Filmtagebuch Cinefreak

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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 26.01.2020, 15:06

gerade geschaut und trotz des Themas als sehr lebensbejahend empfunden:

A long way down

Starkes Drama und Romanverfilmung mit witzigen Tönen und Top-Besetzung:

Vier völlig unterschiedliche Charaktere treffen sich auf dem Dach eines Hochhauses, wo sie ihr Leben beenden wollen. Dann schließen sie aber einen Pakt, das keiner vor ihnen es vor dem nächsten Valentinstag tun wird. Es entwickelt sich eine ungewöhnliche Beziehung zwischen den vier Außenseitern.

mit Pierce "007" Brosnan, Imogen Poots, Toni Collette & Aaron Paul (Emmy-Gewinner für Breaking Bad)

sehr starke :liquid8:
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 28.01.2020, 10:14

L.A. Story

Gar nicht gewusst, dass der von der Carolco & Mario Kassar ist :shock:

Macht Spaß, ist kein Gag-Feuerwerk, hat dafür aber Tiefe und gerade zum Ende hin einen wundervollen Score

:liquid8:
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von gelini71 » 28.01.2020, 15:32

Carolco hat nicht nur Action / Science-Fiction produziert sondern auch andere Genres, so zB die Biographie über Charlie Chaplin oder den Abenteuerfilm "Land der schwarzen Sonne"
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 30.01.2020, 00:08

Hatte heute echt nen miesen Tag und entsprechende Laune...hab den Film dann einfach geschaut, um mich abzulenken und der war richtig gut - habe ihn beim Fundus gekauft für n Euro, vor allem, weil ich die Filme von Peter Hyams oft mag, es seien nur mal genannt Timecop oder Sudden death (für mich eine der besten Die hard-Varianten)
Hier hat das Lexikon des internationalen Films mal wieder voll danebengelegen; denn "Gegen jeden Zweifel" entpuppt sich als packender Justizthriller, dem Hyams seinen Actiontouch verliehen hat. So gibt es eine sehr rasante Autoverfolgungsjagd und einen ebenso gut inszenierten Anschlag in einer Tiefgarage zu sehen - und am Ende sogar noch nen feinen Twist.

Es geht um zwei Reporter. Einer der beiden hat einen Star-Staatsanwalt (gespielt von Michael Douglas) in Verdacht, DNA-Beweise zu fälschen, um Prozesse zu gewinnen. Er schmiedet einen aberwitzigen Plan, bei dem er sich selber als Täter überführen lässt. Mittels gefilmter Gegenbeweise will er so beweisen, dass der Staatsanwalt die Beweise erneut gefälscht hat. Doch leider kommt ihnen der Staatsanwalt auf die Spur...
würde ich so für den heutigen Abend bei etwa 7,5/10 Punkten sehen und eine klare Empfehlung aussprechen, sofern man dem Genre Thriller zugeneigt ist.

Anzumerken ist hier vielleicht noch, dass es sich hier um ein Remake eines Thrillers von Fritz Lang handelt. Und dass Amber Tamblyn hier nicht nur gut aussieht, sondern auch ein gutes Gespür beweist
Meinungen hierzu? ;)

:liquid7:,5, sehr spannend
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von freeman » 30.01.2020, 19:38

Meinungen hierzu?
Klaro... :lol:

Gegen jeden Zweifel mit Link zur Diskussion

In diesem Sinne:
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 03.02.2020, 08:58

Nord bei Nordwest

Da es sich um eine Spielfilmreihe handelt, trage ich es hier ein

https://de.wikipedia.org/wiki/Nord_bei_Nordwest

spielt im hohen Norden, direkt am Meer..mit Henny Reents, Marleen Lohse und natürlich Hinnerk Schönemann definitiv toll besetzt und wunderbar zwischen Drama und skurriler KOmik pendelnd...

