Ah, damals wolltest Du den Streifen noch meiden, lese ich gerade.
Wie geschrieben - rechts
extrem würde ich nicht sagen. Aber halt "konservativ-republikanisch".
Aufs meiner Kritik dazu:
„Run Hide Fight“ (2020) ist ein „problematischer“ Film – und das aus gleich mehrerlei Gründen. Er stammt aus dem Hause „Cinestate“ – einem „nach rechts geneigten“ texanischen Studio, das bis vor kurzem vorrangig für die S. Craig Zahler Regie-Arbeiten „Bone Tomahawk„, „Brawl in Cell Block 99“ und „Dragged across Concrete“ Aufmerksamkeit erlangte. Im Gegensatz zu Hollywood – wo ja „die Demokraten regieren“ – wollte man dort populistische Unterhaltung für eine primär republikanische Zuschauerschaft schaffen. Adam Donaghey („VFW„) war einer der Produzenten, mit denen man dort regelmäßig kooperierte. Jener stand schon länger in dem Ruf, der Harvey Weinstein von Dallas zu sein – was der „Cinestate-Obrigkeit“ so offenbar auch wohlbekannt war. Das ergaben jedenfalls Recherchen u.a. der News-Website „The Daily Beast“, welche prominent darüber berichtete. Es gibt sogar eine Ton-Aufzeichnung einer Belästigung aus dem Jahr 2014. Am 27. April 2020 wurde Donaghey schließlich verhaftet. Die Anklage – erst einmal in einem konkreten Fall: Sexueller Übergriff. Das Opfer: Eine 16-jährige, auf die er im Rahmen eines seiner Projekte traf…
An dem hier nun zur Besprechung vorliegenden Streifen – dessen ursprünglicher Titel übrigens „Perform Hide Fight“ lautete – hat Donaghey als Executive Producer mitgewirkt. Sein Name wurde inzwischen jedoch aus allen Credits entfernt – inklusive des betreffenden „Imdb“-Eintrags. Während des Drehs hatte es ebenfalls „Vorkommnisse“ gegeben – infolge derer einige Crew-Mitglieder kündigten (unter ihnen First Assistant Director Meg Beatty sowie die Makeup- und Haar-Stylistin Madeleine Rose). Nach seiner Fertigstellung gelang es dem Werk dann irgendwie, seine Welt-Premiere im Programm der 77. Film-Festspiele von Venedig zu feiern: Die Kritiken fielen nicht gerade positiv aus – und es konnte kein Deal zur weiteren Veröffentlichung abgeschlossen werden. Später sicherte sich ausgerechnet „The Daily Wire“ letztlich die nordamerikanischen Vertriebsrechte: Ein konservatives Medien-Unternehmen, das von Ben Shapiro und Jeremy Boreing gegründet wurde sowie auf diesem Wege seinen Einstieg in diesen Zweig der Entertainment-Industrie vollziehen wollte…
Die Tötung des Tieres ist natürlich auch nicht schön.