Ein gutes Jahr zu spät...aber hey, besser spät als nie
Also here we go:
Platz 1:
Avenged Sevenfold - The Stage
Die Überraschung schlechthin! Ich mochte Avenged Sevenfold immer so einigermaßen, aber dass sie aus dem Nichts mit einem Konzeptalbum aufschlagen, hat mich massiv beeindruckt. Das fehlt mir im Metal heutzutage, Spontanität, was ganz neues versuchen, auch mal komplett gegen die Verkaufszahlen zu operieren. Diese Platzierung rührt daher nicht nur von der zweifellos vorhandenen Qualität der Songs, sondern auch von dem Mut, für den die Band, die bisher eher mit anspruchslosen Catchy-Metalhymnen auffiel, meinen vollen Respekt verdient hat. Alleine ans Ende vom Album ein fast 16-minütiges Fast-Instrumental zu packen...unfassbar...gerade für diese Band!
Platz 2:
The Neal Morse Band - The Similitude of a Dream
Mein Prog-Highlight des Jahres 2016...der einzige Kritikpunkt wäre, dass es vielleicht einen Zacken zu lang ist und daher möglicherweise auch auf eine Scheibe gepasst hätte, aber hier passt vieles so unglaublich gut zusammen, dass es sich mittlerweile zu einem meiner Favorite Konzeptalben gemausert hat...auch die Balladen sind mal erträglich...das mit Abstand beste Neal Morse-Album imo.
Platz 3:
Metallica - Hardwired...To Self-Destruct
Was? Nur auf Platz 3? Ehm ja....das ist ja immer noch gut, aber auch hier hätte ich mir gewünscht, dass man das Material mehr komprimiert. VIele gute Songs sind dabei mit teilweise wirklich überragenden Ideen ("Atlas, Rise"-Bridge", "Manunkind"-Groove, "Spit Out The Bone!", "Moth Into Flame"), aber dazwischen gibt's auch einige Füller, die nicht so vom Hocker reißen...immer noch gute Songs, aber eben gegenüber den Top-Nummern abfallend. Grundsätzlich rechne ich es den Jungs aber hoch an, dass sie sich von den schrägen St. Anger-Grooves mittlerweile fast komplett gelöst haben und wieder fette Double-Leads und richtige Hooklines in ihren Songs verarbeiten. Macht Spaß, aber hätte noch mehr Spaß machen können!
Platz 4:
Haken - Affinity
Auf "Affinity" lastet der Fluch des imo besten Prog-Albums der 2010er-Jahre, was der Vorgänger "The Mountain" für mich bis heute ist. Somit leidet "Affinity" unter einer gigantisch großen Erwartungshaltung, die es natürlich nicht zu 100% erfüllen konnte, auch wenn man sich mit der spacigen 80ies-Thematik hier ganz anders ausrichtete. Tolle Hooks, tolle Songs, geniale Synthi-Momente...für sich alleine eine herausragende Scheibe...im Schatten von "The Mountain" aber dann nicht der erhoffte Überkracher.
Weit abgeschlagen...
In Flames - Battles
Good God, was ist nur mit den Jungs passiert? Komplett bedeutungsloser Metal-Synthie-Pop mit ganz....wirklich GANZ WENIGEN guten Momenten.
Sabaton - The Last Stand