Folge 9 - Dinge des Lebens

trotz Tiefgang ganz passabler Krimi, aber die Dramatik und die Figuren waren wirklich gut....

knapp :liquid6:,5

Folge 10 - Ein Killer und ein halber

Den fand ich ne ganze Ecke besser, etwas temporeicher und straffer erzählt...bin jetzt auf den dritten Teil der Staffel sehr gespannt.
:liquid7:,5
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 05.02.2020, 22:57

mal flink einige nachtragen:

Der Junge muss an die frische Luft
Sehr dramatisch, aber auch irgendwie sehr lebensbejahend, nach der Verfilmung seiner Biografie sehe ich Hape mit etwas anderen Augen.
:liquid7: - :liquid8:

Die Eiskönigin II
Kinobesuch mit meiner Familie...die beiden sind riesige Fans, ich fand ihn ganz gut....schon stark, den mal auf der Kinoleinwand gesehen zu haben
:liquid7: bis :liquid7:,5

Rebellinnen
belgische Variante nach Tarantino-Art...
Rebellinnen (2019)
Drei Frauen geraten nach einer versuchten Vergewaltigung in einer Fischfabrik an eine Tasche mit viel Geld. Dummerweise hat die auch jemand "verloren"
Es kommt zu einer spannenden Jagd mit Witz und Dramatik und einem kleinen "Wildwest-Finale" -
Kann ich empfehlen, wenn ihr auf starke Frauenfiguren steht bzw. diese Art von Film


:liquid7: bis :liquid7:,5

Nord bei Nordwest - In eigener Sache
Wow-was für ein Todeskampf gleich zu Beginn...danach viel Dramatik und ein recht spannendes Finale...evtl nen kleinen Tick hinter dem Killer-Vorgänger ;)
starke :liquid7:
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 10.02.2020, 19:50

Zwei bärenstarke Typen (1983)

Ich hatte irgendwie Lust auf nen Spencer/Hill-Film...tut nicht weh, hat den einen oder anderen Lacher...ist aber auch keine Offenbarung des Witzes oder ein Actionhighlight...hat aber für einen flotten Abend gereicht
:liquid7: knapp

Judge man - Sein Befehl lautet Mord

Ohje, verändern sich Sehgewohnheiten so sehr? Früher mochte ich den neben Last man standing am meisten von den PM Entertainment Filmen...heute wirkte das ganze irgendwie billig alles... :roll: Auch wenn die Story gar nicht so schlecht ist, konnte mich heute nicht mehr so recht cachen
:liquid5:,5 etwa noch

The Marine
Selbst den fand ich mal geiler. Actionhighlight ist die extrem übertriebene Autojagd und die - mit echten Benzinexplosionen gemachten - letzten Minuten. Leider wirkt der Rest ein wenig typisch B-movie mäßig heruntergekurbelt. Dennoch machte er immer noch Spaß
:liquid7: knapp noch
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 15.02.2020, 19:51

Verblendung (David Fincher)

Irgendwie zu wenig eigenes, mit diesem Remake hat Fincher sich glaube ich keinen Gefallen getan. Selbst die Verfolgungsjagd am Ende fand ich kaum spektakulärer oder packender als im schwedischen Original, und die Frage, wer der Täter war, brachte jetzt auch keinen großen Moment zustande....hätte ich mir im Grunde sparen können, denn Neues hatte diesese Remake einfach nicht zu bieten. Wikipedia fasst es ganz gut zusammen...handwerklich gut gemacht, aber wer braucht so ein Remake schon...
:liquid4:,5 etwa...
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von gelini71 » 16.02.2020, 06:26

Cinefreak hat geschrieben:
15.02.2020, 19:51
aber wer braucht so ein Remake schon...
Die Amis die sich beharlich weigern weder einen Ausländischen Film in einer Syncrofassung zu schauen noch in der Originalfassung mit UTs
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 23.02.2020, 15:49

WOW!
Flight von Robert Zemeckis

Als ein Passagierflugzeug abstürzt und es scheinbar keine Rettung gibt, erringt Captain Whip Whittaker mit einem schier unglaublichen Manöver die KOntrolle zurück. Er schafft eine Notlandung und rettet viele Menschenleben. Doch dann wirft die Untersuchung des Crashs ein neues Licht auf den Helden. Whip hat etwas zu verbergen...

Dramatisch, mit einem geradezu beängstigend inszeniertem Flugzeugabsturz und ein großartiges Psychogramm eines gebrochenen Helden wirklich starkes Kino! Dazu noch ein berührender Score
Dazu noch glänzend besetzt:
Denzel Washington, Don Cheadle (Viper) und für ein wenig Auflockerung zwischendurch John Goodman in einer wunderbar spleenigen Rolle

Das Ende fand ich übrigens wirklich klasse

:liquid8:,5 etwa
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 27.02.2020, 22:28

Storm Hunters

Storm hunters ist ein recht passabler Katastrophen-Film, der vielleicht auch gerade in Zeiten des Klimawandels ganz gut funktioniert und auch ein wenig zu ängstigen vermag.

