
Auch wenn Shyamalan hier seinen Namen drunter setzt, so ist seine Handschrift nicht zwangsläufig herauszulesen. Immerhin deutet die Konzentration auf die soziale Komponente des Whodunnit-Konstrukts auf den Inder hin. Auch das mehr weniger "überraschende" Ende könnte ein Indiz sein. Viel mehr wirkt der Film wie ein zu lang gestreckter Kurzfilm mit interessanter Grundidee. Die konservative Inszenierung hingegen raubt dem Film jegliche Innovation. Immerhin bleibt alles ungemein unterhaltend. Und es wäre auch schon eine Leistung, einen Gruselfilm mit knappen 70 Minuten Laufzeit in Langeweile zu ertränken. So bleibt ein einfach gestrickter, mit versierten Händen geschaffener, kleiner Grusler. In letzter Konsequenz ist das alles nicht zu Ende gedacht. Und vielleicht ist der naiv-religiös-kitschige Schluss ein weiterer Hinweis, dass der Signs-Regisseur hier seine Finger im Spiel hatte.
Vincent will Meer

Großes Plus dieser deutschen Produktion sind die Darsteller, die den Film deutlich unterhaltsamer gestalten als die unsubtile Inszenierung anfangs erahnen lässt. Die Charaktere entsprechen gängigen Klischees und könnten aus einer x-beliebigen Sat.1-TV-Produktion entstammen. Irgendwann in der Mitte fängt sich der Film allmählich. Die Geschichte, im Gewand eines Road-Movies, beginnt anzulaufen und es gibt obligatorische Szenen, die mit Pop-Musik untermalt sind und oberflächliche Gemüter genügen sollten. Doch daneben zeigt sich, dass die Macher bemüht waren, nicht alles durch eine rosarote Brille zu sehen. Dreckige Szenen wechseln sich mit den schönen "Ach, ich kann auch mit dieser Krankheit leben"-Szenen ab. Das ist manchmal zu gewollt, zu kitschig und anbiedernd, aber auch humorvoll und schön. Und es ist ein Film. Und "Ziemlich beste Freunde" dürfen ja auch alle gut finden... Naja, der ist ja auch Franzose...














































