[Konzert] Iron Maiden - ISS Dome Düsseldorf 2007

Eindrücke, Klangchecks aktueller aber auch älterer Scheiben im Review. Dazu Musik DVDs und Konzertberichte.

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[Konzert] Iron Maiden - ISS Dome Düsseldorf 2007

Beitrag von Hannibal » 21.06.2007, 22:40

Iron Maiden live @ Düsseldorf, 17.06.2007

Danke an Wickerman aus dem deutschen Iron Maiden Forum, der die Fotos zur Verfügung gestellt hat.

Der Alltag ist trist, immer das gleiche, kaum Höhepunkte, voll von Sachen, die man eigentlich gar nicht machen will. Um das auszugleichen freuen die einen sich auf den lang zusammen gesparten Urlaub, andere auf den riesigen Flachbildfernseher, wieder andere machen sich ein Kind und freuen sich dann auf den Moment im Kreissaal, wo das optische Schlachtfeld sie in die Ohnmacht wirft.
Und dann gibt es da noch Rockkonzerte, einen Gewaltakt, den sich viele Menschen nie antun werden und dabei gar nicht merken, was für einen 2-stündigen Gänsehaut-Orgasmus sie bei guter Vorbereitung verpassen.
Bei mir ballen sich die Alltagsausgleich-Veranstaltungen unglücklicherweise alle innerhalb von 2 Wochen. Vorgestern fiel der Startschuss mit der einzigen 07er-Indoorshow von „Iron Maiden“. Ursprünglich im Duisburger Stadion geplant, wurde das ganze wegen nicht einzuhaltender Lautstärkevorschriften in den gigantischen ISS Dome nach Düsseldorf verlegt. Der riesige Neubau bietet 13.400 Menschen Platz, ist überdacht und mit Sitz- und Stehplätzen ausgestattet.

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Da ich und mein Kumpel mit dem Ticketkauf zu lang gewartet haben, bekamen wir nur noch einen Sitzplatz im hinteren Drittel der gigantischen Konstruktion ab. Nach einer 2-stündigen Anfahrt, die beherrscht war von zahlreichen Maiden-Hymnen, wurden wir schnurstracks ins angrenzende Parkhaus geleitet. Schnell raus und zur Halle. Irrtümlich nahmen wir den Eingang durch ein Restaurant und waren plötzlich durch eine nichtgesicherte Hintertür in der Halle. Die 70 Euro für's Konzertticket hätten wir uns folglich sparen können. Aber egal, in ruhigem Gang sichten wir erst mal die Halle. Von unseren Sitzplätzen hat man eine hervorragende Sicht über das ganze Geschehen. Sehr zaghaft drängen erste Menschenmassen zu den Stehplätzen. Aber wir sind doch recht weit weg von dem gewaltigen Bühnenaufbau. Nach einem kurzen Imbiss werden nähere Stehplätze in den Tribünengängen ausgewertet.
Patrouillierende Securitys schicken uns allerdings immer wieder zu unseren Sitzplätzen zurück. Der Hartnäckigkeit meines Kumpels ist es zu verdanken, dass wir schließlich in einer unbeaufsichtigten Nische einen feinen Platz auf der Tribüne finden, der ca. 20 Meter von der Bühne entfernt ist inklusive fantastischem Rundumblick auf die immer größer werdende Menschenmasse vor uns.
Während unser Platzsuche sind schon 2 Vorbands durch. Lauren Harris, Tochter von Maiden-Bassist Steven Harris, spielte mit Band vor einer noch sehr kleinen Menschenmasse, haute aber ganz ordentlich groovende Rock-Songs raus. Vor einem wesentlich größeren Instrumente gingen anschließend Mastodon an die Instrumente und lieferten mit druckvollem Sound eine Progressiv-Show mit mittelhohem Langweilgrad hin. Ähnlich wie bei Tool sucht man hier vergeblich Live-Potenzial, als Vorband zum Anheizen des Publikums fällt das noch schwerer ins Gewicht. Die Musik an sich klang recht interessant, aber kein Schwein hat's interessiert. In 2 Wochen werde ich die US-Rocker aber wieder in Belgien treffen, dann beim Warten auf Metallica...vielleicht reißen sie da ja mehr vom Hocker.

“Cut my life in two pieces, this is my last resort!“

Aus meiner Nu-Metal-Zeit war mir „Papa Roach“ noch bestens bekannt. Umso mehr überraschte die grandiose Performance der Gruppe, die ihren kommerziellen Zenit schon lange überschritten haben. Die alten Hits bringen die Menge trotzdem zum Kochen, was aber vor allem an der Live-Energie der 4 Männer liegt. Bei jedem Lied wird das Publikum zig-mal eingebunden, ob nun durch „Hey Hey Hey“-Rufe, Mitklatschen oder Singen. Die knapp 10.000 Zuschauer, die sicherlich nicht zum normalen Hörerkreis von „Papa Roach“ gehören, gehen dennoch den ganzen Auftritt über perfekt mit. Die Menge ist am kochen, Zielvorgabe als Anheizer erfüllt! Auch wenn die Musik recht belanglos ist, sind die Jungs live ne echte Wucht.

