Filmtagebuch: SFI

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von StS » 11.07.2026, 15:10

In Schwarzweiß oder Farbe geschaut?

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 11.07.2026, 15:29

Habe hin und her geschaltet. :lol:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von StS » 11.07.2026, 15:35

:lol:

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von Vince » 11.07.2026, 18:17

Seh ich ähnlich. Das Drehbuch verliert nach dem starken Einstieg zur Mitte hin ein bisschen an Drive, aber der formidable Ausstattungsstil und Cage mit seinen einmaligen Ticks sind eine echte Schau, auch Ji Lun Ji und Karen Rodriguez haben Eindruck hinterlassen. Gleeson war auch gut, wenn er auch nicht an einen D'Onofrio in Daredevil rankommt. Ich hab durchgehend in Schwarzweiß geschaut. Eigentlich wollte ich zwischendurch auch mal zur Farbe wechseln, aber ich hatte gar nicht so sehr den Bedarf, letztlich hatte ich sogar eher Sorge, dass die Farbe mir die Tiefenwirkung kaputtmachen würde.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 13.07.2026, 17:36

Dutton Ranch - Staffel 1



Dutton Ranch ist eine gute Fortsetzung des Yellowstone-Universums, die vor allem von der überzeugenden Chemie zwischen Beth und Rip lebt, welche trotz Costner das Herzstück von Yellowstone sind. Die gewohnt hochwertige Produktion, starke Neuzugänge im Cast und ein stärker fokussierter Familienkonflikt verleihen der Serie eine eigene Dynamik, ohne den rauen Ton der Mutterserie aufzugeben. Allerdings gelingt es Dutton Ranch nur bedingt, sich von der vertrauten Yellowstone-Formel zu lösen, während ein stellenweise zerfaserter Handlungsaufbau auch etwas Schatten wirft.

:liquid8:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 20.07.2026, 16:04

Criminal Minds - die komplette Serie

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In meiner Kritik geht es nur das ursprüngliche Serienkonzept bis Staffel 15, da die Wiederbelegung eigentlich unter Criminal Minds: Evolution erscheint und nur noch mit zehn Folgen pro Staffel ohne Procedural Charakter aufwartet. Das recht gelungene Konzept interessiert sich weniger für Technik und klassische Ermittlungsarbeit als vielmehr für Persönlichkeitsstrukturen und Eskalationsdynamiken. Das erzeugt gerade in den frühen Staffeln eine beklemmende Intensität, die weit über den üblichen "Whodunit" hinausgeht.

Obwohl der Weggang von Jason Gideon (Mandy Patinkin kehrte nach Staffel 2 nicht mehr an das Set zurück, weil ihn das Serienkonzept wohl psychisch mitnahm) zunächst wie ein kaum kompensierbarer Verlust wirkte, wird Aaron Hotchner zunehmend zum charismatischen Zentrum des Teams. Auch Derek Morgan entwickelte sich von der klischeebeladenen Muskelkraft des Teams zu einer der emotional tragenden Figuren der Serie. Dennoch zeigen sich mit der Zeit deutliche Ermüdungserscheinungen, da bei 324 Folgen zu viele Fälle demselben dramaturgischen Muster folgen. Auch die psychologische Komplexität der frühen Jahre weicht zunehmend einer formelhaften Routine. Hinzu kommt eine gewisse Überhöhung der Fähigkeiten des BAU-Teams, das mitunter nahezu allwissend erscheint.

Eine ambivalente Figur bleibt für mich Penelope Garcia. Ihr exzentrischer Kleidungsstil und ihr permanent affektives Nerdtum wirken häufig wie ein Fremdkörper innerhalb der ansonsten nüchternen und hochprofessionellen Arbeitswelt der BAU. Zwar dient sie bewusst als emotionales Gegengewicht zur Dunkelheit der Fälle und sorgt für humorvolle Entlastung, doch ihre Darstellung kippt gerade in späteren Staffeln immer stärker ins Karikaturhafte, sodass ihre Figur wenig glaubwürdig wirkt. Auch die Darstellung der Täter bewegt sich zwischen interessanter psychologischer Differenzung und problematischer Vereinfachung. Während einige Episoden bemerkenswert sensibel mit Traumata und psychischen Erkrankungen umgehen, neigt die Serie an anderer Stelle dazu, Gewalt zu stark an individuelle Pathologien zu binden und gesellschaftliche Ursachen in den Hintergrund treten zu lassen.

