Hitman: Agent 47

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Hitman: Agent 47

Beitrag von freeman » 01.09.2015, 09:22

Hitman: Agent 47

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Originaltitel: Hitman: Agent 47
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2015
Regie: Aleksander Bach
Darsteller: Rupert Friend, Zachary Quinto, Ciarán Hinds, Hannah Ware, Thomas Kretschmann, Emilio Rivera, Dan Bakkedahl, Mona Pirzad, Prince William E. Morris, Michaela Caspar u.a.

Agent 47, ein genetisch manipulierter Auftragskiller, will verhindern, dass ein reicher Industrieller mittels Klontechnik eine ganze Armee an unbesiegbaren Superkillern erschafft… Das Ergebnis ist ein neuerlicher Versuch, eine erfolgreiche Videospiel-Franchise auf die große Leinwand zu übertragen. Wieder kommt dabei nicht mehr als stellenweise abstruse Unterhaltung ohne jeglichen Mehrwert heraus, die mit der Spielvorlage nicht viel gemein hat.
:liquid5:

Zur "Hitman: Agent 47" Kritik

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Beitrag von McClane » 01.09.2015, 09:24

Hatte überlegt den noch im Kino zu schauen, aber die bisherigen Kritiken sind ja vernichtend. Werde wohl passen.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von freeman » 01.09.2015, 09:30

Ist auch klassische DTV Kost... im Kino hat der eigentlich nix zu suchen. Imo.

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Beitrag von kami » 20.11.2015, 08:12

Rotz, Riesenrotz, und die Steigerung von Riesenrotz! Hier stimmt mal wirklich gar nichts. Räudige Story, Scheißcharaktere, schäbig inszenierte Action, CGI-Blut, CGI-Stunts, CGI-Wolkenkratzer und überhaupt viel CGI, alles unterdurchschnittlich getrickst und mit steriler Hochglanzoptik abgeschmeckt. Der Oberbösewicht, unser toller deutscher Hollywood-Export Thomas Kretschmann, darf mal wieder tun, was er am besten kann: Nicht gut sein. DEN hätte man durch lausige CGI ersetzen sollen.
Ungelogen einer der schlechtesten Filme, den ich je im Kino gesehen habe, und ich habe mir da STREET FIGHTER und BATTLEFIELD EARTH angeschaut.
Der erste HITMAN ist ein betörendes Filmjuwel im Vergleich zu dieser Vollgurke.
2/10 Punkte, immerhin gab's ne Hubschrauberexplosion. Sowas stimmt mich stets milde.
:liquid2:

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Beitrag von LivingDead » 20.11.2015, 11:40

:lol: Mehr erwarte ich wohl auch nicht. Und gucken werde ich ihn dennoch. Blöde "Vor dem Film sind alle Filme gleich"-Regel. :wink:
Mit freundlichem Gruß
LivingDead

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Beitrag von kami » 20.11.2015, 12:56

Ich hatte zuvor auch gedacht, dass zumindest einigermaßen amüsante Actiongülle angesagt ist, aber nicht einmal das schafft dieser Blindgänger von Film.

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Beitrag von SFI » 11.02.2016, 17:30

Fader Fabrikkäse, der zwar die klassischen Mordinstrumente aus der Spieleserie berücksichtigt, dafür aber den Spielmodus ignoriert und auf auffälligen sowie großformatigen CGI-Krawall setzt. Die Folge ist austauschbarer Actionoverkill mit der abschließenden Bewertung: Massenmörder.

:liquid4:
Der Pfalzbote

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Beitrag von The Punisher » 11.02.2016, 18:15

SFI hat geschrieben: :liquid4:
Sehe ich ähnlich. Der Film ist zwar teilweiße näher am Game als die erste Verfilmung z.B.
- Verkleidung als Wachmann/Bulle,
- das der andere Klon Agent vom selben Schauspieler gespielt wird, beim Olyphant Streifen wurde ja ein total anderer genommen dessen einzige ähnlichkeit die Glatze war,
- Diana als Kontakt zur Agentur.
Aber der Typ der 47 Spielt ist total fehlbesetzt und vom Schleichteil des Games gab es keine spur, rumgeballer ohne Ende, so geht 47 nicht vor. Das geilste war aber das die in einer Stadt in der nur blaue oder silberne Autos unterwegs sind ein rotes Auto nehmen um den Lumpen zu entkommen, sich dann wundern das sie so schnell gefunden wurden :lol:
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"And shepherds we shall be, for Thee, my Lord, for Thee. Power hath descended forth from
Thy hand.That our feet may swiftly carry out Thy command. So we shall flow a river forth
to Thee, and teeming with souls shall it ever be. In nomine Patri Et Filii.Spiritus Sancti"