Bild

2 Jahre hintereinander waren ich und die nächste Band am Ring und beide male haben wir uns aufgrund blöder Spielplanüberschneidungen verpasst. Jetzt sollte es endlich soweit sein. Der Schwedenhammer „In Flames“ kommt nach einer halbstündigen Umbauphase und bringt die Halle gleich mit „Cloud Connected“ zum Beben. Die Double Bass rattert fast konsequent durch, gespielt werden vor allem neuere Stücke. Bei „Only for the Weak“ geht die Masse unglaublich genial ab. Negativ fällt auf, dass der Sound hier recht schwach ist und sich Nuancen in den Höhen kaum raushören lassen und sich so viele Lieder sehr ähnlich hören, was sie aufgrund der abwechslungsreichen Melodieführung ja eigentlich gar nicht sind. Im durchratternden Schredderrhythmus fällt dann der ein oder andere Blick schon auf die Uhr. „Maiden“-Rufe werden zwischen den Songs immer lauter, die Schweden kommen beim Publikum aufgrund des matschigen Sounds weit schlechter an, als sie es verdient hätten. Schade eigentlich...
Nachdem „In Flames“ die Bühne räumen wird’s erst so richtig laut. Die ganze Halle, mittlerweile bis auf ein paar Blöcke in den obersten Rängen proppenvoll fordert in allen möglichen Variationen die Könige der New Wave of British Heavy Metal.

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Da oben standen wir...

4 Stunden sind nun vergangen, seit das Konzert begonnen hat. Jetzt, gegen 20.30h sind die 4 Vorgruppen durch und alle warten nur noch auf das Sextett angeführt von Bruce Dickinson.
Plötzlich gehen die Lichter aus, ein gewaltiger Bühnenaufbau, der ungefähr 3 mal so groß ist, wie der Teil, der den Vorbands zu Teil wurde, wird in rotes Licht getaucht. Ein pompöser Orchestersoundtrack wird per Band eingespielt. Tausende Hände steigen in die Höhe, die Menge gröhlt, klatscht...ein gigantisches Menschenmeer erstreckt sich vor uns. Was für ein Anblick!
Und plötzlich kracht „Different World“ los. Der erste Track des von Kritikern & Fans gefeierten aktuellen Albums „A matter of Life and Death“ donnert in glasklarem, geradezu perfektem Sound aus der gewaltigen Boxenanlage. Schon in den ersten Konzertminuten springen die 3 Gitarristen und Bassist Steve Harris am laufenden Band über die ganze Bühne, hopsen über Monitorboxen, während Dickinson auf alles klettert, was ihm in den Weg kommt. Dabei fällt sein Gesang glasklar aus, keine Unsauberkeiten, keine Atemnot und das trotz den etlichen Metern, die der Brite Song für Song auf den Brettern hinlegt.
Direkt weiter geht es mit „These colours don't run“, ebenfalls vom aktuellen Album. Die für Iron Maiden untypisch komplexen Arrangements kommen live überraschend gut rüber. Trotz regelrechten Frickelpassagen und vertrackten Riff- und Drum-Kombinationen ist die Menge am kochen. Dickinson hält dabei die ganze Halle in Atem. Mit seinen charakteristischen Aufforderungen „Scream for me Düsseldorf!“ bringt er 10.000 Leute gleichzeitig zum schreien. Weiter geht’s mit „Brighter than a Thousand Suns“, dann „Wrathchild“ und schließlich „The Trooper“, bei dem die Menge dann endgültig ausrastet. Moshpits durchziehen das Menschenmeer unter uns, jeder summt die zweistimmigen Gitarrenläufe lautstark mit, beim Refrain versteht man von Dickinson kaum noch ein Wort, so laut sind die Fan-Chöre.
„Children of the Damned“ ist eine sehr seltene Nummer und findet anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Erfolgalbums „Number of the Beast“ seinen Weg in die Playlist. Ein Song für die richtigen Fans, die Stimmung geht leicht bergab, weil viele Leute das Lied mit dem traumhaft schönen Akustikintro gar nicht kennen. Einen hohen Showwert hat dabei die schicke Double-Neck-Gitarre von Gitarrist Adrian Smith.

Bild

Mit „The Reincarnation of Benjamin Breeg“ und „For the Greater Good of God“ folgen zwei weitere Nummern vom aktuellen Album, die sich live ebenfalls als eine Wucht entpuppen. Dickinson hält die Menge nonstop mit allen möglichen Aufforderungen in Atem. So wird der Arm schon mal schwer, wenn der ehemalige Geschichts-Student die Menge mit bösem Blick dazu auffordert, die ganze Bridge mit „Hey Hey Hey“-Rufen zu begleiten.
Plötzlich wird es dunkel und eine düstere Stimme verkündet die Worte...

