Resident Evil II-VI + Welcome to Raccoon City + Evil has always had a Name + 2026er Reboot
Re: Resident Evil II-VI + Welcome to Raccoon City + Evil has always had a Name
Klingt schonmal gut. Morgen Abend mache ich mir ein eigenes Bild. Bin gespannt, ob da noch ein DC kommt. Im Netz heißt es ja, die Licker aus dem einen Trailer würden bspw. nicht auftauchen. Und Cregger selbst hat berichtet, dass er nach Test-Screenings auch noch Humor entfernt hätte...
Re: Resident Evil II-VI + Welcome to Raccoon City + Evil has always had a Name + 2026er Reboot
Bin gleich auch drin, muss doch endlich mal klappen mit einem guten Resi.
Re: Resident Evil II-VI + Welcome to Raccoon City + Evil has always had a Name + 2026er Reboot
Bin im Grunde im Formationsflug mit Nils:
Zach Cregger´s „Resident Evil“ (2026) ist ein sehenswerter, gradliniger, düster-atmosphärischer Survival-Horror-Thriller mit einem ansprechend alltäglichen Helden (feine One-Man-Show: Austin Abrams) sowie überraschend viel (gelungenem) Humor, den man imo höchstens im Bereich der Szenen mit Paul Walter Hauser ein Stück weit hätte zurückschrauben können (da beide Figuren im Rahmen jener in der Hinsicht ähnlich angelegt wurden). Die Videospiel-Vorlage wurde auf inspirierte Weise adaptiert und bietet Fans genügend Wiedererkennungsmerkmale (plus Anspielungen etwa auf die „Body Snatchers“ sowie das Schaffen John Carpenters), es gibt eine Reihe effektiver, in Erinnerung verbleibender Setpieces, das Creature-Design ist schön grotesk und das „zunehmend größer werdende“ Geschehen endet nett an einer Stelle, die ich als angenehm empfand, da es mir in jener Phase generell allmählich zu CGI-lastig wurde. Kurzum: Nicht Cregger´s bestes Werk – das ist noch immer „Weapons“ – wohl aber der bislang beste „Resident Evil“-Streifen…
starke
Zach Cregger´s „Resident Evil“ (2026) ist ein sehenswerter, gradliniger, düster-atmosphärischer Survival-Horror-Thriller mit einem ansprechend alltäglichen Helden (feine One-Man-Show: Austin Abrams) sowie überraschend viel (gelungenem) Humor, den man imo höchstens im Bereich der Szenen mit Paul Walter Hauser ein Stück weit hätte zurückschrauben können (da beide Figuren im Rahmen jener in der Hinsicht ähnlich angelegt wurden). Die Videospiel-Vorlage wurde auf inspirierte Weise adaptiert und bietet Fans genügend Wiedererkennungsmerkmale (plus Anspielungen etwa auf die „Body Snatchers“ sowie das Schaffen John Carpenters), es gibt eine Reihe effektiver, in Erinnerung verbleibender Setpieces, das Creature-Design ist schön grotesk und das „zunehmend größer werdende“ Geschehen endet nett an einer Stelle, die ich als angenehm empfand, da es mir in jener Phase generell allmählich zu CGI-lastig wurde. Kurzum: Nicht Cregger´s bestes Werk – das ist noch immer „Weapons“ – wohl aber der bislang beste „Resident Evil“-Streifen…
starke

Re: Resident Evil II-VI + Welcome to Raccoon City + Evil has always had a Name + 2026er Reboot
Päckchen-Beobachtungen zu einem Päckchen-Ausnahmewerk in der scheinbar schwierigen, weil selten vom Erfolg gekrönten Disziplin der Videospieladaptionen:

- Die bisherigen Versuche von Anderson, Witt, Mulcahy und Roberts stellen keine allzu großen Hürden dar. Es war ohnehin davon auszugehen, dass es zum besten Resident Evil bisher reichen dürfte. Zach Cregger ist aber kein gutes Pferd; er springt wesentlich höher als er eigentlich müsste.
- Das Rot- und Blaulicht eines Polizeiwagens macht sich bei Nacht auf Schnee einfach verdammt gut.
- Merke: Am Anfang ist immer der unscheinbare Durchschnittszombie. Du musst ihm einmal tief in die Augen schauen, um zu begreifen, dass er nicht einfach nur ein Mensch in desolatem körperlichen Zustand ist. Der große Schockmoment des sich zum Spieler umdrehenden ersten Zombies aus dem Jahr 1996 wird nicht kopiert, sondern in einer völlig unabhängigen Einführung auf originelle Weise variiert.
