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von freeman » 18.02.2007, 02:06
Im letzten Jahr waren es Hurt, dieses Jahr ist es Bloc Party! Meine Platte des Jahres steht schon heute fest (und das trotz eines drohenden Korn Unplugged Albums ;-) ). Sie heisst: A Weekend in the City. Was für eine herrliche Konzeptscheibe. Alles, was man zu der liest, stimmt. Sie ist im ersten Durchlauf eher anstrengend denn eingängig. Was sofort auffällt ist der megaprägnante Gesang (der mich in manchen Songs massiv an den The Cure Frontmann erinnert) und das in allen Reviews erwähnte Schlagzeug. Das hat wirklich was von The White Stripes. Treibend, aufputschend, omnipräsent. Immer wenn man glaubt, ein Song könne in der Belanglosigkeit versinken, legt der Drummer los und putscht den Song bis zum Get no. Der Opener Song for Clay ist meine Tanzbombe des Albums, der geht sofort in die Beine. Danach gehts rasant weiter bis zu der Perle The Prayer und dem sich immer mehr steigernden Uniform. Dann wird es allmählich ruhiger und es kommen herrliche balladeske Songs wie das wunderschöne Kreuzberg oder das feingliedgrige, immer pompöser werdende Schlussstück: SRXT. Genial und wenn man sich die Stimmungen anschaut, die so im Verlauf der Scheibe lanciert werden, wird das Konzept eines durchgefeierten WEs wirklich hörbar: Treibend, schnell, immer auf die 12 am Freitag. Dann die Ernüchterung am nächsten Morgen, der Wunsch nach Ruhe und letztendlich das erneute auf die Spur gehen und dann am Sonntag zum einen der Kater der durchgefeierten Tage und die Hoffnung auf das nächste WE ... Dabei ist das Album aber wahrlich nicht so belanglos, wie es diese BEschreibung jetzt vielleicht nahelegen könnte. Es ist im Gegenteil sogar recht interessant und gehaltvoll, bisweilen sogar kritisch ... Brecherding ... imo ... mit einer herrlich melancholischen Grundnote ...
In diesem Sinne:
freeman
