Halloween Kills

Hier geht es um Serienkiller- und Slasher-Flicks.
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Halloween Kills

Beitrag von Vince » 21.10.2021, 08:15



Halloween (2018)

Originaltitel: Halloween
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2018
Regie: David Gordon Green
Darsteller: Jamie Lee Curtis, Judy Greer, Virginia Gardner, Miles Robbins, Nick Castle, Will Patton, Dylan Arnold, Toby Huss, Jefferson Hall, Andi Matichak, Haluk Bilginer, James Jude Courtney u.a.

*Platzhalter*

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Re: Halloween Kills

Beitrag von Vince » 21.10.2021, 08:15

Halloween Kills

Bild

Originaltitel: Halloween Kills
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2021
Regie: David Gordon Green
Darsteller: Anthony Michael Hall, Jamie Lee Curtis, Judy Greer, Kyle Richards, Andi Matichak, Stephanie McIntyre, Nick Castle, Dylan Arnold, Charles Cyphers, Kadrolsha Ona Carole, Robert Longstreet, Omar J. Dorsey u.a.

David Gordon Greens erster Versuch, den altgedienten Michael Myers aus der Rente zu holen, rief im Jahr 2018 geteiltes Echo hervor: Während die einen von einem werkgetreuen "Halloween" der alten Schule sprachen, bemängelten die anderen Einfallslosigkeit und handwerkliche Defizite. Mit etwas Corona-Verspätung ist nun endlich die Fortsetzung "Halloween Kills" da... und sie wird die Meinungsverschiedenheiten nicht etwa aufheben, sondern auf die Spitze treiben - garantiert.

Zur Kritik von "Halloween Kills"

:liquid4:

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Re: Halloween Kills

Beitrag von Vince » 21.10.2021, 08:15

*Platzhalter für Halloween Ends*

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Re: Halloween Kills

Beitrag von SFI » 21.10.2021, 16:10

Ich bin ja nach der 1 ausgetiegen, also der von 1978. :lol:
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Re: Halloween Kills

Beitrag von freeman » 21.10.2021, 20:38

Zum ersten schrieb ich damals:

Seltsam, hat den hier noch keiner gesehen? Es ist so ruhig? Verdächtig ruhig. Vielleicht, weil ihn alle so öde fanden wie ich und es nicht zugeben wollen :lol: Hab mich teils ganz schön gequält. Fand ihn zu zahm, vor allem zu Beginn zu zerdehnt und am Ende hab ich nicht mehr wirklich reingefunden. Und Jamie Lee Curtis sieht in dem Film einfach nur verheerend schlecht aus und spielt teils wirklich übel. Ich bin tatsächlich aus dem Film raus und hab wieder für Zombies Halloween geschwärmt. Der hat irgendwie aus Michael mehr rausgeholt. Ihm Wucht gegeben. Alleine die Szene im neuen Halloween, wo Michael Ewigkeiten im Dunkeln lauert, bevor er irgendwann zuschlägt. In der Zeit hätte der in Zombies Werk schon die 10 Leute neben seinem auserkorenen Opfer umgehauen :lol: Und kommt mir nicht mit Spannung, die hats in dem Film ja nun wirklich Null.

Seitdem hab ich ihn auch nie wieder geschaut. Trotzdem freu ich mich auf die zwei. Vinces Ausführungen lassen ja hoffen, dass er "anners" wird. Das kann ja nur gut sein für mich. :lol:

In diesem Sinne:
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Re: Halloween Kills

Beitrag von Vince » 21.10.2021, 20:54

Anders ist er in Bezug aufs Drehbuch, inszenatorisch hat er leider ähnliche Schwächen wie der 2018er. Könntest also durchaus noch auf die 1/10 runtergehen, wenn dir der neue Kurs nicht schmeckt. Wobei es zumindest mehr schmatzt als im ersten, das hattest du ja auch bemängelt, dass es da nicht genug zur Sache ging.

Vor allem kann ich mir auch gut vorstellen, dass der dritte Teil dann wieder mehr wie der erste sein wird, denn das fühlt sich alles schon sehr nach der typischen Sandwich-Struktur an. Und momentan sind wir im Schinken-Käsebelag. Hoffen wir also, dass die letzte Brotscheibe ordentlich gebuttert ist. Wir werden es wohl nächstes Jahr erfahren.

Bis dahin noch zur Ergänzung mein Kommentar zum 2018er:

Halloween (2018)
Kommentar vom 26.09.19:

Wenn man sich schon der neumodischen Ignoranz anschließt, einfach die über Jahrzehnte aufgebaute Mythologie einer Filmserie komplett auszublenden und nur noch das Original (und selbstverständlich sich selbst) als relevant zu betrachten, dann sollte man besser auch mächtig abliefern. Inwiefern David Gordon Green das gelingt, ist zumindest diskutabel.

"Halloween", bereits der dritte Film der Reihe mit diesem Namen, präsentiert sich als ehrfürchtiger Spross der Ur-Version von 78. Anders als Rob Zombies radikale Neuinterpretation ist Greens Ansatz geprägt von bemerkenswerter Schildtreue, die schon beim Synthesizer-Theme beginnt: Während der flackernde Kürbiskopf langsam zur zweidimensionalen Laterne aus Licht eindampft, wird Carpenters Komposition nur so unwesentlich variiert, dass ihr Wiedererkennungswert möglichst keinen Schaden nimmt. Über die Fotografie reicht die Verbeugung dann auch ins Optische hinein. Schon in seinem Frühwerk hat Green sehr herbstlich inszeniert ("Undertow"), insofern leuchtet seine Wahl für den Regieposten ein, denn die suburbane Allee mit ihren hübsch aufgereihten Einfamilienhäusern und den einzeln gepflanzten Bäumen, die gerade ihren Schmuck verlieren, ist eine exakte Nachstellung des Schauplatzes, an dem alles begann.