Woe to You Oh Earth and Sea
for the Devil sends the beast with wrath
because he knows the time is short
Let him who hath understanding
reckon the number of the beast
for it is a human number
its number is six hundred and sixty six.


Erneut sind alle Hände ganz oben und Maiden starten in den Klassiker „Number of the Beast“. Der Refrain wird fast im Alleingang vom Publikum bestritten, das Solo komplett mitgesummt. Die Band wirkt selbst überrascht angesichts der Lautstärke des Publikums.
Anschließend kündigen 4 abgestoppte Hi-Hat-Schläge den Live-GIganten „Fear of the Dark“ an. Der Song bringt das Fass schließlich zum Explodieren. Ein Gänsehautschauer nach dem anderen rast den Rücken runter, aus vollem Leibe übertönen tausende Fans die ohrenbetäubend lauten Gitarren des Intros. In der cleanen Strophe trägt das Publikum erneut die gesamte Melodielinie bis Bruce Dickinson zum Refrain anstimmt und Düsseldorf zum letzten „FEAR OF THE DARK“ vor dem Up-Tempo-Part auffordert. „FEAR OF THE DARK“ schallt es in bebender Lautstärke von uns allen zurück. Gigantisch!

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Mit „Run to the Hills“ folgt gleich die nächste Übergranate, die das Publikum erneut bis auf's letzte fordert. Die mittlerweile fast durch die Bank heiseren Stimmen geben im Refrain des Erfolgssongs aus dem Jahre 1982 nochmal alles. Angesichts dieser unglaublichen Power stehen einem nun fast durchgängig die Haare vor Entzückung zu Berge. Es ist kaum in Worte zu fassen, ein Teil dieser Menge zu sein, die in einer anderen Sphäre zu sein scheint und den brandneuen ISS Dome in Düsseldorf bis in seine Grundfesten erschüttert.
Mit dem Klassiker „Iron Maiden“ wird die reguläre Setlist schließlich abgeschlossen. Bei Song fällt einmal mehr die umwerfende Showqualität der Band auf. Hier fährt ein riesiger Panzer auf die Bühne, gesteuert von Bandmaskotchen Eddie, der wutschnaubend in die Menge zielt.

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Nachdem die Lichter ausgehen, wachsen die Zugabe-Rufe zu einem kreativen Sturm an, der doch alle möglichen Klatsch- und Stampfrhythmen verziert wird. Als die 6 Musiker wieder auf die Bühne kommen, setzen sie sich zunächst mal auf die Bühne und lauschen den Fanchören, die Köpfe schüttelnd angesichts der unglaublichen Begeisterung, die ihnen entgegen gebracht wird.
Nach knapp 5 Minuten kündigt Bruce dann die „Middle Years“-Tour für 2008 an, bei der angeblich mit einem gigantischen Bühnenaufbau in Form einer Pyramide das Album „Powerslave“ von 1984 gefeiert werden soll.
Passend dazu gibt’s im Anschluss den „Powerslave“-Klassiker „2 Minutes to Midnight“, welcher einmal mehr Action in die Menge bringt. Erneut geht einem das Herz auf, wenn Tausende Menschen diesen astrein kalkulierten 80er-Metalschinken mitgröhlen & summen. Während dem Song war ich in Vice City und ich war mir sicher, dass vor der Halle mein in einer riskanten Aktion von der Army-Base geklauter Apache-Helikopter auf mich warten würde....im Nachhinein stellte sich raus, dass es leider doch nicht so war...;-(
Zum Abschluss präsentieren Maiden „The Evil that Men do“ und anschließend mit „Hallowed by thy Name“ den 5. Song von der „Number of the Beast“, bei dem das Publikum nochmal gehörig abfeiert.
Und dann gehen die Lichter wieder an und es steht fest, dass sich trotz nicht ganz homogenen Vorbands jeder einzelne Euro für die Konzertkarte gelohnt hat. Bei kaum einem anderen Konzert, ja noch nicht mal beim letztjährigen Metallica-20th-Anniversary-Master-of-Puppets-Rock-am-Ring-Gig, hatte ich eine derart penetrante Gänsehaut, die sich zu keinem Zeitpunkt vollständig abschütteln ließ. Derartig kraftvolle Fangesänge hab ich noch nirgends anders erlebt, einfach gigantisch. Dazu eine fantastische Setlist, die ausnahmslos perfekt funktionierte und kaum Wünsche offen ließ und nicht zuletzt eine Band in Topform, die trotz deutlich fortgeschrittenen Alters sämtliche jungen Newcomer-Burschen mit dem kleinen Finger plattmacht. Grandioses Ding, trotz einer eher kurzen Laufzeit von nur ca. 100 Minuten. Die hatten es aber sowas von derbe in sich, dass die Tour 2008 – komme was wolle – auf der „Must see“-Liste steht...
:liquid10:

