Filmtagebuch: SFI
Moderator: SFI
Re: Filmtagebuch: SFI
Habe hin und her geschaltet. 
Die affektive Struktur der Klimakrise
„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“
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Re: Filmtagebuch: SFI
Seh ich ähnlich. Das Drehbuch verliert nach dem starken Einstieg zur Mitte hin ein bisschen an Drive, aber der formidable Ausstattungsstil und Cage mit seinen einmaligen Ticks sind eine echte Schau, auch Ji Lun Ji und Karen Rodriguez haben Eindruck hinterlassen. Gleeson war auch gut, wenn er auch nicht an einen D'Onofrio in Daredevil rankommt. Ich hab durchgehend in Schwarzweiß geschaut. Eigentlich wollte ich zwischendurch auch mal zur Farbe wechseln, aber ich hatte gar nicht so sehr den Bedarf, letztlich hatte ich sogar eher Sorge, dass die Farbe mir die Tiefenwirkung kaputtmachen würde.
Re: Filmtagebuch: SFI
Dutton Ranch - Staffel 1
Dutton Ranch ist eine gute Fortsetzung des Yellowstone-Universums, die vor allem von der überzeugenden Chemie zwischen Beth und Rip lebt, welche trotz Costner das Herzstück von Yellowstone sind. Die gewohnt hochwertige Produktion, starke Neuzugänge im Cast und ein stärker fokussierter Familienkonflikt verleihen der Serie eine eigene Dynamik, ohne den rauen Ton der Mutterserie aufzugeben. Allerdings gelingt es Dutton Ranch nur bedingt, sich von der vertrauten Yellowstone-Formel zu lösen, während ein stellenweise zerfaserter Handlungsaufbau auch etwas Schatten wirft.

Dutton Ranch ist eine gute Fortsetzung des Yellowstone-Universums, die vor allem von der überzeugenden Chemie zwischen Beth und Rip lebt, welche trotz Costner das Herzstück von Yellowstone sind. Die gewohnt hochwertige Produktion, starke Neuzugänge im Cast und ein stärker fokussierter Familienkonflikt verleihen der Serie eine eigene Dynamik, ohne den rauen Ton der Mutterserie aufzugeben. Allerdings gelingt es Dutton Ranch nur bedingt, sich von der vertrauten Yellowstone-Formel zu lösen, während ein stellenweise zerfaserter Handlungsaufbau auch etwas Schatten wirft.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Criminal Minds - die komplette Serie

In meiner Kritik geht es nur das ursprüngliche Serienkonzept bis Staffel 15, da die Wiederbelegung eigentlich unter Criminal Minds: Evolution erscheint und nur noch mit zehn Folgen pro Staffel ohne Procedural Charakter aufwartet. Das recht gelungene Konzept interessiert sich weniger für Technik und klassische Ermittlungsarbeit als vielmehr für Persönlichkeitsstrukturen und Eskalationsdynamiken. Das erzeugt gerade in den frühen Staffeln eine beklemmende Intensität, die weit über den üblichen "Whodunit" hinausgeht.
Obwohl der Weggang von Jason Gideon (Mandy Patinkin kehrte nach Staffel 2 nicht mehr an das Set zurück, weil ihn das Serienkonzept wohl psychisch mitnahm) zunächst wie ein kaum kompensierbarer Verlust wirkte, wird Aaron Hotchner zunehmend zum charismatischen Zentrum des Teams. Auch Derek Morgan entwickelte sich von der klischeebeladenen Muskelkraft des Teams zu einer der emotional tragenden Figuren der Serie. Dennoch zeigen sich mit der Zeit deutliche Ermüdungserscheinungen, da bei 324 Folgen zu viele Fälle demselben dramaturgischen Muster folgen. Auch die psychologische Komplexität der frühen Jahre weicht zunehmend einer formelhaften Routine. Hinzu kommt eine gewisse Überhöhung der Fähigkeiten des BAU-Teams, das mitunter nahezu allwissend erscheint.
Eine ambivalente Figur bleibt für mich Penelope Garcia. Ihr exzentrischer Kleidungsstil und ihr permanent affektives Nerdtum wirken häufig wie ein Fremdkörper innerhalb der ansonsten nüchternen und hochprofessionellen Arbeitswelt der BAU. Zwar dient sie bewusst als emotionales Gegengewicht zur Dunkelheit der Fälle und sorgt für humorvolle Entlastung, doch ihre Darstellung kippt gerade in späteren Staffeln immer stärker ins Karikaturhafte, sodass ihre Figur wenig glaubwürdig wirkt. Auch die Darstellung der Täter bewegt sich zwischen interessanter psychologischer Differenzung und problematischer Vereinfachung. Während einige Episoden bemerkenswert sensibel mit Traumata und psychischen Erkrankungen umgehen, neigt die Serie an anderer Stelle dazu, Gewalt zu stark an individuelle Pathologien zu binden und gesellschaftliche Ursachen in den Hintergrund treten zu lassen.
Eine der nervigsten Schwächen von Criminal Minds ist allerdings die oft künstliche Exposition. Immer wieder versammelt sich das BAU-Team vor lokalen Polizeibeamten, um nacheinander Teile des Täterprofils vorzutragen. Die Figuren erklären generell permanent Dinge, die sie sich gegenseitig gar nicht erklären müssten. Das BAU besteht immerhin aus hochspezialisierten Profilern, trotzdem verhalten sich ihre Gespräche häufig wie Unterrichtsstunden. Informationen werden freilich nicht deshalb ausgesprochen, weil die Figuren sie benötigen, sondern weil das Drehbuch sicherstellen möchte, dass der Zuschauer sie versteht. Diese Form der Exposition mag funktional sein, wirkt aber oft künstlich und untergräbt die Authentizität der Dialoge. Trotz dieser Schwächen ist Criminal Minds eine solide Crime-Serie, da ihre Mischung aus Kriminalistik und Psychologie sie weit über die üblichen Grenzen des Genres hinausträgt.


