Filmtagebuch: SFI
Moderator: SFI
Re: Filmtagebuch: SFI
Stimmt, das kommt noch dazu! 
Re: Filmtagebuch: SFI
Wir

Wir bietet im ersten Drittel starke Momente und generiert alleine schon mit den unnatürlichen Bewegungsabläufen der Zwillinge Entsetzen. Einen unausgegorenen Erklärbär hätte ich indes genauso wenig benötigt wie den globalen Eventcharakter. Der Film hätte womöglich am meisten davon profitiert, wenn er sich lediglich auf eine Familie und die Örtlichkeit begrenzt hätte.


Wir bietet im ersten Drittel starke Momente und generiert alleine schon mit den unnatürlichen Bewegungsabläufen der Zwillinge Entsetzen. Einen unausgegorenen Erklärbär hätte ich indes genauso wenig benötigt wie den globalen Eventcharakter. Der Film hätte womöglich am meisten davon profitiert, wenn er sich lediglich auf eine Familie und die Örtlichkeit begrenzt hätte.
Re: Filmtagebuch: SFI
Königreich der Himmel - Directors´ Cut

Die 2020er Verschiebungswelle bietet immerhin die Gelegenheit den Backkatalog der Freundin aufzufüllen. Das bietet dann auch insofern eine neue Facette, als dass man einstige Schmankerl in den Pathostränen der Freundin noch einmal neu erleben darf. Die letzte Sichtung vor einer Dekade empfand ich aber deutlich runder, obwohl ich den DC immer als großartigen Historienstreifen in Erinnerung hatte. Ausstattungstechnisch ist der Streifen freilich immer noch eine Pracht, heutige typische Green-Screen Offensichtlichkeiten fielen mir hier nicht auf. Durch die präzise anmutende Nachzeichnung der wahren Ereignisse, überlagert der überlange Dokucharakter dann aber doch die Action, die im Endeffekt erst nach 2,5 Stunden einsetzt. Ich erinnere mich zwar nicht mehr, ob mir das bereits in der Vergangenheit auffiel, aber ein musikalisches Thema bedient sich allzu offensichtlich der Theme von "der 13. Krieger".


Die 2020er Verschiebungswelle bietet immerhin die Gelegenheit den Backkatalog der Freundin aufzufüllen. Das bietet dann auch insofern eine neue Facette, als dass man einstige Schmankerl in den Pathostränen der Freundin noch einmal neu erleben darf. Die letzte Sichtung vor einer Dekade empfand ich aber deutlich runder, obwohl ich den DC immer als großartigen Historienstreifen in Erinnerung hatte. Ausstattungstechnisch ist der Streifen freilich immer noch eine Pracht, heutige typische Green-Screen Offensichtlichkeiten fielen mir hier nicht auf. Durch die präzise anmutende Nachzeichnung der wahren Ereignisse, überlagert der überlange Dokucharakter dann aber doch die Action, die im Endeffekt erst nach 2,5 Stunden einsetzt. Ich erinnere mich zwar nicht mehr, ob mir das bereits in der Vergangenheit auffiel, aber ein musikalisches Thema bedient sich allzu offensichtlich der Theme von "der 13. Krieger".

Re: Filmtagebuch: SFI
Der 13. Krieger

Der 13. Krieger lebt vom Mythos des Sonntagsfilms, auf den man sich immer freut, wenn ihn das TV-Programm einmal wieder auspuckt. Die Tage kam mir die Nummer sogar spontan in den Sinn und nachdem ich ihn mir bereits auf die Leihliste klicken wollte, war er plötzlich bei Prime verfügbar. Gelangt man dann zum Ende des Films, bleibt wie immer nur ein maximal solider Eindruck übrig und die Tatsache, dass der Film dem Score einfach alles verdankt. Bis zum nächsten Sonntag in ein paar Jahren.


Der 13. Krieger lebt vom Mythos des Sonntagsfilms, auf den man sich immer freut, wenn ihn das TV-Programm einmal wieder auspuckt. Die Tage kam mir die Nummer sogar spontan in den Sinn und nachdem ich ihn mir bereits auf die Leihliste klicken wollte, war er plötzlich bei Prime verfügbar. Gelangt man dann zum Ende des Films, bleibt wie immer nur ein maximal solider Eindruck übrig und die Tatsache, dass der Film dem Score einfach alles verdankt. Bis zum nächsten Sonntag in ein paar Jahren.