Lauren Harris
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Mastodon
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Papa Roach
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In Flames
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Beitrag von jack warrior » 22.06.2007, 00:31

fein fein. wobei mir 70€ dafür zu teuer wären ok du hast 5 bands gesehen da geht das noch. un ich hätt gerne mehr klassiker gehabt aber scheint ja richtig geile stimmung gewesen zu sein nicht war *g

es geht übrigens über maiden das gerücht um das sie ein live playback verwenden. sprich da sie net mehr so gut vorallem dickinson angeblich bei puste seien ham sie halt ein playback aufgenohmen indem sogar alle live reaktionen des publikums eingeplant seien etc.
obs stimmt keine ahnung

aber feines review lein.

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Beitrag von freeman » 22.06.2007, 01:43

Sehr geiler Bericht. Klingt nach ner Menge Spaß! Und Papa Roach als Vorband für Maiden ist irgendwie schon ... ja ... krass *lach*

Ich mag die Jungs ja ... aber ich mag auch Lafee und Good Charlotte ;-)

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von Mr. TNT » 22.06.2007, 01:53

Cooler Bericht! Hatte während dem Lesen auch 'ne Gänsehaut! Is' zwar nicht meine Musik, kann mir aber vorstellen wie's da abging.
Ein paar Lieder von denen find' ich aber auch gut. :D
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Beitrag von EatenAlive » 22.06.2007, 10:32

Sehr schöner Text, aber das mit Tool und dem fehlenden Livepotential sehe ich anders, war bisher auf 2 Konzerten und war bisher immer hin und weg. Vor allem das Zusammenspiel zwischen visuellen Elementen und Musik sucht seines Gleichen, ist einfach großes Gesamtkunstwerk. Ist natürlich auch ne Ansichtssache, was man von einem Konzert erwartet. :wink: Aber egal, zu Iron Maiden ich hab sie einmal zufällig in den USA Live gesehen auf einem Festival, auf Platte find ich ihre Musik einfach nur langweilig, aber Live ging da schon was.
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Beitrag von Vince » 22.06.2007, 13:04

Vorab: Für mich sind die Bilder wieder zu groß, ob du die vielleicht noch etwas verkleinern könntest? So auf max. 600 Pixel in der Breite? Denn das hin- und herscrollen trägt nicht zum Lesegenuss bei.

Ansonsten, soweit ich das beurteilen kann, wieder ein sehr feiner Bericht ganz nah am Geschehen, wie man das gewohnt ist. Wenn man in so einer Menge ist und es tierisch abgeht, ist es ja eigentlich auch wurscht, ob man die Mucke privat zu Hause hört, das reißt einfach mit.

Aber trotzdem muss ich da Eaten Alive zustimmen - es ist letztlich alles eine Sache der Erwartungen. "Fehlendes Live-Potenzial", das kann man so nicht verallgemeinern, es gibt halt nur Publikum, das andere Erwartungen an einen Live-Auftritt stellt. Dass es gut rockt, ist eben nicht unbedingt immer alles. Deswegen kann ich deine Kritik an den kälteren Bands auch nur bedingt nachvollziehen. Wobei Mastodon in diesem Programm wirklich relativ schlecht aufgehoben ist.

Ich finde es übrigens schon immer wahrscheinlicher, dass du dich gut mit Dream Theater anfreunden könntest. Die setzen nämlich auch weniger auf Atmosphäre als vielmehr auf Gepose (was hier nicht abwertend gemeint sein soll). Versuch es vielleicht auch mal mit Symphony X, sofern du nix gegen ein bisschen Orchester-Bombast hast. Die verbinden Thrash Metal ziemlich gut mit progressiven Aspekten.

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Beitrag von Frances TM » 22.06.2007, 16:10

Echt emo dein Bericht ;) ne im Ernst. Ich wünsch mir jetzt echt dabei gewesen zu sein. Wobei mir Mastodon am Ende bestimmt noch am besten gefallen hätten. :D
Nur was ich vermisst hab, war ein Vergleich mit dem Maiden-Auftritt vom Ring 05.