Eine der nervigsten Schwächen von Criminal Minds ist allerdings die oft künstliche Exposition. Immer wieder versammelt sich das BAU-Team vor lokalen Polizeibeamten, um nacheinander Teile des Täterprofils vorzutragen. Die Figuren erklären generell permanent Dinge, die sie sich gegenseitig gar nicht erklären müssten. Das BAU besteht immerhin aus hochspezialisierten Profilern, trotzdem verhalten sich ihre Gespräche häufig wie Unterrichtsstunden. Informationen werden freilich nicht deshalb ausgesprochen, weil die Figuren sie benötigen, sondern weil das Drehbuch sicherstellen möchte, dass der Zuschauer sie versteht. Diese Form der Exposition mag funktional sein, wirkt aber oft künstlich und untergräbt die Authentizität der Dialoge. Trotz dieser Schwächen ist Criminal Minds eine solide Crime-Serie, da ihre Mischung aus Kriminalistik und Psychologie sie weit über die üblichen Grenzen des Genres hinausträgt.

:liquid7:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von Montana » 20.07.2026, 19:45

Hab ich nach 7 Staffeln abgebrochen. Staffel 1,2,4 Sind Brillant. Dann folgen 3, 5, aber danach konzentriert sich die Serie viel zu sehr darauf möglichst brutal und düster zu sein, ohne die psychologischen Aspekte und diese interessant zu zeigen. Auch die strickte Formelhaftigkeit vermiesten mir die Serie. Extrem schade :sad:

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 21.07.2026, 05:44

Nachvollziehbar. Bei mir lief die Serie eben darum auch oft passiv.
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von Montana » 21.07.2026, 09:14

Du bügelst aber viel :lol:

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 21.07.2026, 15:02

:lol: Trainiere mittlerweile zum Großteil daheim, dafür eignet sich die Serie perfekt. :D Habe aber auch vier Monate benötigt.
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Beitrag von freeman » 23.07.2026, 16:38

Was trainiertse da? NAchwuchs im Bügeln? :lol:

In diesem Sinne:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 24.07.2026, 05:14

Samenstränge!
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von Vince » 24.07.2026, 16:07

Sag mal Timo, du kennst dich doch im Serienprogramm von Paramount so gut aus. Ich hab noch nen guten Monat abonniert und jetzt bald mit der 4. Staffel From und der 3. Staffel Yellowjackets erstmal alles Relevante durch. Was gibt es da denn noch so Hochwertiges, wofür man nicht unbedingt x Staffeln mit x Ablegern abgrasen muss?

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 24.07.2026, 16:30

Major of Kingstown, Joe Picket, Billions ... Dexter: Wiedererwachen schon geguckt?
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von Vince » 25.07.2026, 10:05

Ja, Dexter schon gesehen. Die anderen sind so rein thematisch bei mir eher so in der "naja, für irgendwann mal vielleicht"-Ecke... aber schon mal gut zu wissen, dass der Kingstown zumindest standalone zu sein scheint, hatte den irgendwie als Spinoff von irgendwas abgespeichert.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 25.07.2026, 10:27

Vielleicht Evil? Your Honor war auch ganz ok, sind nur zwei Staffeln.
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Beitrag von Vince » 25.07.2026, 17:57

Evil könnte ggf. was sein, danke, schau ich mir mal an.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 09.08.2026, 14:31

The Bear - Staffel 4 und 5

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The Bear findet nach der etwas zerfaserten dritten Staffel wieder zu seiner eigentlichen Stärke zurück. Die Serie rückt ihre Figuren stärker ins Zentrum, erzählt von Trauer, Familie, Ehrgeiz und der Frage, was vom eigenen Leben übrig bleibt, wenn der berufliche Erfolg nicht mehr als Ausweg genügt. Besonders die Entwicklung von Sydney und Richie trägt die letzten Staffeln, während das Ensemble erneut zeigt, wie viel zwischen einem Blick und einem halben Satz liegen kann. Herausragend sind wieder einmal die langen Dialogszenen, die sich minutenlang ohne spürbare Schnittlogik entfalten und dabei wie im wirklichen Leben ausurfern. Staffel 5 führt diese Entwicklung mit mehr Ruhe und emotionaler Klarheit zu Ende. Nicht jede Entscheidung überzeugt, doch gerade die Mischung aus nervöser Energie und Herzlichkeit macht den Abschluss sehenswert. The Bear endet nicht mit einem großen Knall, sondern mit dem schwierigeren Versuch, seinen Figuren ein Leben zuzugestehen, das nicht ständig brennen muss.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 20.08.2026, 05:28

