Chasing Amy

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John_Clark
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Chasing Amy

Beitrag von John_Clark » 09.07.2009, 19:45

Chasing Amy

Bild

Originaltitel: Chasing Amy
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Kevin Smith
Darsteller: Ben Affleck, Jason Lee, Joey Lauren Adams, Dwight Ewell, Brian O'Halloran, Matt Damon, Jason Mewes, Kevin Smith

Kevin Smith's drittes Werk und zugleich dritter Teil der "New Jersey-Trilogie" ist wohl Smith's persönlichstes Werk.

Inhalt:
Holden und Banky sind nicht nur die besten Freunde, sondern auch die Schöpfer der Comic-Book-Hitserie "Bluntman & Chronic". Als sie auf einer Messe Kollegin Alyssa kennen lernen, gerät ihre wunderbare Freundschaft in Gefahr. Denn Holden verliebt sich Hals über Kopf in sie. Doch Alyssa ist - zur Erleichterung von Banky und zum Entsetzen von Holden - lesbisch. Zeit für Holden, sich die Frage zu stellen - "Können Männer und Frauen auch NUR befreundet sein?". Die beiden kommen sich näher, diskutieren über Beziehungen, Oralsex und Jungfräulichkeit und Alyssa merkt, dass sie Holden liebt. Aber nicht den Mann, sondern den Menschen...

"Chasing Amy" sah ich etwa vor zehn Jahren zum ersten Mal und befand ihn für langweilig - Smith's worst movie. Doch man wird älter und mein Interesse an diesem dritten Smith-Film wuchs wieder.

Faszinierend ist es, die "New Jersey-Filme" aus der Ferne zu betrachten. "Clerks + Clerks II" - ein genialer Independent-Episodenfilm mit viel Humor plus die Fortsetzung von 2005 - "Mallrats", eine komplette Komödie mit extrem viel Fäkalhumor - "Dogma", eine Komödie voller schwarzem Humor und zugleich ein liebervoller Blick auf das Christentum" - "Jay and Silent Bob Strike Back", eine Komödie über die beiden skurrilen Charaktere, welche wie ein roter Faden bei allen "New Jersey-Filmen" mit von der Partie sind. Und dann gibts da noch besagten "Chasing Amy".

Wer mal zusammen mit ein paar Kollegen und ein paar Bier einen gemütlichen Film mit viel Fäkalhumor und Action sehen will, ist mit "Chasing Amy" nicht gut bedient. "Chasing Amy" beeinhaltet zwar den Smith-typischen Humor. Ist jedoch ein Gerne-Mix, den man als solchen nicht häufig findet. Eine Prise Komödie, Tragödie, Drama, Lovestory und ein grosser Schuss von Kevin Smith's Bio, hat der gute mit diesem Film ganz klar ein Akt der Vergangenheitsverarbeitung begangen.

Smith war nämlich einst mit Hauptdarstellerin Joey Lauren Adams liiert. Aus dieser Beziehung entspringt der Grundgedanke in "Chasing Amy", was wohl weniger die gleichgeschlechtliche Liebe, sondern der Gedanke sich in einer Beziehung seiner Partnerin aufgrund ihrer persönlichen Geschichte nicht ebenbürdig zu sein. Holden ist die (schlanke) Verkörperung Kevin Smith's, was jedem Satz von Holden noch mehr Bedeutung vermacht.

Wurde nach dem knapp 30'000 US-Dollar günstigen "Clerks" das Budget für "Mallrats" auf 6 Mio US-Dollar erhöht, kam "Chasing Amy" wieder preislich runter in tiefere Finanzgefielde. 250'000 Dollar kostete dieser Streifen. Und wiederrum findet der listige Zuschauer viele Verlinkungen auf seine beiden Vorgängerfilme. Sogar Quick Stop Groceries darf zum ersten Mal in Farbe bewundert werden.

Darstellermässig bekommen wir hier richtige Glanzleistungen präsentiert. Allen voran Joey Lauren Adams, Ben Affleck und Jason Lee. Adams spielt ihre Rolle extrem authentisch. Zu jeder Sekunde kauft man ihr die Rolle der Alyssa Jones ab. Zu schade, konnte sie nach "Chasing Amy" keine grösseren Erfolge mehr feiern. Ben Affleck wird des öfteren kritisiert ein mieser Schauspieler zu sein, der nur durch sein Äusseres den Starstatus erlangt hat. Vielleicht war Afflecks Rollenwahl nicht immer die Beste. Aber was der Gute in diesem Werk zeigt - wow. Stets den richtigen Ton treffend, lebt Ben Affleck den Zeichner Holden McNeil. Jason Lee war schon die schauspielerische Perle in "Mallrats". Hier geht er seinen Weg weiter. Lee weiss es wie nur wenige, wie man eine Rolle ausfüllen und wirklich einzigartig machen kann. Und natürlich haben auch Jason Mewes und Kevin Smith himself in ihren üblichen Rollen einen Auftritt. Diesmal jedoch nur einen - dafür vielleicht den Besten aller Auftritte. Kommt Jay diesmal zwar wie immer als Gott der vulgären Sprüche rüber, wirkt es nicht total überdreht. Und Silent Bob hat hier einen ganz wunderbaren Dialog mit Holden, eine der besten Szenen des Kevin Smith in seiner Bob-Rolle. Also... Hut ab.

