Solar Attack

Filme abseits des Actiongenres mit Actionhelden (irgendwie so in der Art).
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Solar Attack

Beitrag von freeman » 07.10.2006, 01:27

Solar Attack

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Originaltitel: Solar Strike
Herstellungsland: Kanada
Erscheinungsjahr: 2005
Regie: Paul Ziller
Darsteller: Mark Dacascos, Bill Lake, Genadijs Dolganovs, Louis Gossett Jr., Kevin Jubinville, Joanne Kelly, Stephen McHattie, Duane Murray, Tim Post, Romas Stanulis u.a.

Der milliardenschwere Unternehmer Lucas Foster hat eine Forschungsmission angekurbelt, bei der die Atmosphäre unserer Erde untersucht werden soll. Lucas und seine Experten nehmen nämlich an, dass sich die Atmosphäre inzwischen mit überdurchschnittlich großen Mengen an Methangas angereichert hat. Dieses brandgefährliche, weil leichtentzündliche Gas könnte zu einer Gefahr für die ganze Menschheit werden, vor allem, wenn es in den Mengen vorhanden ist, die Foster und sein Team vermuten. Die Mission schlägt jedoch vollkommen fehl, da die Ausläufer einer gigantischen Sonneneruption das Forschungsshuttle explodieren lassen. Die Sonne ist darüber hinaus noch deutlich aktiver und schickt Eruption um Eruption in Richtung unseres blauen Planeten.

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Als Lucas Foster von der extremen Aktivität der Sonne erfährt und zudem erste übermittelte Daten seiner verhinderten Forschungsmission Methanvorkommen ungeahnten Ausmaßes bestätigen, zählt er Eins und Eins zusammen und kommt zu dem Schluss, dass unsere Erde auf eine Katastrophe zusteuert, könnten die Sonneneruptionen doch das Methangas in der Atmosphäre entzünden, was die Sauerstoffvorkommen in selbiger komplett aufbrauchen würde. Das Ende der Menschheit stünde somit unmittelbar bevor! Zwar will man Lucas zunächst keinen Glauben schenken, doch die allgemeinen Entwicklungen lassen keinen anderen Schluss zu, als dass Lucas wirklich Recht hat. Doch Lucas Foster hat einen Ausweg! Er will am Nordpol eine 20 Megatonnenatombombe zünden! Der dadurch freiwerdende Wasserdampf würde aufsteigen und die entflammten Himmelsbereiche löschen können. Die Gegenliebe für seinen Vorschlag ist verständlicherweise sehr gering ...

Und genauso ergeht es dem Zuschauer, denn das entworfene Katastrophenszenario mutet schon extrem überzogen an. Zwar versucht man das Ganze wieder pseudowissenschaftlich zu erden und irgendwie klingt alles sogar ein Stück weit glaubwürdig, dennoch schüttelt man mehr als einmal ordentlich mit dem Kopf ob der Ausgangssituation, die uns hier geboten wird. Der Versuch des Löschens der Brände mittels Atombombe am Nordpol ist dann nur noch seltsam. Man mag sich gar nicht vorstellen, was derartige Maßnahmen in diesem empfindlichen Ökosystem für Folgen hätten. Allerdings kommen einem derartige Gedanken während des Filmes gar nicht, weil man die Idee eben recht schnell als vollkommen idiotisch abtut. Für den Film ist dies freilich extrem verheerend, da er sein Thema ohne jegliches Augenzwinkern und mit überzogenem Ernst präsentiert, so dass die ohne Zweifel aufkommenden Bedenken an dem Storykonstrukt Solar Attack und seiner filminhärenten Logik recht schnell das Genick brechen. Und dabei ist es natürlich nicht besonders hilfreich, dass man sich als Zuschauer mehr als einmal ziemlich verarscht fühlt. Auch der eingewobene, recht sinnlose Subplot um kommunikationsunfähig im Atlantik dahintreibende U-Boote amerikanischer und russischer Flottenbände zieht den Film ein wenig herunter, wird hier doch extrem viel Kalter Krieg Paranoia heraufbeschworen, die man heutzutage eigentlich nicht mehr in einem Film neueren Datums sehen will. Dafür kann man sich über mangelnde Spannung eigentlich nicht beklagen. Beständig passiert etwas und das Tempo bleibt dadurch auf einem ordentlichen Level. Ein wirklich netter Score kann dazu viel beitragen.

