich und auch logische Fehler erzeugend die Schere ansetzen musste, um den Film wenigstens halbwegs in der Gewinnzone zu halten. Und auch wenn die Grundstimmung in Wolverine eine düstere und recht konsequente ist und auch die Mutantenfights sehr druckvoll und brachial geraten, gibt es kaum Blut und selbst in Körper gerammte Klingen werden klinisch rein wieder aus den Opfern herausgezogen. Was auch nicht verwundert, ist der Film doch in den USA ab 13 freigegeben. Dass man da in Deutschland nicht mal eine FSK 16 Freigabe erteilen konnte, spottet wahrlich jeder Beschreibung.

Von derartigen Fauxpas und unrunden Elementen in den Mutantenclashs abgesehen, ist die Action in Wolverine definitiv sehr gelungen und macht enormen Spaß. Vor allem die coolen Actioneinlagen um die Figur Zero und ihre beeindruckenden Schießkünste rocken enorm und versprühen inklusive coolen One Linern charmanten B-Filmcharme – der freilich von den groß angelegten Bombastszenen wieder weggebügelt wird. Dabei fällt vor allem der starke Showdown auf, in dem ein B-Recke zeigen darf, wo der Kampfsportbauer den Most holt. Denn wo im Film angedeutet wird, Projekt XI sei Deadpool / Wade Wilson und damit der Schauspieler Ryan Reynolds, wird dem kundigen Auge schnell auffallen, dass die körperliche Konstitution von Projekt XI nicht annähernd auf den eher schmalen Reynolds passt. Stattdessen versteckten die Produzenten Kampfsportwunder Scott Adkins unter der Maske von Projekt XI und ließen ihn zeigen, was er drauf hat. Und er macht, inklusive starker Beameffekte, im Kampf gegen gleich zwei Kombattanten eine enorm geniale Figur. Hoffentlich ebnet ihm Wolverine nun endlich mal den Weg in den Stardom Hollywoods, denn gerade in Actionfilmen könnte er für einige WOW Effekte sorgen.

Und wo wir gerade bei dem Punkt WOW Effekte sind, so fällt bei Wolverine stark auf, dass hier einiges mit der heißen Nadel gestrickt wurden zu sein scheint. Hier und da hat man fast den Eindruck, man hätte Wolverine noch einen oder zwei Monate reifen lassen sollen, stehen doch absolut genialen Effekten wie der Explosion eines Atommeilers gnadenlos misslungene Effekte gegenüber (Zero steigt in fliegenden Hubschrauber ein, Wolverines Krallen sind in den X-Menfilmen deutlich überzeugender, der megapeinliche Professor Xavier aus der Retorte usw.), die auch immer wieder aus dem Filmgenuss herausreißen. Schade. Optisch macht Regisseur Gavin Hood dagegen nicht soviel verkehrt, allerdings muss man auch feststellen, dass ein ganz normaler Auftragsregisseur die hier lancierte Optik auch hinbekommen hätte. Hood findet einfach keine eigene optische Handschrift und ist eher Sklave des X-Menfranchises, anstatt es um neue optische Nuancen zu erweitern. Am gelungensten sind die mehrfach eingebundenen, grandios schönen Naturpanoramen geraten. Abgesehen davon ließ er aber nicht nur ein paar käsige Special Effects durchrutschen, sondern auch ein paar trashige Einlagen, wie den Auftritt vom Blob, der dem Film eher schadet, als ihm zu nützen. Und seltsam uninspiriert agiert auch Harry Gregson Williams, der nach Unbeugsam in diesem Jahr zum zweiten Mal eher lustlos wirkt.