Criminal Minds: Evolution - Staffel 16 bis 19

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Mit dem Finale der 15. Staffel endet auch der klassische Procedural-Charakter und die nunmehr je zehn Folgen umfassenden Staffeln setzen stärker auf eine staffelübergreifende Handlung und einen großen Handlungsbogen. Das funktioniert erstaunlich gut, verändert aber auch den Charakter der Serie. Die Fälle treten etwas in den Hintergrund, während die Figuren und ihre persönlichen Geschichten mehr Raum bekommen. Gleichzeitig wirkt Evolution deutlich düsterer und erwachsener. Die Cinematographie ist hochwertiger und erinnert stärker an moderne Streamingproduktionen. Trotzdem bleibt der Kern erhalten. Evolution ist also kein Neustart, sondern tatsächlich eine Weiterentwicklung. Ob man das besser findet, ist Geschmackssache. Ich persönlich vermisse zwar die vielen abgeschlossenen Fälle, finde die neue, deutlich filmischere und düsterere Ausrichtung aber durchaus reizvoll, da sie die vormals nervigen Redudanzen umgeht.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 31.08.2026, 05:46

A Knight of the Seven Kingdoms - Staffel 1

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A Knight of the Seven Kingdoms ist ein bewusster Gegenentwurf zu Game of Thrones und House of the Dragon. Die Serie verzichtet weitgehend auf die großen Machtspiele und die epische Dimension ihrer Vorgänger und konzentriert sich stattdessen auf die Freundschaft zwischen dem einfachen Heckenritter Dunk und seinem jungen Knappen Egg. Das ist eine wohltuende Rückkehr zu einer kleineren, menschlicheren Form des Erzählens, und auch der deutlich leichtere, teilweise derbe Humor funktioniert überraschend gut und verleiht Westeros eine facettenreiche Alltäglichkeit. Allerdings liegt genau in dieser Reduktion auch das größte Problem der Serie, da sechs Episoden stellenweise wie die künstliche Verlängerung einer eigentlich überschaubaren Novelle wirken. Zwar ermöglicht die geringe Handlungstiefe eine stärkere Konzentration auf die Figuren, zugleich entsteht aber immer wieder der Eindruck, dass für eine Serie zu wenig erzählt wird. Dunk bleibt dabei eine ambivalente Hauptfigur, da ihn seine Aufrichtigkeit und seine geradezu naive Vorstellung von Ritterlichkeit sympathisch machen, allerdings ist diese moralische Geradlinigkeit wesentlich weniger interessant als die widersprüchlichen Charaktere der ursprünglichen Serie. Westeros lebt schließlich davon, dass Idealismus und Macht miteinander kollidieren, und hier wirkt Dunk mitunter fast zu einfach. Interessanter ist Egg, dessen wahre Identität und seine Beziehung zu Dunk der Geschichte eine zweite Ebene verleihen. Die Serie versteht es dabei gut, die soziale Hierarchie Westeros' aus der Perspektive derjenigen zu zeigen, die normalerweise nicht im Zentrum stehen. Die Abkehr vom der Ernsthaftigkeit ist grundsätzlich gelungen und sorgt für eine angenehme Leichtigkeit, auch wenn der Humor auf eine ziemlich primitive Körperkomik reduziert wird. Die wiederkehrenden Piss- und Fäkalwitze wirken irgendwann dann aber doch etwas zu bemüht, was die Serie aufgrund ihrerer warmherzigen Figurenzeichnung in diesem Umfang nicht nötig gehabt hätte.