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Re: Filmtagebuch: SFI
Ja, dem sieht man sein Querelen hinter den Kulissen an....
Aber zum Glück hört man sie nicht, denn auch der Score wurde mit der "heißen Nadel" gestrickt und gegen einen bereits fertigen von Greame Revell getauscht.
Aber zum Glück hört man sie nicht, denn auch der Score wurde mit der "heißen Nadel" gestrickt und gegen einen bereits fertigen von Greame Revell getauscht.
Re: Filmtagebuch: SFI
auch wenn ich mich nicht mehr soo genau dran erinnern kann...das Brett-Argument, da würde ich mitgehen ;)Nachtwaechter hat geschrieben: ↑24.11.2020, 09:53Geh ich konform.Weihnachtsfilm, der Weihnachten zur Randerscheinung erklärt und auch angenehem offenes Ende auffährt.
Gehe noch weiter: Bester Brett Rattner-Film...
Unser neuestes Projekt: https://open.spotify.com/show/35s3iDdkQ12ikEFT9hOoTP - Talk rund um Filme und Serien
Re: Filmtagebuch: SFI
Würdet ihr Verirrte Kugel als besser als Wheelman sehen? Von letzterem war ich relativ angetan, konnte mich aber von der Art der Action...also der Perspektive bei den Autojagden - nur teilweise wirklich anfreunden ;)
Die Beschreibung des Films Verirrte Kugel erinnert ein wenig an TAXI...kann das sein?

Die Beschreibung des Films Verirrte Kugel erinnert ein wenig an TAXI...kann das sein?
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Re: Filmtagebuch: SFI
Nein, anders. Du sagst es selbst, Wheelman punktete für mich mit der Perspektive, Verirrte Kugel ist klassisch inszeniert. Fast & Furious mit Taxi, aber härter in der Action trifft es ganz gut.Würdet ihr Verirrte Kugel als besser als Wheelman sehen?
Re: Filmtagebuch: SFI
Zudem fragt man sich, wer für solch eine B-Movie Prämisse und paar Typen hinter Holzkulissen 160 Mio. $ locker macht.Nachtwaechter hat geschrieben: ↑07.12.2020, 12:13Ja, dem sieht man sein Querelen hinter den Kulissen an....
Aber zum Glück hört man sie nicht, denn auch der Score wurde mit der "heißen Nadel" gestrickt und gegen einen bereits fertigen von Greame Revell getauscht.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Ich denke "Taxi ohne Humor" trifft es ganz gut....
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Re: Filmtagebuch: SFI
Naja, eine Michael Crichtin-Verfilmung Mitte der 90er von John McTiernan mit Antonio Banderas durfte damals schon was kosten, zumal das Budget durch die Nachdrehs erst explodierten....SFI hat geschrieben: ↑07.12.2020, 15:06Zudem fragt man sich, wer für solch eine B-Movie Prämisse und paar Typen hinter Holzkulissen 160 Mio. $ locker macht.Nachtwaechter hat geschrieben: ↑07.12.2020, 12:13Ja, dem sieht man sein Querelen hinter den Kulissen an....
Aber zum Glück hört man sie nicht, denn auch der Score wurde mit der "heißen Nadel" gestrickt und gegen einen bereits fertigen von Greame Revell getauscht.Gibts den Originalscore irgendwo zu hören?
Den Score hab ich daaaaaaaaaamals auf EMule (bevor es von seinen "Neulandstatus" verlor und in die Illegalität geschoben wurde) runtergeladen und schwirrt noch auf einem selbstgebrannten Rohling herum...
Ansonsten ist Youtube dein "Freund":
Re: Filmtagebuch: SFI
Auch nicht übel.
Re: Filmtagebuch: SFI
Mulan

Halbgar, in offensichtlichen Studiokulissen runtergekurbelte, langweilige Eindimensionalität mit rumpelndem Score ohne Nachhall.


