
Dank O-Ton-Vorstellung bin ich nun doch in den „Kino-Genuss“ von Greg Tiernan´s und Conrad Vernon´s „R“-rated Animationskomödie „Sausage Party“ gekommen: Auf einer Story des Gespanns Seth Rogen, Evan Goldberg und Jonah Hill basierend, bietet dieser überaus zügellose, politisch unkorrekte, gewalttätige sowie randvoll mit Schimpfwörtern, sexuellen Motiven und akzentuierten Klischees bestückte Streifen dem geneigten Betrachter eine ebenso wahnwitzig-einfallsreiche wie willkommene Abwechslung gegenüber all den gängigen „Kiddie-Zeichentrickfilmen“ da draußen. Anspruchsvoll ist das Ganze zwar nicht – aber dennoch gibt es neben diversen Popkultur-Zitaten auch Konsumkritik, metaphysische Fragen sowie einen deutlichen Appell für Toleranz (bspw. in Sachen Religion und Sexualgesinnung) zu verzeichnen. Nicht jeder Gag sitzt – aber bei einer solch hohen Dichte fällt das nicht unbedingt ernsthaft ins Gewicht. Zudem ist die Grundidee („das Leben, Leiden und grausame Sterben unserer alltäglichen Konsumgüter“) originell und verfügen die präsentierten Figuren durchaus über einen bestimmten Charme. Wer also u.a. mit einer durchgeknallten Intimdusche als Baddie, gewissen deutschen Nazi-Lebensmitteln, Meat Loaf´s „I will do anything for Love“, einem „Stephen-Hawking-Kaugummi“ (samt „Terminator 2“-Anspielung) und einer einem geradezu „die Sprache verschlagenden“ finalen Massen-Orgie „klarkommt“ – für den dürfte das Werk ein großer Spaß sein. Ich selbst habe mich jedenfalls prächtig amüsiert…


