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Eher weniger förderlich ist das Produktionsvolumen des Filmes. Dies dürfte nicht allzu hoch gewesen sein, denn insbesondere die für diesen Film über die Maßen wichtigen Special Effects schwanken doch massiv in ihrer Qualität. Die Sonneneruptionen werden mittels netter Partikeleffekte bebildert und auch am Rechner gerenderte Armyjets machen einiges her. Geht es dann aber um die Auswirkungen der Sonneneruptionen für unseren Erdball, wird es schnell zappenduster. Die brennender Himmel Effekte sind extrem mies und funktionieren nicht wirklich, Satelliten und Shuttles der Nationen werden mittels Unschärfeffekten zugekleistert, bis sie nur noch wie Matschhaufen aussehen und auf der Erde einschlagende Satellitenteile haben miese CGI Rauchwolken und hinterletzte Gebäudezerstörungen aus dem Rechner zur Folge. Optisch ist der Film ansonsten solides Mittelmaß ohne Ecken und Kanten geworden, der - und das kann man ihm durchaus zu Gute halten - vollkommen auf Stock Footage verzichtet (wobei ich mir bei den U-Booteinlagen nicht einhundertprozentig sicher bin).

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Mark Dacascos ist dabei Herz und Seele des Streifens. Er liefert eine grundsolide Leistung als um die Umwelt besorgter Mitbürger ab und erscheint beständig hochgradig sympathisch, egal was für Dialog-Nonsens er gerade wieder verzapfen muss. Dabei wird er aber wieder komplett um das gebracht, was wir eigentlich sehen wollen: Den Actionmark. Klar, es wäre hier ziemlich unpassend gewesen, wenn er sich den Sonnenwinden in Kung Fu Pose gegenübergestellt hätte, nur: Es gibt und gab in letzter Zeit genug Filme, die Mark Dacascos wahre Talente - und die liegen nicht im schauspielerischen Bereich - komplett vernachlässigten. Es kann doch nicht so schwer sein, dem Mark mal endlich wieder eine richtig zupackende Actionrolle auf den Leib zu schneidern, in der er den Wirbelwind geben darf, der er nun einmal im Bewusstsein seiner Fans ist! Der Rest des Castes agiert ohne große Makel, in Erinnerung bleibt neben der seltsamen Oberlippe der weiblichen Hauptdarstellerin aber maximal noch Louis Gosset Jr. und der auch nur deshalb, weil er ja mittlerweile auch ein durchaus gern gesehenes filmisches Urgestein ist. Wirklich Schauspielern muss er als souveräner Präsident der USA nicht. Hier mal die Hände falten, da traurig gucken. Fertsch!

Was bleibt ist ein storytechnisch hanebüchener Katastrophenstreifen, der sich selbst ein wenig zu ernst nimmt und mit teils extremen Qualitätsproblemen bei den Special Effects zu kämpfen hat. Auf der Habenseite kann er für sich verbuchen, sein Programm straight durchzuziehen und in Mark Dacascos einen gewohnt soliden Hauptdarsteller zu besitzen.
:liquid4:

Die deutsche DVD von VCL kommt mit einer FSK 12 uncut und in überaus guter Bildqualität daher. Der Sound ist insgesamt recht ansprechend ohne besondere Effektfeuerwerke (und das bei diesem Thema). Als Extras gibt es nur Trailer und einige vorgelesene Biographien.