Leider fesselt er nur bedingt, da - wie auch andererorts beschrieben - die Charaktere recht kantig und unausgegoren sind. Und am Schluss kommt ein wenig das Gefühl von huch, das war schon alles durch - zumindest war es bei mir so.

Dennoch ein recht passabler auf angenehme rund 90 min. im Gegensatz zu anderen Filmen erfreulicherweise wenig gestreckter Streifen, dem man durchaus mal ne Chance geben kann.
knapp :liquid7: etwa


Red sparrow

Mich hat die Lauflänger bisher immer abgeschreckt, obwohl ich ihn lange hier liegen hatte. Empfinde ihn immer noch als zu gestreckt, trotzdem funktioniert der Thriller über die meiste Zeit ganz gut, und das Ende hat dann doch angenehm überrascht und zufriedengestellt. Wer Jennifer Lawrence mag, ist eh gut mit dem Film beraten, die versprochenen überraschenden Wendungen packt der Film aber erst im letzten Drittel richtig aus, fand ich.

Ich hätte mir den Red sparrow etwas kompakter gewünscht, andere werden das anders sehen. Es ist kein schlechter Film, aber einer, dem etwas Humor und Kurzweiligkeit vielleicht besser getan hätte...

ca. :liquid6:,5 vielleicht
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 15.04.2020, 00:01

Operation Golden Job
(Amazon Prime, übrigens mitproduziert von Jackie Chan)

Lion (Ekin Cheng) führt ein eingeschworenes Team von Söldnern an. Die Männer kennen sich seit Jahren und vertrauen einander blind. Sie beschließen, ihre Fähigkeiten mal zum Guten einzusetzen. Als moderne Robin Hoods wollen sie wertvolle Medikamente von einem Pharmaunternehmen klauen, um sie danach an afrikanische Kinder zu verteilen. Soweit so gut...nur dass von da an alles schiefläuft...

Da war ich schon lange neugierig drauf und muss sagen, der hat deutliche Schwächen - funktioniert aber besser als manches 100 Mio. Dollar-Babe aus Hollywoods Kochtöpfen ;) - Erstmal macht die Kiste zum Teil richtig Spaß und pendelt ganz locker zwischen Heist-Movie und Hongkong-Actioner mit den für den asiatischen Film bekannten Motiven um Freundschaft und Verrat hin und her. Das auch meist recht überzeugend. Die Action ist durchwachsen. Einige Szenen rocken derbe, einige Szenen haben aber auch ziemlich mittelmäßige CGIs. Trotzdem macht das ganze Laune und entwickelt sich zum Ende hin auch ziemlich dramatisch. Die Popeinlagen wirken zum Teil vielleicht etwas skurril, störten mich aber weniger als manch anderen vermutlich.

Fazit: bei weitem nicht herausragend, aber wie gesagt besser als manches Hollywoodmovie, weil sympathisch gemacht und in seiner Action recht gut dosiert und nicht zu sehr drüber. Die letzten Minuten des Finales fand ich aber persönlich nicht ganz so toll.


etwa :liquid7:
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 19.04.2020, 12:56

Filmreview SECURITY

Mein Schatz und ich sind sich was Filme angeht, ja nicht immer einig - hier aber kamen wir zum gleichen Konsens...ich würde es als eher schnell runtergekurbelt wirkendes B-Movie sehen, das gerade in seiner Action nicht über eine Beliebigkeit hinauskommt...einzig die Quad-Jagd zum Ende hin rockt ein wenig, der Rest wirkt leider extrem egal...das fängt schon bei der Frage an, warum das arme Mädchen gejagt wird...anstatt, dass man sich da ein wenig einfallen lässt, ne gute Backgroundstory, wird das ganze buchstäblich in drei Sätzen erzählt.

