Zeigt imo nur wie festgefahren die Diskussion ist - jeder hat da seine Meinung und das warsSir Jay hat geschrieben:ich finde es witzig, wie alle genannten kritikunkte in der Kritik bereits irgendwo im forum mal genannt wurden um vom vince bereits in derselben form an der entsprechenden stelle diskutiert wurden
Tja - da kam es auf viele Faktoren an. Wie gut war das Tapedeck, wie gut waren die MCs, wie gut war das Ausgangsmedium usw...da hier auch der Walkman erwähnt wurde...wie war das eigentlich mit dem MCs? Wie war da der Klang? gab es da auch herbe Verlust, wenn man versuchte Musik analog auf Band zu pressen?
Die Tapes die ich mir immer aufgenommen hatten waren von sehr hoher Qualität - meist teuere MCs von TDK entweder in Chrome oder Reineisenqualität. Dazu ein (damals) teueres Tapedeck von Aiwa mit Einmesstechnik, manueller Aufnahmeaussteuerung und Dolby C. Die Schallplatten natürlich vorher gesäubert, bei CDs vorher mit Peaksearch (oder so ähnlich) die lautesten Punkte gesucht um sie am besten auszusteueren usw. Ich habe mir da richtig Arbeit mit gemacht, ich war sogar so verrückt das ich mir die Covers nachgebastelt habe (Coverbilder aus Bravo oder ähnlichen Magazinen ausgeschnitten und auf das Inlay geklebt usw), später dann mit dem C64 erste Cover mit dem Matrixdrucker ausgedruckt. Herjeh, das waren noch Zeiten....
Gab aber Menschen denen war das alles egal. No Name Ferrobander aus dem Supermarkt, Monoaufnahmen über Mikrofon vor der Box (inklusiver Hundegebell und Telefonklingeln), automatischer Aussteuerung (klang immer geil wenn die runtergepegelt hat - wie ein Fall in ein tiefes Loch
Ist ungefähr so wie heute MP3 in 320 kbps und MP3 in 64 kbps - nur noch etwas extremer
Die Musikkultur war damals Länderspezifisch. In den USA waren MCs ein wichtiger Markt, immer an Platz 2 nach Vinyl bzw CD. In den USA gab es sogar MC-Singles. Irgendein Roxette Song kam mal sogar auf Platz 1 der USA Charts obwohl es ihn dort nur auf MC gab.Und wie war da die Musikkultur? Also ich habe früher tatsächlich selber viel MC gehört...ich hatte viele Bestof-Mix Tapes...offizielle und selbst aufgenommene vom Radio (oder andere Kassetten), aber ich kann mich nicht erinnern richtige Alben gesehen zu haben...ne doch moment, ich hatte Whitney Houstons "I'm your baby tonight" auf MC...aber ansonsten kam es mir echt vor, dass MCs vor allem das Medium für best of releases und eben bunte Mischungen waren...Wenn man von Alben sprach hat man sich ja dann doch eher CD oder Schalplatte vorgestellt...oder???
In Europa war die MC eher ein Nischenprodukt. Reguläre Alben gab es damals meist in drei Formaten: Vinyl, CD und MC - wobei die MC immer das Schlußlicht war. Das lag darin begründet das die MC bei uns hier das Image eines Gebrauchsgegenstandes hatte und nich den eines Sammelobjekts wie Vinyl oder CD.
Es gab sogar mal eine Zeit da war es normal das ein Album zuerst auf Vinyl und MC rauskam und die CD erst nachgeschoben wurde wenn das Album ein Erfolg wurde. Ist aber schon sehr lange her....

