Another Life
Another Life geht sicher als eine der dümmsten SciFi Serien in die Geschichte ein. Dabei ist die technische Komponente durchweg hochwertig und bietet allerlei visuell beeindruckende Weltraumphänomene und Außenmissionen auf fremden oder unheimlichen Planeten. Leider wurde das Drehbuch von einem Teenager verfasst, denn alle Wissenschaftler an Bord (bis auf Sackhoff) sind junge Models, die, dank Abschaffung der Uniformen, in Partykleidung unterwegs sind. Die Jugend kann man zwar noch mit dem Hyperschlaf erklären, aber anstelle eines wissenschaftlichen Habitus, wird geflucht, sich beschimpft oder gegenseitig umgebracht. Generell hat niemand einen Durchblick und so verkommen die Dialoge zum kompletten High-School-Drama. Innovativ ist die Serie trotzdem, denn man hat etliche Models eingefroren, so dass nach dem Tod eines wachen Models, immer Nachschub vorhanden ist. Ansonsten gibts durch die Bank idiotische Problemszenarien und Lösungsstrategien. Ein besonderes Vollidioten-Highlight ist die Idee ein Virus mittels Gammastrahlung auszurotten. Dazu fliegt man in den Orbit eines weißen Sterns, lässt sich mit der millionfach letalen Dosis bestrahlen und ist geheilt. Anschließend erklärt das Hologramm den hochqualifizierten aber verdutzten Physikern, Astrowissenschaftlern und Medizinern, dass jetzt alle impotent sind. Echt? NEIN!!!! Warum hast du das nicht vorher gesagt. Bist du böse! Dazu gesellen sich peinliche Szenen wie die Putzkolonne bestehend aus zwei männlichen Models und einem Girl, die (Hinweis Wasser zu sparen) mit einem einzigen Putzeimer das monströse Raumschiff putzen und dann beschließen einen Dreier zu haben. WTF!
Dennoch lädt die Serie neben dem Bügeln zum Verweilen ein, denn der Rest vom Schützenfest kann sich sehen lassen und visuell atemberaubende Slingshots um Sirius A gibts nicht mal bei Star Trek. Vollrotz ist Another Life dennoch und man fragt sich wer bei Netlix so etwas durchwinkt. Nach Staffel 1 ist eh Schluß.