Halbgar, in offensichtlichen Studiokulissen runtergekurbelte, langweilige Eindimensionalität mit rumpelndem Score ohne Nachhall.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Wundert mich, das man ihn nicht im "abgebrochen" - Thread findet... 
Re: Filmtagebuch: SFI
ich denke mal die Freundin mochte ihn und / oder der Bügelwäschestapel war groß 
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note
Re: Filmtagebuch: SFI
Ersteres, da Zweiteres mittlerweile an Erstere ausgelagert wurde. 
Re: Filmtagebuch: SFI
Chauvi!
In diesem Sinne:
freeman
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Re: Filmtagebuch: SFI
Vielleicht bin ich da etwas naiv, aber ähnlich wie bei McTiernans "Last Action Hero" finde ich, dass man die schwierige Produktionsgeschichte hinter "Der 13te Krieger" gar nicht so sehr sieht, da kommen mir schlimmere Beispiele in den Sinn. Finde beide Filme auch immer noch ziemlich stark - da hat McTiernan bei manchem Film ohne Streit hinter den Kulissen Schlechteres abgeliefert. 
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
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Re: Filmtagebuch: SFI
"Last Action Hero" kaschiert das ganz gut, da bin ich bei dir, aber bei "Warrior" find ich gerade das überhastete Ende sehr augenscheinlich.Und auch sonst geht manches viel zu schnell, was stark nach überhasteter 'Postproduction riecht. Aber, ich bin ehrlich, um in Details zu gehen ist die letzte Sichtung viel zu lange her...
Re: Filmtagebuch: SFI
Über Weihnachten

Netflix kann immer noch keine Filme, doch Netflix kann neuerdings deutsch. Wenn Basti, der erfolglose Berliner Musiker an Weihnachten zur Familie in das beschauliche Eifelstädtchen Monschau zurückkehrt, dann sind die drei Tage wie ein Spiegel unseres Selbst. Hier werden all jene Klischees bedacht, die wahrer nicht sein könnten und dabei ein differenzierter Blick auf das Gefühl Heimat geworfen. Ein wundervoller Mix aus Humor, Drama, Nostalgie, Geborgenheit und (unerfüllter) Sehnsüchte, der auch das Verliebtsein mit viel Authentiziät versprüht. Mittendrin: Die Stirb Langsam Fanoma mit herrlichen Spitzen. Ich bin mir allerdings sicher, dass die Miniserie im Frühjahr gedreht wurde, denn für Dezember herrschten ungewöhnliche Lichtverhältnisse.


Netflix kann immer noch keine Filme, doch Netflix kann neuerdings deutsch. Wenn Basti, der erfolglose Berliner Musiker an Weihnachten zur Familie in das beschauliche Eifelstädtchen Monschau zurückkehrt, dann sind die drei Tage wie ein Spiegel unseres Selbst. Hier werden all jene Klischees bedacht, die wahrer nicht sein könnten und dabei ein differenzierter Blick auf das Gefühl Heimat geworfen. Ein wundervoller Mix aus Humor, Drama, Nostalgie, Geborgenheit und (unerfüllter) Sehnsüchte, der auch das Verliebtsein mit viel Authentiziät versprüht. Mittendrin: Die Stirb Langsam Fanoma mit herrlichen Spitzen. Ich bin mir allerdings sicher, dass die Miniserie im Frühjahr gedreht wurde, denn für Dezember herrschten ungewöhnliche Lichtverhältnisse.
Re: Filmtagebuch: SFI
Captive State

Mit deutlicher Verzögerung klappte es in Deutschland endlich mit dem BD-Release und der hat es wahrlich in sich. Captive State punktet mit einem faszinierenden Aliendesign und setzt die SciFi Komponente nur punktuell, dafür aber umso wirkungsvoller ein. Die Invasion wird hier nicht als Actionspektakel oder mit postapokalyptischen Bildern inszeniert, sondern als bedingungslose Kapitulation, die ein komplett überwachtes aber weitgehend normales Leben ermöglicht. Die sogenannten Legislatoren stehen dabei auch synonym für autoritäre Regime oder den Raubtierkapitalismus. Der Film selbst fokussiert dabei die Raffinesse des Widerstands, während Aspekte der Invasion, ähnlich wie bei Spielbergs Krieg der Welten, nur aus der Ferne bebildert werden. Wer sich auf die unkonventionelle Herangehensweise einlassen kann, der wird mit einem spannenden SciFi-Thriller belohnt, der mit innovativen Komponenten punktet und für ein starkes Ende sorgt.