Für die Darsteller gilt dies weitestgehend nicht. Alle sind mit sichtlichem Spaß bei der Sache und lassen sich auch von ihren unerwartet eindimensionalen Figuren nicht abschrecken. Dabei ist freilich vor allem Hugh Jackman als Wolverine eine sichere Bank, kennt er den Charakter doch mittlerweile nur zu gut und ist er nicht ohne Grund zum beliebtesten der X-Men Darsteller geraten, was seine derzeitige Topkarriere nur belegt. Liev Schreiber als Victor Creed oder auch Sabretooth geht leider ein Stück weit unter in der Wolverine Show. Zwar stiehlt er Jackman in den ersten zehn Minuten mehrfach die Show, leider greift ab da dann aber der recht simpel gestrickte Charakter des Victor Creed deutlicher durch und Schreiber kommt dagegen leider nicht mehr an. Die anderen Darsteller werden durch das Intimduell der beiden Stiefbrüder deutlich in den Hintergrund gerückt, machen aber einen soliden Job und erwecken eine Vielzahl an neuen, noch nicht im X-Men Filmfranchise genutzten Mutanten zum Leben. Schade ist, dass Figuren wie William Stryker nicht von den bereits etablierten Darstellern der X-Men Reihe gespielt werden (hier wäre es Brian Cox gewesen), was deutlich zur Kontinuität innerhalb der Reihe beigetragen hätte. Den einzigen Ausfall stellt Lynn Collins dar, die als Love Interest von Logan so blass und farblos bleibt, dass man sich fragt, wieso er für so eine Luftblase einen Rachefeldzug startet.

Was bleibt ist ein Film, der mit den tollen ersten zwei X-Menfilmen nicht mithalten kann, zumindest aber knapp besser abschneidet als X-Men III. Ich hatte mir persönlich von dem Regisseur einfach ein Quäntchen mehr Story und auch ein paar interessantere Einblicke in Wolverines Leben vor den X-Men erhofft. Gerade in den Zeiten eines Batman oder der Watchmen eigentlich kein allzu unerfüllbarer Wunsch mehr. Doch man legte in Wolverine das Hauptaugenmerk deutlich auf unterhaltsam und zügig vorgetragene Action. Das ist freilich absolut legitim, wird aber durch ein paar miese SFX und Schnitte in der deutschen Fassung wieder geerdet. Macht unterm Strich unterhaltsames und dank Hugh Jackman schwer charismatisches Popcornkino, das als eventueller Einstieg in eine Wolverinereihe freilich nicht der verkehrteste Anfang ist!
:liquid6:

In diesem Sinne:
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Wolverine: Weg des Kriegers

Beitrag von freeman » 05.05.2009, 11:48

McClane fährt die Krallen aus:

Wolverine: Weg des Kriegers

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Originaltitel: The Wolverine
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: James Mangold
Darsteller: Hugh Jackman, Famke Janssen, Will Yun Lee, Svetlana Khodchenkova, Rila Fukushima, Brian Tee, Hiroyuki Sanada, Tao Okamoto, James Fraser, Hal Yamanouchi, Garret Sato, Patrick Stewart, Ian McKellen u.a.

Der neueste Solofilm um den charismatischen Einzelgänger James Logan schließt nicht an „X-Men Origins: Wolverine“ an, sondern an die Geschehnisse der originalen „X-Men“-Trilogie. Dieses Mal verschlägt es Wolverine nach Japan, wo Schurken seine Regenerationskräfte stehlen und er in eine Verschwörung um Großindustrielle und die Yakuza verwickelt wird.

:liquid4:

Hier geht's zur Kritik

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freeman über den Extended Cut:

Die starke Leistung von Hugh Jackman und das angenehme Spiel von Tao Okamoto können wie die melancholische Grundstimmung so manche Länge überbrücken. Insgesamt hätte man sich definitiv etwas mehr Action für den Film gewünscht. Zumindest bekommt man schon einmal etwas mehr in dem 12 Minuten längeren „Extended Cut“ von „Wolverine – Weg des Kriegers“, in dem nun im Übrigen auch das böse F-Wort mehrfach ertönt und der abseits dieses „Skandälchens“ einfach die rundere Fassung des Filmes darstellt.
:liquid7:

Der 12 Minuten längere Extended Cut in der Kritik

In diesem Sinne:
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Zuletzt geändert von freeman am 27.02.2017, 16:41, insgesamt 5-mal geändert.
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Logan: The Wolverine

Beitrag von Vince » 05.05.2009, 14:28

McClane knurrt:

Logan: The Wolverine

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Originaltitel: Logan
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2017
Regie: James Mangold
Darsteller: Hugh Jackman, Dafne Keen, Patrick Stewart, Boyd Holbrook, Richard E. Grant, Stephen Merchant, Elizabeth Rodriguez, Elise Neal, Eriq La Salle, Quincy Fouse, Daniel Bernhardt u.a.