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Beitrag von Vince » 13.08.2016, 15:02

Hitman – Agent 47
"Hitman – Jeder stirbt alleine" von 2007 wäre ja nun wirklich eine überwindbare Hürde gewesen. Aber nein, trotz fast zehn Jahren Bedenkzeit hat man nichts aus der Vergangenheit gelernt. "Agent 47" rasselt mit genauso viel Karacho an der Quintessenz der Vorlage vorbei, die Potenzial für einen guten Stealth-Thriller bieten würde – eines Actionfilms von der Stange wegen.

Zwar ist das Regiedebüt des Werbefilmers Aleksander Bach bei weitem nicht so fatal schlecht, wie es von der Presse gemacht wird. Hier nimmt die grundsätzlich nachvollziehbare Entrüstung über den Verrat am Computerspiel Überhand und der pauschale Verriss-Reflex an Spieleverfilmungen grüßt zwischen den Zeilen, denn schlechte Spezialeffekte, oberflächliche Hochglanzoptik und steriles Krawumms sind für viele Rezensenten nach wie vor ein rotes Tuch bei Stoffen, deren ursprüngliche Eigenschaften zweckentfremdet werden.

Dass nicht einmal bei der Hauptfigur die Chance zur Aufbesserung benutzt wurde, ist besonders ärgerlich; weder Timothy Olyphant seinerzeit noch Rupert Friend machen ihre Sache wirklich schlecht, doch mit zielgerichtetem Gang, schwarzem Anzug, roter Krawatte und Glatze (nicht einmal eine solche hat man im neuen Ableger richtig hinbekommen) wirken sie wie kostümiert. Es hätte einfach eines deutlich älteren, erfahreneren Schauspielers gebraucht, um eine solche Rolle glaubwürdig zu verkörpern. Dass dieser Hitman auch noch offen durch die Straßen wütet und stets von (meist schlecht gerenderten) Explosionen verfolgt wird, trägt nicht zum Vertrauen in die Rolle bei.

Schaltet man sämtliche Vorlagenbezüge aus und akzeptiert das voraussichtlich geringe Haltbarkeitsdatum des auf modern getrimmten Stils, bleibt aber immerhin ein fließender, temporeicher Actionthriller übrig, der eine Hälfte lang sogar auf interessante Weise mit der Rollenverteilung der Charaktere spielt und den Hitman als gnadenlosen Düsterling darstellt, der terminator-esk an seinem auserkorenen Opfer klebt, bis er es erledigt hat. Das Bild bestimmen dabei nächtliche Hochglanzfassaden der Drehorte Berlin, Potsdam und Singapur, die in einem Rausch am Auge vorbeiziehen und schnelle Wechsel der Situationen forcieren, garniert mit manch unerwarteter Brutalität, auch wenn gerade gen Ende der ein oder andere Twist zuviel den Rhythmus stört.

Besonders erwähnenswert ist das alles nicht, keine Frage. Doch es hält besser bei Laune als man ob der vernichtenden Presse erwarten würde. Viel schwerwiegender als der eigentliche Unterhaltungswert von "Agent 47" ist die Annahme, dass er alle Fehler der 2007er Variante wiederholt, diese sogar noch toppt und damit den Weg für adäquatere Neuversuche wohl auf lange Zeit versperrt. Ein Narr wäre schließlich, wer dreimal auf dieselben Versprechen hereinfällt...
:liquid4:

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Beitrag von kami » 15.08.2016, 14:24

Timothy Dalton? War Licence to Kill eine Hitman-Verfilmung? ;)

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Beitrag von freeman » 16.08.2016, 08:54

Absolut! Vermutlich die Beste. Gnihihihi

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Beitrag von Vince » 16.08.2016, 17:26

Da flüchtige Medien eine tolle Erfindung sind, behaupte ich jetzt einfach mal: Ich hab keine Ahnung, wovon du sprichst. :lol:

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Beitrag von McClane » 19.10.2017, 08:35

Den ersten "Hitman" mag ich recht gerne; die wohl brauchbarste Videospielverfilmung (okay, okay, man könnte jetzt mit dem einäugigen König unter den Blinden kommen). Nun zum Sequel.