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Beitrag von Hannibal » 22.06.2007, 17:39

Zunächst mal danke für's Feedback :-)
Vince hat geschrieben:Vorab: Für mich sind die Bilder wieder zu groß, ob du die vielleicht noch etwas verkleinern könntest? So auf max. 600 Pixel in der Breite? Denn das hin- und herscrollen trägt nicht zum Lesegenuss bei.
Ich versuch das dieses WE noch zu ändern...
Aber trotzdem muss ich da Eaten Alive zustimmen - es ist letztlich alles eine Sache der Erwartungen. "Fehlendes Live-Potenzial", das kann man so nicht verallgemeinern, es gibt halt nur Publikum, das andere Erwartungen an einen Live-Auftritt stellt. Dass es gut rockt, ist eben nicht unbedingt immer alles. Deswegen kann ich deine Kritik an den kälteren Bands auch nur bedingt nachvollziehen. Wobei Mastodon in diesem Programm wirklich relativ schlecht aufgehoben ist.
Naja, der Mastodon-Auftritt an sich war ja gar nicht so verkehrt. Die Mucke hat gerockt, die Jungs haben gut gespielt, aber sie waren wie damals bei tool wie abgekapselt vom Publikum. Ich bin einfach der Meinung, dass man bei einem Live-Auftritt mit dem Publikum auf irgendeine Weise verschmelzen sollte oder man lässt die Live-Zockerei ganz. Weil warum soll ich dann Geld für ein Konzert ausgeben? Dann kann ich auch genauso gut Musikvideos von denen gucken, das Live-Erlebnis verliert so doch völlig seinen Reiz. Bei tool damals gab's zumindest ne Bombast-Show mit netten Bildern auf den Leinwänden. Als Vorband hatte "Mastodon" sowas natürlich nicht. Deutlich wurde das halt einfach, weil Papa Roach danach eine absolute Old-School-Menge mit ihrem eigentlich völlig unpassenden Nu Metal-Mitschmatsch total mitgerissen haben und die ganze Halle am feiern war wie sonst was. Und so sollte es bei einer Vorband sein, wenn ihr mich fragt...
Ich finde es übrigens schon immer wahrscheinlicher, dass du dich gut mit Dream Theater anfreunden könntest. Die setzen nämlich auch weniger auf Atmosphäre als vielmehr auf Gepose (was hier nicht abwertend gemeint sein soll). Versuch es vielleicht auch mal mit Symphony X, sofern du nix gegen ein bisschen Orchester-Bombast hast. Die verbinden Thrash Metal ziemlich gut mit progressiven Aspekten.
Orchester-Bombast & Thrash Metal klingt wahnsinnig gut, wenn die mir günstig über den Weg laufen, werde ich den Versuch auf jeden Fall wagen...

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Beitrag von Vince » 22.06.2007, 17:57

Hannibal hat geschrieben: Ich bin einfach der Meinung, dass man bei einem Live-Auftritt mit dem Publikum auf irgendeine Weise verschmelzen sollte oder man lässt die Live-Zockerei ganz. Weil warum soll ich dann Geld für ein Konzert ausgeben? Dann kann ich auch genauso gut Musikvideos von denen gucken, das Live-Erlebnis verliert so doch völlig seinen Reiz.
Das kannst du so aber nicht verallgemeinern, weil die Fans von deren Musik eben ganz andere Schwerpunkte setzen. Denen kommt es nicht unbedingt auf fette Posen und möglichst aufwendige Pyrotechnik an, sondern vielleicht eher, dass das Gefühl reproduziert wird, das sie bei der Musik empfinden. Und das ist bei derartiger Musik nun mal nicht die gängige "Rock Star"-Attitüde, von der sich einige Fans der Richtung sogar abschrecken lassen könnten. Wenn Tool, Mastodon oder was weiß ich wer plötzlich auf der Bühne auf dicke Hose machten, entspräche das eben nicht der Musik dieser Bands. Dass du das nicht nachvollziehen kannst, verstehe ich, weil du halt aus einer anderen Ecke kommst, und das ist ja auch gut so. Generell finde ich halt wie gesagt, dass Mastodon einfach nicht in das Line-Up passen. Klar, dass das da verhältnismäßig unterkühlt wirkt. Überhaupt werden viel zu oft gar nicht zusammenpassende Bands gemischt, finde ich.
Orchester-Bombast & Thrash Metal klingt wahnsinnig gut, wenn die mir günstig über den Weg laufen, werde ich den Versuch auf jeden Fall wagen...
Sämtliche Alben (außer das, das in diesem Monat erst releast wurde) gibts btw. bei amazon für 5,99€ in der Special Edition.
Ich zitiere mal aus einer Kritik der babyblauen Seiten zur "Twilight in Olympus"-Scheibe:
Dies ist DIE Platte, wenn man vom Heavy Metal kommt, und mal ins Prog-Genre reinschnuppern möchte!
Wenn das nicht passt... :wink:
Ich überlege auch schon einen Kauf, kenne bisher nur Ausschnitte von 3 CDs von einem Freund. Mich stört dieses Bombastische und das Mythologische noch a bisserl...