Der dritte und letzte Film um den Comichelden Wolverine spielt im Jahr 2029, in dem fast alle Mutanten ausgestorben sind. Der gealterte Protagonist will eigentlich nur in Ruhe leben, wird aber zum Beschützer für ein junges Mädchen mit Superkräften, die seinen gleichen. Zu den Häschern des erneut von Hugh Jackman gespielten Helden gehört auch Daniel Bernhardt in einer sehr kleinen Rolle.

:liquid6:

Hier geht's zur Kritik

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Beitrag von SFI » 05.05.2009, 14:43

Vince hat geschrieben:Ich geh (trotz Schnitten) am Donnerstag rein, Begleitung will den unbedingt gucken, ich hab prinzipiell auch nix dagegen, Rückmeldung folgt dann.
Imo ein typischer BD Kandidat, Kino muss da echt nicht sein.
Der Pfalzbote

"Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise."

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Beitrag von freeman » 05.05.2009, 15:55

Für die fetteren Actioneinlagen lohnt das Kino aber schon ... zumal ich denke, dass sowohl BD als auch DVD noch mehr Effektmängel offenbaren werden ...

In diesem Sinne:
freeman, der nen Zerokinofilm will
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Beitrag von StS » 05.05.2009, 17:42

freeman hat geschrieben:Für die fetteren Actioneinlagen lohnt das Kino aber schon ... zumal ich denke, dass sowohl BD als auch DVD noch mehr Effektmängel offenbaren werden ...
Aber wer geht denn freiwillig zu Cutmüll ins Kino und belohnt bzw. bestätigt jene Politik damit gar noch zusätzlich? Okay, die engl. OV ist in Deutschland uncut - aber die läuft halt leider nicht überall. :roll:

Den Platzhalter wird dann wohl der bestätigte "X-Men Origins: Magneto" füllen... oder halt das Sequel. :wink:
Fox and Seed are in development on a sequel to "Wolverine." The Seed partners have begun planning the sequel, which they are squarely focusing on the samurai storyline originated in the comic series, says the trade.

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Beitrag von kami » 05.05.2009, 22:50

Komme gerade aus dem Kino zurück und bin doch recht angetan. WOLVERINE ist höchst solides Spektakelkino mit funktionaler, aber auch funktionierender Geschichte, interessanten Charakteren und gut gemachter Action. Die Kürzung (...en?) ist mir nicht aufgefallen, die Effekte sind vom Prof abgesehen fett (auch die Klingen sehen imho sehr cool aus, wenn nicht wäre das wohl aber auch eher eine Design- und keine FX-Frage), der Score rockt gewaltig, die Optik ist schick.
Was fehlt, ist die philosophische Komponente der X-MEN-Trilogie, dafür gibt´s die stringentere Geschichte und höheres Tempo.
Kein Meisterwerk, mir aber gute :liquid7: wert.

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Beitrag von LivingDead » 05.05.2009, 22:54

Hab mir den Film letzte Woche auch gegeben, obschon die Schnitte extrem ärgerlich, da auch ziemlich offensichtlich (ich sag nur zwei Schüsse, drei Einschusslöcher :roll:), sind. Ansonsten unterhält der Film durch seine knackige Story und ansehnlicher Action. Dass einige Charaktere viel zu kurz kommen (Gambit...) lässt sich dank deren netten Auftritten ebenfalls verschmerzen.
Insgesamt nicht der Überblockbuster, aber nettes, und vor allem unterhaltsames Popcorn-Kino.
:liquid6: ,5
Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von Montana » 05.05.2009, 23:01

Habe ihn mir mit n'paar Kolegen am Wochenende angesehen.