In meiner Kritik geht es nur das ursprüngliche Serienkonzept bis Staffel 15, da die Wiederbelegung eigentlich unter Criminal Minds: Evolution erscheint und nur noch mit zehn Folgen pro Staffel ohne Procedural Charakter aufwartet. Das recht gelungene Konzept interessiert sich weniger für Technik und klassische Ermittlungsarbeit als vielmehr für Persönlichkeitsstrukturen und Eskalationsdynamiken. Das erzeugt gerade in den frühen Staffeln eine beklemmende Intensität, die weit über den üblichen "Whodunit" hinausgeht.
Obwohl der Weggang von Jason Gideon (Mandy Patinkin kehrte nach Staffel 2 nicht mehr an das Set zurück, weil ihn das Serienkonzept wohl psychisch mitnahm) zunächst wie ein kaum kompensierbarer Verlust wirkte, wird Aaron Hotchner zunehmend zum charismatischen Zentrum des Teams. Auch Derek Morgan entwickelte sich von der klischeebeladenen Muskelkraft des Teams zu einer der emotional tragenden Figuren der Serie. Dennoch zeigen sich mit der Zeit deutliche Ermüdungserscheinungen, da bei 324 Folgen zu viele Fälle demselben dramaturgischen Muster folgen. Auch die psychologische Komplexität der frühen Jahre weicht zunehmend einer formelhaften Routine. Hinzu kommt eine gewisse Überhöhung der Fähigkeiten des BAU-Teams, das mitunter nahezu allwissend erscheint.
Eine ambivalente Figur bleibt für mich Penelope Garcia. Ihr exzentrischer Kleidungsstil und ihr permanent affektives Nerdtum wirken häufig wie ein Fremdkörper innerhalb der ansonsten nüchternen und hochprofessionellen Arbeitswelt der BAU. Zwar dient sie bewusst als emotionales Gegengewicht zur Dunkelheit der Fälle und sorgt für humorvolle Entlastung, doch ihre Darstellung kippt gerade in späteren Staffeln immer stärker ins Karikaturhafte, sodass ihre Figur wenig glaubwürdig wirkt. Auch die Darstellung der Täter bewegt sich zwischen interessanter psychologischer Differenzung und problematischer Vereinfachung. Während einige Episoden bemerkenswert sensibel mit Traumata und psychischen Erkrankungen umgehen, neigt die Serie an anderer Stelle dazu, Gewalt zu stark an individuelle Pathologien zu binden und gesellschaftliche Ursachen in den Hintergrund treten zu lassen.
Eine der nervigsten Schwächen von Criminal Minds ist allerdings die oft künstliche Exposition. Immer wieder versammelt sich das BAU-Team vor lokalen Polizeibeamten, um nacheinander Teile des Täterprofils vorzutragen. Die Figuren erklären generell permanent Dinge, die sie sich gegenseitig gar nicht erklären müssten. Das BAU besteht immerhin aus hochspezialisierten Profilern, trotzdem verhalten sich ihre Gespräche häufig wie Unterrichtsstunden. Informationen werden freilich nicht deshalb ausgesprochen, weil die Figuren sie benötigen, sondern weil das Drehbuch sicherstellen möchte, dass der Zuschauer sie versteht. Diese Form der Exposition mag funktional sein, wirkt aber oft künstlich und untergräbt die Authentizität der Dialoge. Trotz dieser Schwächen ist Criminal Minds eine solide Crime-Serie, da ihre Mischung aus Kriminalistik und Psychologie sie weit über die üblichen Grenzen des Genres hinausträgt.

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Re: Filmtagebuch: SFI
Hab ich nach 7 Staffeln abgebrochen. Staffel 1,2,4 Sind Brillant. Dann folgen 3, 5, aber danach konzentriert sich die Serie viel zu sehr darauf möglichst brutal und düster zu sein, ohne die psychologischen Aspekte und diese interessant zu zeigen. Auch die strickte Formelhaftigkeit vermiesten mir die Serie. Extrem schade 
Re: Filmtagebuch: SFI
Nachvollziehbar. Bei mir lief die Serie eben darum auch oft passiv.
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Re: Filmtagebuch: SFI
Du bügelst aber viel 
Re: Filmtagebuch: SFI
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