Mit deutlicher Verzögerung klappte es in Deutschland endlich mit dem BD-Release und der hat es wahrlich in sich. Captive State punktet mit einem faszinierenden Aliendesign und setzt die SciFi Komponente nur punktuell, dafür aber umso wirkungsvoller ein. Die Invasion wird hier nicht als Actionspektakel oder mit postapokalyptischen Bildern inszeniert, sondern als bedingungslose Kapitulation, die ein komplett überwachtes aber weitgehend normales Leben ermöglicht. Die sogenannten Legislatoren stehen dabei auch synonym für autoritäre Regime oder den Raubtierkapitalismus. Der Film selbst fokussiert dabei die Raffinesse des Widerstands, während Aspekte der Invasion, ähnlich wie bei Spielbergs Krieg der Welten, nur aus der Ferne bebildert werden. Wer sich auf die unkonventionelle Herangehensweise einlassen kann, der wird mit einem spannenden SciFi-Thriller belohnt, der mit innovativen Komponenten punktet und für ein starkes Ende sorgt.
Re: Filmtagebuch: SFI
The Drop

Gemächlicher Gangsterthriller, der sich vielleicht etwas zu stark auf die schauspielerisch gelungene Charakterstudie von Tom Hardys Charakter Bob fokussiert und so das eine oder andere Handgemenge vermissen lässt. Dennoch trägt Hardys zurückhaltender, tendenziell introvertierter Charakter den Film vor allem deshalb, weil die restlichen Charaktere bedrohlicher und durchtriebener wirken, als sie womöglich sind.
+

Gemächlicher Gangsterthriller, der sich vielleicht etwas zu stark auf die schauspielerisch gelungene Charakterstudie von Tom Hardys Charakter Bob fokussiert und so das eine oder andere Handgemenge vermissen lässt. Dennoch trägt Hardys zurückhaltender, tendenziell introvertierter Charakter den Film vor allem deshalb, weil die restlichen Charaktere bedrohlicher und durchtriebener wirken, als sie womöglich sind.
+- Nachtwaechter
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Re: Filmtagebuch: SFI
Keine Ahnung wie lange der schon in der Watchlist liegt...
- deBohli
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Re: Filmtagebuch: SFI
Den Film habe ich bisher nie gesehen, das Buch von Lehane gefiel mir allerdings weniger gut. Diese Kurzmeinung schrieb ich 2015 dazu:
"The Drop", eine kürzere Kriminalgeschichte von Dennis Lehane, hat eine etwas wirre Entstehung hinter sich. Kurzgeschichte, Drehbuch, Roman. Leider merkt man dies dem Buch an.
Dennis Lehane ist seit einigen Jahren einer meiner liebsten Autoren. Wie wenige andere Schriftsteller schafft er es, Figuren und Charakteren in wenigen Sätzen ein faszinierendes Leben einzuhauchen. Seine Geschichten bestechen durch den Realismus und die Verzweiflung des echten Lebens. Auch bei "The Drop" gelingt ihm dies vorzüglich. Die handelnden Personen sind glaubhaft und verfügen über eine Geschichte. Doch leider kann die Grundstruktur der Buchs hier nicht mithalten. Viele Szenen wirken konstruiert und haben den Mief eines Drehbuchs.
Alles wirkt eher wie eine Schreibübung als ein Roman. Kurzweilig ist das Werk auf jeden Fall, aber Lehane hat schon viel bessere Bücher geschrieben.
Re: Filmtagebuch: SFI
Jede Sekunde zählt - The Guardian

Top Gun im Wasser nebst markanter Sonnenbrille und markigen Durchhalteparolen. Tendenziell zu lang geraten und überraschungsfrei, dafür mit einem gelungenen Ende, welches den Titel mythisch prägt. Costner rettet die Unzulänglichkeiten.


Top Gun im Wasser nebst markanter Sonnenbrille und markigen Durchhalteparolen. Tendenziell zu lang geraten und überraschungsfrei, dafür mit einem gelungenen Ende, welches den Titel mythisch prägt. Costner rettet die Unzulänglichkeiten.

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