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Beitrag von Samir » 07.10.2006, 01:33

tja noch nie von dem Streifen gehört und bereuen tue ich das auch nicht nach deinem erstklassigen Review. Bei mir würde der bestimmt total abloosen

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Beitrag von freeman » 07.10.2006, 01:38

Im übrigen ist da - wie immer - mindestens ein Punkt Fanboybonus drin ... weil den Mark finde ich ja schon derbe dufte ... und naja, bessere Effekte und der hier hätte echt was werden können. Im Vergleich zu dem ohnehin schwachen Scorcher unterliegt der hier imo insgesamt sogar. Echt schade ...

Danke Samir ...

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Beitrag von Samir » 07.10.2006, 01:50

bitte bitte. Ik find den Mark eigentlich auch ganz dufte, selbst in den misesten Streifen war er irgendwo der Pluspunkt. Damit mein ich sowas wie Double Dragon der ja imo ganz schön trashig daher kommt mit dem T 1000 Patrick und der potthäßlichen Milano (bezieht sich in dem Fall nur auf Double Dragon) . Die Filme die er mit Gans drehte sind über jeden Zweifel erhaben, aber dann kommen auch solch kleineren Streifen wie Sabotage, die ich eigentlich ganz dufte fand. Die Tage kommt ja China Strike Force müsst ich mir vielleicht mal reinziehen

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Beitrag von freeman » 07.10.2006, 01:54

Die China Strike Force wollte ich mir vor der Ausstrahlung auch nochmal zur Brust nehmen ... Kann man gut weggucken. Ist aber leider in Europa nen bissel arg gekürzt :-( funktioniert aber noch immer hervorragend. Leider hat der Mark da eher ne sehr kleine Rolle, darf aber zumindest kicken ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 07.10.2006, 09:56

freeman hat geschrieben:Im Vergleich zu dem ohnehin schwachen Scorcher unterliegt der hier imo insgesamt sogar. Echt schade ...
Uähhh, echt? Obwohl SCORCHER ja nun auch ne mächtige Stock-Footage-Mogelpackung war? Hm, dann muss ich den vielleicht wirklich nicht haben.
Die China Strike Force wollte ich mir vor der Ausstrahlung auch nochmal zur Brust nehmen ... Kann man gut weggucken. Ist aber leider in Europa nen bissel arg gekürzt Traurig funktioniert aber noch immer hervorragend.
Die Kürzungen tuen dem reichlich lahmarschigen Teil aber ziemlich gut, zumal damit auch gleich ein scheußlicher CGI-Effekt im Finale gleich mit über Bord ging. Trotzdem ein mäßiger Film mit allerdings sehr guter Action. Aber irgendetwas an dem Teil widert mich an, wahrscheinlich die schleimige Besetzung, abwohl ich Aaron Kwok sonst recht gerne sehe.

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Beitrag von StS » 07.10.2006, 11:24

Danke für die Kritik, Freeman, aber Lou G. Jr ist mir eigentlich immer eine Warnung genug... :lol:

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Beitrag von freeman » 07.10.2006, 13:55

