Enemy

Mindfuck, Terror, Psycho-Shocker ... kurzum: was aufs Gemüt schlägt
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Vince
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Enemy

Beitrag von Vince » 24.06.2014, 17:36

Enemy

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Originaltitel: Enemy
Herstellungsland: Kanada / Spanien
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Denis Villeneuve
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Mélanie Laurent, Sarah Gadon, Isabella Rossellini, Stephen R. Hart u.a.

Noch bevor Denis Villeneuve in seinem wendungsreichen Film "Prisoners" seine Stars Jake Gyllenhaal und Hugh Jackman auf die Jagd nach einem Kindesentführer gehen ließ, drehte er die Verfilmung des Romans "Der Doppelgänger" von José Saramago. Der unkonventionelle Psychothriller wartet wiederum mit Gyllenhaal auf, der diesmal in einer Doppelrolle auf sich selbst trifft. Wenngleich die Kinoauswertung später und unbemerkter geschah, steht das erste englischsprachige Projekt des Kanadiers dem bekannteren Bruderwerk in nichts nach - ganz im Gegenteil.
:liquid9:

Zur "Enemy" Kritik

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StS
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Beitrag von StS » 26.06.2014, 09:27

Einer der wenigen wahrhaft interessanten Filme dieses Jahr - und dank Dir, Vince, bleibt meine große Vorfreude weiterhin ungebrochen bestehen. Bin ebenfalls sehr auf "the Double" (mit Eisenberg und Wasikowska) gespannt. Im Kino hab ich "Enemy" leider nicht schauen können, da er hier immerzu recht ungünstig lief - aber sobald ne Blu zu haben ist, wird umgehend zugeschlagen... :wink:

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Beitrag von Vince » 27.06.2014, 16:16

Bei dir mach ich mir da eigentlich keine großen Sorgen, du wirst den zu schätzen wissen.
Auf die BR freu ich mich auch, kommt ja in ner schönen 3-Disc-Collector's Edition.

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Beitrag von McClane » 02.05.2015, 08:38

Meine Sichtung liegt schon einige Wochen zurück und ich habe den Film ne Weile sacken lassen, da viele Leute, mit deren Meinung meist ich konform gehe, etwa Chris Stuckman oder Vince, den Film super fanden und mich Villeneuves "Prisoners" so begeistert hat; und ich hätte ihn auch gern gemocht. Doch trotz dieser Zeit und der Sichtung von Stuckmans Erklärungsvideo, das mir zeigte, dass ich mit meiner Interpretation auf dem richtigen Weg war, und half die Lücken darin zu füllen (die manchersorts vorgebrachte Weltverschwörungstheorie hat für mich nicht so viel Sinn gemacht), muss ich sagen: Ich finde den Film immer noch enttäuschend. Ein sprödes Gedankenspiel, das zwar zum Entschlüsseln und Interpretieren anregt, was ja nicht das Schlechteste ist, darüber hinaus aber furztrocken bleibt. Gyllenhaals Figuren sind beide bestenfalls begrenzt sympathisch, die Regie zeigt auf, dass auch Toronto so trostlos wie ein im Berliner-Schule-Look gefilmtes Köln Kalk erscheinen lassen kann, ist aber ansonsten in erster Linie darauf bedacht Fährten für des Rätsels Lösung zu streuen. Atmosphärisch beeindruckende Szenen, etwa den Auftakt in dem Undergroundclub, hat "Enemy" zwischendurch auch zu bieten, aber insgesamt ein recht freudloser, trockener Aufgabenstellungsfilm, einer Matheklausur nicht unähnlich. Denis Villeneuve sagte in einem Interview einmal, dass man "Enemy" zweimal sehen müsste, um ihn (ohne Hilfen) zu verstehen. Dann, lieber Denis, sollte dein Film aber genug Interesse erzeugen, dass ich ihn überhaupt ein zweites Mal sehen will. Was der vergleichbare "Mulholland Drive" beispielsweise spielend schafft.

:liquid5:
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von Vince » 02.05.2015, 09:26

Das ist schade. Ich hab ihn inzwischen dreimal gesehen (einmal im Kino, zweimal zu Hause), was echt nicht mehr oft passiert. Für mich einer der rundesten, am besten durchkomponierten Mysteryfilme der letzten Jahre, zumal viele Filme dieser Art dazu neigen, zu viel herumzuschwurbeln, was hier definitiv nicht der Fall ist; da sitzt jede einzelne Sequenz.

Mulholland Drive ist natürlich nochmal ein anderes Kaliber, aber das ist ja auch kein Wunder, ist ja schließlich der beste Film der Welt. 8-)

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Beitrag von C4rter » 03.05.2015, 00:25

Vince hat geschrieben:Das ist schade. Ich hab ihn inzwischen dreimal gesehen (einmal im Kino, zweimal zu Hause), was echt nicht mehr oft passiert. Für mich einer der rundesten, am besten durchkomponierten Mysteryfilme der letzten Jahre, zumal viele Filme dieser Art dazu neigen, zu viel herumzuschwurbeln, was hier definitiv nicht der Fall ist; da sitzt jede einzelne Sequenz.
Kann ich genau so unterschreiben. Außer, dass ich ihn nur 1x (auf dem Fantasy Filmfest) gesehen habe.

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