Eine Relativ gelungene Comicverfilmung mit dem gewissen Comicstyle... Manchmal war dies jedoch zu übertrieben und man sah von weitem das es CGI war. Am schlimmsten zu sehen, als sich Wolverine sein Stahlklauen im Spiegel ansieht oder als er aus dem Flugzeug Springt (das war die übelste scene) Auch die Actition scenen sind zwischen den relativ ruhigen Shots z.T. zu sehr verwackelt oder einfach nur zu schnell. Abseits davon briliert der Streifen aber mit gelungener Sotry und sehr gelungenem Humor. Ich konne mich zwischen durch kaum halten.
:liquid7:

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Beitrag von StS » 06.05.2009, 07:08

Okay, ich will von Euch hier nie wieder Beschwerden über Cut-Fassungen im Kino lesen, denn dank Euch funktioniert das miese System erst - schönen Dank!!! :lol: (... but actually not funny!)

@ Freeman: Review hab ich inzwischen auch gelesen: Klingt gut und im Grunde so, wie ich mir den Film vorstelle - freu mich drauf, den dann in einigen Monaten mal angemessen begutachten zu können... :wink:

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Beitrag von freeman » 06.05.2009, 08:17

Also ich zumindest kann von mir behaupten, das mit den Schnitten erst im Kino bemerkt zu haben ... wer nimmt denn auch an, dass Fox die gleiche Politik in Sachen Comicfilmen fährt wie Concorde und guckt vorher bei Schnittnerichte nei LOL ;-)

@ kami: Zum Thema schlechte FX Krallen (nix Design!) zitiere ich mal Montana: "Am schlimmsten zu sehen, als sich Wolverine sein Stahlklauen im Spiegel ansieht" <-- da gabs sogar Lacher in meiner Vorstellung, weil da gar nix zusammenpasste.

In diesem Sinne:
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Beitrag von McClane » 06.05.2009, 09:28

Meine Güte, da herrscht ja echte rosa Einigkeit zu dem Film... und ich stimme gleich mit ein. Solide Comicverfilmung, die mir persönlich vor allem in der ersten Hälfte zugesagt hat: Der Werdegang von Wolverine und Sabretooth war wirklich interessant, hätte meines Erachtens noch mehr ausgearbeitet werden können, aber hat die beiden relativ vielschichtig charakterisiert. Hälfte zwei hat dann nette Actioneinlagen, teilweise etwas zu sehr over-the-top, aber die vergleichsweise bodenständigen Sachen (die Verfolgungsjagd [deren Ende mal außen vor], der Final Fight auf dem Turm) haben echt gerockt. Hätte spannender sein können, einige Anbindungen zur "X-Men"-Franchise waren auch etwas bemüht, aber macht Spaß.

:liquid6:,5
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Beitrag von kami » 06.05.2009, 13:04

freeman hat geschrieben: @ kami: Zum Thema schlechte FX Krallen (nix Design!) zitiere ich mal Montana: "Am schlimmsten zu sehen, als sich Wolverine sein Stahlklauen im Spiegel ansieht" <-- da gabs sogar Lacher in meiner Vorstellung, weil da gar nix zusammenpasste.
Ihr habt doch einfach alle keine Ahnung!



:wink:

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Beitrag von Joker6686 » 06.05.2009, 14:51

Eigentlich wollte ich den ja auch im Kino schauen, aber Cut hab ich kein Bock und OV läuft bei uns nur spät nachts unter der Woche, also nix für die arbeitende Bevölkerung. Nunja wird er halt im Heimkino geillert und wird da abrocken, glaub nämlich, dass der mir ganz gut gefallen wird.

Vielen Dank für die schöne Rezi!

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Beitrag von Vince » 06.05.2009, 16:25

StS hat geschrieben:Okay, ich will von Euch hier nie wieder Beschwerden über Cut-Fassungen im Kino lesen, denn dank Euch funktioniert das miese System erst - schönen Dank!!! :lol: (... but actually not funny!)
Ganz ehrlich: ich persönlich hab mir aus Schnitten im Kino nie allzu viel gemacht. Klar ists schöner ungeschnitten, aber irgendwie freu ich mich bei geschnittenen Filmen umso mehr auf die DVD. Bei DVDs sieht's dann anders aus, da kauf ich mir den Film zum Mehrfachgebrauch und will den dann auch in der endgültigen und besten Fassung haben. Kino ist für mich eher so ne Art Voransicht...

