
Aaron Sorkin beamt uns in eine Zeit die für uns im Jahre 2022 etwas strange vorkommen wird: die Produktion der TV Serie "I Love Lucy" im Jahre 1952. Eine Zeit wo geraucht wird wie aus einem Fabrikschlot, Schwangere ohne Hintergedanken Jim Beam trinken, Schauspieler Eigentum der jeweiligen Studios waren und man im TV nicht schwanger sein durfte oder das Film-/TV Ehepaare in einem gemeinsamen Bett schlafen. Und vor allen: die Angst der USA vor dem Kommunismus.
Sorkin setzt allerdings etwas Grundwissen voraus, sei es eben diese Kommunistenjagd oder die TV Serie "I Love Lucy". Man gab viel Geld für Studiobauten und Kostüme aus um diese alte Zeit lebendig werden zu lassen. Dazu jede Menge bekannte Darsteller bis hin zu den Nebenrollen die allesamt zeigen können was sie so können.
Wie immer bei Sorkin ist das ganze extrem Dialoglastig das einem bei fast 135 Minuten Laufzeit am Ende die Ohren bluten. Aber es lohnt sich - "Being the Ricardos" ist altmodisches klassisches Darstellerkino wie es so in dieser Art wirklich selten geworden ist. Besonders Nicole Kidman (Optisch kaum wiederzuerkennen) ist eine Wucht. Ein großartiger Film - sofern man mit der Machart was anfangen kann und man bereit ist sich in dieses für uns fremdartige Weltbild fallenzulassen.