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Beitrag von Hannibal » 22.06.2007, 18:13

Vince hat geschrieben:Das kannst du so aber nicht verallgemeinern, weil die Fans von deren Musik eben ganz andere Schwerpunkte setzen. Denen kommt es nicht unbedingt auf fette Posen und möglichst aufwendige Pyrotechnik an, sondern vielleicht eher, dass das Gefühl reproduziert wird, das sie bei der Musik empfinden. Und das ist bei derartiger Musik nun mal nicht die gängige "Rock Star"-Attitüde, von der sich einige Fans der Richtung sogar abschrecken lassen könnten. Wenn Tool, Mastodon oder was weiß ich wer plötzlich auf der Bühne auf dicke Hose machten, entspräche das eben nicht der Musik dieser Bands. Dass du das nicht nachvollziehen kannst, verstehe ich, weil du halt aus einer anderen Ecke kommst, und das ist ja auch gut so. Generell finde ich halt wie gesagt, dass Mastodon einfach nicht in das Line-Up passen. Klar, dass das da verhältnismäßig unterkühlt wirkt. Überhaupt werden viel zu oft gar nicht zusammenpassende Bands gemischt, finde ich.
Ich rede doch aber gar nicht von fetten Posen oder aufwendiger Pyrotechnik. Imo hat das auch gar nix mit der Musikrichtung zu tun, das klingt wie eine Entschuldigung dafür, dass die Prog-Bands live nix können ;-) (nicht ausrasten, das sollte dezent ironisch sein ;-)). Ich kenne lokale Bands, die ganz ohne Lightshow, Pyrotechnik und auch ohne auf dicke Hose zu machen ihr Publikum begeistert, weil sie einfach Spaß an der Musik zeigen. Das bekommt auch eine Prog-Metal-Band hin. Ich versteh's wohl wirklich nicht, vor allem nicht den Unterschied zu anderen Richtungen.
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Beitrag von Vince » 22.06.2007, 18:21

Hannibal hat geschrieben:Ich kenne lokale Bands, die ganz ohne Lightshow, Pyrotechnik und auch ohne auf dicke Hose zu machen ihr Publikum begeistert, weil sie einfach Spaß an der Musik zeigen. Das bekommt auch eine Prog-Metal-Band hin. Ich versteh's wohl wirklich nicht, vor allem nicht den Unterschied zu anderen Richtungen.
Konkret kann ich dir dazu auch nicht viel mehr sagen, weil ich ja nicht da war und vielleicht waren sie ja wirklich scheiße, keine Ahnung... du müsstest dir mal die DVD "Arriving Somewhere" von Porcupine Tree anschauen und mir sagen, was du von diesem Auftritt hälst. Da sieht man einen sehr kühlen und reservierten Steven Wilson schüchtern die nächsten Songtitel ansagen - aber ich finde das Konzert grandios. Trotz der abweisenden Präsentation eine nicht nur technisch perfekte, sondern auch mit sehr viel Gefühl und Echtheit vorgetragene Show. Wenn du da sagst, das sagt dir nicht zu (und ich kann mir gut vorstellen, dass du so reagierst), dann verstehst du den Unterschied wirklich nicht. Wenn du hier aber erkennst, dass die Reserviertheit nichts mit Teilnahmslosigkeit zu tun hat und die Künstler mindestens genauso viel Herzblut in den Auftritt legen, vielleicht noch mehr, dann war Mastodon vermutlich einfach nur schlecht. :wink:
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Beitrag von EatenAlive » 22.06.2007, 18:55

Mhm, interessante Diskussion. Leider hab ich Mastodon noch nie Live gesehen, aber ein paar Kumpels meinen die wären Live grandios, deswegen kann ich nur von einem Toolkonzert ausgehen. Diese Abkapslung habe ich ebend gar nicht empfunden, sicherlich sind sie immer distantziert vom Publikum, Maynard hat sich bei meinem ersten Toolkonzert in den 2 Stunden keine Stück bewegt. Aber das will ich bei so einem Konzert gar nicht, es wäre auch unpassend zu der Musik, denn die soll halt Hauptsächlich sprechen, du siehst halt auf der Bühne die Musiker mit Herzblut spielen und komplett in ihre Musik versinken und irgendwann passiert dir dasselbe, insofern gibs ja den Kontakt zur dir und der Band. Gesteigert wird hat das Gefühl noch dadurch, dass es 5000 Menschen anderen Meschen um dich rum genauso geht. Ich hoffe es wird einigermaßen klar was ich meine.
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Beitrag von daemonicus » 22.06.2007, 20:17

Schöner Bericht, mag die alten Klassiker von Maiden ganz gern. Mit den neueren Teilen kann ich weniger anfangen.

Bei nem Konzert brauch ich dieses "in Kontakt treten" mit dem Publikum nicht. Dann lieber sowas wie Tool. Oder Lisa Gerrard die total aufgeht in ihrer Musik, vor Beginn des Liedes eine bestimmte Position einnimmt um es zu singen und dann, bei intensivem Applaus, ein zartes "Thank you" in die Menge haucht. Das haut dich einfach um. :D

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Beitrag von Hannibal » 22.06.2007, 21:44

Man muss vielleicht dazu sagen, dass ich tool bisher auch nur bei Rock am Ring gesehen hab und die da halt auch nicht unbedingt ihr Publikum vertreten ist. Da sind jedenfalls auch viele Zuschauer verschwunden, da trotz toller Show der Funke einfach nicht übersprang....was aber sicher auch am Party-lastigen Publikum gelegen hat...und Mastodon, naja, als Vorband zu Maiden hat's nicht gepasst, lassen wir das mal so stehen.