Aber grundsätzlich haste natürlich Recht. ;)

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Beitrag von John Woo » 06.05.2009, 19:42

freeman hat geschrieben: @ kami: Zum Thema schlechte FX Krallen (nix Design!) zitiere ich mal Montana: "Am schlimmsten zu sehen, als sich Wolverine sein Stahlklauen im Spiegel ansieht" <-- da gabs sogar Lacher in meiner Vorstellung, weil da gar nix zusammenpasste.
Kann man so unterschreiben. Die FX waren teils echt recht mies (für diese Preisklasse). Ansonsten aber ein unterhaltsamer Film.

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Beitrag von Vince » 09.05.2009, 20:19

Zufriedenheit kehrte bei mir ein nach dem Kinobesuch. Also mal von den Schnitten abgesehen, die ich aber ja freiwillig in Kauf genommen habe. Kann mich freemans Kritik weitestgehend anschließen: Recht solide Story, die Anspruch aber eher vortäuscht als zu verkörpern, mit dem coolsten aller X-Men in der Hauptrolle, der sich in einigen echt schicken Actionsequenzen zu beweisen weiß. Dazu einiges an treffendem, wenn auch nicht immer neuen Humor (Fahrstuhlmusik als Kontrast zur tödlichen Spezialeinheit, Einfahren der äußeren beiden Klingen als Mittelfinger etc.), obwohl die Blobsache echt null in den Film passte, auch gerade vom Rhythmus her wäre die Szene bei mir rausgeflogen (obwohl der Blob eklig cool aussieht).
Bei den Kralleneffekten war ich allerdings auch schockiert, die Spiegelszene war ja echt wie Mitte der 90er Jahre, irgendwie auf Mortal Kombat 2-Niveau.

Die Opening Credits, auch da Zustimmung, gehören echt zu den innovativsten der letzten Jahre. Und Liev Schreiber hat mir wider Erwarten sehr gut gefallen, muss ich sagen. Klar bleibt er hinter Jackman zurück, aber alleine dass er es überhaupt schafft, ihm zeitweise die Show zu stehlen, ist ja schon aller Ehren wert.
:liquid6:

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Beitrag von freeman » 11.05.2009, 08:22

:26

Kihi ... als wärest du ich ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von SFI » 11.05.2009, 14:46

Der hat diese Woche am BO btw ganz schön Federn lassen müssen, nur noch 27 Mille! Fürs Sequel wirds aber reichen.

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Beitrag von freeman » 19.05.2009, 09:07

Damit dürfte klar sein, dass Fuckin' Fox bei den Schnitten auf ne FSK 12 aus war, das net geklappt hat und die Vollhonks mit Sparzwangmentalität keine zweite FSK Prüfung zahlen wollten. Das hätte sie vermutlich auch voll in den Ruin getrieben! Nur peinlich!

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Beitrag von Seemi » 19.05.2009, 16:46

Zum Glück hab ich denen kein Geld gegeben! Bleibt aber abzuwarten was denn nun an den vielen verschiedenen Enden dran ist.
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Beitrag von Alrik » 07.08.2009, 21:15

Ich hatte das komische Gefühl als wäre der Film zu kurz. Die Story fand ich nicht übel. Auch die Erklärungen bzw. Auflösungen am Ende. Doch es stimmt das die zweite Hälfte plötzlich ein Tick zu schnell abgehandelt war. Dennoch kann ich mir anschließen und finde auch das der Streifen fetzt. :-P
Fortsetzung kann kommen.

Punktabzug von mir nur wegen der, streckenweise, schlechten Effekte und das es natürlich wieder verharmlost war (sprich die lupenreinen Klingen nach dem Zustechen).

:liquid7: + von mir :)
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Beitrag von McClane » 23.07.2013, 08:48

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Beitrag von MasonStorm » 23.07.2013, 09:23

Ich bin weiter optimistisch, dass er mir deutlich besser gefallen wird. Die meisten Reviews gehen ja bei weitem nicht so hart mit dem ins Gericht und ich mag das Setting einfach sehr. (Selbst wenn es nur als hübscher Hintergrund dienen sollte.)
Und McClane scheint Filme ja im Moment generell etwas kritischer zu sehen, zumindest im Vergleich zu den früheren Kritiken zu zahllosen B-Böllern in der Ofdb. :wink:

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