Hitman: Agent 47

Berlin ist, gesamtdeutscher und regionaler Filmförderung sei Dank, im internationalen Actionthriller immer ein beliebter Schauplatz (siehe "Unknown Identity", "Hanna", die Bourne-Reihe, "Atomic Blonde" usw.), durch den hier vor allem in der ersten Filmhälfte krawallt wird, ehe es nach Singapur geht. Und wenn der US-Actionfilm deutsche Schauspieler einsetzen will/muss, dann greift er auf die verlässlichen Gesichter von entweder Thomas Kretschmann, Jürgen Prochnow oder Til Schweiger zurück. Hier sind sogar zwei von ihnen dabei (wobei Prochnow nur eine kleine Szene hat), aber Schweiger war vermutlich schlau genug das Drehbuch vorher zu lesen und die Finger von dem Käse zu lassen. Zwei nebulöse Organisationen, agententechnisch durch Rupert Friend und Zachary Quinto repräsentiert, schlagen sich um die Heldin bzw. deren verschwundenen Vater, wobei man lange Zeit nicht durchblickt, wer in diesem Spiel nun "gut" oder "böse" ist. Das hat eine gewisse Unvorhersehbarkeit, lässt den Zuschauer aber auch mit dem unguten Gefühl zurück, dass man nicht weiß, mit wem man nun mitfiebern soll. Nach rund 30 Minuten sind in der Hinsicht aber alle Fronten geklärt, doch mit der Klarheit kommt ein noch viel größeres Problem: Rupert Friend ist eine so uncharismatisch-dröge Blassbacke, dass man sich endlich wieder gewahr wird, was man an dem (oft zu Unrecht gescholtenen) Timothy Olyphant im 2007er "Hitman" hatte. Hannah Ware ist kaum besser, Quinto macht seine Sache brauchbar, ebenso wie der verschenkte Ciaran Hinds und der verschenkte Kretschmann. Könnten einem leid tun, die Leute. Geht aber nicht, denn vier andere Leute tun einem schon leid: Die Actionregisseur Chad Stahelski und David Leitch und die Fight-Choreographer Jonathan Eusebio und Jon Valera: Die bringen meist sauber choreographierte Fights und Shoot-Outs zustande, die dann in oft wuseligem Schnitt und vor allem CGI-Übereinsatz untergehen, da mögen so viele Animations-Männchen blutig zerquetscht oder in Flugzeugturbinen gesaugt werden. Größte Frechheit: Eine Autojagd zwischen einem Audi (nicht dem einzigen in diesem Product-Placement-Deluxe-Film) und vier Motorradfahrern, in der fast alles aus dem PC zu kommen scheint (und eher preiswert aussieht) - man mag das als Nähe zur Vorlage sehen, für den Actionfan ist es ein Graus. Es ist schon peinlich, wenn mancher Superheldenfilm, der tendentiell nicht von dieser Welt stammende Dinge bebildert, mehr Handgemachtes einstreut als ein Actionfilm, der sich ansatzweise Oldschool gibt. Wobei: Mit dem ganzen High-Tech-Schnickschnack der Marke subkutaner Panzerung aus dem Bereich der B- und C-Sci-Fi-Stoffe wirkt "Hitman: Agent 47" teilweise futuristischer als mancher Science-Fiction-Film, man denke an die Low-Tech-Dystopien der Marke "Snowpiercer" oder Neill Blomkamp. Naja, manchmal können der CGI-Overkill und die mäßige Regie der Arbeit der Actionverantwortlichen keinen kompletten Strich durch die Rechnung machen, die Locations Berlin und Singapur sind hübsch eingefangen und das Verwirrspiel der ersten halben Stunde kann noch etwas Interesse genieren. Großes Lob soll das aber nicht sein.

:liquid3:,5 bis knappe :liquid4:
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von freeman » 19.10.2017, 18:03

aber Schweiger war vermutlich schlau genug das Drehbuch vorher zu lesen und die Finger von dem Käse zu lassen.
Ich würde schlau ja durch blau ersetzen...

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Beitrag von StS » 20.10.2017, 05:48

freeman hat geschrieben:
aber Schweiger war vermutlich schlau genug das Drehbuch vorher zu lesen und die Finger von dem Käse zu lassen.
Ich würde schlau ja durch blau ersetzen...
Die Worte Schlau und Schweiger in einem Satz kamen mir auch befremdlich vor :lol:

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Beitrag von StS » 19.09.2018, 05:16

"Hitman: Agent 47"... temporeiche Game-Verfilmung mit schicken Locations, wenig Inhalt und CGI-verseuchter Action.

:liquid3:

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