Ich bleib zwar grundsätzlich trotzdem bei meiner Meinung, ich kapier das wohl wirklich nicht. Reinhard Mey, falls jemand den kennt, gehe ich auch regelmäßig auf den Touren schauen und der macht ja komplett ruhige Lieder, wo es halt nur um die Texte geht und das Publikum die ganze Zeit über ruhig zuhört. Aber trotzdem kommt da was rüber, in dem er das Publikum dann doch direkt zwischen den Liedern anspricht, Dinge erzählt und die Reaktionen darauf wiederrum aufnimmt. Konzerte, völlig egal was für ne Musikrichtung, bedeuten für mich einfach Interaktion mit der Band/dem Künstler und gehen über's bloße Musikhören hinaus. Aus den zwei Körpern (Publikum & Band) muss da für mich einer werden. Und um Lisa Gerrard aufzugreifen...bei ner intensiven Ballade und einem solchen zarten "Thank you" kommt doch was rüber, das kann man sich ja regelrecht bildlich vorstellen, wie sowas greift. Einen solchen Moment gab's bei diesen Prog-Konzerten von beiden Kandidaten imo einfach nicht. Die haben ihr technisch perfekt vorgetragenes Programm runtergekurbelt, dann kurz "Thank you" und das war's...mir fehlt da einfach was, was ich nicht mal so genau definieren kann...als ob sie nicht für's Publikum spielen, wie zwei getrennte Welten...

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Beitrag von EatenAlive » 22.06.2007, 22:13

Ich verstehe genau was du meinst, aber ich kann es nicht nachvollziehen. Ebend auch zwei komplett unterschiedliche Welten. :wink:
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Beitrag von daemonicus » 22.06.2007, 23:09

Das mit Tool und Ring kann ich sogar nachvollziehen. Ist eh imho das Hauptproblem bei grösseren Festivals. Hab mal Sisters gesehen, bei Tageslicht. Das war auch nicht so der Brüller. :lol: Hat einfach nicht gepasst.

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Beitrag von Carcass77 » 23.06.2007, 20:05

Schönes Review Hanni! Ich will jetzt auch gar nichts weiter dazu anmerken, welche der Bands nun die beste ist, da das eh' Geschmackssache ist (also Mastodon ;))...

Maiden (damals noch mit Blaze Bayley) habe ich auch schon mal gesehen, das muss um 1995 rum gewesen sein. Allerdings habe ich sie mir nur gegeben, weil die mir wichtigeren My Dying Bride Vorband waren. ;)

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Beitrag von daemonicus » 23.06.2007, 20:31

My Dying Bride :D hab ich die 34.788%... feines Teil.

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Beitrag von Hannibal » 23.07.2007, 11:06

Das schreibt der Metal Hammer im Konzertbericht zu den beiden Iron Maiden-Shows in Deutschland über die Vorband Mastodon:

Ludwigshafen
Mastodon haben keinen guten Tag erwischt, der Sound ist übel, zudem sind die wenigsten Anwesenden mit dem Schaffen der Band vertraut. Anstatt aber die Chance zu nutzen und sich neue Fans zu erspielen, wirkt das Quartett lustlos und sucht kaum Kontakt zum Publikum. So spulen Troy Sanders, Bill Helliher und Konsorten zwar ihr halbstündiges Set routiniert runter, doch potenziell knackige Songs wie "Colony of Birchmen" verpuffen wirkungslos. Der Großteil des Auditoriums honoriert diese unmotivierte Darbietung mit Missachtung.

Düsseldorf
[...]Zwar erfreuen sich Mastodon eines glasklaren Sounds und spielen ihre Prog-Knüppel-Songs sauber und souverän runter, aber eines wird schnell klar: Solche großen Bühnen haben Mastodon einfach nicht drauf. So wirkt das Stageacting lächerlich statisch, Ansagen sind kaum vorhanden, der Blickkontakt nach vorne eher selten. Kein Wunder also, dass viele Zuhörer trotz spielerisch guter Leistung der Truppe wieder blinzelnd in die Flure treten.

Ich lass das mal unkommentiert stehen ;-)

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Beitrag von Vince » 23.07.2007, 15:25

Ich kenn mich mit den Magazinen net so aus, aber "Metal Hammer" ist doch auch wieder eher ein Old School Magazin, oder? :mrgreen:

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Beitrag von EatenAlive » 23.07.2007, 15:37

Hehe, mir ging es damals um die Verallgemeinerung. Ich hab den Auftritt von Mastodon ja nicht gesehen und mal so nebenbei der Metal Hammer ist Grütze. Die sind komplett auf Oldschool fixiert, das Top Album des letzten Monats war bei denen die neue Candlemass, wärend jedes andere Magazin die neue Behemoth hatte. Auch die Albenbewertungen bei denen sind teilweise jenseits von Gut und Böse. Allein die Aussage für Düsseldorf ist typisches unverständnis der Musik und das Mastodon völlig fehlbesetzt war in dem Line-Up haben wir ja auch festgestellt. Deswegen brauchst du nicht mit Beweisen aus einem Magazin kommen, das eh den Großteil der progressiven Sachen vorverurteilt. 8-)
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Beitrag von Hannibal » 23.07.2007, 15:37

Vince hat geschrieben:Ich kenn mich mit den Magazinen net so aus, aber "Metal Hammer" ist doch auch wieder eher ein Old School Magazin, oder? :mrgreen:
Ne, also soweit ich das beurteilen kann absolut nicht. AFAIR räumen da auch Prog-Rock-Scheiben in den Kritiken oft sehr gut ab und die behandeln eigentlich alle Richtungen quer durch den Metal, besonders Old-Schoolig sind die jedenfalls nicht. Seh es ein Vince, Mastodon sind live lahm ;-)

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Beitrag von Vince » 23.07.2007, 15:56

Hannibal hat geschrieben:Seh es ein Vince, Mastodon sind live lahm ;-)
Was verteidige ich hier überhaupt ne Band, von denen ich nicht mal ein Album besitze? Hör dir lieber mal ein Porcupine Tree-Konzert an und verreiße das, dann können wir weiterdiskutieren. :wink:

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Beitrag von EatenAlive » 23.07.2007, 16:03

"MASTODON konnten mit einem unglaublich druckvollen und transparenten Sound eine erstklassige Show hinlegen, wobei das Hautaugenmerk auf Material der aktuellen Scheibe „Blood Mountain“ lag. Jedes Riff, jeder Break, jedes Solo war perfekt umgesetzt worden. Eine ungeheure Wall-Of-Sound rollte über die Köpfe des Publikums hinweg und bügelte sämtliche Falten aus Omas Gesicht. Gebt den Jungs noch ein Album Zeit und sie werden die großen Hallen der Republik als Hauptact in Schutt und Asche legen."

Metalnews

"Trotz anfangs richtig beschissenem Sound (kaum diffenrezierte Gitarren, Gesang zu leise, Bass nur als Wummern und Schlagzeug fast nur Bassdrum): Die Jungs können glaube ich gar keinen schlechten Eindruck hinterlassen und legten einen souveränen Auftritt hin, überzeugen in intimeren Clubs aber doch mehr. Und leider setzt sich das fort, was schon bei der ersten Mastodon-Show, die ich gesehen habe (mit dem „Remission“-Album als Support von The Haunted), zu beobachten war: im Gegensatz zum Rest der Welt verstehen die Deutschen diese Band einfach nicht!"

Helldriver Magazin

Ist halt doch Ansichtssache. :wink:
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Beitrag von Vince » 23.07.2007, 16:12

BAM! In your face! :lol:

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Beitrag von Hannibal » 23.07.2007, 17:06

EatenAlive hat geschrieben:"MASTODON konnten mit einem unglaublich druckvollen und transparenten Sound eine erstklassige Show hinlegen, wobei das Hautaugenmerk auf Material der aktuellen Scheibe „Blood Mountain“ lag. Jedes Riff, jeder Break, jedes Solo war perfekt umgesetzt worden. Eine ungeheure Wall-Of-Sound rollte über die Köpfe des Publikums hinweg und bügelte sämtliche Falten aus Omas Gesicht. Gebt den Jungs noch ein Album Zeit und sie werden die großen Hallen der Republik als Hauptact in Schutt und Asche legen."
Technisch waren die super, keine Frage...
"Trotz anfangs richtig beschissenem Sound (kaum diffenrezierte Gitarren, Gesang zu leise, Bass nur als Wummern und Schlagzeug fast nur Bassdrum): Die Jungs können glaube ich gar keinen schlechten Eindruck hinterlassen und legten einen souveränen Auftritt hin, überzeugen in intimeren Clubs aber doch mehr. Und leider setzt sich das fort, was schon bei der ersten Mastodon-Show, die ich gesehen habe (mit dem „Remission“-Album als Support von The Haunted), zu beobachten war: im Gegensatz zum Rest der Welt verstehen die Deutschen diese Band einfach nicht!"
Na das schlägt dann doch auch in die Metal-Hammer-Kerbe, auch wenn hier die Schuld auf's Publikum anstatt auf die Band geschoben wird. Auch ne Möglichkeit, aber nicht wirklich überzeugend. Will ich was von der Band oder will die Band was von mir???

MFG
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