A Knight of the Seven Kingdoms ist deshalb für mich weder die notwendige Fortsetzung von Game of Thrones noch ein gleichwertiger Ersatz für dessen komplexe Welt. Die Serie funktioniert vielmehr als kleine, charmante Westeros-Erzählung, die gerade durch ihre Bescheidenheit interessant wird. Ihr größter Vorzug ist ihre Menschlichkeit, ihre größte Schwäche hingegen, dass sie daraus über sechs Episoden hinweg manchmal zu wenig macht.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 06.09.2026, 14:58

Normal

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Normal ist ein Film, der seine beste Idee bereits in seinem Titel trägt. Odenkirk spielt darin den neu eingesetzten Sheriff Ulysses dabei mit genau jener Mischung aus Lakonie und körperlicher Präsenz, die schon Nobody getragen hat. Allerdings ist er hier weniger der unaufhaltsame Actionheld als ein zunächst erstaunlich unscheinbarer Mann, bei dem man nie ganz weiß, ob er die Situation tatsächlich unter Kontrolle hat oder einfach nur möglichst schnell wieder nach Hause möchte. Überhaupt funktioniert Normal immer dann am besten, wenn er seine Kleinstadtidylle ins Absurde kippen lässt. Die verschneite Landschaft mit ihren harmlosen Bürgern und der zunehmenden Gewalt erzeugen eine angenehm groteske Atmosphäre, die immer wieder an Fargo erinnert, ohne aber auch nur im Ansatz dessen erzählerische Tiefe zu erreichen. Die Geschichte ist nämlich wesentlich weniger interessant als ihre Inszenierung, und nachdem sich das Geheimnis der Stadt einmal entfaltet hat, bewegt sich der Film ziemlich geradlinig auf seine unvermeidliche Eskalation zu. Die Nebenfiguren bleiben dabei recht blass, obwohl mit Henry Winkler und Lena Headey Schauspieler vorhanden sind, aus denen man deutlich mehr hätte machen können. Odenkirk funktioniert allerdings erneut hervorragend als scheinbar gewöhnlicher Mann, der plötzlich ausgesprochen unangenehm werden kann, allerdings besitzt Normal nicht dieselbe Konsequenz wie sein Vorgänger. Dazu kommt, dass der Film seinen schwarzen Humor und seine Brutalität nicht immer so sicher miteinander verbindet, wie es die Grundidee eigentlich ermöglichen würde; so gesehen ist dann Normal einfach zu normal, aber dennoch kurzweilig unterhaltsam.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 07.09.2026, 16:32

The Mandalorian & Grogu

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The Mandalorian & Grogu ist für mich vor allem ein Film, bei dem sich die Frage stellt, warum diese Geschichte im Kino erzählt werden musste. Früher hatte der Sprung einer Fernsehserie (Star Trek) auf die Kinoleinwand noch eine ganz andere Bedeutung, da Fernsehproduktionen technisch und visuell deutlich stärker begrenzt waren, während das Kino eine andere Dimension von Effekten und Inszenierung ermöglichen konnte. Bei The Mandalorian ist dieser Unterschied längst verschwunden, da das Cinematic-Series-Concept bereits eine visuelle Qualität erreicht hat, die früher dem Kino vorbehalten war. Der Film ist teilweise sogar weniger eindrucksvoll als manche Episode der eigenen Serie. Man muss sich nur an die zweite Staffel und den Auftritt von Luke Skywalker in „The Rescue“ erinnern. Diese Episode hatte tatsächlich etwas Ereignishaftes, da die Inszenierung einen Moment erzeugte, der weit über das hinausging, was man normalerweise von einer einzelnen Serienfolge erwartet. Obwohl es Fernsehen war, fühlte es sich plötzlich wie Star Wars im Kino an. Deshalb wirkt es fast paradox, dass ausgerechnet The Mandalorian & Grogu den umgekehrten Weg gehen muss, um den Eindruck eines großen Star-Wars-Ereignisses zu erzeugen, da die große Leinwand allein eine Geschichte noch nicht größer macht. Die Action ist zwar ordentlich inszeniert und auch die vertraute Mischung aus Space-Western und Buddy-Movie funktioniert weiterhin prima, allerdings fehlte mir auch häufig das Gefühl, dass hier tatsächlich etwas passiert, das einen Kinobesuch notwendig macht. Der Film wirkt einfach nicht wie die konsequente Erweiterung einer Fernsehgeschichte, sondern eher wie eine besonders aufwendig produzierte Folge beziehungsweise eine kleine Staffel, die man zu einem Film zusammengeschnitten hat. Angesichts der kurzen Laufzeit der bisherigen Staffeln hätte man aus diesem Stoff problemlos eine vierte Staffel machen können.

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