:liquid10:

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Beitrag von C4rter » 09.07.2009, 20:00

Vom 1.07.06:

Meine Güte, noch einer dieser Filme die ich einfach viel zu spät erst sehe. Einfach ziemlich genialer Film. Hab auch erst vor knapp nem Jahr von seiner Existenz überhaupt gehört. Kannte vorher von Smith nur Dogma und Jay and Silent Bob Strike Back welche ich beide auch sehr gut fand und als ich dann hörte das dieser jemand einen Liebesfilm macht da musste ich den unbedingt sehen, trotzdem dauerte es noch eine ganze Zeit bis ich in den Genuss kam. Aber dann saß der Film auch so richtig. Man, diese coolen Gespräche der beiden(Affleck und Adams). Und Alyssa ist einfach eine totale Traumfrau finde ich, genau so muss eine Frau sein. Der Charakter ist einfach total süß auf eine besondere Art und Weise. Auch Affleck spielt hier echt ganz gut. Er wandert ja sonst immer auf einem schmalen Pfad. Aber hier wirklich überzeugend. Herrausragend auch der obligatorische Jay und Silent Bob Auftritt. Auch selten bei mir in diesem Genre, dass mich das Ende einfach total mitnimmt. Ich hab wirklich bis nach dem Abspann gewartet ob der Smith das jetzt wirklich so stehen lassen will. Man, was war ich fertig danach. Der Film drückt Beziehungen und Beziehungsschmerz fast besser aus als jeder andere Film auf diesem Gebiet. Er ist so herrlich echt, nah dran an der wirklichkeit, einfach passend und reell. Der Film ist wirklich ein super Stück was ich mir sicher noch öfter ansehen werde. Großes Lob an alle Beteiligten.

:liquid10:

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Beitrag von John_Clark » 09.07.2009, 20:03

Silent Bobs Dialog in Chasing Amy war für meinen Geschmack sein bester Auftritt in allen bisherigen Filmen.

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Beitrag von tech-c » 09.07.2009, 20:09

Habe bisweilen nur Clerks II und Dogma gesehen! Klärt mich mal auf, in welcher Reihenfolge die ganzen Filme zu gucken sind. Danke.
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John_Clark
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Beitrag von John_Clark » 09.07.2009, 20:12

tech-c hat geschrieben:Habe bisweilen nur Clerks II und Dogma gesehen! Klärt mich mal auf, in welcher Reihenfolge die ganzen Filme zu gucken sind. Danke.
Gerne. Also:

Clerks (1994)
Mallrats (1995)
Chasing Amy (1997)
Dogma (1999)
Jay & Silent Bob strike back (2001)
Clerks II (2006)

Viel Spass :)

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Beitrag von tech-c » 09.07.2009, 20:14

Thx!
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Beitrag von Joker6686 » 10.07.2009, 06:38

Chasing Amy gehört wohl eher zu den dramatischeren Filmen von Smith und macht dennoch ganz schön was her, vorallem der Schluss haut einen nochmal richtig um und der Dialog in dem Restaurant mit Silent Bob gehört wohl zu den cineastischen Highlights in Smiths Schaffen.

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Beitrag von John_Clark » 10.07.2009, 09:28

Joker6686 hat geschrieben:Chasing Amy gehört wohl eher zu den dramatischeren Filmen von Smith und macht dennoch ganz schön was her, vorallem der Schluss haut einen nochmal richtig um und der Dialog in dem Restaurant mit Silent Bob gehört wohl zu den cineastischen Highlights in Smiths Schaffen.
Der Schluss ist ein übler Tränendrücker :)

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Beitrag von DocVirus » 10.07.2009, 20:09

Einer dieser Filme die ich einmal im Jahr starte und dann nach einer halben Stunde wieder ausmache. Ich habe es nie geschafft diesen Film bis zum Ende zu sehen und ich werde es auch in den nächsten 10 Leben nicht mehr schaffen...
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Beitrag von C4rter » 10.07.2009, 20:21

DocVirus hat geschrieben:Einer dieser Filme die ich einmal im Jahr starte und dann nach einer halben Stunde wieder ausmache. Ich habe es nie geschafft diesen Film bis zum Ende zu sehen und ich werde es auch in den nächsten 10 Leben nicht mehr schaffen...
Wieso?

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Beitrag von DocVirus » 10.07.2009, 20:39

C4rter hat geschrieben:
DocVirus hat geschrieben:Einer dieser Filme die ich einmal im Jahr starte und dann nach einer halben Stunde wieder ausmache. Ich habe es nie geschafft diesen Film bis zum Ende zu sehen und ich werde es auch in den nächsten 10 Leben nicht mehr schaffen...
Wieso?
Der Film schafft es einfach nicht mich dazu zu bringen vor dem Fernseher sitzen zu bleiben. Der fesselt mich nicht innerhalb kurzer Zeit. Und wenn es ein Film nicht schafft mir nach maximal 30 Minuten einen Grund zu liefern sitzen zu bleiben hat der Streifen schon verloren.
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Beitrag von Dr Dolph » 11.07.2009, 13:57

Der letzte Film aus der Jersey-Reihe, den ich gesehen habe. Smith-typisch kommen hier wieder verrückte charaktere und absurde Situation zu stande, nur das diesmal ein bissel mehr Drama als Witz drin ist. Als negativ würde ich das dennoch nicht bezeichnen, denn man merkt jeder Zeit, das dieser Film sehr persöhnlich ist. Jay und Silent Bob kommen hier nur recht kurz vor, aber das was Silent Bob alias Kevin Smith sagt, ist wirklich herzzerreissend.
Spätestens das Ende löst selbst bei den härtesten Männern die eine oder andere Träne los.
Dafür :liquid9:

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