- Die sich aus dem Kleinen ins Große dehnende Ausbreitung der Handlung ist ein einziger langer Zoom-Out des bezeugenden Auges, eine Stück-für-Stück-Enthüllung einer Apokalypse in Filmlänge.
- Apropos Filmlänge: Unter 100 Minuten!
- Die 3rd-Person-Perspektive wurde wahrscheinlich noch nie so akkurat ins filmische Medium übertragen. Die Kamera rückt dem armen Kurierjungen einfach nicht von der Pelle.
- Der Kurierjunge, gespielt von Austin Abrams, ist kein Leon S. Kennedy oder Chris Redfield. Er stolpert völlig jungfräulich in die Franchise und wird sich mit ihren Mechaniken erst noch vertraut machen müssen. Wie entsichert man nochmal eine Waffe?
- Der Kurierjunge ist mehr als nur eine Spielfigur, die von einem Controller in den Händen der Zuschauer gesteuert wird. Er provoziert Vorurteile gegenüber einer fahrlässig handelnden Jugendgeneration, die nicht nachdenkt, bevor sie handelt, entpuppt sich aber in der Summe vieler kleiner Einzelhandlungen als pflichtbewusst und zuverlässig; er ist ein wandelnder Widerspruch, eine dauerfluchende Slacker-Erscheinung mit großem Verantwortungsbewusstsein. In den kritischsten Situationen beweist er mehr Courage, als es die meisten Zuschauer in einer solchen Situation je könnten.
- Die grüne Kühltasche mit dem weißen Kreuz ist die perfekte ikonische Reduktion auf die Item-Mechanik einer ganzen Spielegattung, die sich regelrecht von Medipaks ernährt, weit über „Resident Evil“ hinaus. Die spezifischere grüne Topfpflanze wird in einer Szene trotzdem vom Kegel der Taschenlampe erfasst.
- Jedes Kapitel des Films ist wie ein eigenes Schlauchlevel mit oftmals absurdem Design. Das stets auf die eine oder andere Weise abgegrenzte Areal zwingt regelrecht dazu, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und Lösungen für akute Probleme zu finden. Man könnte der linearen Struktur, die sich aus diesem Aufbau ergibt, dramaturgische Monotonie unterstellen; tatsächlich bleibt man aber permanent gefesselt, weil man einfach nie weiß, was als nächstes passiert. Der ganze Film ist gewissermaßen eine permanente Aufforderung, im Moment zu verharren.
- Waldstraßen und Kanalisationen, Großstadtstraßen und Krankenstationen, Horizontale und Vertikale: Der Weg des Protagonisten ist episodisch gestaffelt und dabei abwechslungsreicher, als man bei einem Echtzeit-Konzept meinen sollte.
- Schlösser für Zäune und Türen erweisen sich in diesem Kontext als ideales Running-Gag-Material. Irgendwie muss man ja signalisieren, dass es nun ins nächste Level geht.
- Überhaupt; dieser Humor. Seelenschmeichelei für manche, Tafelkratzen für andere. Cregger spielt nach „Weapons“ erneut schiefe Noten. Man braucht schon Eier, ausgerechnet einen „Resident Evil“ zu einer Komödie der apokalyptischen Verzweiflung zu machen und dann auch noch damit durchzukommen. Es geht irgendwie auf, weil die Komik oft wie die einzig richtige Antwort auf die Ausweglosigkeit der jeweiligen Situation erscheint. Etliche „Nope“-Momente inklusive. Über das Ziel hinausgeschossen wird allenfalls in der Sequenz mit Paul Walter Hauser (ich hup' dir gleich eins, du!).
- Möglicherweise lässt sich der Humor auch deswegen hinnehmen, weil im Gegenzug Suspense-Aufbau und Jump Scares mitsamt des Sounddesigns und des Soundtracks sitzen wie eine Eins.
- Nix ist mit Fanservice. Etliche Publikumslieblinge werden ausgeklammert oder im Schatten gelassen. Das ganze Konzept schreit nach Verrat an der Marke. Darüber wird sicher im Abgang mehr abgekotzt werden als der Kotzzombie Munition hat. Dennoch sickert die Marke nach und nach in den Film ein, reiner und wahrhaftiger als jemals bisher.
