Ich bin mir sicher, dass da einige Szenen mal "länger" waren. Man filmt doch nicht Leute, die umkippen ohne auf den Boden zu fallen.
Ja, das Expendables-Franchise hat seinen Tiefpunkt erreicht. Was habe ich mich damals gefreut, "alle" klassischen Action-Helden in einer Homage im Stil der 80er, mit einem ordentlichen Budget und neuster Technik. Der erste Teil wurde meinen Erwartungen relativ gerecht, mal so mit Auge zudrücken aus Fanboy-Gründen und die paar "Kanten" ignorieren - wenigstens wirkte er aus einem Guss (insbesondere der Director's Cut).
Beim zweiten Teil war dann ja bis Chuck Norris kam auch recht gelungen, aber dann wurde es haarsträubend und diese dämlichen Selbstreferenzen kann man sich sparen, nerdiger geht's echt nicht mehr und wenn sie wenigstens mal irgendwie Sinn machen würden. Wenigstens das hat der 3. Teil besser gemacht. Das war aber auch alles.
Das größte Problem: Nach dem Auftakt ist der Film einfach für eine lange Strecke einfach nur langweilig. Über die technische Seite muss man nicht reden, hundsmiserabel. Ich erkläre mir das so: $90 Millionen Budget davon gehen $60 Millionen drauf für Schauspielergagen und Produzenten, sozusagen zum ordentlich abkassieren der Investorengelder. Dann wird der Sly nach dem Misserfolg wieder rumheulen und an seine alte Fans appellieren, die er aber irgendwie immer sofort vergisst sobald er wieder im Mainstream Erfolg hat.
Auch mal wieder ein Film komplett ohne Fokus. Was will er uns sagen? "Die Alten machen's doch besser" (obwohl wir uns an die Action der "neuen" Generation anbiedern) oder" Zeit wird's für die neue Generation" (ob die jemand sehen will?). Ich weiß nicht. Wie die 80er fühlte sich das alles nicht an, eher wie Fast & Furious 5 light. Die neuen Typen braucht sowieso niemand, ein ganz langweiliger, gesichtsloser Haufen. Ach ja, nebenbei scheint Sly der Meinung zu sein, er müsste in jeder Szene sein (im 1. Teil war es ja ein Buddy Movie mit Statham als gleichberechtiger Partner und unsere anderen Helden hatten ja auch ihre paar Minuten im Rampenlicht). Anschlussfehler gabs Story-mäßig sicherlich auch (bin mir sicher, da gibts Szenen, die das füllen werden) und Arnold ist scheinbar "Genie in a bottle", der einfach aus dem Nichts überall erscheint. Jet Li's Gesicht hat man scheinbar später einfach einem Stuntmann "draufgepappt"

Die emotionalen Versuche waren dann auch lächerlich und als das alte Team und das neue Team sich gegenseitig dissen wird's zum Fremdschämen (so auf dem Niveau "Ihr seid doof" - "Nee, ihr seid viel döofer". Kindergarten.)
Für mich einfach nur Fanverarsche und da hilft auch keine "R-rated" Version. Lediglich(!) das Finale war wirklich teilweise gelungen, deshalb auch die "hohe" Wertung