Es ist letztlich nur die Zeit, die Green als Mittel der Veränderung zulässt. Michael Myers ist kein hochgewachsener Bursche mehr, sondern ein alter Mann; ein Fakt, das hinter der Maske jedoch zur Bedeutungslosigkeit verkommt. Und Jamie Lee Curtis ist zurück. Von Falten gezeichnet, von der Angst besiegt, ist sie der einzige große Trumpf, über den die Neuverfilmung verfügt und der ihren Back-to-the-roots-Ansatz legitimiert. Obgleich ihre Rolle eine Schablone ist, in die bald auch die neue Sarah Connor passen wird, wird sie von Curtis so kraftvoll gespielt, dass man ihr psychologisches Profil nicht in Frage stellt... obwohl man es könnte. Ihre Einführung fällt jedenfalls genauso überzeugend aus wie ihre Entwicklung über 90 Minuten, obwohl die späte Abrechnung mit "Halloween H20" ja längst durchexerziert worden ist.

Vom Slasher-Anteil hat man dafür nicht sehr viel: Obwohl vor keiner Sorte Opfer zurückgeschreckt wird, entpuppen sich die Kills als einfallslos und blutleer (bzw. blutig noch jenseits der Leinwand), die Nebendarsteller und Statisten als uninteressantes Vieh, das es viel zu einfach macht, sich in Michaels Perspektive zu versetzen. Karikaturen interagieren vogelwild mit ernsthaft ausgearbeiteten Rollen, autonome Subplots streifen fast zufällig den roten Faden der Geschichte, so dass man nicht das Gefühl hat, dass hier mit einem Masterplan gearbeitet wurde. Der Horror bleibt dabei wirklich erstaunlich unreflektiert, was man einerseits als konsequent anti-postmodern bezeichnen könnte, was aber andererseits nach einer Reihe von Sequels in zweistelliger Höhe nicht mehr besonders gut funktioniert. Und vor allem: Die größte Qualität des Carpenter-Originals, diese unerträgliche Intensität, diese zum Schneiden dicke Atmosphäre... nichts davon ist vorhanden.

Ja, wir befinden uns nur einen Katzensprung entfernt von den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts. Die Postmoderne des Millennium Change sollte inzwischen abgeschüttelt sein. Das heißt aber noch lange nicht, dass man die Fortsetzung eines 40 Jahre alten Klassikers so statisch angehen muss.

:liquid4:

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Re: Halloween Kills

Beitrag von freeman » 26.10.2021, 19:35

Halloween Kills
Mir ging Teil zwei der neuen Trilogie deutlich besser runter als die eins. Allerdings imo auch nur, weil der total den Gorebauern in mir getriggert hat und ich tatsächlich auch mal wieder Bock auf einen Film hatte, in dem Augen in Großaufnahme ausgedrückt und Messer auf unterschiedlichste Weise in Schädel getrieben werden. Wie nach diesem Film der echte zweite Halloween bei uns noch beschlagnahmt sein kann, erschließt sich null, denn "Kills" legt da ja zig Schippen drauf. Da kommt teilweise sogar der gute Rob Zombie nicht hinterher. Gefallen hat mir auch die zunehmend um sich greifende Überhöhung Michaels. Die zahlreichen Gastauftritte von Darstellern aus dem Ur-Halloween waren ebenfalls ein nettes Goodie. Die Geschichte hingegen ist kaum mehr als ein Lückenfüller, einige Abschnitte gingen mir sogar total auf den Zünder (Krankenhaus-Panik) und wenn die Figuren in dem Film raunen, dass irgendwas irgendwie Michaels großer Plan gewesen sei, kann man gar nicht anders, als sich im Kinosessel vor Lachen hin und her zu werfen. Michael und große Pläne, ABER NATÜRLICH. Davon abgesehen will ich jetzt wissen, wie das alles endet, ergo: Ne Menge richtig gemacht.
:liquid6:

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Re: Halloween Kills

Beitrag von MarS » 31.05.2022, 18:26

Halloween Kills macht es mir schwer ihn vernünftig einzustufen. Auf der einen Seite fand ich die Optik sehr gelungen, einfach weil der Streifen so auch in die gute alte Zeit gepasst hätte. Die Kills sind angenehm blutig und zahlreich vorhanden (früher wäre dem eine Indizierung sicher gewesen). Der Soundtrack pumpt an manchen Stellen ziemlich cool Atmosphäre in das Geschehen, und wirkt dafür an anderen ziemlich belanglos. Was mir fehlte, war eine bedrohliche Atmosphäre. Dieses Katz und Maus Spiel, welches für Slasher so typisch war. Erst gegen Ende kam etwas Spannung auf. Inhaltlich war die Sache auch nicht allzu zufrieden stellend. Auf der einen Seite will man es anders machen als in den alten Streifen (Gegenwehr), deutet dann irgendwann auf einen inhaltlich krachenden Plottwist hin (Blick aus dem Fenster) und spult dann ziemlich generisch das Finale herunter.

Ich hatte durchaus Spaß an dem Film, hatte mir dann aber doch irgendwie mehr erhofft.

:liquid6:

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