@ StS: Ach, der Lou, der macht hier wie gesagt eh net viel ...
kami hat geschrieben:
freeman hat geschrieben:Im Vergleich zu dem ohnehin schwachen Scorcher unterliegt der hier imo insgesamt sogar. Echt schade ...
Uähhh, echt? Obwohl SCORCHER ja nun auch ne mächtige Stock-Footage-Mogelpackung war? Hm, dann muss ich den vielleicht wirklich nicht haben.
Das Ding ist, dass die Stock Footage Einlagen in Scorcher den ganzen miesen CGI Müll hier locker in die Tasche stecken und viel weniger wie Fremdkörper rüberkommen als eben die Effekte in Solar Attack. Die miesen Efekte reißen nämlich ab und zu enorm aus dem Film, da man sehr mit Lachen beschäftigt ist ;-)
kami hat geschrieben:
Die China Strike Force wollte ich mir vor der Ausstrahlung auch nochmal zur Brust nehmen ... Kann man gut weggucken. Ist aber leider in Europa nen bissel arg gekürzt Traurig funktioniert aber noch immer hervorragend.
Die Kürzungen tuen dem reichlich lahmarschigen Teil aber ziemlich gut, zumal damit auch gleich ein scheußlicher CGI-Effekt im Finale gleich mit über Bord ging. Trotzdem ein mäßiger Film mit allerdings sehr guter Action. Aber irgendetwas an dem Teil widert mich an, wahrscheinlich die schleimige Besetzung, abwohl ich Aaron Kwok sonst recht gerne sehe.
Mit dem CGI Effekt meinst du doch sicher die Einlage mit dem Rennboliden, oder? Den sieht man nämlich im Trailer ... imo. Und ja, die beiden Hauptdarsteller wirken wie Mitglieder aus ner Boyband, ewig gelackt und geschniegelt ... stimmt schon. Aber wenn der Mark beide verkloppt, kommt schon Stimmung auf ;-)

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Beitrag von kami » 07.10.2006, 14:02

freeman hat geschrieben: Mit dem CGI Effekt meinst du doch sicher die Einlage mit dem Rennboliden, oder? Den sieht man nämlich im Trailer ... imo.
Nee, diese Szene gibt´s offensichtlich nur im Trailer. Aber in der HK-Fassung fällt noch beim Showdown das brennende Auto in die Tiefe, und dass sieht really bescheiden aus.
Ach ja, die HK-DVD hat leider auch ein ziemlich mieses Bild, natürlich nichtanamorph, immerhin guten Ton und ein Making-of.

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Beitrag von freeman » 07.10.2006, 14:06

Oh, ok ... ansonsten fehlen in der deutschen Fassung aber eigentlich nur Laberszenen, oder bin ich da falsch informiert?

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Beitrag von kami » 07.10.2006, 14:22

freeman hat geschrieben:Oh, ok ... ansonsten fehlen in der deutschen Fassung aber eigentlich nur Laberszenen, oder bin ich da falsch informiert?
Nö, da liegst Du richtig. Von daher bin ich mit meiner NL-DVD auch recht zufrieden.

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Beitrag von freeman » 07.10.2006, 14:24

Sehr gut ... Danke. Mehr Gelaber brauchts da echt net. DVD zu China Strike Force gibbet ja zur Zeit auch fürn Appel und n' Ei ...

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Beitrag von Vince » 07.10.2006, 14:30

Oha, die deutsche DVD? Dachte, die wäre auch immer massiv an Action udn Gewalt gekürzt... deswegen bisher nie zugelegt.

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Beitrag von kami » 07.10.2006, 18:42

Vince hat geschrieben:Oha, die deutsche DVD? Dachte, die wäre auch immer massiv an Action udn Gewalt gekürzt... deswegen bisher nie zugelegt.
Die Bild- und Tonqualität der dt. DVD ist aber reichlich bescheiden, vor allem ist das Bildformat mächtig gecroppt.

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Beitrag von freeman » 08.10.2006, 01:05

Für den Film reicht es aber alle mal ... Mache mich da als Dacascos Fan auch net sonderlich heiß, hab ja auch nur die Deutsche ...

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Beitrag von StS » 23.11.2006, 15:59

StS hat geschrieben:Danke für die Kritik, Freeman, aber Lou G. Jr ist mir eigentlich immer eine Warnung genug... :lol:
freeman hat geschrieben:@ StS: Ach, der Lou, der macht hier wie gesagt eh net viel ...
Tja, so schnell kann´s passieren: "Brick" scheint für mich der beste Film 2006 zu sein - und da spielt doch tatsächlich der Lou mit... :wink:

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Beitrag von freeman » 24.11.2006, 00:34

Zeichen und Wunder ... ;-)

Trotz Lou wird der hier bestimmt net dein Lieblingsfilm ... nichtmal ansatzweise :lol:

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