Eigentlich könnten hier noch Plathalter hinzu, denn "Die Faust des Condors" endet mit einer Art Etappensieg für den Heroen, den Ernesto Díaz Espinoza seinem Buddy Marko Zaror als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent auf den muskulösen Leib schneiderte. Das Ganze spielt in der Gegenwart, grast aber diverse Topoi des klassischen Eastern ab, wenn sich zwei Brüder plus diverse andere Parteien um das Geheimnis einer nach einem Tier benannten Kampftechnik (hier: die titelgebende Condor-Faust) gegenseitig die Kauleisten polieren. Hinzu kommen Trainingseinheiten bei alten Meistern, Meuchelmord an alten Meistern, das Durch-die-Lande-Ziehen auf dem Pfad der Rache usw. usf. Allerdings müssen ständig Zaror oder seine Meisterin den Film dauernd mit einem penetranten Off-Kommentar zum Thema Kampfsportschelle zulabern, bis man ihnen die Nervensägenschelle der Adlerkralle im achten Haus des Wassermannes verpassen möchte. Die simple Geschichte, in der Zaror einen Gegner nach dem anderen vertrümmt, wird achronologisch erzählt, wodurch kein echter Fluss entsteht und es zudem verwirrt, dass Zaror nicht nur zwei Rollen spielt, sondern diese in der Vergangenheit aufgrund der Perücke fast gleich aussehen. Ob das wirklich so ein bewusstes Verwirrspiel ist, wie freeman suggeriert, wage ich einfach mal zu bezweifeln, zumal dieser ganze Verwechslungsaspekt erzählerisch zu nix führt. Immerhin gibt es in regelmäßigem Abstand auf die Fresse und da punktet der Film dann mit den Moves seiner Darsteller, vor allem natürlich Zaror, dessen Stil wie ein Mix aus Kung Fu und Capoeira anmutet. Die Choreo kann auch was, Inszenierung und Schnitt hakeln dagegen etwas, gerade wenn Zarors Flugfähigkeiten ganz offensichtlich durch den Schnitt verlängert werden (aber vielleicht ist auch das eine Hommage an mit der Heckenschere geschnittene Bahnhofskino-Eastern der Seventies). Manches ist auch echt luschig (das total unspektakuläre Abräumen in der Bikerbar), anderes wie der Final Fight fetzt ganz ordentlich. Das Ende lässt dann Raum für ein bis drölfzig Sequels, aber ob ich die wirklich sehen möchte, ist angesichts des total egalen und zwischen den Fights langweiligen "Die Faust des Condors" fraglich.
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Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]