- Zurückhaltung ist nicht so ganz das Ding dieses Films. Was raus muss, muss raus. Der Trailer mag noch einen Prolog in Aussicht stellen, der sich den wahren Schmodder für ein mögliches Sequel aufspart. Manch einer wird sich noch wundern. So schnell kann man gar nicht gucken, wie sich der Fokus von einem lädierten Unfallopfer auf einer einsamen Landstraße hin zu einer gigantischen Körperteilbolognese verschiebt, die bildlich gesprochen von einer Gabelspitze in Form eines Hochhauses aufgerollt wird. Das ist nicht nur Garnitur, das ist unverhohlenes Splattervergnügen.
- Die Spezialeffekte zeigen sich bei diesem Transformationsprozess nicht nur von der Vorlage (insbesondere „Resident Evil 4“ mit all diesen Würmern, die in Rümpfen zappeln) inspiriert, sondern erneut auch von John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“, dem niemals verblassenden Bodyhorror-Leitstern.
- Inmitten dieses Chaos aus wabbelnden Fleischwülsten und wedelnden Tentakeln bleibt der menschliche Funken in den Augen der Monster immer am Leben. Man hat beinahe Mitleid mit ihnen, wenn auch nicht mehr als mit dem Kurierjungen. Die Wege des Virus bleiben unergründlich, was der Artenvielfalt der zu erwartenden Mutationen nur behilflich sein kann.
- Als der Filmtitel ein letztes Mal eingeblendet wird, kann man gar nicht verstehen, dass es schon vorbei sein soll. Hat der Trip nicht gerade erst angefangen? So fühlt man sich sonst nur nach einer guten Achterbahnfahrt. Man möchte glatt den Kartenkontrolleur fragen, ob man vielleicht ausnahmsweise für eine zweite Runde sitzen bleiben kann.
Re: Resident Evil II-VI + Welcome to Raccoon City + Evil has always had a Name + 2026er Reboot
Für mich ist "Resident Evil" von Cregger keine wirkliche Adaption der Marke "Resident Evil". Mir kommt es so vor, als habe Cregger ein Drehbuch über Zombies und Co. geschrieben, wurde dann von Sony wegen eines Resident-Evil-Filmes angefragt und hat dann schnell noch Racoon City und Umbrella an drei Stellen im Text untergebracht. Der Rest ist für mich eher ein "The Thing 3" als ein "Resident Evil". Kenne auch niemanden, der aus einem Resi-Spiel rauskam und dann meinte: Was habe ich bei dem Spiel gelacht.
Der Komikfaktor war mir hier viel zu hoch. Vor allem das Finish ist ja fast schon eine hysterische Komödie.
Interessanterweise blenden zudem fast alle Reviews zum Film irgendwie die coolen Animationsstreifen aus. Unter denen würde ICH nämlich den besten "Resident Evil"-Film vermuten. Ist witzigerweise wie beim Genre der Spieladaptionen allgemein, wo es immer heißt, es gäbe kaum gute und erfolgreiche Varianten. Wie viel Kohle hat der "qualitativ minderwertige" Super-Mario-Animationsfilm nochmal eingespielt?
Und warum findet der RE-Serienfeldversuch kaum Erwähnung? Der müsste doch unseren Wokies gut runtergehen? 
ABER das heißt nicht, dass ich "Resident Evil" als schlechten Film begreife. Nö. Der Streifen ist sehr unterhaltsam, hat ein ordentliches Tempo, verwandelt sich recht smooth vom Atmosphärebolzer zur überkandidelten Monstersause, hat ein paar geile Kreaturen zu bieten (geil auch der Monsterfressenbauch, der ja massiv beim "Thing" abgerippt wirkt) und sieht fantastisch aus. Er war mir aber halt zu witzig. Meine Probleme hatte ich zudem mit der Hauptfigur. Deren Dauergeblubber zerstörte imo alle spannenden Szenen. Es gab imo einen Jump Scare, der auch mich gerissen hatte, der Rest wurde in seiner Wirkung durch tausende Fucks und ähnliches Gegiggel doch deutlich abgemildert.

Sehr geil fand ich den Gag rund um die Schlösser. Was hasse ich solche Momente in Spielen, in denen ich bis unter die Zähne bewaffnet bin, aber ein simples Schloss zum nächsten Level geht nicht auf und ich kann es nicht wegballern. Stattdessen stehen nochmal Stunden an Grinding bevor. Übel. Das hat der Film herrlich ironisch, aber auch mindestens einmal zu oft, gut getroffen.