Mein Fazit: Wer nen GUTEN Banderas-Actionstreifen will, sollte da eher auf den 90er Klassiker "Assassins - Die Killer" zurückgreifen - ein Streifen mit drei bis vier Actionszenen über zwei Stunden Laufzeit, der genug Zeit für Tiefgang und Dramatik lässt und der zudem gerade was die Actionszenen angeht, eine gewisse Vielfalt und kreativen Einfallsreichtum zeigt. Kein typischer Joel Silver-Actioner, den Regisseur Richard Donner da 1995 auf die Kinos losließ, aber ein verdammt dramatischer und packender Streifen, den jeder Actionfan mal geschaut haben sollte ;)

Security


max. :liquid4: bis :liquid4:,5

und hier der wesentlich bessere Assassins
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 06.05.2020, 00:18

Die Brücke nach Terabithia

Wow, so ein schöner Film und so ein heftiger und unerwarteter Stimmungsbruch, hätte die Macher dafür würgen wollen...trotzdem ein wunderschöner Film und der weibliche Sidekick ist richtig crazy.

:liquid8:,5
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 20.05.2020, 00:13

Mile 22

Kurzreview zu einem Actioner an einem mäßigen Tag...gemessen daran sollte man die Bewertung auch sehen, kann sein, dass ich den in einem anderen Zustand an einem anderen Tag ganz anders wahrgenommen hätte...;)

huui, ich muss zugeben, ich fand den deutlich besser als nach den Vorbesprechungen gedacht....Actionhighlight sind für mich die Straßenkämpfe (dagegen kackt die Konvoi-Szene in SICARIO 2 ja wirklich derbe ab), schwierig fand ich eher den Häuser-Showdown, weil zu langgezogen und die zerschnittene Kampfszene in der Botschaft. - Dazu kann ich aber sagen, dass ich die Handlung schon streckenweise sehr mitreißend fand, insbesondere das Ableben des Teams ist schon sehr brachial geraten und in Anbetracht dessen, dass PG 13/ FSK 12 viel zu oft Sache ist im Kino, gefällt mir die angenehme Härte trotz Schwächen in der TEchnik sehr gut. Ich würde diese Erstsichtung mal bei 7 von 10 Punkten ansiedeln, denn der ist weder zwischendurch langweilig noch hat er hundertprozentige K.o.-Punkte wie z. B. völlig zerschnittene Autojagden, was leider häufig der Fall ist. - Fazit: sehenswert, je nachdem wie hoch der eigene Anspruch ist, muss man Abstriche machen. Positiv: gesunde Härte, kurze Laufzeit und recht straff inszeniert, sehr dramatisch und am Ende sogar überraschend, gut treibender Score - Negativ: teilweise zu hektischer Schnitt, einige CGI-Explosionen (die man aber alle schon schlechter gesehen hat) - gemessen an meinen Erwartungen wurden die locker übertroffen, ich hatte nämlich ein ähnliches Schnittmassaker befürchtet wie beim grauenvollen Bourne-Verschwörung..

:liquid7:
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 22.05.2020, 22:20

Vergleichsreview:

Hard Target 1 & 2

Im Jahre 1993 gab eine Ikone des Hongkong-Actionfilms, der König des Todesballett, sein herausragendes US-Debüt!

Und HARTE ZIELE war sicher für viele mehr als nur irgendein stupider Actionfilm. Mit einem für US-Verhältnisse eher schmalem Budget von gerade mal 18 Mio. Dollar inszenierte Woo einen Streifen, der zynisch, blutig und kompromisslos daherkam, der aber trotz aller Gewalt und Action Zeit ließ für ruhigere Passagen, Gefühle und eine handvoll One-Liner.

Chuck Pfarrer schrieb ein herausragendes Drehbuch, und es ist für mich fast unverständlich, wenn ich sehe, wie wenig nennenswerte Filme danach noch in seiner Biografie auftauchen. Die Bedrohlichkeit und die düstere Atmosphäre der Handlung wurde durch die Musik von Graeme Revell unterstrichen, und Jean Claude Van Damme (der sicher mehr Stinker in seiner Biografie hat als wirklich gute Filme) gab hier eine beeindruckende Vorstellung in einem Actionfeuerwerk, das John Woo mit einem viertelstündigen Nonstop-Showdown in einer Lagerhalle krönt.

Auch die Nebenfiguren empfand ich als toll geschrieben, Van Dammes weiblichen Sidekick hätte man vielleicht manchmal etwas mehr Acting gewünscht, aber sonst war die Figur toll geschrieben, klasse auch die Todesszenen, die durch die wirklich gut erzählten Figuren jedesmal mitreißen. Allen voran sicher der erste Gejagte und natürlich die Figur von Kasi Lemmons, deren Tod ich immer wieder sehr traurig und berührend finde. Für Humor sorgt natürlich Onkel Douvee.

Zudem hat der Film packende, zynische, aber auch diabolische bis charismatische Bösewichte zu bieten gehabt, allen voran natürlich das Duo Lance Henriksen und Arnold Vosloo.

Kurzum: ein Kultfilm für viele Actionfans

2016 dann eine Fortsetzung, und da der Film sich auch noch frech HARD TARGET 2 nennt, komme ich nicht umhin ihn in direkten Vergleich zu stellen. Und dann ist es ein echter Stinker mit nur wenigen wirklich guten Actionszenen aus meiner persönlichen Sicht. Keine Frage, wer B-Movies, Scott Adkins oder Actioner mag, in denen der Schwerpunkt auf körperlichen Auseinandersetzungen liegt, könnte sich gut bedient fühlen. Bis auf zwei, drei kleinere Explosionen bleibt hier aber für mich nichts, das auch nur annähernd das Feeling des ersten Teils aufkommen ließ.

Am Anfang hatte ich noch das Gefühl, Roel Reiné versuche hier, Woos Stil, vor allem in der Anfangssequenz ein wenig zu kopieren, als nicht besonders gut gemachte, aber vielleicht noch gut gewollte, Hommage an den Kult-Vorgänger. Spätestens aber bei den dümmlich eingesetzten Taubenszenen ( in einer Szene sogar ein Schmetterling :-D ) und dem völlig vergeigten Finale kann man sich als Fan des Originals, der selbiges bei jeder Sichtung aufs neue zelebriert hat, allerdings nur an den Kopf fassen. Ich weiß nicht, wer auf die bescheuerte Idee gekommen ist, eine solche Dummpfeife wie diese schwache Henriksen-Kopie zu schreiben, der sich erstmal gemütlich hinsetzt, während er fünf Leute auf den Gejagten einkloppen lässt. Henriksen und Vosloo waren da eben viel mehr Mittendrin statt nur dabei.

Fazit:

Teil 1 ist Kult und für mich mit Abstand Van Dammes beste Performance, Teil 2 als direkte Fortsetzung eine Katastrophe geworden, die vermutlich nur harte B-Movie-Fans feiern werden können. Wirklich brauchbar war hier nur der Score und einige nette Ansätze

Bewertung: Teil 1 bekommt von mir volle 10/10 Punkten

(Irgendwie hoffe ich ja noch, dass der deutlich längere Directors Cut, von dem im Netz manchmal die Rede ist, irgendwann nochmal ausproduziert werden wird...;)

Teil 2 wohlwollende 4 von 10 Punkten, insgesamt ist das aber jämmerlich vergeigt und man sieht, dass offenbar keiner der Beteiligten des ersten Teils so richtig auf den Streifen Bock hatte wohl
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 25.06.2020, 00:04

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Schimanski - Die Schwadron

Nach einem bewaffneten Überfall auf ein von Albanern geführtes Bordell wird Ex-Kommissar Horst Schimanski, der sich in Belgien als Boxtrainer eine neue Existenz aufgebaut hat, reaktiviert und zur Duisburger Polizei versetzt. Man eröffnet ihm, dass sein Kollege Thanner von einem LKW überfahren und ermordet wurde. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft unter Ilse Bonner vermutet einen Maulwurf bei der Polizei in Duisburg. Der Verdacht fällt auf den Beamten Tobias Schrader.

Schimanski - hier ohne Thanner (Eberhard Feik erlag einem Herzinfakt 1994)

Den habe ich damals tatsächlich schon mal gesehen, zumindest teilweise. Die Story mag ein wenig vorhersehbar sein, aber Schimanski motzt wie eh und je - und kommt dabei sympathischer rüber als in manchem Tatort. Die Action, wenn sie einsetzt, macht richtig Druck und Tempo und ist wohldosiert, das Ende angenehm dramatisch. Ein runder Actionkrimi, der durchaus auch heute noch Spaß gemacht hat

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