In diesem Sinne:
freeman
Interessanterweise blenden zudem fast alle Reviews zum Film irgendwie die coolen Animationsstreifen aus. Unter denen würde ICH nämlich den besten "Resident Evil"-Film vermuten. Ist witzigerweise wie beim Genre der Spieladaptionen allgemein, wo es immer heißt, es gäbe kaum gute und erfolgreiche Varianten. Wie viel Kohle hat der "qualitativ minderwertige" Super-Mario-Animationsfilm nochmal eingespielt?
ABER das heißt nicht, dass ich "Resident Evil" als schlechten Film begreife. Nö. Der Streifen ist sehr unterhaltsam, hat ein ordentliches Tempo, verwandelt sich recht smooth vom Atmosphärebolzer zur überkandidelten Monstersause, hat ein paar geile Kreaturen zu bieten (geil auch der Monsterfressenbauch, der ja massiv beim "Thing" abgerippt wirkt) und sieht fantastisch aus. Er war mir aber halt zu witzig. Meine Probleme hatte ich zudem mit der Hauptfigur. Deren Dauergeblubber zerstörte imo alle spannenden Szenen. Es gab imo einen Jump Scare, der auch mich gerissen hatte, der Rest wurde in seiner Wirkung durch tausende Fucks und ähnliches Gegiggel doch deutlich abgemildert.
Sehr geil fand ich den Gag rund um die Schlösser. Was hasse ich solche Momente in Spielen, in denen ich bis unter die Zähne bewaffnet bin, aber ein simples Schloss zum nächsten Level geht nicht auf und ich kann es nicht wegballern. Stattdessen stehen nochmal Stunden an Grinding bevor. Übel. Das hat der Film herrlich ironisch, aber auch mindestens einmal zu oft, gut getroffen.
In diesem Sinne:
freeman
Re: Resident Evil II-VI + Welcome to Raccoon City + Evil has always had a Name + 2026er Reboot
So geil fand ich die Animationsfilme nicht. Die sind an der Oberfläche natürlich am nächsten an den Spielen dran, aber im Grunde eher an den schwächsten Teilen der Franchise, insbesondere am 5er und 6er mit den hohen Actionanteilen und absurden Matrix-Kamerafahrten.
Cregger hingegen kitzelt quasi das Knochenmark der Spielereihe heraus. Finde ich viel interessanter.
Wenn bisher am Film Kritik geäußert wurde, dann drehte es sich eigentlich im Kern eigentlich immer nur darum, dass es "kein Resident Evil ist" oder "nicht zu Resident Evil passt", aber nicht um handfeste Argumente darüber hinaus.
Cregger hingegen kitzelt quasi das Knochenmark der Spielereihe heraus. Finde ich viel interessanter.
Wenn bisher am Film Kritik geäußert wurde, dann drehte es sich eigentlich im Kern eigentlich immer nur darum, dass es "kein Resident Evil ist" oder "nicht zu Resident Evil passt", aber nicht um handfeste Argumente darüber hinaus.
Re: Resident Evil II-VI + Welcome to Raccoon City + Evil has always had a Name + 2026er Reboot
Naja, die hohe Komikschlagzahl wird aber schon hart angegangen. Meine Lieblingskritik dahingehend titelte: Wenn die Angst vorm nächsten Lacher größer ist als vor dem nächsten Schock. 
Es wird ja im Übrigen gemunkelt, dass das alte Europa die Fassung des Filmes erhalten hat, die eben noch arg komiklastig war. In den USA läuft wohl die von Cregger selbst bevorzugte, ernstere Variante.
In diesem Sinne:
freeman
Es wird ja im Übrigen gemunkelt, dass das alte Europa die Fassung des Filmes erhalten hat, die eben noch arg komiklastig war. In den USA läuft wohl die von Cregger selbst bevorzugte, ernstere Variante.
In diesem Sinne:
freeman
Re: Resident Evil II-VI + Welcome to Raccoon City + Evil has always had a Name + 2026er Reboot
Das fällt für mich exakt in die Kategorie ""weil es kein Resident Evil ist". Der Humor selbst wird von den wenigsten als wirklich schlecht bezeichnet, viele finden einfach nur, dass er nicht zur Marke passt. Der Tenor ist meistens: Gute Horrorkomödie, schlechter Resident-Evil-Film.
Re: Resident Evil II-VI + Welcome to Raccoon City + Evil has always had a Name + 2026er Reboot
*zeigt auf sich* einer von den wenigsten 
In diesem Sinne:
freeman
In diesem Sinne:
freeman
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste


